Autor Thema: Friedrich Merz  (Gelesen 7860 mal)

tleary

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #15 am: 04:32:55 Do. 08.November 2018 »
Vielleicht will der Merz damit auch nur seinen Preis in der Privatwirtschaft in die Höhe treiben. Wenn man über jemanden spricht, bringt das Aufmerksamkeit. Und bei irgendein emit Geld vollgepumpten Konzern wird demnächst bestimmt wieder ein gutdotierter Vorstand- oder zumindest Aufsichtsratsposten zu besetzen sein. - Geld (und Macht) kann man aus Sicht dieses Menschenschlags niemals genug haben.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Hartzhetzer

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #16 am: 06:03:27 Do. 08.November 2018 »
Hier der Inhalt einer Mail die ich heute früh von LobbyControl e.V. erhalten habe:

Zitat
Lieber Andre ........,

es könnte das politische Comeback des Jahres werden. Friedrich Merz will Angela Merkel beerben, sich im Dezember von den CDU-Delegierten zum neuen Parteichef wählen lassen. Und klar ist: Wer Merz wählt, wählt womöglich den neunten Bundeskanzler der Bundesrepublik. Denn Merz hat höhere Ambitionen als nur den Parteivorsitz.

Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Union beflügelt damit viele Fantasien. In den meisten Meinungsumfragen liegt er vor seinen Mitbewerbern um den Parteivorsitz. Der Börsenexperte Robert Halver von der Baader Bank sagt, dass man „sich auf dem Parkett einen Namen wünscht: Herrn Merz“. Und der Ex-Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart schreibt: „Die deutsche Wirtschaft bekäme den Kanzler, den sie jetzt braucht."

Diese Einschätzung hat vor allem damit zu tun, dass Merz eine hohe Wirtschaftskompetenz nachgesagt wird. Und dieses Image wiederum ist untrennbar mit seinem Wirken seit seinem Abschied aus der Politik 2009 verbunden. Merz wechselte in die Wirtschaft, hatte zeitweise fast 20 Ämter gleichzeitig inne, vor allem in der Finanzbranche. Zu seinen Arbeitgebern zählen oder zählten die Deutsche Börse AG, Commerzbank, Ernst & Young oder die Privatbank HSBC Trinkaus. Zudem ist Merz aktuell Aufsichtsrat und Lobbyist bei Blackrock, dem größten Kapitalverwalter der Welt
(mehr dazu in unserem Hintergrundbericht).

Das lässt zumindest vermuten, für welche Interessen sich Merz als Politiker vornehmlich einsetzen könnte. Schon als Unionsfraktionsvorsitzender war Merz erfrischend klar bei seinen Überzeugungen, war unter anderem Mitglied im Förderkreis des von der Metall- und Elektroindustrie finanzierten Lobbyvereins „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“, der sich für den Abbau des Sozialstaats stark machte. Gleichzeitig wehrte er sich gegen die Offenlegung seiner Nebeneinkünfte aus seinen vielen Jobs in der Wirtschaft, klagte dagegen sogar vor dem Bundesverfassungsgericht – und verlor.

Sein Comeback wirft Fragen auf: Was wusste Merz zum Beispiel von den skandalösen Cum-Ex-Geschäften mancher seiner Arbeitgeber? Und wie will er eigentlich Interessenkonflikte im Fall seiner Wahl ausschließen?

Gefragt haben wir das Gerhard Schick. Der Finanzexperte der Grünen hat sich gerade für den umgekehrten Weg wie Friedrich Merz entschieden. Ende des Jahres kehrt er dem Bundestag den Rücken um sich mit der neuen „Bürgerbewegung Finanzwende“ für Reformen im Finanzwesen einzusetzen.

„Sollte Herr Merz sich anschicken, eine Wirtschaftspolitik zu machen, die im Wesentlichen den Interessen von Blackrock und anderen großen Finanzakteuren dient, dann kann ich nur warnen. Das führt uns direkt in die nächste Finanzkrise“, warnt Schick.

