Autor Thema: Begleitung zum Amt  (Gelesen 5203 mal)

Wernichtsweissmussallesgl

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #15 am: 23:21:02 Do. 07.November 2019 »
Ich habe meinem Lebertransplantierten Nachbarn einen Brief in den Kasten geworfen. Der macht den ganzen Quatsch mit. Alle Massnahmen. Vielleicht finden wir zusammen.

Wernichtsweissmussallesgl

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #16 am: 20:33:51 Fr. 15.November 2019 »
Ich bin da trotz Krankenschein hingegangen. Es war einfach nur eine Formalie. Das die sich auch um kranke Arbeitslose kümmern. Ich habe denen erklärt das ich eine Arbeitstherapie in einem Krankenhaus mache über 1.5/Tag. und das mehr halt nicht möglich ist. Es gab eine Beratung zu Hartz4 weil das Arbeitslosengeld bald ausläuft. Und das war auch schon. Ich habe mir dazu viel zu viele schlechte Gedanken gemacht. Grüsse allen

tleary

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #17 am: 04:40:03 So. 17.November 2019 »
Die eine Frau habe ich dann doch noch an die Strippe bekommen. Die wollte sich aber nur einmal auskotzen, wie böse und gemein doch das Jobcenter ist, mehr nicht.

Widerspruch gegen Bescheide? - Angebot von mir, ich könnte ihr dabei helfen.... "Ja, das kann ich eigentlich auch selbst." - What the fuck?! Wieso schreibt sie im ELO-Forum so verzweifelt, wenn sie dann doch alles angeblich selbst managen kann?

Begleitung zum Amt? - "Nicht unbedingt nötig!" - Na dann....

Im übrigen hatte ich eher den Eindruck, daß sie auf Partnersuche war, denn auf konkrete Unterstützung. Immer so private Fragen.... "wie lange bist du schon arbeitslos?", "Wie alt?" - und als ich ihr die Jahreszahlen nannte, ging ihr Interesse, sich mit mir zu treffen, spürbar zurück. Sie ist noch ALG-1-Bezieherin, und scheinbar gibt's da sogar innerhalb der ELO's sogar sowas wie "Chauvinismus".

Der Kontakt zu anderen ELO's entwickelt sich sehr seltsam (oder sollte ich sagen lehrreich?) für mich....
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Kuddel

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #18 am: 10:00:48 So. 17.November 2019 »
Du beschreibst da keinen Einzelfall, sondern ein Massenphänomen.
Diese Gesellschaft hinterläßt die Menschen vereinzelt, vereinsamt und seelisch angeschlagen.

Wir haben noch keine Antwort darauf.
Das französiche Beispiel, sich im Kreisverkehr zu treffen, eine Hütte zu errichten, um dort regelmäßig zu quatschen und sich gemeinsame Aktionen zu überlegen, erscheint mir konsequent und richtig.
In Deutschland wurden die Gelbwestenversuche von Faschos gekapert. Ekelhaft!

Onkel Tom

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #19 am: 17:51:54 So. 17.November 2019 »
Ja, dieses Problem musste ich auch zu genüge erleben.. Sucht man Begleitung,
braucht man viel Glück. Bietet man Begleitung an und macht das auch, wird alle
Unterstützung angenommen und anhand Egoismen ist es kaum möglich vom
Begleitenden auch mal begleitet zu werden.

Schön, das dies in der ehemaligen Erwerbslosenhilfe ELSE ein NoGo war und wir
uns gegenseitig statt nur einseitig a la "Dienstleistung" unterstützten.

Was Kuddel beschreibt, ist leider wahr und hat unter anderem die ELSE langsam
aber sicher verrecken lassen.

Ein Blick auf die Gelbwesten in Frankreich halte ich auch für den besten Anfang, wie
mann Zustände in D begegnen kann..

Im Elo-Forum wird teils von Ratsuchenden viel Alarm gemacht.. Nach darauf folgenden
Maulheldentum und Problemlösungsmöglichkeit kann es aber genau so passieren, das
Unterstützung vom Ratsuchenden dann doch nicht umgesetzt werden, weil oft auch der
Mut fehlt, sich mit dem Mobcenter an zu legen. Mann kann da nur drüber spekkulieren,
wie hoch der Anteil Ratsuchender ist, die dann auch knallhart ihre wenigen Rechte, die
verblieben sind auch ein zu fordern..
Ich hoffe, das durch das neue BverG-Urteil zur Sanktionspraxis Mut wiederbelebar ist.

Schönen Restsonntag  :)
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Wernichtsweissmussallesgl

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #20 am: 00:48:22 Fr. 20.Dezember 2019 »
Was passiert denn wenn ich eine Bewobtreuerin mit zum Amt nehme?

