Wat Noch > Theoriebereich

Kritik an linken Projekten

<< < (2/5) > >>

counselor:
Diese ganzen progressiven Regierungen haben den Fehler gemacht, die Eigentumsverhältnisse nicht anzugehen.

Troll:
Ja, und ich glaube das würde die kapitalistische Welt mehr in Aufruhr bringen und eine vielfaches an Gegenwind erzeugen als ein paar sterbliche Sozialisten.
Kapitalismus ist eine Mimose die hysterisch auf eventuell möglichen Machtverlust reagiert.

Kuddel:

--- Zitat ---„Stoppe sofort die Repression!“

 „Ich verlange, dass diese Repression sofort aufhört, unter der unsere Bevölkerung leidet. Schon seit mehreren Monaten kommt es im ganzen Land zu Massakern, Entführungen, Festnahmen und Folterungen.“ Das forderte der nicaraguanische Dichter, Theologe und Schriftsteller Ernesto Cardenal in einem offenen Brief an den Präsidenten Daniel Ortega. Ortega wird vorgeworfen, die gewaltsame Unterdrückung der Proteste gegen die Regierung angeordnet zu haben.

Der 93-jährige Cardenal sparte auch nicht mit Kritik an der Vizepräsidentin und Ehefrau Ortegas, Rosario Murillo. „Sowohl Rosario Murillo als auch Daniel Ortega führen sich auf, als gehöre ganz Nicaragua ihnen“, so der Dichter, der 2012 den Reina-Sofía-Preis gewonnen hat.

„Nicaragua braucht Frieden und nochmals Frieden“

Bereits am 21. Juli hatte der brasilianische Befreiungstheologe und Menschenrechtler Leonardo Boff ein Statement veröffentlicht: „Ich bin perplex angesichts der Tatsache, dass eine Regierung, die Nicaragua befreit hat, in der Lage ist, die Praktiken des ehemaligen Diktators nachzuahmen“, schrieb Boff. „Die Macht ist nicht dazu da, über dem Volk ausgeübt zu werden, sondern ihm mit Gerechtigkeit und Frieden zu dienen. Nicaragua braucht den Dialog, aber vor allem müssen die repressiven Kräfte aufhören zu töten. Das ist inakzeptabel. Nicaragua braucht Frieden und nochmals Frieden.“

Die Proteste haben Mitte April mit Demonstrationen gegen eine geplante Reform der Sozialversicherung begonnen. Seitdem fordert die Protestbewegung in Nicaragua den Rücktritt Ortegas, dem nach elf Jahren als Regierungschef Korruption und Machtmissbrauch vorgeworfen werden. Die Repression gegen die Protestierenden hat bereits mehr als 300 Tote gefordert.
--- Ende Zitat ---
https://www.npla.de/poonal/stoppe-sofort-die-repression/


--- Zitat ---Ernesto Cardenal Martínez (* 20. Januar 1925 in Granada, Nicaragua) ist ein nicaraguanischer suspendierter katholischer Priester, sozialistischer Politiker und Dichter. Er ist einer der bekanntesten Vertreter der Befreiungstheologie und gilt neben Rubén Darío als einer der bedeutendsten Dichter Nicaraguas. Im Zuge der erfolgreichen Revolution in Nicaragua durch die Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) war er zwischen 1979 und 1987 Kulturminister von Nicaragua.
--- Ende Zitat ---
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernesto_Cardenal

Kuddel:



Anläßlich des Jahrestages der Niederschlagung des Prager Frühlings:


--- Zitat ---Der Prager Frühling ist die Bezeichnung für das Streben der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KPČ) unter Alexander Dubček im Frühjahr 1968, ein Liberalisierungs- und Demokratisierungsprogramm durchzusetzen, sowie vor allem die Beeinflussung und Verstärkung dieser Reformbemühungen durch eine sich rasch entwickelnde kritische Öffentlichkeit.

Die Stimmung in der Bevölkerung war überwiegend „Zustimmung zum Sozialismus, allerdings nur zu einem reformierten, demokratischen (nicht 'Abschaffung des Sozialismus'). Bei einer Umfrage im Juli 1968 sprachen sich 89 % der tschechoslowakischen Bevölkerung für eine Beibehaltung des Sozialismus aus. “Das grundlegende Ziel war also, einen neuen Sozialismus zu denken, „ohne selbsternannte Führer […], ohne graue Arbeitsstätten und ohne gefühlslose Bürokratie“. Im Gegenzug sollte der „Mensch Wert über allen Werten sein“.

Die Freiheit von Presse, Wissenschaft, Information und Reisen waren wichtige Schritte auf dem Weg zum angestrebten kulturellen Pluralismus. Noch im Februar 1968 hatte Dubček die Pressezensur aufgehoben. In den Medien des Landes fand daraufhin eine „wahre Informationsexplosion“ statt. Dementsprechend wurde das Aktionsprogramm in der Öffentlichkeit wenig begeistert, sondern vielmehr als selbstverständlich aufgenommen, die Meinungsführerschaft hatte inzwischen von der Partei zum Volk gewechselt.

