Autor Thema: Iran  (Gelesen 12218 mal)

counselor

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Re: Iran
« Antwort #60 am: 18:16:13 Di. 19.November 2019 »
Zitat
MITTLERER OSTEN - Im Iran lodern die Flammen der Rebellion gegen das Regime

Aktuelle Bilder aus dem Iran erinnern an die großen Massenproteste und die brennenden Barrikaden vom Juni 2009, als das faschistische Regime in Teheran zu wackeln begann.

Quelle: https://www.rf-news.de/2019/kw47/in-teheran-lodern-flammen-der-wut-gegen-das-regime
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

RoterProlet

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Re: Iran
« Antwort #61 am: 17:29:38 Mo. 16.Dezember 2019 »
Zitat
IRAN: mindestens 200 Demonstranten erschossen


Seit Mitte November kommt es auch im Iran immer wieder zu Massenprotesten des Volkes und Kämpfen gegen den Staat und seine Organe.

Mitte November kündigte die iranische Regierung eine Erhöhung der Benzinkosten um ca. 50% an, was zu Demonstrationen und Protesten führte.

Am 19. November berichtete das iranische Innenministerium es sei wieder ruhe im Land eingekehrt und es hätte kaum verletzte und "lediglich" sechs Toten gegeben. Doch die Treibstoffpreise sind nicht gesunken und der Iran befindet sich in einer tiefen Wirtschaftskrise, welche durch die Sanktionen des Yankee-Imperialismus noch verstärkt wird. Wie nun bekannt wurde sind die Darstellungen der iranischen Regierung durchweg falsch. In 29 der 31 iranischen Provinzen kam es zu Protesten.    Nach Angaben von „Amnesty International“ wurden mindestens 206 Demonstranten durch Polizeikräfte ermordet und mehr als 4.000 verletzt, viele Journalisten sprechen von bis zu 450 Toten. Laut    Berichten der revolutionären, brasilianischen Zeitung „A Nova Demoracia“    wurden während der Proteste 140 Regierungsgebäude, 731 Banken, mehr als 50 Polizei- und Militärstützpunkte, 183 Polizeiautos und ungefähr 70 Tankstellen in Brand gesteckt.    Damit sind dies die schwersten Proteste seit 40 Jahren, seit der sogenannten „islamischen Revolution“ im Iran.











Auf Grund der immer wieder verhängten Internetsperre durch die iranischen Behörden und das konsequente Vorgehen gegen Journalisten gibt es keine näheren und bestätigten Informationen zu den Kämpfen im Iran.
„Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust!“
Ernst Thälmann, Vorsitzender der KPD
Geboren am 16.04.1886 – Von den Nazis ermordet am 18.08.1944

ManOfConstantSorrow

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Re: Iran
« Antwort #62 am: 11:37:26 Mo. 30.Dezember 2019 »
Obwohl so viele Iraner hier leben, erscheint der Iran so endlos weit weg.
Plötzlich erscheint der Iran auf der Landkarte der weltweiten Aufstände, doch wir wissen wenig und es gibt dazu, soweit ich weiß, in Deutschland keine Solidaritätskundgebungen oder Informationsveranstaltungen.

Eine aktuelle Einschätzung:
Zitat
Kein Zurück mehr, denn der Riss sitzt zu tief Im Iran wird es keine Versöhnung mehr geben

Die letzte Episode der Proteste im Iran scheint niedergeschlagen.



Wieder einmal hat der Sicherheitsapparat der hochgerüsteten Islamischen Republik Iran (IRI) die militärische Oberhand gewonnen. Aber der Konflikt ist nicht wirklich beendet, geschweige denn gelöst, sondern nur aufgeschoben. Denn der Bruch mit dem System ist irreparabel. Und die nächste Aufstandswelle wird kommen. Ein Plädoyer für alle mit den Protesten Solidarischen, nicht die Hoffnung aufzugeben.

Der Iran ist ein seit Jahrzehnten brodelndes Fass. Ein dichtes und miteinander verwobenes Netzwerk an Krisen rund um unterschiedlichste Themen - Ökonomie, Klima, Sexualität, Zensur, Repression, Kriegsangst, Arbeit, Gewalt, Glauben – lässt immer mehr der 80 Millionen Einwohner*innen in Elend und grosse existenzielle Ungewissheit über die Zukunft verfallen. Die Iran, so gerne ihn Kommentator*innen oder Interessierte als mysteriösen „Gottesstaat“ exotisieren, ist damit kein Einzelfall. Ganz im Gegenteil reiht er sich ein in die zunehmende, globale und immer offensichtlichere Krisenhaftigkeit des neoliberalen Kapitalismus im 21. Jahrhundert und seiner Unmöglichkeit, zukunftsfähige Modelle anzubieten.

