Sozial & Gesundheitswesen > Soziale Einrichtungen

Hövelhof-Klausheide, Salvator-Kolleg (damals „die Hölle pur!“)

(1/3) > >>

Martin Mitchell:
.
Hövelhof-Klausheide, Salvator-Kolleg

Die ersten beiden Beiträge dieses jetzt hier von mir neu eröffneten Threads / Themas befassen sich erst einmal nur mit dem Standort und den Betreibern dieses Heims und was die Betreiber selbst über ihr Heim sagen und was nicht.

Dieser Thread wird jetzt hier von mir eröffnet nicht nur für all diejenigen die mal in diesem Heim waren, aber auch für all diejenigen die wissen wollen wo dieses Heim damals war und die sich für die Leidensgeschichte der dortigen damaligen Insassen interessieren und sich mit ihnen identifizieren – identifizieren können.

QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Salvator-Kolleg_(H%C3%B6velhof) Es gibt dort aber eigentlich nicht viel zur Sache. - Diese Wikipedia-Seite wurde zuletzt am 5. Mai 2018 um 18:55 Uhr bearbeitet.


--- Zitat ---.
Salvator-Kolleg (Hövelhof)

Das Salvator-Kolleg ist [ heute! ] ein Jugendheim der Caritas für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe (§§ 34ff SGB VIII) für Jungen ab dem 12. Lebensjahr. Es wurde 1915 vom Katholischen Erziehungsverein im Erzbistum Paderborn gegründet.[1]

Träger ist der Caritasverband im Erzbistum Paderborn. Der Hauptsitz der Einrichtung befindet sich in Hövelhof-Klausheide.

Das Heim besteht [ heute! ] aus 14 Wohngruppen, welche teils im benachbarten Paderborn angesiedelt sind. Es können derzeit 102 Heimplätze belegt werden. Es gibt eine berufliche Ausbildungsstätte und eine eigene Ersatzsonderschule der Sekundarstufe II.

Misshandlungsvorwürfe

Im Mai 2003 schrieb das Nachrichtenmagazin Der Spiegel über einen ehemaligen Heiminsassen, der über schwere Misshandlungen und Ausbeutung durch zwangsarbeitsähnliche Beschäftigung durch die Heimleitung im Jahr 1970 berichtet.[2] Der zuständige Caritas-Verband Paderborn wies die Vorwürfe kurze Zeit später zum Teil zurück. Dennoch sprechen auch weitere ehemalige Heimbewohner über die damaligen schlechten Bedingungen. [3] [4]

Einzelnachweise
1. Straßennamen der Gemeinde Hövelhof und ihre Bedeutung: Salvatorstraße (PDF). Abgerufen am 5. April 2014.
2. Peter Wensierski: Unbarmherzige Schwestern. In: Der Spiegel. 19. Mai 2003.
3. Peter Wensierski: Das Leid der frühen Jahre. In: Zeit Nr. 7. 9. Februar 2006.
4. Christian Althoff: Die Demonstration der Grauhaarigen. In: Westfalen-Blatt Nr. 88. 16. April 2010. S. 3.
.
--- Ende Zitat ---

