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Automobilsubunternehmen und - Zulieferer

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ManOfConstantSorrow:
Lohnkosten hat man konsequent gedrückt durch Auslagerung und Fremdvergabe.
Die schrumpfenden Stammbelegschaften hält man ruhig durch überdurchschnittliche Löhne und Sondervergütungen.

Jetzt knallt es entsprechend an den Rändern. Bei den Zulieferern und nun auch bei Reinigungskräften.


--- Zitat ---Gebäudereiniger streiken bei VW

Im Tarifkonflikt der Gebäudereiniger macht die Gewerkschaft IG BAU mit erneuten Warnstreiks Druck.

Ab Donnerstag legen Beschäftigte im VW- Werk Baunatal (Kassel) und in Wolfsburg die Arbeit nieder. In Baunatal soll die Industriereinigung betroffen sein, der Streik soll zwei Tage dauern. Der Tarifkonflikt in der Handwerkssparte ist zur Zeit festgefahren.
--- Ende Zitat ---
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/gebaeudereiniger-streiken-bei-vw-in-baunatal,kurz-streik-gebaeudereiniger-100.html

Fritz Linow:
16.1.20
Stellenabbau bei BorgWarner in Heidelberg
https://www.rnz.de/wirtschaft/wirtschaft-regional_artikel,-automobilzulieferer-stellenabbau-bei-borgwarner-in-heidelberg-_arid,492787.html

16.1.20
Hutchinson Aachen schließt, 500 Mitarbeiter verlieren Jobs
https://www.aachener-zeitung.de/wirtschaft/hutchinson-aachen-schliesst-500-mitarbeiter-verlieren-jobs_aid-48372415

17.1.20
Autozulieferer Vielmetter will sich mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens sanieren
https://www.indat.info/Home/Presse/Pressemitteilungen-Insolvenz-Sanierung/Schultze-und-Braun-Autozulieferer-Vielmetter-will-sich-mit-Hilfe-eines-Insolvenzverfahrens-sanieren-487da340aa6c6d1dabe3de921802c7b5

17.1.20
Sinterwerke äußern sich zum geplanten Stellenabbau
https://www.radioherne.de/artikel/sinterwerke-aeussern-sich-zum-geplanten-stellenabbau-472114.html

17.1.20
Autozulieferer Harman will Werk in Straubing definitiv schließen
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/autozulieferer-harman-will-werk-in-straubing-definitiv-schliessen,Rnpg9ze

Irgendwie dazu passend:

--- Zitat ---Werkverträge und Leiharbeit als Streikhindernis – Linke Gewerkschaftesaktivisten übersehen die Spaltung der Belegschaften
(...)
--- Ende Zitat ---
https://www.labournet.de/politik/alltag/arbed/werkvertrag/werkvertraege-und-leiharbeit-als-streikhindernis-linke-gewerkschaftesaktivisten-uebersehen-die-spaltung-der-belegschaften/

Nao:

--- Zitat ---
* Wegen des Coronavirus gehen die Menschen in China kaum noch  einkaufen - und auch in anderen Ländern wird ein "Nachfrageschock" immer  wahrscheinlicher.
* Viele fürchten zudem, dass das Virus Lieferketten zerschneidet und bald auch in Europa die Bänder stillstehen könnten.
Gerade am Beispiel der Autoindustrie zeigt sich, wie verwoben  Lieferketten sind. So bezieht Daimler formell Teile von 213 Zulieferern.  Doch allein die zehn größten Zulieferer haben selbst wiederum 588  Zulieferer. Und diese kaufen Teile bei mehr als 2900 weiteren  Sub-Zulieferern. Das Problem: "Bereits ein Bauteil aus China kann die  Produktion in Europa stoppen", sagt Uwe Burkert von der Landesbank  Baden-Württemberg. Noch seien die Lager der Zulieferer für etwa zwei bis  sechs Wochen gefüllt, danach bereits dürfte es zu ersten  Produktionsstopps in Europa kommen. Der britische Autobauer Jaguar Land  Rover lässt manche Teile bereits im Koffer aus China einfliegen. "Es ist  ein logistischer Albtraum", sagt Jörg Wuttke, Präsident der  EU-Handelskammer in China.
--- Ende Zitat ---
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/coronavirus-wirtschaft-lieferketten-1.4819433

ManOfConstantSorrow:
Nur die Autokonzerne selbst werden durch riesige staatliche Förderungen geschützt. Die Zulieferer profitieren davon nicht und es knallt an allen Ecken. Entlassungen bis Betriebsschließungen.

Das LabourNet stellte treffend fest:
--- Zitat ---Von Bosch über Continental bis ZF: In der Zulieferer-Branche steht ein massiver Jobabbau an, Fabriken droht die Schließung. Gegen die Krise werden klassische Rezepte nichts helfen
--- Ende Zitat ---
https://www.labournet.de/?p=156397

ManOfConstantSorrow:

--- Zitat ---Bielefelder Möller Group äußert sich zur Entlassung von Männern, die bei Tönnies geputzt hatten
„Arbeiter waren grob fahrlässig“

Die Möller Group, Automobilzulieferer aus Bielefeld, hat sich erstmals öffentlich zu der Kündigung von vier Mitarbeitern geäußert, die im Nebenjob im Fleischwerk Tönnies geputzt hatten.

Wie berichtet, hatten die Gekündigten gegen ihre Entlassung geklagt. In den ersten beiden Arbeitsgerichtsprozessen, die in dieser Woche stattfanden, wurde das Unternehmen zur Weiterbeschäftigung der Arbeiter verurteilt. Der Autozulieferer (2100 Mitarbeiter, 282 Millionen Euro Umsatz) wirft den Betroffenen vor, dass ihr Verhalten im schlimmsten Fall zu Infektionen im Betrieb und einem Werkstillstand hätte führen können.

Die Möller-Mitarbeiter hatten am 14. Juni, einem Sonntag, für den Subunternehmer Besselmann bei Tönnies geputzt. (...)
--- Ende Zitat ---
https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Bielefeld/Bielefeld/4325116-Bielefelder-Moeller-Group-aeussert-sich-zur-Entlassung-von-Maennern-die-bei-Toennies-geputzt-hatten-Arbeiter-waren-grob-fahrlaessig

Anmerkung: Die Autoindustrie zahlt ihre Stammbelegschaft relativ gut. Deshalb hält sie die Stammbelegschaft möglichst klein und sourct viele Arbeiten aus. Die Zulieferer zahlen schlecht. So schlecht, daß Beschäftigte sich in Zweitjobs etwas hinzuverdienen müssen, selbst als Putzkraft. Es ist eine Frechheit, jemanden zu kündigen, weil dessen Zweitjob zu schmuddelig sei. Der Zweitjob wäre nicht nötig, würde der Zulieferer selbst vernünftige Arbeitsbedingungen bieten.

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