Autor Thema: Mietergewerkschaft  (Gelesen 2252 mal)

Rudolf Rocker

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #15 am: 09:57:40 Do. 28.März 2019 »
Zitat
Wenn wir andere Verhältnisse wollen und die Probleme grundsätzlich und nicht nur im Einzelfall beseitigen wollen, dann hilft es nur, die Menschen dazu zu bewegen ihr Verhalten zu ändern und sich gemeinsam zu wehren.
Aus diesem Grund wurden Gewerkschaften "erfunden"

Zitat
"Wer Probleme mit dem Vermieter hat, sollte dringend in den Mieterbund eintreten. Die machen das alles."
Ohne Mieterverein hätte ich jetzt schon hunderte Euros an Anwaltskosten am Arsch und keine Chance mich gegen meinen Vermieter zu wehren. Das ändert zwar nichts an den generellen Verhältnissen aber ich kenne genug Leute, die Mitglied beim ADAC sind, weil dann der Abschleppdienst nicht so teuer ist und nicht weil sie sich davon eine Veränderung der Verhältnisse erhoffen!

Kuddel

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #16 am: 10:20:35 Do. 28.März 2019 »
Aus diesem Grund wurden Gewerkschaften "erfunden"

Das waren die Wurzeln der Gewerkschaften. Der DGB ist mit Hilfe der Alliierten aufgebaut worden, um die Arbeiterklasse in Deutschland zu kontrollieren, um ihr ein Ventil zu geben, damit sich ihre Kämpfe nicht verselbstständigen und außer Kontrolle geraten. Beim DGB können Arbeiter nur mitmachen unter den Vorgaben des Apparats. Über den Weg können sie nicht entscheiden. Zu allem Überfluß ist der DGB verfilzt mit der SPD.

Der Vergleich von Mieterverein und ADAC ist passend. Aus persönlichen Gründen bin/war ich in beiden Organisationen Mitglied. Zur Lösung individueller Probleme. Für einen politischen Kampf sind sie unbrauchbar, bzw. kontraproduktiv. Wie auch der DGB.

Rudolf Rocker

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #17 am: 12:32:15 Do. 28.März 2019 »
Zitat
Zur Lösung individueller Probleme. Für einen politischen Kampf sind sie unbrauchbar, bzw. kontraproduktiv. Wie auch der DGB.
So meine ich das!
Ich bin nicht Mitglied in der Gewerkschaft, DMB, DJV und DAV weil ich mir davon eine Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse erhoffe, sondern weil ich dadurch persönliche Vorteile habe.
Je nach Größe haben diese Gruppen allerdings auch eine gewisse gesellschaftliche Relevanz die hier scheinbar komplett ignoriert wird.

Fritz Linow

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #18 am: 12:46:04 Do. 28.März 2019 »
(...)
Je nach Größe haben diese Gruppen allerdings auch eine gewisse gesellschaftliche Relevanz die hier scheinbar komplett ignoriert wird.
Wo wird das hier scheinbar komplett ignoriert?

Kuddel

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #19 am: 13:16:03 Do. 28.März 2019 »
Deshalb sollten wir klar entscheiden, was wir hier wollen.
Natürlich soll man einzelnen Menschen mit individuellen Problemen versuchen zu helfen.
Das ist ein Akt der Menschlichkeit und der Solidarität.

Ich bin aus guten Gründen nicht Sozialarbeiter geworden.
Ich schaue mir die herrschenden Verhältnisse an und mache mir Gedanken dazu. Ich fühle mich durch die kapitalistischen Verhältnisse bedroht. Das rein individuell, ich als Einzelperson sehe, wie sich meine Lebensverhältnisse über die Jahre verschlechtert haben ohne mein Verschulden. Ich sehe das aber auch gesamtgesellschaftlich und ich sehe die Zerstörung der Umwelt, auch ein Folge dieses Wirtschaftssystems.

Dem Kapitalismus ist nicht beizukommen mit Sozial- und Rechtsberatung.