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Beschlagwortet mit LABELS / TAGS: Ausbeutung, Beschäftigung, Betonwerk, Caritas, Caritas-Verband, Caritasverband, Christian Althoff, Das Leid der frühen Jahre, Demonstration der Grauhaarigen, Der Spiegel, ehemalige Heimbewohner, Heimbewohner, ehemaligen, ehemaligen Heiminsassen, Ersatzsonderschule, Erzbistum Paderborn, Erziehungsheim, Fließband, Fließbandarbeit, geprügelt, Heim, Heiminsassen, Heimkinder, Heimkindersklavenarbeitern, Hella, Hella Fertigungshalle, Hella-Lampen, Hövelhof, Hövelhof-Klausheide, industriellen Fertigungsbetrieb, Insassen, Jugendheim, katholisch, katholischen, Katholischen Erziehungsverein, katholischer Obhut, Katholisches, Kinderheim, Klausheide, klerikale Pfaffenpack, Matratzenbude, Menschenschinder, missbraucht, misshandelt, Misshandlingen, Misshandlungsvorwürfe, Paderborn, Peter Wensierski, Sadisten, Salvator-Kolleg, Salvatorianer, Salvatorianer-Orden, Salvatorkolleg, Salvatorkolleg Klausheide, Schlaraffia, schlechten Bedingungen, schwere Misshandlungen, Soziopaten, Tätigkeitsbericht 1956-1960, Unbarmherzige Schwestern, unentlohnte Zwangsarbeit, Westdeutschland, Westfalen-Blatt, wies die Vorwürfe zurück, Zwangsarbeit, zwangsarbeitsähnliche, Hölle, Hölle pur,
.

Martin Mitchell:
.
Hövelhof-Klausheide, Salvator-Kolleg

Die ersten beiden Beiträge dieses jetzt hier von mir neu eröffneten Threads / Themas befassen sich erst einmal nur mit dem Standort und den Betreibern dieses Heims und was die Betreiber selbst über ihr Heim sagen und was nicht.

Dieser Thread wurde jetzt hier von mir eröffnet nicht nur für all diejenigen die mal in diesem Heim waren, aber auch für all diejenigen die wissen wollen wo dieses Heim damals war und die sich für die Leidensgeschichte der dortigen damaligen Insassen interessieren und sich mit ihnen identifizieren – identifizieren können.

QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Klausheide_(H%C3%B6velhof) Es gibt dort aber eigentlich nicht viel zur Sache. - Diese Wikipedia-Seite wurde zuletzt am 6. November 2017 um 23:00 Uhr bearbeitet.


--- Zitat ---.
Klausheide ist ein Ortsteil der Gemeinde Hövelhof im Kreis Paderborn. Benachbarte Orte sind Sennelager und Staumühle. Die Entfernung bis zum Hövelhofer Ortskern beträgt etwa 3,3 Kilometer, bis nach Sennelager ungefähr 3,5 Kilometer.

Klausheide gehörte im Wesentlichen bereits seit Gründung der Gemeinde Hövelhof im Jahre 1807 zu dieser. Der in Klausheide gelegene Apelhof wird als einer der drei Urhöfe Hövelhofs bereits auf der ca. 1620 erschienenen Karte des Fürstbistums Paderborn von Johannes Gigas genannt. Zwei weitere kleinere Teile (Kreissiedlung, Klausheider Siedlung) wurden am 1. Oktober 1958 [1] und am 1. Januar 1975 [2] eingegliedert. Vorher waren sie Bestandteile der Gemeinde Ostenland im Amt Delbrück.

Religionen

Die Katholiken aus Klausheide gehören zur Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk in Hövelhof im Dekanat Büren-Delbrück des Erzbistums Paderborn, die Lutheraner zur evangelischen Kirchengemeinde Hövelhof im Kirchenkreis Paderborn der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Klausheide liegt nördlich der Autobahnabfahrt Paderborn-Sennelager der A 33 Paderborn-Bielefeld an der ehemaligen B 68.

Werktags verbindet stündlich der Hövelhofer Ortsbus Klausheide mit den übrigen Hövelhofer Ortsteilen und gleichfalls stündlich verbindet die Linie 420 der Bahnbus Hochstift GmbH Klausheide nordwärts mit Stukenbrock und südwärts über Schloß Neuhaus mit Paderborn.

Vielen Menschen bekannt ist Klausheide vor allem durch das Salvator-Kolleg Klausheide, eine private Schule für emotionale und soziale Entwicklung (Förderschule) im berufsbildenden Bereich.

Klausheide hat einen Kindergarten. In dem Gebäude war vormals eine Grundschule untergebracht. Außerdem bestehen einige Sport- und Spielplätze.

