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Mietergewerkschaft

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Fritz Linow:
Es ist ein großes Missverständnis, dass Gewerkschaften nur für Löhne und Tarife zuständig sind. Höhere Löhne nützen nichts, wenn sie gleich wieder vom Vermieter weggenommen werden. Ein gänzlich anderes Gewerkschaftsverständnis bietet Möglichkeiten:

Die Idee der gewerkschaftlichen Sozialorganisation. Überlegungen und Thesen zur Mieterorganisierung
https://direkteaktion.org/211-gewerkschaft-als-mieterorganisation/

Schweden: Die Mietergewerkschaft zur Kampforganisation gemacht
https://www.sozialismus.info/2018/08/schweden-die-mietergewerkschaft-zur-kampforganisation-gemacht/

Mietenkämpfe: Überlegungen zum Konzept einer Mieter*innengewerkschaft
http://www.untergrund-blättle.ch/politik/deutschland/mietenkaempfe_mietergewerkschaft_4726.html

counselor:
Eine Mietergewerkschaft ist sicher sinnvoll. Mieterinis könnten sich zu so einer Gewerkschaft zusammenschließen.

Fritz Linow:
Beispiele für Mietstreiks:
„Erst das Essen, dann die Miete!“ Protest und Selbsthilfe in Berliner Arbeitervierteln während der Großen Depression 1931 bis 1933
http://www.arbeiterbewegung-jahrbuch.de/?p=505

Mieterstreik 1932 in Zürich - Jeder Häuserblock eine Sturmzelle
http://www.schattenblick.de/infopool/medien/altern/vorw1348.html

Mieterstreik in New York
http://www.trend.infopartisan.net/trd0113/t110113.html





Fritz Linow:

--- Zitat ---15.12.18
Wie man Mieter schützt

Vier Wege zum bezahlbaren Wohnen: Städtische Immobilien, Syndikate, Genossenschaften und Mietergewerkschaften
(...)
Wohnst du noch?

In Schweden handelt die Gewerkschaft Mieten aus

Für Menschen, die nicht nur wohnen, sondern auch leben wollen, bietet Schweden viele Lösungen. Eine davon heißt: Hyresgästföreningen (H.). Das ist kein Name für ein Möbelstück, sondern eine schwedische Mietergewerkschaft. Sie setzt sich seit mehr als hundert Jahren für die Interessen von Mietern ein – derzeit von 528 000 Haushalten. Sie betreibt Kampagnen auf nationaler Ebene, in den Regionen und Nachbarschaften. In den Straßen Göteborgs etwa baute die H. so viel Druck auf, dass der Stadtrat 2015 eine Immobilienfirma rekommunalisieren und Wohnungen sanieren musste, ohne Mieten zu erhöhen. Wie jede Gewerkschaft bietet sie Mitgliedern Serviceleistungen, etwa Rechtsberatung für kleinere Auseinandersetzungen mit Vermietern.

Der wichtigste Aspekt, der die H. zudem von Mietervereinen oder Kiezgruppen in Deutschland unterscheidet: Sie handelt mit den Immobilienbesitzern kollektiv gültige Mietpreise aus. Wie in der Arbeitswelt halten die beiden Konfliktparteien das Ergebnis in einem Tarifvertrag fest. Einigen sie sich nicht, kam es früher oft zu Mietstreiks. Bis heute gilt: »Keine staatliche oder private Firma kann einfach die Mieten einführen, die sie will. Sie müssen mit uns verhandeln. Wenn wir widersprechen, können sie vor ein Schiedsgericht gehen und dann entscheidet das Gericht«, erklärt Kristofer Lundberg, Vorsitzender der H. aus Göteborg. Das Verfahren ist rechtlich abgesichert durch das kollektive Mietrecht, das die Gewerkschaft nach langen Kämpfen 1978 errungen hat und wonach sich auch in Deutschland viele sehnen.

Ziel der H. ist, dass Mieten nicht mehr als 25 Prozent des verfügbaren Einkommens der Mieter ausmachen und nicht schneller als das allgemeine Preisniveau steigen. Ein anderer Grundsatz der H. lautet: Mieten sollen sich nach dem Gebrauchswert der Immobilie richten, welcher etwa von Zustand, Lage und Größe abhängt. Die Nachfrage soll keine Rolle spielen. So entzieht die Gewerkschaft nach eigenen Angaben über 90 Prozent aller Mietwohnungen dem Diktat der Markmechanismen. Doch auch die besondere schwedische Gesetzesnorm des kollektiven Mietrechts ist nicht in Stein gemeißelt, die christdemokratische Partei stellt sie derzeit infrage.(...)
--- Ende Zitat ---
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1108070.mietenwahnsinn-wie-man-mieter-schuetzt.html

Fritz Linow:
Aus der Googleübersetzungshölle:

--- Zitat ---19.12.18
Die Bewohner von fünf Gebäuden in Barcelona drohen mit einem Mietstreik
Die Blöcke stammen vom gleichen Unternehmen und müssen mit Mietsteigerungen von bis zu 75% rechnen.
Sie wollen die Miete zwischen 20% und 75% erhöhen, haben erfolglos versucht zu verhandeln und haben genug gesagt.
(…)
Am vergangenen Samstag haben Familien aus allen Gebäuden ein Treffen mit der Gewerkschaft in Rubí gefeiert und beschlossen, keine Mieterhöhungen zu akzeptieren, und am Ende werden sie streiken und nicht zahlen.
(…)
--- Ende Zitat ---
https://elpais.com/ccaa/2018/12/18/catalunya/1545142663_544875.html?fbclid=IwAR3kBo4R7DNSWbbPyHgmJYyWKZ7QvIWvGr9iGvH_z4JZe-EB21vhdt0ZEM8

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