Dieses brodelnde Fass ist vor einer Woche erneut übergelaufen. Die Ankündigung in der Nacht des 16. November, den Benzinpreis zu verdoppeln bzw. zu verdreifachen, löste die heftigsten Unruhen seit knapp zwei Jahren aus: vermutlich über 200 Tote, Tausende verletzte und rund 10.000 Festnahmen. Der Staat schmeisst seine ideologische und repressive Mobilisierungsmaschine an und verfolgt im Umgang mit den Protestierenden – mal wieder – eine einfache Linie: Keinen Millimieter entgegenkommen. Mehr noch werden erstmals seit Jahren bereits jetzt Todesstrafen für „Anführer des von aussen orchestrierten Aufstandes“ gefordert und vermutlich umgesetzt. Um der eigenen Verschwörungserzählung des Unruhestifters von aussen Glaubwürdigkeit zu attestieren, werden Festgenommene und weiss Gott wie lange Gefolterte vor die Kamera geschleift, um ein dementsprechendes „Geständnis“ abzulegen.

Mittelfinger für die harte Hand Gottes

Das ist die eine Seite der Medaille: der schier unbesiegbare, klerikal-autoritäre, hochgerüstete Sicherheitsstaat der IRI schafft es immer und immer wieder, Aufstände niederzuschlagen. Diese Seite der Medaille versetzt alle, die diesem Protest Erfolg wünschen, in Frust, Defätismus, Wut und Ohnmacht zugleich. Und sie lässt einen tatsächlich die Frage stellen: Wie soll sich in diesem Land jemals etwas zum Guten verändern?

Jeder Mensch mit Verstand sollte anhand Beispiele der jüngsten Geschichte im nahen und mittleren Osten begriffen haben, dass Demokratie und Freiheit nicht von aussen herbeigebombt werden können. Und all jene, die glauben, Wirtschaftssanktionen und Drohgebärden über Twitter zwingen tatsächlich die Mullahs zum Einlenken und zur Änderung ihrer Herrschaftsweise, leben in einer Märchenwelt: die Mullahs beweisen seit Jahren, dass sie in 100 Fällen 100 mal das eigene Volk verhungern und verelenden lassen, als nur einen Zipfel ihrer eigenen Privilegien einzubüssen. Gepriesen wird angesichts der Feinde von aussen die nationale Einheit und die Notwendigkeit, den Gürtel enger schnallen zu müssen, wie zu Zeiten des Ersten Golfkrieges oder der US-Sanktionen. Ein einfacher wie erfolgreicher Bauerntrick, um von Korruption, wachsender Schere zwischen Arm und Reich und staatlichem Zugriff ins Alltagsleben der Bürger*innen abzulenken. Verantwortlich für das Elend im Land sind immer die Anderen.

Doch dieses Ticket zieht nicht mehr. Wir werden derzeit Zeuge, wie sich in den letzten zwei, vielleicht drei Jahren eine revolutionäre, intersektionale Bewegung bildet, verstetigt und wo sie kann rebelliert. Ihr gehören jene an, die 2009 – als angesichts der Wahlen die Hoffnungen ein letztes Mal innerhalb des Systems gelegt wurden – nicht Teil der „grünen Bewegung“ waren und sogar von ihr als „Lumpenproletariat“ diffamiert wurden: Ausgestossene, Überflüssiggemachte, Prekarisierte, religiöse und ethnische Minderheiten in Provinzen, aber zunehmend auch die abschmelzende und perspektivlose Mittelschicht im Verbund mit Studierenden und fortschrittlichen Frauen.