Onkel Tom

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #21 am: 01:29:53 Fr. 20.Dezember 2019 »
Eine waas ? Betreuerin ?
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Wernichtsweissmussallesgl

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #22 am: 01:47:46 Fr. 20.Dezember 2019 »
Betreutes Wohnen Betreuerin. Das ist jemand der nicht mehr alles schaftt  mitbegleitet. Das ist etwas vollkommen anderes als ein gesetzlicher Betreuer.
Die helfen die Wohnung in Ordnung zu halten. Ämtergänge, oder mit dem wenigen Geld auszukommen. Ich habe das auch immer abgelehnt, aber so manchmal denke ich mir , das ich schon Hilfe benötige. Wem der Hilfebetreuer nicht passt, kann ihn abbestellen, oder einen Anderen anfordern.

Die Krankenkasse bezahlt das. Ich habe allerdings keine Erfahrung damit.

Onkel Tom

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #23 am: 02:01:16 Fr. 20.Dezember 2019 »
Ach so einer, der mehr darauf achtet, das seinen Klienten nicht die Verwahrlosung
droht und so..

Da würde ich lieber doch jemand als Begleitung bevorzugen, der es aus Überzeugung
gegen H4 macht, zumal bezahlte Sozialpädagogen, die ein mal pro Woche zum Kaffee
schlürfen vorbei kommen, nicht gerade Mehrarbeit lieben..

Da wird wohl das notwendige Pfeffer fehlen, SBs zum klappern zu bringen  ::)

Gibt natürlich auch Ausnahmen aber das kannst Du nur selbst abschätzen, ob Du
ne Ausnahme an der Sonne hast.  ;)
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Wernichtsweissmussallesgl

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #24 am: 02:35:47 Fr. 20.Dezember 2019 »
Ich denke Deine Aussage werde ich folgen. Deine Ausführungen waren eh schon immer gut.  Wegen der EU Rente habe ich mir das sogar ausgedruckt.
 Dir alles Liebe

Onkel Tom

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #25 am: 10:25:53 Fr. 20.Dezember 2019 »
Danke für die Blümchien.
Da Du zur Zeit ja auf dein Bescheid von der RV wartest, der hoffentlich Dich
von den Grausamkeiten des JC erlöst, macht es Sinn, Dir gemütliche Feiertage
zu wünschen.. Mach am besten nur das, was Dir gefällt. Wenn dann der große
weiße Din A4-Umschlag mit ca. 30 Batt Papier von der RV kommt, möge auf
Blatt 1 stehen "Ihrem Antrag auf Erwerbsminderung wird im vollem Umpfang
bis zum Eintritt in die Altersrente bewilligt"..
Falls das so kommt, wirst Du wohl so 2 Monate brauchen, dies zu verinnerlichen
und aktzeptieren zu können. Gerade die JC-Erfahrungen verlangen anbei
Reflektion, was so alles los gewesen ist und will erst gedanklich nachbearbeitet
werden und "über Bord geschmissen" werden.. Danach fängt ein ganz neues
Leben ohne JC-Terror an. Hab Geduld.. Dauert halt noch was, bis dieser wichtige
Bescheid in deinem Briefkasten zu finden ist..


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Wernichtsweissmussallesgl

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #26 am: 00:32:20 Sa. 28.Dezember 2019 »
Ich mach Dir ein Pferd mit Punkten in der Arbeitstherapie (Ergo). Und denke an Dich.

Wernichtsweissmussallesglauben

Wernichtsweissmussallesgl

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #27 am: 01:00:49 Sa. 28.Dezember 2019 »
Die Ergo möchte ich nicht mehr missen.  Ich Frühstücke da , Arbeite was auch verkauft wird zu 1.5 Std./Tag, 4x die Woche und 80 Cent/Std. und das bezahlt die Krankenkasse. Als Rentner kann ich die Ergo nur weitermachen wenn ich auch eine Bewobetreuung in Anspruch nehme. Ist komisch ist aber so.

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #28 am: 06:19:24 Sa. 28.Dezember 2019 »
An solchen Hungerlöhnen sieht man, wie wenig die Arbeitskraft psychisch Kranker noch wert ist. Hier besteht dringender politischer Handlungsbedarf in Richtung Anhebung der Löhne auf den Mindestlohn. Aber man kann noch tiefer sinken, wenn man obdachlos wird.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Onkel Tom

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Re: Begleitung zum Amt
« Antwort #29 am: 12:12:37 Di. 31.Dezember 2019 »
Das ist nicht so einfach, da weder gewekschaftsähnliche Strukturen vorhanden sind und
wenn denn jemand von den psychich Erkrankten dabei ist, der meint, das sich die Entlohnung
bessern müsste, wird gern als Akutfall diffamiert und landet eher wieder im Krankenhaus,
wie ihm lieb ist. Anbei wartet schon wegen "Renitenz" der Doc darauf, die Chemiekeule zu
verabreichen. Weiter ist diese Materie teils verfilzter wie die Erwerbslosenindustrie.
Lass Dich nicht verhartzen !