Autor Thema: Nach dem Insektensterben: Vogelsterben  (Gelesen 941 mal)

Kuddel

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Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« am: 10:41:26 So. 25.März 2018 »
Vogelsterben
Der stille Frühling wird erneut Realität

Erneut schockieren Zahlen Europas Naturschützer: In Frankreich brach die Zahl der Feldvögel dramatisch ein. Im Verdacht stehen Pestizide.


"Unser ländlicher Raum wird zu einer Wüste." Mit diesen drastischen Worten kommentierte der französische Biologe Benoit Fontaine vom Nationalen Museum für Naturgeschichte zwei Studien, die einen brutalen Rückgang von Vögeln der Agrarlandschaft beschreiben.

Ihre Zahl ist demnach in den letzten 15 Jahren durchschnittlich um ein Drittel zurückgegangen, bei manchen Arten sind die Verluste sogar noch gravierender: So verschwanden 70 Prozent der Wiesenpieper und zwei Drittel der Ortolane während dieser Zeit, bei den Rebhühnern beträgt der Rückgang sogar 80 Prozent (über einen Zeitraum von 23 Jahren). "Das hat ein Ausmaß erreicht, dass man bald von einer ökologischen Katastrophe sprechen kann", so Fontaine weiter.

Die Zahlen passen jedenfalls zu einem Trend: Ähnlich heftigen Schwund hat man in Deutschland, Spanien und Großbritannien festgestellt. In den letzten drei Jahrzehnten ging die Zahl der Vögel in der Agrarlandschaft in 28 Staaten Europas um mehr als die Hälfte zurück. Einstige Allerweltsarten wie Turteltaube, Feldlerche, Rebhuhn, Kiebitz, Grauammer und sogar Feldsperling sind in manchen Regionen heute Raritäten.
(...)
Bei den Pestiziden darf die Diskussion jedoch nicht stoppen. Prinzipiell hat die Kulturlandschaft in den vergangenen Jahrzehnten an Vielfalt verloren, auch noch lange nach der Flurbereinigung. Heute wird oft bis direkt an den Feldweg geackert, gedüngt und gemäht...

http://www.spektrum.de/kolumne/der-stille-fruehling-wird-erneut-realitaet/1553550

counselor

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Re:Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #1 am: 10:51:51 So. 25.März 2018 »
Genau diesen Artikel wollte ich gerade auch verlinken. Wir befinden uns im Übergang zu einer globalen Umweltkatastrophe.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Troll

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Re:Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #2 am: 11:07:52 So. 25.März 2018 »
Sachzwang durch Untätigkeit, ein Standardmodell unserer Hochkultur.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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ManOfConstantSorrow

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Re:Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #3 am: 12:02:00 So. 25.März 2018 »
Nein, keine "Untätigkeit".
Ganz aktiv und bewußt entscheiden sich die Büttel des Kapitals für die Umweltzerstörung.

Die EU-Kommission verlängerte die Zulassung von Glyphosat um fünf Jahre. 18 der 28 EU-Länder stimmten in einem für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission. Der Einsatz des Landwirtschaftsministers Christian Schmidt für Glyphosat entgegen palamentarischer Mehrheiten ist inzwischen fast vergessen.

Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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Re: Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #4 am: 10:52:48 Fr. 11.Januar 2019 »
Nicht nur Insekten und Vögel...

Zitat
Artensterben:
Das größte Massensterben, das der Mensch je ausgelöst hat

Immer rascher schwinden weltweit die Arten.
https://www.zeit.de/2019/03/artensterben-oekosystem-umwelt-schutz-zerstoerung

Mit dem Zwang im Kapitalismus zum ständigen Wachstum zerstören wir unsere Lebensgrundlagen.

BGS

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Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #5 am: 14:13:11 Fr. 11.Januar 2019 »
Das ham wer uns verdient.

MfG

BGS
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Bowie

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Re: Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #6 am: 14:16:44 Fr. 11.Januar 2019 »
nö.

Kuddel

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Re: Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #7 am: 10:29:53 Fr. 25.Januar 2019 »
Zitat
Vogelsterben:
Es ist etwas faul im ländlichen Raum
Neue Zahlen bestätigen: Europas Vogelwelt ist im steilen Sinkflug. Die Kulturlandschaft verödet zunehmend.


Seit 1980 hat die Zahl der Vögel in den Staaten der Europäischen Union um 56 Prozent abgenommen: Hunderte Millionen Tiere sind damit schlicht verschwunden, darunter Arten, die man früher als Allerweltsarten bezeichnet hat, wie Star, Feldlerche oder Goldammer. Kiebitze, Uferschnepfen oder Rebhühner sind flächendeckend zu Raritäten geworden oder regional ausgestorben.
https://www.spektrum.de/kolumne/es-ist-etwas-faul-im-laendlichen-raum/1620014?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=feature&utm_campaign=ZON_KOOP

Kuddel

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Re: Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #8 am: 21:00:54 Mi. 19.Juni 2019 »
Hier im Garten hinterm Haus kam immer eine große lärmende Spatzenhorde vorbei. Mehrmals täglich.
Dieses Jahr ist es zumeist einer allein. Maximal zu dritt.

Wirklich deprimierend.

BGS

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Re: Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #9 am: 21:07:40 Mi. 19.Juni 2019 »
Hier summen riesige Mengen Insekten, wenn es Abend wird + gerne auch in der Nachmittagssonne.

Vögel aller Arten und Grössen gibt es auch, u. a. tausende Kraniche, auch jede Menge Spatzen, Raben, Möwen, Lerchen etc.

Viele Adler, vor allem in den Schären.

MfG

BGS
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Troll

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Re: Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #10 am: 09:22:49 Do. 20.Juni 2019 »
Unter blühenden Lindenbäumen gab es ein lautes Summen weil sich da alle zur großen Lindenbestäubungsorgie getroffen haben, daraus ist ein verklemmtes Zufallstreffen geworden.
Dieses Futter fehlt den Vögeln und der tosende Auto- Flug- sonstiger Maschinenlärm übertönt die wenigen Vögel, so eine 200 PS Familienkutsche schnurrt so lieblich im Vergleich zu so einem nervenden fliegenden Schreihals.

Dem  Natur entwöhntem Mensch fällt das nicht mal auf, aber es gibt gegen Mammon lustige neue Veranstaltungen, gemeinsam Bäume umarmen, ernsthaft, die werden in den Wald geführt um Bäume zu umarmen, die Natur fühlen, verinnerlichen.
Was will man von Menschen erwarten die so etwas benutzen/brauchen, zu Doof um selbstständig in der Natur spazieren zu gehen, die brauchen eine Anleitung zum kacken.
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Re: Nach dem Insektensterben: Vogelsterben
« Antwort #11 am: 10:49:40 Do. 20.Juni 2019 »
Ich hatte gestern Nacht das Fenster offen und das Licht an. Ein einziges Insekt hat sich in meine Wohnung verirrt. Nur eins.
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