Autor Thema: Absage nach Vorstellungsgespräch bei der Müllabfuhr- warum?  (Gelesen 540 mal)

Kuddel

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Re: Absage nach Vorstellungsgespräch bei der Müllabfuhr- warum?
« Antwort #15 am: 09:55:53 Di. 12.Februar 2019 »
Ich kenne zwei Leute, die problemlos einen LKW Führerschein vom Jobcenter finanziert bekamen. Der wäre (insbesondere mit Zusatzmodulen, wie z.B. Gefahrguttransport) ansonsten sauteuer.

Rudolf Rocker

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Re: Absage nach Vorstellungsgespräch bei der Müllabfuhr- warum?
« Antwort #16 am: 10:51:22 Di. 12.Februar 2019 »
Leider habe ich nur den Führerschein Klasse B und darf keine LKW fahren. Ich weiß nicht, wie ausschlaggebend das für meine Absage war, denn ich wurde auch gefragt, ob ich zusätzlich noch den Klasse-C Schein hätte.
Das dürfte dann wohl der Grund gewesen sein.
Wenn die extra nach einem LKW-Führerschein fragen und du den nicht hast = nochmalige Bewerbung zwecklos.
Meine Meinung.

Das erscheint mir plausibel und wird wohl der tatsächliche Grund für die Absage gewesen sein. Ansonsten hätte ich wohl durchaus Chancen gehabt. Nur mal rein aus Interesse, aber was kostet ein C-Führerschein im Schnitt? Andererseits fände ich es aber ziemlich stressig, mit so einem riesigen Brummer durch die teilweise sehr engen Straßen in der Innenstadt zu fahren. Dazu kämen noch die vielen Steigungen und Gefälle.
Steht da nichts in der Stellenausschreibung? Irgendwas mit Führerschein Klasse C zwingend erforderlich? Ansonsten brauchen die "Lader" bei der Müllabfuhr nicht unbedingt einen Führerschein.

Zitat
Ich kenne zwei Leute, die problemlos einen LKW Führerschein vom Jobcenter finanziert bekamen. Der wäre (insbesondere mit Zusatzmodulen, wie z.B. Gefahrguttransport) ansonsten sauteuer.
Wenn du einen Arbeitgeber an der Hand hast, der bescheinigt, das er dich dann einstellt, machen die das, sofern die Voraussetzungen gegeben sind (sprich gesundheitliche Eignung, Alter etc.)
Aber vermutlich wirst du dich dann schneller bei einer Ausbeuterfirma wiederfinden, als mit einem Müllwagen in engen Gassen!
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!

Frieden2001

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Re: Absage nach Vorstellungsgespräch bei der Müllabfuhr- warum?
« Antwort #17 am: 19:24:56 Di. 12.Februar 2019 »

Steht da nichts in der Stellenausschreibung? Irgendwas mit Führerschein Klasse C zwingend erforderlich? Ansonsten brauchen die "Lader" bei der Müllabfuhr nicht unbedingt einen Führerschein.


In der Stellenausschreibung steht - ich zitiere:

Voraussetzungen für diese vielseitige und verantwortungsvolle Tätigkeit sind:

- eine abgeschlossene Schulausbildung oder eine mehrjährige Berufserfahrung in einem Abfallwirtschaftsbetrieb,
- gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift,
- eine geeignete körperliche Konstitution (Heben und Tragen bei allen Witterungseinflüssen),
- Teamorientierung und Fähigkeit zu selbstständigem Arbeiteten.

Die Eingruppierung erfolgt in Entgeltgruppe 3 TVöD


Mir fällt gerade auf, dass dort nicht mal zwingend überhaupt ein Führerschein erforderlich ist! Jetzt fühle ich mich noch mehr von denen veräppelt!