An der ehemaligen Bundesstraße 68 ist der Campingplatz Apelhof gelegen.

Einzelnachweise

1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.328.

Weblinks

Straßennamen der Gemeinde Hövelhof und ihre Bedeutung: Klausheider Straße (PDF; 26 kB), Apeldamm (PDF; 16 kB)
.
--- Ende Zitat ---

.

Martin Mitchell:
.
QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/4351-Hövelhof-Salvatorkolleg-Klausheide/?postID=153852#post153852 (Falls notwendig, um die Seite aufrufen zu können, diese URL in ein neues Browserfenster eingeben.) :

Boardnutzer »brötchen« machte dort darauf aufmerksam :


--- Zitat ---.
Montag, 5. April 2010

Am 19.09.2007(!), also schon vor zweieihalb Jahren sendete REPORT-MAINZ unter dem Titel: "Drangsaliert und ausgebeutet - Heimkinder klagen an" einen Bericht u.a. über die Arbeitsmethoden im Salvatorkolleg Klausheide. 30 Jahre lang Heimleiter bis 2001 war dort Pater Minas, der also, den heute das Kloster Steinfeld als Ansprechpartner für Heimkinder vorschiebt. Krasser gehts nun wirklich nicht mehr. Diesem Pater und seinem Orden war der Film also seit zweieinhalb Jahren bekannt. Erst vor zwei Tagen, nach immer mehr Druck aus der Öffentlichkeit, bequemt man sich zu einer unverbindlichen Briefzeile, die Schuldfrage geflissentlich vermeidend.

So also sieht die Vergangenheitsbewältigung der katholischen Kirche aus, was die Heimkinderthematik angeht. Aber seht selbst:

[ bezüglich der Sendung vom Dienstag, 18. September 2007 | 05.15 Uhr ]

https://www.swr.de/report/-/id=233454/did=2590106/pv=video/gp1=2606866/nid=233454/18jm3b5/index.html
.
--- Ende Zitat ---

.

Martin Mitchell:
.
Boardnutzer »brötchen«, der vielen unserer Leidensgenossen bekannt ist, schrieb folgende relevante Mail an den Chefreporter des Westfalenblatts, Christian Althoff, in Bielefeld, am Montag, 22. März 2010, die er dann auch gleicherzeitig und gleichlautend im HEIMKINDER-FORUM.DE veröffentlichte :

QUELLE: Mo. 22.03.2010, um 21:48 Uhr - http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/4351-Hövelhof-Salvatorkolleg-Klausheide/?postID=151914#post151914 (Falls notwendig, um die Seite aufrufen zu können, diese URL in ein neues Browserfenster eingeben.) :


--- Zitat ---.
Herrn Chefreporter Christian Althoff
Westfalen-Blatt
Sudbrackstraße 14-18
33611 Bielefeld


Sehr geehrter Herr Christian Althoff,

Herzlichen Dank für Ihren aufwühlenden Bericht vom letzten Samstag im Westfalen-Blatt: "Missbrauch: Manche Wunde heilt nie". Alles, was Eckhard O. beschreibt kann ich bestätigen, er übertreibt nicht, im Gegenteil.

Von Februar 1956 bis Ostern 1959 habe ich im Salvatorkolleg, Klausheide nacheinander die drei Schülergruppen mit den prügelnden Nonnen, Schwester Hermenegildis, Schwester Erethrea und Schwester Iphigenia durchlaufen...Mittelalter...finsterstes Mittelalter...ein anderes Wort fällt mir nicht ein, sollte ich die, pädagogisch jeder Beschreibung spottenden Erziehungsversuche einer abgeschotteten Klosterwelt entstammenden Brüder, Schwestern und Patres beschreiben.