Er betont aber auch: „Der Wechsel aus verschiedenen Berufen in die Politik muss möglich sein. Aber man muss einen klaren Schnitt ziehen.“

Das sehen wir genauso. Friedrich Merz hat angekündigt, seine vielen Wirtschaftsposten im Falle seiner Wahl niederzulegen. Das ist gut, reicht aber nicht. Merz sollte klar machen, dass er seinen bisherigen Arbeitgebern keinen bevorzugten Zugang zur Politik bietet. Ein Ansatz könnte sein, dass er sich verpflichtet, den Kontakt zu bisherigen Arbeitgebern zu meiden oder zumindest freiwillig offen zu legen. Ratsam wäre es auch, auf die Frage einzugehen, ob er über Vermögenswerte oder Aktienbesitz verfügt, die sein politisches Handeln beeinflussen könnten.

Friedrich Merz begründet seine Rückkehr ja unter anderem mit seiner Sorge um den Zustand der Demokratie. Zum besorgniserregenden Zustand der Demokratie gehört aber auch der starke Einfluss von Konzernen, Vermögenden und finanzkräftigen Lobbyakteuren.
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.

Kuddel

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #17 am: 15:51:04 So. 11.November 2018 »
Zitat
Friedrich Merz sieht in Grünen mögliche Partner

Der Bewerber auf den CDU-Vorsitz zeigt sich offen für ein Bündnis mit den Grünen. Die Partei sei inzwischen sehr bürgerlich und sehr liberal.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-11/kandidat-cdu-vorsitz-friedrich-merz-gruene-partner

Paßt!

counselor

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #18 am: 17:12:30 Mi. 14.November 2018 »
Zitat
Friedrich Merz, Steuerbetrug und BlackRock – die Blendgranateneinschläge kommen näher

Gefeiert und kritisiert – so könnte das Zwischenfazit der Berichterstattung über den wie ein Phönix aus der Asche emporgestiegenen potentiellen Merkel-Nachfolger Friedrich Merz zusammengefasst werden. Dumm nur, dass sich die allermeisten Medien bei ihrer Kritik gegen Merz auf die vermeintliche Beteiligung des Finanzgiganten BlackRock bei den Cum-Cum und Cum-Ex-Steuerbetrugsfällen fokussieren, bei denen Merz zumindest bei BlackRock gar keine große Rolle gespielt hat. Diese Vorwürfe werden an ihm abprallen und im schlimmsten Fall kann er sich danach sogar als Saubermann präsentieren. Das ist grotesk, da er selbst bei den genannten Steuerbetrugsfällen in anderen beruflichen Funktionen eine wesentlich fragwürdigere Rolle gespielt hat. Und selbst dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Merz ist ein Großlobbyist der Finanzkonzerne, ein Überzeugungstäter. Von Jens Berger.

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=47031
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counselor

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #19 am: 12:05:51 Do. 22.November 2018 »
Zitat
Vorstoß auf Regionalkonferenz - Merz tritt neue Asyldebatte los

Merz will das Asylgrundrecht zur Diskussion stellen - und hat damit schon jetzt eine Debatte angestoßen. Mehrere Parteikollegen unterstützen seine Forderung. Die Mitbewerber um den CDU-Vorsitz grenzen sich dagegen ab.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/merz-asylrecht-reaktionen-101.html
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BGS

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #20 am: 17:25:59 Do. 22.November 2018 »
Man braucht nur die "Anstalt" v. 20.11. zu sehen



um klar zu erkennen, dass der Merz nichts als Schlechtes für alle Ausgebeuteten und Betrogenen bzw. Entrechteten

im Schilde führt.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
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Re:Friedrich Merz
« Antwort #21 am: 17:36:48 Do. 22.November 2018 »
Jo, die Schildablagen unterhalb der Magnetwand konnten nicht groß genug
sein, in was er so alles seine Fuchteln mit drin hat..