Kein Zurück mehr, denn der Riss sitzt zu tief

Das, was in einem immer engeren Zyklus auflodert - Blockaden, Demonstrationen, ziviler Ungehorsam, Strassenschlachten, militante Aktionen - sind die Highlights, die alle Beobachter_innen mit Herz und Verstand aufhorchen und hoffen lassen. Doch längst hat sich dieser Unmut zu einer alltäglichen Praxis verstetigt, die mal mehr und mal weniger subtil einen endgültigen Riss mit der herrschenden mächtigen Klasse und ihrer autoritären, neoliberalen Politik im Namen Allahs manifestiert. Dieser Riss vertieft sich mit jeder Explosion wie der letzten weiter, und mit dem nächsten Aufstand, der kommt, noch weiter. Diese Bewegung ist revolutionär, denn sie findet erst Frieden, wenn die Islamische Republik in dieser Form nicht mehr besteht. Das kann man an mindestens drei Punkten festmachen, die aus der Bewegung selbst sprechen.

Erstens geht es längst geht es nicht mehr um die einzelnen Lager der IRI, die ein politisch-differenziertes Spektrum eines autoritären Regimes simulieren. Das verdeutlichten bereits Anfang 2018 gerufene und nun wiederholte Parolen wie „Konservative und Reformisten - das Spiel ist vorbei“ oder eindeutige, mit der Todesstrafe versehenen Ausrufe wie „Nieder mit der Islamischen Republik“ oder „Nieder mit Khamenei“.

Zweitens sprechen die Ziele der Aktionen und die Aktionsformen eine eindeutige Sprache: mehrere hundert Banken wurden abgefackelt. Alleine in Teheran waren 300 Banken nicht nutzbar, in ca. 15 weiteren Städten gab es zwischenzeitlich keine intakte Filiale. Ähnlich verhält es sich mit Polizeistationen und klerikalen Autoritätssymbolen wie Konterfei der Revolutionsführer, aber auch anderen Gebäuden wie grossen Supermarktketten. Was als wahllose Zerstörungswut ausgelegt werden kann (und vom Regime auch wird), lässt schnell eine rote Linie und einen gemeinsamen Feind erkennen: sowohl die meisten Bankfilialen, wie auch die betroffenen Supermarktket-ten sind im Besitz der iranischen Revolutionsgarden, der wirtschaftlich-politisch-militärischer Machtblock der IRI. Diese Ziele haben, ebenso wie die selten so radikalen Parolen, einen klaren Adressaten: das System als solches, und nicht einzelnen Vertreter*innen.

Dass die Iraner*innen das perfide Spiel, in der die Mullah-Diktatur sich einen demokratischen Charakter a la „Vollzieher des Volkswillen“ geben, durchschaut haben und es beenden wollen, zeigen drittens auch die Hintergründe und das politische Kalkül der Machthabenden in Bezug auf die Benzinpreiserhöhung, das völlig nach hinten losgegangen ist: Die Regierung Rohani hat diese Massnahme damit begründet, dass sie aufgrund der Folgen der Sanktionen nun umverteilen und u.a. in Sozialleistungen investieren müssen.

Das alte Muster: Die Aufhebung der Subventionen für Benzin wurden so verargumentiert, dass sie aufgrund von Faktoren von aussen unumgänglich sind (Sanktionen), sie aber woanders in staatlicher Unterstützung reinvestiert und damit den kleinen Leuten zugute kommen sollten. Die Regierung inszenierte sich - wie so viele Regierungen in der IRI – in der Kürzungspolitik selbst als volksnah und besorgt um die Bedürfnisse der kleinen Leute. Welch eine Frechheit und welch ein Eigentor! Denn genau diese Leute waren es, die sofort und in einer seit der Revolution 1979 nicht dagewesenen Radikalität deutlich machten, dass diese „Umverteilung“ nichts als ein unverschämter Taschenspielertrick ist, denn: Wie kann es sein, dass das Land mit den

viertgrössten Öl-Reserven der Welt seine Bevölkerung verhungern lässt und währenddessen Mullahs und Revolutionsgarden ein Leben in Saus und Braus - ironischerweise teilweise ausgerechnet an westlichen Elite-Unis im „Herzen des Teufels“ - leben? Wie kann es sein, dass dieses Land Zig Milliarden Dollar in regionale Konflikte und den Stellvertreterkrieg mit Saudi-Arabien um die regionale Hegemonie pumpt, aber Arbeiter*innen über Monate und Jahre ihren Lohn „wegen der Sanktionen“ nicht erhalten? Die Menschen im Iran fragen daher auf der Strasse völlig zurecht „Palästina, Libanon, Jemen - was ist mit uns?“.

