Autor Thema: Fachkräftemangel  (Gelesen 394 mal)

quagga

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Fachkräftemangel
« am: 17:54:57 Mi. 18.Juli 2018 »
Leute, ich brauche den Link eigentlich nicht zu posten, man weiß es ja auch so, aber ich finde das Interview eigentlich ganz spannend:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-07/fachkraeftemangel-arbeitskraefte-arbeitsmarkt-firmenchefs-loesungen


Was kennt ihr für Institutionen (neben den ganz großen, bundesweiten), die ihr lobend im Umgang mit dem Fachkräftemangel erwähnen würdet? Wer setzt sich gut für unsere facharbeitenden Interessen ein und welche konkreten (kleineren) Institutionen würdet ihr vielleicht sogar eher als konkret mitverantwortlich für den Mangel machen?

Mittel äh Zeigefinger raus!

pepesagt

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Re:Fachkräftemangel
« Antwort #1 am: 12:38:48 Do. 19.Juli 2018 »
Ja, ist ne mittelschwere Schande, was da gerade abgeht... Bzw. wars ja grundsätzlich schon immer so und ich schwanke immer zwischen so einer allumfassenden, strukturellen Kapitalismuskritik (die auf jeden Fall super wichtig ist) und Mikropolitik bzw. das Konzentrieren auf einzelne Akteure, die sich als okay oder weniger okay herausstellen, genau wonach du fragst eigentlich.

Also bei so Vermittlungsinstitutionen muss man ja sagen, dass sie grundsätzlich /strukturell auch nur Teil dieser widerwärtigen kapitalistischen Ausbeutungsmaschinerie sind (gerade natürlich das Arbeitsamt), aber hin und wieder macht man ja auch mit einzelnen Akteuren dort gute/ "menschliche" Erfahrungen. Die hier kann ich empfehlen: https://www.fachkraefteportal-brandenburg.de/

Die haben mir vor ein paar Monaten echt weitergeholfen, als es bei mir Job-Mäßig echt nicht weiterging...

Frauenpower

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Re: Fachkräftemangel
« Antwort #2 am: 11:51:50 Fr. 10.Mai 2019 »
ich finde, hier widerspricht sich Herr Felder aus dem Interview:
einerseits sagt er, die Leute aus Europa, die kämen um im Restaurant arbeiten zu wollen, könnten oft nicht, was gebraucht würde, andererseits sollen Stellensuchende in Deutschland aber auch nicht ständig das Gefühl haben, studiert haben zu müssen. Und man muss so einen Job mit dem Herzen machen wollen, sonst würde es nicht passen, ja, was denn nun? (Und Geld verdienen, damit ich Miete, Strom, Wasser, Lebensmittel zahlen kann darf ich aber auch noch, oder?? )
Zitat
Felder: Es kommen viele Leute aus ganz Europa, aber die können oft nicht das, was wir brauchen. Es würde uns mehr helfen, wenn man hierzulande nicht das Gefühl hätte: Jeder Mensch muss studieren. Restaurantbetreiber suchen oft Mitarbeiter, die mindestens einen guten Realschulabschluss haben. Doch wer so gut qualifiziert ist, steht meist nicht ein Leben lang am Herd.

und flexibel in der Gastro sollen Mitarbeitende jetzt auch eingesetzt werden können laut Dehoga. https://www.dehoga-bundesverband.de/branchenthemen/arbeitszeitgesetz/ - also, dann arbeiten, wenn Kunden da sind, wenn ich es richtig verstehe.

wegen Fachkräftequalifizierung könnte man sich ja mal an die Wunsch-Firmen direkt wenden und fragen, was sie brauchen und wer dazu qualifiziert und wie es finanziert werden kann.

Aktuell wird das Fachkräfte-Einwanderungsgesetz besprochen.
Zitat
Die Linke-Sozialexpertin Susanne Ferschl hingegen kritisierte: «Die Bundesregierung bedient jetzt ausschließlich wirtschaftliche Interessen, anstatt sich um gute Arbeit für alle zu kümmern.» Fachkräfte aus Drittstaaten seien zudem erpressbar nach dem Motto: «Wer aufmuckt, fliegt raus.»
https://www.esslinger-zeitung.de/deutschland-welt/brennpunkte_artikel,-streit-im-bundestag-ueber-einwanderung-von-fachkraeften-_arid,2258484.html