Der Stern berichtete in seiner Ausgabe Nr. 36 vom 8. September 1968, über die Aktivitäten des „Sendebataillons 701“ für Psychologische Kampfführung der Bundeswehr, welches während des Prager Frühlings mit Geheimsendern wie „Freies Radio Tschechoslowakei“ „Freies Radio Nordböhmen“ und „Radio Nummer sieben“ auf den Frequenzen ausgeschalteter ČSSR-Stationen sendete. Dabei wurden u. a. Falschmeldungen durchgegeben, z. B. das Dubček ermordet sei oder ein Kinderkrankenhaus in Prag zusammengeschossen wäre. Der Stern dementierte diesen Bericht später, aber es wurden auf Grund des Artikels gegen die Zeitschrift Vorwürfe des Landesverrats erhoben.

In der Nacht zum 21. August 1968 marschierten etwa eine halbe Million Soldaten der Sowjetunion, Polens, Ungarns und Bulgariens in die Tschechoslowakei ein und besetzten innerhalb von wenigen Stunden alle strategisch wichtigen Positionen des Landes. Es war die größte Militäroperation in Europa seit 1945

Beim Einmarsch starben 98 Tschechen und Slowaken sowie etwa 50 Soldaten der Invasionstruppen.

Am 23. August, zwei Tage nach Beginn der Intervention, wurde Präsident Ludvík Svoboda offiziell zu Verhandlungen nach Moskau gerufen, an denen auf seine Forderung hin – zunächst nur inoffiziell – auch die in Haft gehaltenen Regierungsmitglieder um Dubček teilnahmen.

Das drei Tage später verabschiedete Moskauer Protokoll enthielt eine Aufhebung fast aller Reformprojekte. Mit diesem Ergebnis einer faktischen Kapitulation im Gepäck kehrte Dubček, der vorerst noch in seinen Ämtern belassen wurde, nach Prag zurück, wo er zunächst noch einmal begeistert empfangen wurde. Bald darauf wurde der Bevölkerung der ČSSR klar, dass der „Prager Frühling“ vorbei war.

Als Folge der Besetzung der Tschechoslowakei durch die Truppen der Staaten des Warschauer Paktes verließen zehntausende Menschen, in erster Linie Facharbeiter und Intellektuelle, das Land. Allein nach Österreich flüchteten rund 96.000 Menschen, weitere 66.000 Urlauber kehrten nicht aus Österreich in die Tschechoslowakei zurück. Im Zuge der von Husák initiierten Säuberungen innerhalb der Kommunistischen Partei wurde knapp einer halben Million Parteimitgliedern das Parteibuch entzogen.

Am 16. Januar 1969 verbrannte sich der Student Jan Palach aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings auf dem Wenzelsplatz. Einen Monat später verbrannte sich dort auch Jan Zajíc.
--- Ende Zitat ---
gekürzt aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Prager_Fr%C3%BChling

! No longer available

Kuddel:
Nicaragua


--- Zitat ---...außerdem möchte  ich auf was anderes hinweisen: daß sich bestimmte teile der linken, so DKP, UZ, auch personen der linkspartei und jetzt auch die Nachdenkseiten auf die seite von ortega schlagen. die genossin sissi karnehm-wolf aus göttingen bat mich, einen bericht zu nicaragua, in dem auch auf die weiterverbreitung eines artikels aus der UZ bei nachdenkseiten bezug genommen wird, an diese weiterzuleiten. (bisher habe ich noch keine antwort von nachdenkseiten).


--- Zitat ---liebe genossen von den nachdenkseiten.

auf euren abdruck des UZ-artikels in den nachdenkseiten bekomme ich von sissi karnehm-wolf folgende mail,  die ich euch zusende. mit der bitte, sie zu veröffentlichen. falls man sich die maxime von rosa luxemburg  "zu sagen was ist, ist die revolutionärste tat" zu eigen macht, gehört dazu, auch andere meinungen als  die aus der UZ  zu veröffentlichen.

wenn eure leserin S.R. schreibt: Viele interessante aktuelle Fakten aus erster Hand zur derzeitigen Situation in Nicaragua, die man in den deutschsprachigen Mainstreammedien so umfassend und wahrheitsgetreu, in den richtigen Zusammenhängen dargestellt, nicht findet
so gehören in diese kategorie auch die berichte von prof. dr. manfred liebel und matthias schindler (gründer des hamburger nicaragua-vereins), die lange in nicaragua waren und jetzt ständigen kontakt dorthin haben.
 
ihr findet diese berichte hier: https://gewerkschaftslinke.hamburg/2018/07/25/nicaragua-und-die-linke-unterdrueckung-kritik-sozialismus-und-demokratie/
(matthias schindler stellt euch seinen bericht für die nachdenkseiten gern zur verfügung!)


und hier das interview mit manfred liebel:
https://www.ila-web.de/ausgaben/417/zwischen-politischem-aufbruch-und-angst

gruß von dieter wegner, jour fixe gewerkschaftslinke hamburg
--- Ende Zitat ---

--- Ende Zitat ---
Dieter Wegner, Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln