Autor Thema: Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt  (Gelesen 677 mal)

Frauenpower

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Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt
« am: 11:05:54 Mo. 22.April 2019 »
https://www.jungewelt.de/artikel/353321.hamburg-mutma%C3%9Flicher-ss-wachmann-angeklagt.html
Zitat
Hamburg. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat einen mutmaßlichen früheren SS-Wachmann des Konzentrationslagers Stutthof angeklagt. Dem heute 92jährigen werde Beihilfe zum Mord in 5.230 Fällen vorgeworfen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Er soll 1944 und 1945 achteinhalb Monate in dem Lager gewesen sein. (AFP/jW)

counselor

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Re: Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt
« Antwort #1 am: 12:43:39 Mo. 22.April 2019 »
Ich halte diese Anklagen für wichtig. Es ist ein Zeichen auch an unsere heutigen Faschisten, dass sie nicht ungeschoren davonkommen, wenn sie ihre verbrecherischen Pläne in die Tat umsetzen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

BGS

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Re: Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt
« Antwort #2 am: 13:00:14 Mo. 22.April 2019 »
Warum lässt die Hamburger Staatsanwaltschaft den Unmenschen 75 Jahre ungeschoren?

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

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Re: Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt
« Antwort #3 am: 13:28:44 Mi. 24.April 2019 »
Warum lässt die Hamburger Staatsanwaltschaft den Unmenschen 75 Jahre ungeschoren?

Zitat
NS-Geschichte:
Hamburgs braune Juristen
Neu entdeckte Akten zeigen, wie das oberste Gericht der Stadt in der Nazi-Zeit gearbeitet hat, wie eifrig Hamburger ihre Mitbürger denunzierten – und wie unbehelligt Täter nach dem Krieg weiterleben konnten.
https://www.zeit.de/2019/18/nationalsozialismus-hamburg-oberlandesgericht-akten

Dann verschwindet der Artikel hinter der Paywall. Unterschichten werden nicht nur im Bereich der Bildung abgehängt, sondern auch beim Zugang zu Informationen.

P.S.: Die Hamburger Pfeffersäcke sind nach außen wortkarg, doch im inneren pflegen sie ihre braunen Traditionen. Die Hamburger Polizei machte einfach weiter mit ihren faschistischen Strukturen. Es gab nie einen Bruch oder einen Aufarbeitung. Vielleicht ist es bei den Juristen ähnlich...

Frauenpower

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Re: Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt
« Antwort #4 am: 08:56:54 So. 28.April 2019 »
ich finde es auch gut, dass da noch aufgearbeitet wird, aber in der Tat, vieles wird eben auch nicht aufgearbeitet. Vielleicht sind das nur Schauprozesse? Andererseits: es gibt wirklich Engagierte, die setzen sich intensiv für Anklage-Prozesse ein .. und andererseits sollen die Tische der Gerichte vor Aktenberge ja überquillen ..

Bei Gröning setzte das Zeichen der Zeit eine Grenze: https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Gr%C3%B6ning
Zitat
Am 21. April 2015 begann vor dem Landgericht Lüneburg ein Gerichtsverfahren[2] wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen[3] gegen ihn. Am 15. Juli 2015 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.[4] Gegen das Urteil legten Nebenkläger und Verteidigung Revision ein.[5] Am 20. September 2016 bestätigte der Bundesgerichtshof das Urteil.[6] Das Bundesverfassungsgericht entschied am 21. Dezember 2017, Grönings hohes Alter stehe einer Verbüßung der Strafe nicht entgegen.[7] Er starb im März 2018 im Alter von 96 Jahren, ohne die Strafe angetreten zu haben.

Eichmann wurde vom israel. Geheimdienst gefunden:
Zitat
Der Chef der israelischen Geheimdienst-Truppe, die Adolf Eichmann im Jahr 1960 in Argentinien festnahm, ist tot. Rafi Eitan starb im Alter von 92 Jahren in einem Krankenhaus in Tel Aviv.

Der frühere Mossad-Agent Rafi Eitan, der 1960 die Kommandoaktion zur Festnahme des NS-Verbrechers Adolf Eichmann befehligte, ist tot. Eitan starb nach Angaben eines Krankenhauses in Tel Aviv im Alter von 92 Jahren. Regierungschef Benjamin Netanyahu würdigte Eitan als "einen der Helden des Geheimdienstes des Staates Israel", der sich in zahlreichen Fällen um die Sicherheit des Landes verdient gemacht habe.
https://www.tagesschau.de/ausland/raifeitan-101.html

Prozesse und Anklage haben scheinbar nur wenig was gebracht denn inzwischen könnte der Wind in die falsche Richtung wehen laut Meinung von  Herr Grube:
https://www.tagesschau.de/ausland/raifeitan-101.html
Zitat
"Die Ideologie der Nazis ist wieder da"
 Heute vor 74 Jahren befreite die US-Armee das KZ-Außenlager Kaufering in Bayern. Die Nazis hatten dort mehr als 6000 Menschen ermordet. tagesschau.de sprach mit dem Überlebenden Ernst Grube.

tagesschau.de: Wenn alljährlich Ende April, Anfang Mai der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und auch der Befreiung der Konzentrationslager gedacht wird, ist das für Sie eine besondere Zeit im Jahr? Sie selbst sind ja am 8. Mai 1945 aus dem KZ Theresienstadt befreit worden.

Ernst Grube: Für meine Tätigkeit war das immer ein sehr wichtiger Moment: Die Begegnung mit Freunden und Mitstreitern, Gewerkschaftlern, Friedensfreunden, ehemaligen Häftlingen, Überlebenden. Zu erleben, dass ich nicht allein bin, das war für mich sehr wichtig.

PS: nächstes Jahr - 2020 - soll der 08. Mai, der an die Befreiung vom Faschismus in Deutschland gedenkt ein Feiertag sein zum 75 ährigen Jubiläum. Nett :)
https://www.tagesspiegel.de/berlin/75-jahrestag-der-befreiung-rot-rot-gruen-will-8-mai-2020-einmalig-als-feiertag-in-berlin/23750716.html
Zitat
SPD, Grüne und Linke wollen den 8. Mai im Jahr 2020 zum Feiertag erklären. Ein entsprechender Antrag der drei Koalitionäre wird am Donnerstag im Plenum des Abgeordnetenhauses zur Abstimmung gestellt. Da Rot-Rot-Grün dort über eine Mehrheit verfügt, gilt die Annahme des Antrags als sicher.
Bin dafür!



Frauenpower

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Re: Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt
« Antwort #5 am: 12:52:40 Sa. 10.August 2019 »
im Oktober soll es es zum Prozess kommen
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/KZ-Wachmann-ab-Oktober-in-Hamburg-vor-Gericht,stutthof102.html
Zitat
Ein SS-Wachmann des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig muss sich ab Oktober wegen Beihilfe zum Mord an 5.230 Menschen vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Gegenüber Panorama 3 bestätigte das Landgericht, dass die Anklage der Staatsanwaltschaft Hamburg zugelassen und der Prozessstart für den 17. Oktober terminiert wurde. Vorab hatte die "Welt" darüber berichtet.