Autor Thema: Vonovia gibt Menschen ein Zuhause  (Gelesen 12918 mal)

Kuddel

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Re: Vonovia gibt Menschen ein Zuhause
« Antwort #135 am: 21:24:45 Fr. 03.Juli 2020 »
Zitat
Gerechte Entschädigung Jetzt !

Beim letzten Treffen des Miet-Komitees haben wir darüber gesprochen, wie wir eine gerechte Entschädigung von vonovia erstreiten können.
Während der Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten in der Selsinger Straße mussten die Mieter_innen große Einschränkungen in Hausfluren, Wohnungen und Grünanlagen in Kauf nehmen.
Hier ein paar Beispiele: aufgebrochene Keller, Post auf der Wiese, Klingel und Türsummer funktionierten nicht, Ausfall der Heizung, Asbest auf dem Dachboden, erfolgloses Warten auf die Handwerker, … Die von vonovia angebotene Entschädigungssumme ist ein Witz!



Wir sammeln aktuell noch Unterschriften für unsere Forderung, die wir nächste Woche gemeinsam übergeben wollen.
http://solidarisch-in-groepelingen.de/gerechte-entschaedigung-jetzt/

Zitat
Mieter*innen aus Gröpelingen besuchen Vonovia und fordern: Gerechte Entschädigung Jetzt !

Gestern haben Mieter*innen der Selsinger Straße zusammen mit dem Mietkomitee der Stadtteilgewerkschaft von Solidarisch in Gröpelingen ihre Forderung nach gerechter Entschädigung zum vonovia Büro gebracht.

Über ein Jahr hat vonovia die Wohnblöcke in der Selsinger Straße modernisiert. Ein Jahr mit extremen Belastungen für die Bewohner*innen: durch Lärm, Dreck, zeitweise abgeschlossene Fenster, wochenlang keine Briefkästen, fehlende Klingeln und ohne Licht im Flur. Und tausend Termine mit Handwerkern, für die sich viele extra Urlaub nehmen mussten.

Die Modernisierungsarbeiten haben den Mieter*innen zwar auch schöne und größere Balkone gebracht, aber auch Mieterhöhungen, von denen vonovia langfristig profitiert.

Für die Belastungen während der monatelangen Baustelle bietet vonovia schlappe 250 Euro als Entschädigung. Normalerweise hätten die Bewohner*innen ihre Miete um bis zu 30 oder 40 % mindern können, wenn sie rechtzeitig darüber informiert wären worden. Dagegen sind 250 Euro ein Witz.

Deshalb haben sich einige Nachbar*innen zusammen geschlossen. Sie fordern eine gerechte Entschädigung für die Belastungen, die sich an der möglichen Mietminderung für die Monate der Baustelle orientiert.

Gestern wurde die Forderung der über 40 Mieter*innen bei vonovia eingeworfen. Nun ist es an der Immobilienfirma zu antworten. Die Mieter*innen jedenfalls sind entschlossen an ihren Forderungen festzuhalten.

Vonovia hat letztes Jahr 1,07 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Mit der Vermietung von Wohnungen. Die Miete kommt vor allem von Menschen mit wenig Geld, der Gewinn geht vor allem an die Aktionäre. Ziel von vonovia ist es also nicht, die Bedürfnisse von Mietern zu erfüllen und für eine maximal gute Wohnqualität zu sorgen. Ziel von vonovia ist vor allem, die Interessen der Aktionäre zu erfüllen. Das heißt, immer mehr Dividenden auszuschütten. Und damit das klappt, muss das Geld irgendwo herkommen: sei es aus überhöhten Betriebskosten, Modernisierungen mit anschließenden Mieterhöhungen oder dem Besitz von immer mehr Wohnungen.

Wenn wir als Mieter*innen uns nicht dagegen wehren, werden wir irgendwann mehr als die Hälfte unseres Einkommens allein fürs Wohnen zahlen oder immer weiter in die Randbezirke der Städte oder irgendwo aufs Land gedrängt.

