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Vorurteile gegen ALG2-Empfänger bei Vorstellungstermin - Job den ich wollte

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Kunta:
Mal eine interessante Erfahrung von mir von einer Hausverwaltung, die 1 km entfernt von mir arbeitet und wo ich einen Vermittlungsvorschlag erhielt mich zu bewerben, was ich prompt tat (wie üblich). Die Stelle stand dann einige Zeit in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, und wie heute auch üblich man teilte mir nicht mit warum das Stellenangebot geschlossen wurde. Vorsichtig geworden wartete ich erst einmal die Absage der Firma ab, die kam nicht, erfreulicher Weise eine Einladung zum Vorstellungstermin. Ich warf mich wie immer bei Vorstellungsterminen in Anzug und Hemd und ging hin, zumal die Stelle sogar meiner Berufsausbildung ähnelte (zumindest diesmal). Es lief gut, aber dann wurde ich mit Vorurteilen gegen über Langzeitarbeitslosen, und Lobhudelei von Moderner Sklaverei (=Leiharbeit) konfrontiert. Ich blieb diplomatisch, und sagte man könnte die Sache ja auch von anderer Seite aus betrachten, z.B. der Seite der langzeitarbeitslosen Bewerber (die sich zwangsweise auf jeden Job bewerben müssen auch ohne dafür eine Eignung zu haben - das behielt ich aber wohlweislich in meinem Kopf), aber der eventuell zukünftige Chef war wohl anderer Meinung. Heute erhielt ich die endgültige Absage, und man bedankte sich für das wortwörtlich "interessante Gespräche", aber man hätte einen besseren Bewerber für die Stelle als Kaufmann für Büromanagement gefunden. Tja, traurig, aber so ist es wohl leider. Habe ich erwähnt das man mich für den bisher besten Bewerber hielt und der Gegenüber meinte, dass - mit Personenbeschreibung sogar - man ihm Leute vom Jobcenter - so der Gesprächspartner im Vorstellungstermin - nur schickte um einen Schein zu erhalten, dass man sich beworben habe? Ich wollte die Stelle, dass ist klar, aber ich kann wohl froh sein bei so einem vorurteilsbeladenen Menschen nicht eingestellt worden sein - Interessant übrigens war auch ein Satz den man sonst nur von Fremdenhassern hört bei entsprechend anderer Thematik (Hass auf Flüchtlinge z.B.):

 Man hat ja nichts gegen Ausländer, aber (und dann kommen die rassistischen Vorurteile)....sinngemäß sagte mein eventuell zukünftiger Boss bezogen auf Hartz-IV-Empfänger/-innen .... Man hat ja nichts gegen Arbeitslose, aber.....denn sozialrassistischen Rest könnt ihr euch ja denken....Schade, aber das ist wohl heute so. Hat hier jemand auch schon solche Erfahrungen mit eventuell zukünftigen Chefs gemacht? Wie wehrt man sich noch gegen solche Äußerungen? Ich blieb bei Diplomatie, aber der Chef hat es wohl anders empfangen.

Gruß Kunta

Kunta:
Die Firma rief ich noch einmal an, weil die meine Bewerbung, wie von der Firma verlangt, schriftlich auf dem Postweg erhalten haben statt einer E-Mail-Bewerbung. So ein Verhalten habe ich auch noch nie erlebt >:D - Hier mein Erfahrungsbericht:

Ich rief von zuhause aus an und dann hörte ich 5 Minuten lang (!!!) klimpern auf der Tastatur....der Typ saß vor dem Computer während ich zuerst meinen Namen und dann mehrmals Hallo! Hallo! gesagt habe....dann nahm er meinen Anruf launisch entgegen und sagt mir das seine Chefin mir die Unterlagen zurückschicken würde.....das ist bis dato nicht geschehen, bin sehr böse über dieses unhöfliche Verhalten mir gegenüber >:D, und ich überlege mir stark ob ich noch einmal persönlich hingehe und ruhig und bestimmt meine Unterlagen zurückverlange. ;)

Der Mann war am Vorstellungstermin nicht da, aber ist dennoch sehr unhöflich das Verhalten einem Bewerber gegenüber. >:D

Gruß
Kunta

PS: Eine Absage via E-Mail habe ich erhalten - nach diesem Vorstellungstermin 3 Tage später - aber eben die Unterlagen, die ich vorher auf dem normalen Postweg schicken musste, bis heute nein.

Sir Vival:
Meinung sagen, aufstehen und "Tschö mit Ö" sagen....... oder andersherum: erst aufstehen, dann Meinung blasen und gehen :-)

Onkel Tom:
Moin, auch wieder da ? Wat laange her, wie es um deine letzte Weiterbildung ging  :)

Sir Vival:
Hallo,
leider ja......
hmmm, ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte mal da war. Muß so 6 Jahre her sein.....

Da war es dann die Weiterbildung in Metall und ich fand dann einen guten Einstieg in eine Firma, bei der "ich bis zur Rente bleiben könne....", wie es hieß :-)
Wurde dann rausgemobbt....im Februar 2020, passend zu Corona.

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