Das mit den Zertifikaten ist auch so ein Problem. Ich habe einen Erdbaumaschinenschein und einen Motorsägenschein. Wenn ich die angebe, bekomme ich bei Zeitfirmen immer nur Gartenbaubetriebe angeboten, obwohl ich das nicht mehr machen will, denn: Sehr viel Stress, massig Überstunde, Zeitdruck, cholerische Vorarbeiter und die Bezahlung, gerade bei den Leihbuden im Bereich Entleiher in der Gartenbaubranche, die sehr zu wünschen übrig lässt. Kurz gesagt, man wird für viel und fordernde Arbeit sehr schlecht entlohnt. Das ist schon bei normalen Anstellungen in den Betrieben ein Problem, aber als Leihsklave steht man nochmal eine ganze Stufe weiter unten. Letztes Jahr hätte ich über eine Zeitfirma in einem Gartenbaubetrieb als Gartenbauhelfer anfangen können, aber die wollten nochmal eine Extra-Bewerbung und mir 1 Euro die Stunde zahlen (die Leihbude).

Rudolf Rocker

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Re: Absage nach Vorstellungsgespräch bei der Müllabfuhr- warum?
« Antwort #18 am: 19:43:45 Di. 12.Februar 2019 »
Zitat
Mir fällt gerade auf, dass dort nicht mal zwingend überhaupt ein Führerschein erforderlich ist!
Schrieb ich ja bereits, das man als Lader nicht unbedingt einen Führerschein braucht!

Zitat
Jetzt fühle ich mich noch mehr von denen veräppelt!
Warum? Woher willst Du wissen, wieviele von deinen Mitbewerbern besser qualifiziert, jünger, kräftiger und motivierter waren oder Verwandschaft in der Behörde haben?
Wenn da nur ein Bewerber dabei ist, der schon zwei Jahre "Berufserfahrung in einem Abfallwirtschaftsbetrieb" bist du da vermutlich raus!
Worüber also aufregen, wenn es doch drölfzichtausend andere Gründe gibt, für die sich Aufregung weit mehr lohnt?
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!

dagobert

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Re: Absage nach Vorstellungsgespräch bei der Müllabfuhr- warum?
« Antwort #19 am: 02:25:59 Mi. 13.Februar 2019 »
Ansonsten brauchen die "Lader" bei der Müllabfuhr nicht unbedingt einen Führerschein.
Ist aufgrund der "Vertretungsflexibilität" aber sicher gerne gesehen, worauf auch die Frage im VG hindeutet.
Und wenn dann eine Reihe von Bewerbern den Schein hat, kommen die Bewerber ohne erst gar nicht in die engere Wahl.

Wenn du einen Arbeitgeber an der Hand hast, der bescheinigt, das er dich dann einstellt, machen die das, sofern die Voraussetzungen gegeben sind (sprich gesundheitliche Eignung, Alter etc.)
Nachdem die so schnell abgesagt haben, wird es eine solche Einstellungszusage aber vermutlich auch bei einer weiteren Bewerbung nicht geben.

@Frieden2001:
Ich würd diesen AG abhaken, da kommst du nicht unter.
Ist zwar nicht schön, aber sich unnötig aufregen bringt auch nichts.

Rudolf Rocker

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Re: Absage nach Vorstellungsgespräch bei der Müllabfuhr- warum?
« Antwort #20 am: 11:46:20 Mi. 13.Februar 2019 »
Zitat
Ist aufgrund der "Vertretungsflexibilität" aber sicher gerne gesehen, worauf auch die Frage im VG hindeutet.
Und wenn dann eine Reihe von Bewerbern den Schein hat, kommen die Bewerber ohne erst gar nicht in die engere Wahl.
Genauso ist es! Außerdem können die dann ja auch mal wechseln, was bei der körperlich sehr anstrengenden Arbeit von Vorteil ist. Desshalb nehmen die natürlich den Kandidaten mit den besten Voraussetzungen.
Und da gibt es immer einen 20jährigen mit 40 Jahren Beruferfahrung, der alle Scheine vom Tiefseetaucher bis zum Bergführer hat und sich auch nicht zu schade ist, mal an einem Erschießungskommando für unliebsame Doppelbewerber teilzunehmen!
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!