Deshalb finden wir es so wichtig, sich als Mieter*innen zu organisieren!

http://solidarisch-in-groepelingen.de/mieterinnen-aus-groepelingen-besuchen-vonovia-und-fordern-gerechte-entschaedigung-jetzt/

Kuddel

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Re: Vonovia gibt Menschen ein Zuhause
« Antwort #136 am: 17:59:26 Fr. 21.August 2020 »
Zitat
Mieter*innen fordern 50 % der Betriebskosten von vonovia zurück

Es ist kein Geheimnis: Vonovia kann nicht nachvollziehbar nachweisen, wie die ständig steigenden Betriebskosten zustande kommen. Deshalb steht der Verdacht im Raum, dass sich vonovia an den Betriebkosten bereichert – auf Kosten der Mieter*innen. Dagegen wehren sich seit 2017 Mieter*innen in Gröpelingen. Zusammen mit dem Mietkomitee von Solidarisch in Gröpelingen haben sie Widerspruch gegen die Betriebskosten Abrechnungen von 2017 und 2018 eingelegt. „Die Rechnungen, die vonovia uns daraufhin geschickt hat, sind teilweise ein Witz“ so eine Mieterin. „vonovia hat eigene Subunternehmen gegründet, die die Arbeiten rund ums Haus übernehmen und dafür Rechnungen schreiben. Die Rechnungen der vonovia eigenen Subunternehmen sind teilweise haarsträubend.“ Es fehlen genauere Angaben zu Zeit und Ort der gemachten Arbeiten, so dass sie sich nicht kontrollieren lassen. Auch verweigert vonovia Stundennachweise oder Arbeitsverträge zu veröffentlichen. Am besten sind die Rechnungen für den Hauswart: vonovia legt nicht das Einkommen des Hauswartes auf die Mieter*innen um, sondern rechnet jede einzelne Tätigkeit des Hauswartes einzeln ab: Jede Woche kontrolliert dieser laut vonovia Rechnung das Licht, die Schlösser, den Gehweg, die Rohre … und für jede einzelne „Kontrolle“ kassiert vonovia ab. Warum kaputte Lichter und Schlösser dann trotzdem nicht repariert werden, bleibt offen. Ein anderer Posten in der BK Abrechnung sind die Spielplätze. Da werden für völlig zugewachsene und armselige Sandkisten hohe Kosten für Wartung und Sandtausch berechnet.

Einige Mieter*innen sagen deshalb: Es reicht! Und fordern von vonovia 50 % der Betriebskosten zurück. Weil vonovia auch nach zwei Jahren noch nicht schlüssig nachweisen kann, wie die Kosten genau zustande kommen.

Viele der Mieter*innen von vonovia in Gröpelingen arbeiten in Leiharbeit oder leben von einer kleinen Rente. Vonovia hingegen ist ein börsennotiertes Unternehmen, dass jährlich um die 1 Mrd Gewinn macht und fette Dividenden an die Aktionär*innen ausschüttet. Den Gewinn zahlen die Mieter*innen aus ihrer Tasche u.a. durch die immer weiter steigenden Betriebskosten. Das ist Kapitalismus pur!

Umso wichtiger, dass sich Menschen dagegen wehren. Denn Wohnen ist ein Grundbedürfnis, aus dem kein Profit geschlagen werden darf!
http://solidarisch-in-groepelingen.de/mieterinnen-fordern-50-der-betriebskosten-von-vonovia-zurueck/

Fritz Linow

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Re: Vonovia gibt Menschen ein Zuhause
« Antwort #137 am: 15:04:17 Di. 01.September 2020 »
Zitat
1.9.20
Bewohner leben seit Jahren mit kontaminiertem Trinkwasser: Scharfe Kritik an Vonovia

Seit 2013 leben Vonovia-Mieter in Sachsenhausen laut Gesundheitsamt Frankfurt mit einer „extrem hohen Kontamination“ mit Legionellen im Trinkwasser. Trotz Schutzmaßnahmen keimen die Bakterien weiter. Weil die Vonovia die Ursache der Verseuchung bisher nicht beseitigen konnte, organisiert sich die Nachbarschaft nun gegen den Konzern.
(...) Gut ein Dutzend Mieter der Siedlung haben sich in einer „Aktivengruppe“ der „Initiative für eine Mietergewerkschaft e. V.“ in der Mörfelder Landstraße organisiert. (...)
https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-sachsenhausen-kontaminiertem-trinkwasser-vonvia-wohnungen-90034230.html

Kuddel

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Re: Vonovia gibt Menschen ein Zuhause
« Antwort #138 am: 15:04:17 Mi. 02.September 2020 »
Zitat
Wohnungsmarkt und Vonovia
Moderne Hütchenspieler

Die Modernisierungsumlage ist der Gesetz gewordene Enkeltrick: Wer eine Immobilie hat, kann deren Wert ganz legal auf Kosten seiner Mieter steigern lassen. Besonders dreist treibt es die Vonovia, der größte Wohnungskonzern der Republik. Nun droht dem Unternehmen eine Klagewelle.
https://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/492/moderne-huetchenspieler-6969.html

Troll

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Re: Vonovia gibt Menschen ein Zuhause
« Antwort #139 am: 10:00:56 Do. 03.September 2020 »
Kann man den "Sozialstaat" nicht verpflichten bei Venovia wohnende Bezieher staatlicher Leistungen Venovia-Mieten grundsätzlich übernehmen zu müssen, ist doch alles im politisch geduldet grünen Bereich bei Venovia, billiger geht es dann halt auch für den Staat nicht.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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Kuddel

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Re: Vonovia gibt Menschen ein Zuhause
« Antwort #140 am: 18:04:19 Mo. 21.September 2020 »
Neues aus Bremen Gröpelingen:


Aktuelle Aktivitäten des Mietkomitees

„Ohne Belege zahl ich nicht“ – Kampagne


Die Betriebskosten Abrechnungen bei vonovia steigen jedes Jahr. Dabei ist häufig nicht nachvollziehbar, warum eigentlich. Für viele Leistungen engagiert vonovia, eigene Subunternehmen, die dann undurchsichtige Rechnungen schreiben.

Deshalb haben wir beschlossen, kollektiv Widerspruch gegen die Betriebskosten Abrechnungen einzulegen und die Belege einzufordern, auf deren Basis vonovia die Betriebskosten errechnet hat.

http://solidarisch-in-groepelingen.de/mietkomitee/

Kuddel

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Re: Vonovia gibt Menschen ein Zuhause
« Antwort #141 am: 11:53:39 Mo. 12.Oktober 2020 »
Zitat
Vonovia sammelt eine Milliarde ein

Deutschlands Großvermieter ist an der Börse so wertvoll wie nie. Das nutzt er nun aus.


Deutschlands größter Vermieter Vonovia hat über Nacht etwa eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt eingesammelt. Der Konzern habe neue Aktien ausgegeben, um bald fällige Schulden zurückzuzahlen, teilte Vonovia mit. Was dann noch übrig bleibt, "soll für künftige Wachstumschancen verwendet werden". Das Bochumer Unternehmen besitzt etwa 415 000 Mietwohnungen, vor allem in Ballungsräumen in Deutschland, und hat in den vergangenen Jahren dank mehrerer Übernahmen stark expandiert. Für Investoren mag die Aussicht auf weitere "Wachstumschancen" zwar verheißungsvoll klingen. Doch bringen Kapitalerhöhungen mit sich, dass sich bestehende Aktionäre die Werte und Gewinnausschüttungen künftig mit mehr Anteilseignern teilen müssen.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/immobilien-vonovia-sammelt-eine-milliarde-ein-1.5020696

Kuddel

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Re: Vonovia gibt Menschen ein Zuhause
« Antwort #142 am: 18:48:14 Sa. 17.Oktober 2020 »
Zitat
Bund zahlte Immobilienkonzern Vonovia seit 2015 mehr als 10 Millionen Euro

Die Bundesrepublik Deutschland hat dem Immobilienkonzern Vonovia, der zahlreiche von der öffentlichen Hand privatisierte Wohnungen vermietet, seit dem Jahr 2015 rund 10,3 Millionen Euro überwiesen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Bundestagsabgeordneten Caren Lay (Die Linke) hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Die Zahlungen flossen für Belegungsrechte im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes und als Investitionszuschüsse.(...)
https://www.rnd.de/politik/bund-zahlte-immobilienkonzern-vonovia-seit-2015-mehr-als-10-millionen-euro-O4Q6ASN6IRGPDALIWLZWOMT42E.html