Ausverkauf ökonomischer Verwertbarkeit.. Der will es noch richtig krachen
lassen..
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Re:Friedrich Merz
« Antwort #22 am: 19:01:42 Do. 22.November 2018 »
Ja, lasst uns mal gaaanz dringend über Asyl reden, berichten, hirnfickificki machen.
https://blog.fefe.de/?ts=a5081c8b
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Onkel Tom

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #23 am: 20:42:31 Do. 22.November 2018 »
Soeben hat er in der Glotze sinngemäß von sich gelassen

"Ich werde am Asylrecht nichts ändern. PUNKT"
Die Gestik und sein ausdrückliches "Punkt" erinnert mich an Barschel
a la "Ich gebe ihnen mein Ehrenwort"..

In nicht all zu langer Zeit "Merz in de Bütt ?" Sorry Merz, bin Rheinländer
und han ja Karnewallzeit  nech ? ;D Freu dich auf die nächste Stunksitzung..
Lass Dich nicht verhartzen !

dagobert

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #24 am: 12:44:28 Fr. 23.November 2018 »
Zitat
Im Grundgesetz steht das Recht auf Asyl. Friedrich Merz, Bewerber um den CDU-Parteivorsitz, denkt laut über eine Änderung nach und geht dabei ins Detail. Aber stimmen seine Äußerungen überhaupt?
https://web.de/magazine/politik/friedrich-merz-faktencheck-individualrecht-asyl-deutschland-33430678

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #25 am: 09:51:58 Do. 27.Dezember 2018 »
Zitat
"Dann wird es richtig spannend" 
Schulz will nächsten SPD-Kanzlerkandidaten per Urwahl küren

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Martin Schulz will den künftigen Kanzlerkandidaten der Partei von der Basis bestimmen lassen. Ähnliche Stimmen werden auch in der CDU laut.
...

Quelle: t-online

Ähnliche Stimmen aus der CDU, meine Verschwörungstheorie dazu, so bekommt die Wirtschaft ihren Friedrich Merz doch noch, ganz Demokratisch(!?). Wäre schon eine steile Nummer, die Presse wird jubeln bei so viel innerparteilicher Demokratie.

Zitat
Politiker im Aufsichtsrat
Blackrock braucht Friedrich Merz nicht mehr

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hat gute Verbindungen in die Politik. Friedrich Merz wird dafür nicht mehr gebraucht – seine Aufsichtsratsarbeit war für Anleger ohnehin kein großer Gewinn.
...

Quelle: WiWo

Mir kommt das wie ein Kanzlerbastelkurs vor.
Reinigung für ein weißes Westchen und dann noch mehr Demokratie als bisher, alles von ganz alleine, dass überzeugt!
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Re:Friedrich Merz
« Antwort #26 am: 15:25:29 Do. 27.Dezember 2018 »
BlackRock könnte es schon interessieren, die Rentenversicherung in D zu
schlucken.. Kontakte und Kanäle verdunkeln, um ein möglichen Kanzler zur
Marionette verwandeln zu können ?

Hab noch Spekkulatius.. Knabberknabber ::)
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Re:Friedrich Merz
« Antwort #27 am: 15:49:33 Do. 27.Dezember 2018 »
Das Finanzkapital will Merz unbedingt in der Bundespolitik platzieren.
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dagobert

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Re:Friedrich Merz
« Antwort #28 am: 16:40:55 Do. 27.Dezember 2018 »
um ein möglichen Kanzler zur Marionette verwandeln
Wohl eher eine Marionette zum Kanzler machen.
Marionette ist er nämlich schon, Kanzler will er noch werden.

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Re: Friedrich Merz
« Antwort #29 am: 12:46:57 So. 30.Dezember 2018 »
Aha, Merz weil es die Gesellschaft nicht gebacken bekommt Merkel real zu sehen und/oder zu bewerten, aber wo endet so eine Herangehensweise?

Ich habe auf Antworten unter einem Beitrag geklickt und jetzt ist der nicht zu sehen, ist alles schön flott aber eigenwillig anders.
Hab ihn:
Ich fände es gut, wenn er an die Macht käme. Weil er polariserit, und jeder vom ersten Moment an genau weiß, woran er bei ihm ist. Bei "Das Merkel" war das ja überhaupt nicht so.

Da hast du wohl recht.
Merkel macht eine rechte Politik und viele Menschen halten sie für humanistisch, einige gar für links...
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