Das Herz des Kapitalismus ist die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft. Wenn es gelingt auf diesem Feld Kämpfe zu führen, führt man sie im innersten des Systems an dessen empfindlichsten Stelle. Der Kapitalismus kann nur kollektiv bekämpft werden und das in Kämpfen, die auch verloren werden können und bei denen man bereit sein muß, ein Risiko zu tragen. Es gibt viele Möglichkeiten gegen uns vorzugehen. Wir können den Job oder die Wohnung verlieren, wir können eine Sperre beim Jobcenter kriegen, wir können kriminalisiert werden, hohe Geldstrafen aufgebrummt kriegen, wir können im Knast landen, zusammengeknüppelt werden, zum Krüppel geschlagen werden, wir können mit dem Tod bedroht werden oder auch tatsächlich umgebracht werden.

Je weiter die Schere zwischen Arm und Reich auseinanderklafft, je härter die sozialen Auseinandersetzungen werden, desto mehr geht es in diese Richtung. Wir müssen uns mehr und mehr mit solchen Perspektiven auseinandersetzen. Ich habe keinen Bock auf Auseinandersetzungen einer solchen Härte. Ich halte sie weder für cool noch für romantisch. Wir werden nicht danach gefragt. Das ist das, was uns zukommt. Das ist ein Selbstläufer im kapitalistischen System.

Ich möchte nicht einfach Opfer dieser Entwicklungen sein. Ich will mich wehren. Ich will das kapitalistische System politisch und offensiv bekämpfen. Das geht nicht vor Gericht. Ich will, daß kollektive Kämpfe entstehen, ich will, daß sich die Verarmten, die Ausgebeuteten und Entrechteten gemeinsam wehren und will dazu beitragen, daß die Vereinzelten Menschen zusammenkommen.

Dieses Forum halte ich für eine gute Möglichkeit, die Leute mit all ihren Sorgen zu erreichen und die Situation und Perspektiven zu diskutieren und um sich zu gemeinsamen Aktivitäten zu verabreden.

Das ist aber schwierig, wenn ständig jemand reingrätscht und sagt, jetzt mußt du aber zum Mieterverein oder DGB gehen. 

Rudolf Rocker

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #20 am: 13:36:30 Do. 28.März 2019 »
Zitat
Das ist aber schwierig, wenn ständig jemand reingrätscht und sagt, jetzt mußt du aber zum Mieterverein oder DGB gehen. 
Warum dürfen das die Leute nicht selber entscheiden, was sie machen wollen?
Wenn jemand Probleme hat (und bei drohender Wohnungslosigkeit oder Mittelosigkeit reden wir von existenziellen Problemen) sollte er doch alle Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, um sich helfen (lassen) zu können.
Ich hab hier im Forum neun Jahre lang meine Ratschläge im Erwerbslosenbereich abgegeben und immer wieder darauf verwiesen, welche Möglichkeiten es gibt. Dazu gehören auch DGB Rechtsschutz und Fachanwälte.
Wenn Du, Kuddel (der für Erwerbslose noch nie einen hilfreichen Tipp über hattest, sondern immer nur markige Sprüche, mit denen keiner was anfangen kann) das jetzt als "reingrätschen" bezeichnest, empfinde ich das als bodenlose Frechheit!

Fritz Linow

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #21 am: 14:53:34 Do. 28.März 2019 »
Ich bin mir nicht so sicher, ob der Rudolf Rocker sozialpartnerschaftliche Vereine zur Lösung eines scheinbar individuellen Problems empfohlen hätte und nicht eher auf eine kollektive Herangehensweise gepocht hätte, aber egal, ist ja auch nicht Thema.

Gerade der Dienstleistungscharakter und die Abnahme der Probleme statt Selbstermächtigung sorgt doch dafür, dass es so bleibt wie es ist. Und da fängt es dann an, dass man eben nicht mehr selbst entscheiden darf, was man will.

Dass DGB und Mieterverein einen gewissen Rechtsschutz anbieten, dürfte eigentlich allen klar sein und kann man ja auch gerne nutzen, schließlich wollen die Stellen auch finanziert sein, aber ein Sedativum ist es schon, wenn man mal davon ausgeht, dass tatsächlich Betriebe (und unter anderem Wohnverhältnisse) die Orte sind, wo das kapitalistische Verwertungssystem am schönsten zu treffen ist.

Als Reingrätschen würde ich es nicht bezeichnen, aber irgendwie auch nicht weiterführend.