Wir Kinder, zwischen 10 bis 14 Jahren, waren vogelfrei. Wir hatten keine Rechte, kein einziges, alles war Willkür, Ausbeutung und sexueller Mißbrauch. Ein besonders übler Kinderverführer dem auch ich zu Willen sein musste, war der fette Nachtwächter, Bruder Laurentius. Er leitete nachmittags die kleine Drechslerei, wo sich einige der Jungs - nach Kartoffelschälen und Hausaufgaben - Schachfiguren drechselten. Hier suchte er sich hübsche Jungens aus und versprach ihnen gutes Essen, wenn er sie nachts besuchen dürfe. Irgendwann wurde man wach, weil das Licht einer dünnen Taschenlampe in die Augen stach. Dann ging er und ich hungriges Kind folgte ihm...

Es waren drei Jahre ohne Freude, ohne Liebe, ohne ein einziges Mal in den Arm genommen worden zu sein...ich wäre gerne weggelaufen, wenn ich gewusst hätte, wohin. Ich war mit fünf Jahren Vollwaise geworden und bei Pflegeeltern gelandet. Es war 1949 und die Waisenrente lockte. Ich hatte aber keine Lust die Klamotten des zwei Jahre älteren Sohnes aufzutragen, so lief ich mehrere Male davon und landete in Klausheide.

Von 1960 bis Januar 1965 war ich im nächsten klerikalen Heim, dem Martinistift in Appelhülsen bei Münster. Hier herrschte ein anderer Orden, die Canisianer, die sich, wie ich auf deren Website las, mit "einem Fall von sexuellem Mißbrauch" durch einen Bruder Wolfgang Anfang der sechziger Jahre in Ostbevern auseinandersetzen. Die Erziehungsmethoden waren die gleichen wie im Salvatorkolleg. Wir sind Anfang Februar 2010 mit 7 ehemaligen Heimkindern aus den sechziger Jahren dort hingefahren und haben Akteneinsicht erhalten. Die Akten waren alle erhalten, bleiben dort, aber alles Gewünschte wurde in Kopie ausgehändigt, persönliche Briefe und Dokumente sogar im Original. Das Martinistift ist heute nicht mehr konfessionell geführt, im Gegensatz zum Salvatorkolleg Klausheide in Hövelhof.

Wir sind seit zwei Jahren in einem Forum mit anderen ehemaligen Heimkindern aktiv: HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://www.heimkinder-forum.de

Ich bin dort unter dem Nick: »brötchen« weil ich seinerzeit in Appelhülsen in der Heimbäckerei gearbeitet habe.

Wir wünschen uns, eine wirklich echte Entschuldigung der katholischen Kirche für jahrelang erlittenes Unrecht und des Versagens der elementaren Menschenrechte.

Am Donnerstag den 15. April 2010 werden Heimkinder in Berlin demonstrieren. Details finden Sie im Forum.

Vielen Dank fürs Lesen, dankbar wäre ich Ihnen auch, wenn Sie diesen Brief an die zuständigen Stellen weiterleiten würden.

Herzliche Grüsse an Sie

Reiner
.
--- Ende Zitat ---

.

Martin Mitchell:
.
Boardnutzer »brötchen«, a.k.a. »reiner.k«, berichtete schon am Montag, 17. November 2014, um 00:25 Uhr im HEIMKINDER-FORUM.DE :

QUELLE: http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17643-Salvator-Kolleg-Klausheide/?postID=445742#post445742 (Falls notwendig, um die Seite aufrufen zu können, diese URL in ein neues Browserfenster eingeben.) :


--- Zitat ---.
[Im Salvator Kolleg,] in Klausheide ist der ehemalige Direktor, Pater Ludger Dingenotto wegen "sexuellen Missbrauchs mit Abhängigen" 1957 zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt worden; der Nachtwächter dort, Bruder Glubschauge Laurentius hatte seine schmutzigen Finger in vielen jungen Hosen und so mancher ehrwürdige Ordensbruder der Salvatorianer ebenfalls...nichts davon ist wirklich vergessen oder gesühnt. Das kommt noch! Ganz sicher!!
.
--- Ende Zitat ---

.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln