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Berufliche Reha & 1,50€ Job und trotzdem krank

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Sassenach:
Hallo,

im Juli 2016 habe ich eine berufliche Reha angefangen. Zuerst habe ich ein halbes Jahr in einem BTZ in Übungsfirmen trainiert. Allerdings ohne Warenwirtschaftssystem und nur mit Excel Tabellen. Da ich bereits eine kaufmännische Ausbildung habe, war es für mich nur Spielerei. Ich habe sogar den anderen in ihren Firmen geholfen, obwohl ich dort nicht eingesetzt war. Wenn die Firmen gerade nicht besetzt waren, habe ich es dann übernommen, damit die anderen weiterarbeiten konnten. Dies betraf auch andere Übungsfirmen in anderen Städten und BTZs. Teilweise war ich an einem Tag an 3 Stellen zuständig.
Nachdem ich bis zum 31.12.16 dort zugeteilt war, sollte ich ein halbes Jahr ein Praktikum machen. Ich sollte von Montag bis Donnerstag in einer Firma arbeiten und freitags dann in die Außenstelle des BFWs gehen um über eventuelle Probleme zu sprechen.
Das Praktikum sollte ich mir selbst suchen. Parallel würde auch angeblich das BTZ der Außenstelle suchen. Das ganze liegt jetzt ein Jahr zurück. Da mir das Arbeitsamt bzw. das JC die Reha bezahlt, habe ich meine Arbeitsberaterin behalten. Die steckte mich im April in einen 1,50€ Job.

Dort musste ich aus Holzbeton Vogelhäuser herstellen. Und das 8 Stunden pro Tag. Dort war es ganz schlimm. Eine war jeden Tag am schreien und heulen, eine andere hat Stühle durch die Gegend getreten und mit Gegenständen geworfen. 5 Monate habe ich durchgehalten. Dann wurde ich von meiner Hausärztin krank geschrieben. Im Oktober bekam ich eine Verlängerung bis zum 31.01.
Angeblich weil ich krank geschrieben wurde. Jetzt habe ich aber nichts mehr davon gehört.

Inzwischen weiß ich nicht mehr, was ich noch machen soll. VDK und SOVD kann mir nicht helfen.
Hat jemand noch Ideen?
Momentan bin ich noch krank geschrieben. Am 15.02. muss ich zum Neurologen. Da erfahre ich, ob ich wieder ins Krankenhaus muss.

Rudolf Rocker:
Das wichtigste ist erst mal Deine Gesundheit!
Alles andere ist zweitrangig!

mousekiller:
Mir scheint, du bist durch den 1€ Job auch ziemlich psychisch angeschlagen und ob dir die berufliche Reha was gebracht hat, wage ich an Hand deiner Schilderungen zu bezweifeln.

Vielleicht wäre es gut, wenn du mit deinem Hausarzt sprichst und fragst, ob in deinem Fall nicht erst mal eine psychische Therapie angebracht ist. Idealerweise in einer Tagesklinik. Dort bist du dann je nach Fall für ca. 6-8 Wochen in stationärer Behandlung, auch wenn du täglich nach Hause kannst. Danach wäre es dann möglich, beim JC einen Antrag auf amtsärztliche Untersuchung zu stellen, um festzustellen, inwieweit du überhaupt momentan arbeitsfähig bist.

Das ist nur ein Lösungsansatz.

Sassenach:
Die berufliche Reha bekomme ich wegen meiner Psyche. Letzte Begutachtung war 2015/2016 so ganz genau weiß ich das nicht mehr. Drei Jahre zuvor hatte ich auch schon eine Begutachtung nach Aktenlage beim Gesundheitsamt. Das letzte war beim MD. Allerdings ist es fast wortgleich. Fast schon abgeschrieben. Einziger Unterschied ist die Unterschrift. Das zweite ist von der Ehefrau vom Arzt aus dem Gesundheitsamt gefertigt.
Eigentlich möchte ich nicht wieder in die TK. Letzer Aufenthalt war 2015. Obwohl mir die 6 Wochen da, mehr geholfen hat, als die 8 Wochen stationär. Ich hätte das Gefühl, wieder einmal versagt zu haben. 😢

Rudolf Rocker:

--- Zitat ---Ich hätte das Gefühl, wieder einmal versagt zu haben.
--- Ende Zitat ---
Das brauchst Du nicht! Das Ganze ist ein schwieriger Prozess, in dem es mal Höhen und mal Tiefen gibt.
Und wenn man merkt, das es einem nicht gut geht, helfen irgendwelche Maßnahmen oder Ein-Euro-Jobs am allerwenigstens. Ganz im Gegenteil! Die ziehen einen noch mehr nach unten.


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