Kuddel

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #22 am: 00:20:11 Fr. 29.März 2019 »
Es ist wirklich schwierig.
Meine Versuche einer Inhaltlichen Diskussion reizten Rudi oftmals zu einer Gegenposition, noch bevor wir einander verstanden haben. Es folgt dann oftmals ein Schlagabtausch, der weder klärend in der Sache ist, noch sonderlich lehrreich für die Beobachter/Mitleser. Tatsächlich hat das mehrfach dazu geführt, daß ich irgendwann es hab bleiben lassen und bestimmte Themen umschiffe, bloß um nicht wieder mit Rudi in einen Streit zu geraten. Ich glaube, das liegt noch nichtmal daran, daß wir wirklich entgegengesetzte Positionen vertreten. Es kommt ja nicht wirklich zum Erklären der eigenen Meinung, es wird allzuschnell ein Pingpong an Interpretationen, deren Sinn ich nicht mehr verstehe.

Es gab mehrmals Versuche, daß ich mir zu einem Thema einige Zeit Gedanken gemacht habe und die dann ins Forum stelle, in der Hoffnung auf Reaktion und nicht auf Applaus. Ich würde schon gern hören, ob jemand was mit den Gedanken anfangen kann, oder ob es gute Argumente gegen meine Gedanken gibt. Dann tauchte Rudi auf und es knallte sofort und ich bin mir sicher, er hat sich schon aufgeregt, bevor er kapiert hat, was ich eigentlich sagen wollte. Statt das dann klarstellen zu können gab ein Wort das andere und der Rest der Community hat sich da lieber rausgehalten. Das hab ich durchaus schon als reingrätschen empfunden, weil es das Ende einer Diskussion war und niemand da mehr was zu sagen mochte. Das war in diesem Strang weniger dramatisch und damit war das Wort "reingrätschen" überzogen.

Ich weiß aber nicht, wie ich etwas sagen soll, ohne daß Rudi es vorschnell als gegen sich gemünzt sieht und sofort zur Gegenattacke bläst. Ich habe auch hier niemals gesagt, daß ich gegen Beratungsarbeit wäre.
Zitat
Natürlich soll man einzelnen Menschen mit individuellen Problemen versuchen zu helfen. Das ist ein Akt der Menschlichkeit und der Solidarität.
Aber das allein würde mir nicht reichen, weil das die Verhältnisse selbst einfach nicht ändern kann. Ich verstehe das Forum als Möglichkeit, darüber hinaus zu denken. Wie kriegt man das Unmögliche hin? Wie kriegt man die Masse der Vereinzelten, der Verwirrten und Verirrten dazu, zusammenzukommen und ihr Schicksal wieder in die eigenen Hände zu nehmen, indem sie sich gemeinsam wehren? Das ist für mich die zentrale Frage und der Grund warum ich so oft in diesem Forum unterwegs bin.

Dieser Schritt wäre für mich der nächste, der über die individuelle Hilfe hinausgeht.  Warum wird mir deshalb unterstellt, daß alles, was ich sage, nutzlos ist und von niemandem verstanden wird?
Zitat
Du, Kuddel (der für Erwerbslose noch nie einen hilfreichen Tipp über hattest, sondern immer nur markige Sprüche, mit denen keiner was anfangen kann)

Du hast mal gesagt, bei einem Bier würden wir nicht so aneinander vorbeireden.
Warum tun wir das denn bei solchen nicht einmal sonderlich komplizierten Dingen?

Kuddel

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #23 am: 13:13:10 Mo. 10.Juni 2019 »
Zitat
In Wien, Barcelona, Prag, Berlin oder Lissabon gehen Menschen gegen Mietsteigerungen und Verdrängung auf die Straße. Ihre Forderungen richten sich zumeist an die nationalen Regierungen. Doch auch die EU in Brüssel steckt den Rahmen für die Wohnungspolitik in einigen Bereichen ab.



Europaweites Immobilienregister gefordert

In diesem Zusammenhang fordert die Union of Tenants, ein Dachverband von nationalen und regionalen Mieterverbänden, die Einführung eines europaweiten Immobilienregisters. Damit könnten die Akteure hinter „riesigen Immobilientransfers“ identifiziert werden, erläuterte die Leiterin des Verbandes, Barbara Steenbergen, die Forderung im Deutschlandfunk Kultur.