Der Aufstand, der kommt

„Sie können viele Schlachten gewinnen, aber den Krieg verlieren sie“. Dieser Satz eines unbekannten Demonstranten, getätigt in einem der letzten Videos vor dem Internet-Shutdown, in schlechter Auflösung, mit zittriger Hand gefilmt, in einer unbekannten Stadt, mit einer brennenden Bank im Hintergrund, ist in sich genommen einer der präziseste Ausdrücke für die Situation im Iran. Denn Menschen wie, wie sie zu Hunderttausenden auf der Strasse waren und damit ihr Leben riskiert haben, haben nichts mehr zu verlieren.

Und genau davor fürchtet sich die IRI. Denn sie weiss, was das bedeuten kann. Schliesslich ist dieser Staat selber aus einer Massenrevolution gegen den Schah (und einer anschliessenden Konterrevolution der Islamisten) geboren worden und weiss daher: am Ende entscheidet die Strasse. Der Moment, als die Truppen des Schahs 1979 auf die Revolutionär*innen geschossen haben und diese weitermarschiert sind, gilt als eine der zentralen Symbole des Monarchen. Dieser Moment ist noch nicht erreicht, doch die hohen Todeszahlen und regelrechten Hinrichtungen auf der Strasse werden als Anzeichen von Nervosität eines Sicherheitsapparates gedeutet, der sich eigentlich auf Festnehmen und Foltern spezialisiert hat und nun panikartig den Griff ein letztes Mal erhöht – verzweifelt, um in Kontrolle zu bleiben.

Die Folgen dessen sind erneut blutig und traumatisch. Doch die Bewegung macht weiter, und der nächste Aufstand gegen das System IRI wird kommen. Denn schlägst du einen Kopf ab, wachsen zwei neu.
https://www.untergrund-blättle.ch/politik/ausland/iran-proteste-5850.html
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ManOfConstantSorrow

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Re: Iran
« Antwort #63 am: 18:16:12 So. 12.Januar 2020 »
Die Ermordung Soleimanis durch einen US Terroranschlag brachte Huntertausende auf die Straße. Die nationalistische Welle kam dem Regime zupaß. Nun gibt es wieder Demonstrationen gegen das Regime. Sie entzündeten sich an dem Abschuß eines ukrainischen Passagierflugzeugs. Der Abschuß war wohl eher ein willkommener Anlaß, die niedergeschlagenen Proteste wieder entflammen zu lassen.
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counselor

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Re: Iran
« Antwort #64 am: 17:54:58 So. 19.Januar 2020 »
Zitat
Mord bleibt Mord, bleibt feiger Mord

Mit dem Mord an dem iranischen General Ghasem Soleimani hat der – in diesem Fall – US-Imperialismus erneut auf Eskalation im Konflikt mit dem Iran gesetzt. Donald Trump ist mit Sicherheit ein impulsiver Knallkopf, dessen Dummheit nur von seiner Skrupellosigkeit übertroffen wird. Mit der Drohung, den Iran gezielt zu bombardieren, darunter auch Kulturgüter, was nach internationalen Recht als Kriegsverbrechen zu werten ist, zeigt sich erneut, was dieser Präsident ist: eben nichts weiter als ein gemeiner Verbrecher, der, wenn er nur der Regierungschef eines kleinen Landes wäre, in den Haag vor Gericht gestellt werden würde. Da er aber der Präsident des derzeit (noch) mächtigsten imperialistischen Landes ist, wird nichts dergleichen passieren. So ist die Welt. Zu denken aber, dass dies nur die Tat eines Durchgeknallten ist, wäre falsch. Bei aller Macht, die ein US-Präsident hat, so ein Militärschlag ist nicht von ihm allein beschlossen und durchgeführt worden. Es ist vielmehr allgemein die Strategie aller ImperialistInnen, allen, die sich ihren Interessen entgegenstellen, unmissverständlich aufzuzeigen: Wer uns im Weg ist, den legen wir um. Das ist seit Beginn der Kanonenbootpolitik im 18. Jahrhundert gängige Praxis und reiht sich ein in eine Abfolge unzähliger, ungeahndeter Kriegsverbrechen durch die ImperialistInnen. Mit der „Tötung“ Soleimanis sei „das Leben tausender US Amerikaner gerettet worden“ (Mike Pompeo), die Attacke sei eine „entschiedene Defensivaktion“ (Mark Esper), so die Verlautbarung des US-Regimes. Beweise legten sie nicht vor. Gähn … wie langweilig. Wie oft wollen sie die immer selbe Scheiße noch predigen? Wer soll ihre Kriegspropaganda noch glauben? Und warum drucken unsere selbsternannten „Qualitätsmedien“ ihre Lügen beständig weiter ab? An Herrn Trump: Es ist eine Sache, einer gleichfalls bewaffneten Person im Kampf ein Bajonett in den Bauch zu stoßen und eine andere, vom Oval Office aus einen hinterhältigen Mord mit einer Drohne zu befehlen. Sie sind nicht der Kriegsheld, für den Sie sich halten, sondern nur ein lächerlicher Popanz!

