Autor Thema: Gewalt in der häuslichen Pflege  (Gelesen 684 mal)

Kuddel

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Gewalt in der häuslichen Pflege
« am: 14:09:17 Mo. 18.Juni 2018 »
Zitat
Häusliche Pflege - Überforderte Angehörige neigen zur Gewalt

Einer Studie zufolge führt die dauerhafte Überlastung pflegender Angehöriger mitunter zu Gewalt.


40 Prozent hätten angegeben, schon einmal gewaltsam gegen Pflegebedürftige gehandelt zu haben, teilte das "Zentrum für Qualität in der Pflege" in Berlin mit. Das sei unter anderem ein Ausdruck der aufgestauten Wut und der Niedergeschlagenheit. Die Hälfte der Angehörigen vermisse Wertschätzung für ihr Engagement. Weiter hießt es, umgekehrt habe aber auch etwa jeder Zweite schon einmal Gewalt durch pflegebedürftige Menschen erfahren.

Fast drei Viertel der rund drei Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt, davon 1,4 Millionen ausschließlich durch Angehörige.
http://www.deutschlandfunk.de/studie-haeusliche-pflege-ueberforderte-angehoerige-neigen.2932.de.html?drn:news_id=894249

Troll

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Re:Gewalt in der häuslichen Pflege
« Antwort #1 am: 16:59:09 Mo. 18.Juni 2018 »
Ein übles Thema, hab ich war nur am Rande erlebt aber pflegende Angehörige sind sehr oft der Prügelknabe der zu Pflegenden, die sind an allem Schuld, können nichts richtig machen, machen alles nur aus Boshaftigkeit schlecht usw. usf., daß soll keine Entschuldigung sein, ist aber ggf. eine enorme Belastung für pflegende Angehörige die sie verzweifeln lässt, daß so etwas regelmäßig in Gewalt endet wundert mich nicht.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Kuddel

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Re:Gewalt in der häuslichen Pflege
« Antwort #2 am: 12:22:18 Di. 17.Juli 2018 »
Zitat
Missstände in der Pflege
Gewalt. Jeden Tag

Ob Angehörige oder professionelle Pfleger - Überforderung führt häufig zu Übergriffen gegen Pflegebedürftige


Zweimal innerhalb kurzer Zeit überkommt Jan Steinhaußen jener Mix aus Emotionen, in dem sich Entsetzen mit Fassungs- und Hilflosigkeit vermengt. So sehr, dass er sich schließlich völlig überfordert fühlt.

Das erste Mal, unmittelbar nachdem er seine hochbetagten Eltern in schlimmer Verfassung in deren Wohnung vorfindet. Seine Mutter liegt auf dem Boden; sie ist dehydriert. Sein Vater, der an Demenz leidet, weiß nicht, wie er ihr helfen soll. Schnell tut Steinhaußen das einzige Richtige: Er ruft Hilfe, weil er alleine die Situation nicht bewältigen kann. Seine Mutter wird ins Krankenhaus gebracht. Seinen Vater will Steinhaußen vorerst bei sich zu Hause unterbringen.

Das zweite Mal praktisch sofort, nachdem der Vater Steinhaußens Wohnung betreten hat, als die Mutter auf dem Weg ins Krankenhaus ist. Denn das Erste, was der alte Mann tut, als er das Wohnzimmer betritt, ist seine Hose herunter zu ziehen und in den Raum zu urinieren...
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1094424.missstaende-in-der-pflege-gewalt-jeden-tag.html

Der Rest des Artikels verschwindet hinter der Paywall. Aber dieser Beginn gibt bereits einen Einblick in reale Probleme in der Pflege, die einerseits Alltag sind, andererseits wenig diskutiert.

Kuddel

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Re:Gewalt in der häuslichen Pflege
« Antwort #3 am: 17:12:55 Mi. 18.Juli 2018 »
Das Thema wird jetzt häufiger aufgegriffen:

Hölle am Küchentisch
https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/hoelle-am-kuechentisch