Im Immobilienmarkt seien „große Finanzakteure“ am Werk – internationale Investoren, Hedgefonds und Pensionsfonds –, die die Wohnraumverknappung herbeiführten. Auch Transfers, die manchmal aufgrund von Geldwäsche oder von Steuerflucht begangen würden, könnten mithilfe eines solchen Registers ermittelt werden.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/bezahlbare-mieten-in-der-eu-obskuren-spekulanten-das.1008.de.html?dram:article_id=449019

Fritz Linow

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #24 am: 02:30:26 Fr. 25.Oktober 2019 »
Vonovia macht in Schweden nun den selben Dreck wie hier:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilien-neue-nummer-eins-in-schweden-vor-diesen-herausforderungen-steht-vonovia/25146470.html

Es gibt allerdings so eine Art gewerkschaftliche Tarifverhandlung über die Mieten:

"Viele ehemals kommunale Gesellschaften wurden in den 1980er- und 1990er-Jahren privatisiert. Sie und die weiterhin kommunalen Gesellschaften verhandeln jährlich mit dem Mieterverband über die Mieten. Für das kommende Jahr fordern die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften 3,5-prozentige Mieterhöhungen im Großraum Stockholm.

Die Verhandlungen laufen noch. Im vergangenen Jahr einigte man sich auf Erhöhungen von durchschnittlich zwei Prozent – nicht pro Wohnung, sondern im Durchschnitt des gesamten Bestands.

Der Ausgang der Verhandlungen zwischen Hembla und der Mietervereinigung ist auch für Mieter bei anderen privaten Wohnungsbaukonzernen relevant. Mit Vonovia steht schließlich der nun größte schwedische Vermieter hinter dem Unternehmen."



Fritz Linow

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #25 am: 23:10:13 Di. 18.Februar 2020 »
Ein zartes Pflänzchen in Berlin vom letzten Monat. Mal sehen, was kommt:


Fritz Linow

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #26 am: 07:38:00 Do. 05.März 2020 »
Zitat
25.2.20
Mehr als Rechtsberatung

Der Kampf um niedrigere Mieten wird um bewährte Aktionsformen erweitert

Der Mietwucher ist in den größten Städten der Bundesrepublik allgegenwärtig. Im Widerstand gegen Immobilienhaie greifen Aktivisten auf alte Ideen wie die einer Mietergewerkschaft zurück. Paradebeispiel dafür ist die mehr als 100 Jahre alte schwedische Hyresgästföreningen, die beispielsweise kollektive Verhandlungen über die Mietpreise und -bedingungen führt. Zu ihren Kampfformen gehören Mieterstreiks und Besetzungen.
(...)
https://www.jungewelt.de/artikel/373305.mietergewerkschaft-mehr-als-rechtsberatung.html

https://initiative-mietergewerkschaft.de/

Fritz Linow

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #27 am: 09:34:53 Mo. 23.März 2020 »
Zitat
London Renters Union is a campaigning union for renters, people who are homeless, living in temporary accommodation or living with their parents. People who live in social housing are also welcome to join.

During the Coronavirus pandemic, we’re organising renters so we can take action together. No one should be left in rent arrears or face eviction because of Coronavirus. Together we can support each other and take action.
https://londonrentersunion.org/join/

Kuddel

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #28 am: 11:29:06 Mo. 30.März 2020 »
Zitat
Ein Gespräch mit Daniel Katzenmaier, Gewerkschafter, über die Gründung einer Mietergewerkschaft
»Eine transnationale Kampforganisation gründen«

Es gibt bereits zahlreiche Mieter­vereinigungen. Weshalb wollen Sie noch eine Mietergewerkschaft gründen?
https://jungle.world/artikel/2020/08/eine-transnationale-kampforganisation-gruenden

Fritz Linow

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Re: Mietergewerkschaft
« Antwort #29 am: 22:28:46 Di. 31.März 2020 »
Zitat
31.3.20
Es ist kein Aprilscherz: Mietergewerkschaften, die ausgehend von Katalonien ab 2017 gegründet wurden, und soziale Organisation rufen mit Beginn des Aprils zum Streik gegen fehlende Notmaßnahmen der sozialdemokratischen Regierung auf. Die Regierung aus Sozialdemokraten (PSOE) und der Linkskoalition »Unidas Podemos«, die sich selbst progressiv nennt, soll wegen der katastrophalen Situation angesichts der Coronavirus-Pandemie im Land zum Schutz der einfachen Bevölkerung gezwungen werden. (...)
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134981.mietenstreik-in-spanien-kein-geld-mehr-fuer-die-miete.html