Quelle: https://www.redside.tk/2020/01/16/mord-bleibt-mord-bleibt-feiger-mord/
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ManOfConstantSorrow

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Re: Iran
« Antwort #65 am: 07:22:11 Mo. 20.Januar 2020 »
Alle versuchen ihr Süppchen zu kochen auf den Protesten im Iran.
Trump. Unsere Medien berichten übertrieben positiv. Es erinnert an Hongkong.
Es ist mir egal. Ich bin auf der Seite der protestierenden Bevölkerung.
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Re: Iran
« Antwort #66 am: 18:06:08 Do. 14.Mai 2020 »
Zitat
IRAN - Lebensgefahr für die politische Gefangene Zeynab Jalalian

Die Kongra Star Womens Movement bittet um Solidarität:

Seit Ende März sind 200 weibliche politische Gefangene im Frauengefängnis Urmiye/Iran in den Hungerstreik getreten, um auf ihr gesundheitliches Risiko durch Corona aufmerksam zu machen. Im April wurden 36 Inhaftierte von Sicherheitskräften während Protesten der Häftlinge für Hygiene-Maßnahmen und Gesundheitsschutz ermordet.

Kongra Star macht insbesondere auf das Schicksal von Zeynab Jalalian aufmerksam, die seit Jahrzehnten für die Befreiung der Frau kämpft und seit 2008 im Iran inhaftiert ist. Sie war 2009 zum Tode verurteilt worden, was aufgrund massiver Proteste im In- und Ausland nicht vollstreckt werden konnte.

Am 28. April wurde sie aus dem Xoy (Khoy)-Gefängnis abgeholt und in das Quarchak Gefängnis bei Waramin verlegt. Zeynab Jalalian ist schwer erkrankt und gehört zur Risikogruppe und ihr wird ärztliche Behandlung verweigert. Nach Jahren mit Folterungen in iranischen Gefängnissen und in Anbetracht des immer noch bestehenden Todesurteils ist ihre Zukunft sehr unsicher.

 Das faschistische Regime im Iran, das bekannt ist für seine Unterdrückung der Frauen, hat erklärt, es habe 85.000 politische Gefangene entlassen und etwa 5.000 politische Gefangene „begnadigt“. Das muss insbesondere für Zynab Jalalian gelten! Sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen im Iran!

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw20/lebensgefahr-fuer-die-politische-gefangene-zeynab-jalalian
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Re: Iran
« Antwort #67 am: 20:34:19 Di. 19.Mai 2020 »
Zitat
TROTZ CORONA-KRISE - 150 Arbeiterproteste vor und nach dem 1. Mai im Iran

Ein Genosse, der aus dem Iran stammt, hat umfangreich über Kämpfe von Arbeitern im Iran recherchiert. Er ermittelte rund 150 kämpferische Proteste, Streiks, Kundgebungen, Demos in der Woche vor dem 1. Mai und der Woche danach - trotz oder auch wegen der Corona-Krise.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw21/150-arbeiterproteste
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ManOfConstantSorrow

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Re: Iran
« Antwort #68 am: 09:08:19 So. 19.Juli 2020 »
Zitat
Die wirtschaftliche Lage in Iran ist schlecht, viele sind unzufrieden mit der Politik des Regimes. In der Kleinstadt Behbahan kommt es zu Protesten. Die Sicherheitskräfte reagieren offenbar mit massiver Präsenz, auch in anderen Städten des Landes.
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/bericht-ueber-verhaftungen-in-iran-wegen-geplanter-proteste-16864774.html
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