Autor Thema: Proteste von Busfahrern  (Gelesen 50626 mal)

Kuddel

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Re: Proteste von Busfahrern
« Antwort #60 am: 18:11:46 Mi. 12.Februar 2020 »
Zitat
Darum streiken die Busfahrer in Schleswig-Holstein

Am Mittwochvormittag kamen rund 350 streikende Busfahrer aus ganz Schleswig-Holstein nach Kiel, um vor dem Haus der Kommunalen Selbstverwaltung für höhere Löhne zu demonstrieren. Das sind die Argumente der Beschäftigten.




Kiel. Trillerpfeifen, Vuvuzelas und Sirenengeheul aus einem Lautsprecher. Die Busfahrer aus Kiel, Neumünster, Lübeck und Flensburg wussten in der Landeshauptstadt auf sich aufmerksam zu machen. Rund 350 von ihnen – und damit rund doppelt so viele wie bei den zwei vorherigen Kundgebungen in den vergangenen vier Wochen – waren nach Kiel gekommen, um ihrer Forderung nach höheren Löhnen Nachdruck zu verleihen.

"Um gehört zu werden, müssen wir streiken", begründet Busfahrer Adil Özisik aus Neumünster die dreitägige Arbeitsniederlegung in vier Städten in Schleswig-Holstein. Er sei seit 20 Jahren im Job, verdiene jetzt in der höchsten Stufe knapp 2900 Euro Brutto zuzüglich Zuschlägen. Zu wenig für einen Job, "bei dem ich immer top konzentriert sein muss", so der Busfahrer.

Busfahrer-Streik: Zuschläge zählen nicht

Am Mikrofon vor dem Haus der Kommunalen Selbstverwaltung spricht jetzt Gewerkschaftssekretär Christian Manke aus Lübeck. Er sagt: "Zuschläge zum Gehalt dazuzuzählen, geht nicht." Er nennt sie Erschwerniszulagen für Sonntags- und Nachtarbeit und erntet dafür den Applaus der Männer und Frauen.

Während die Busfahrer vor dem Haus in der Reventlouallee ordentlich Lärmen, macht sich Arbeitgeber-Verhandlungsführer Wilfried Kley rar. Ihn aus dem Haus zu bewegen, gelingt den Busfahrern jedenfalls nicht.

"Wir stehen bei unserer Arbeit mittlerweile mit einem Bein im Gefängnis", sagt Busfahrer Tim Töpel aus Kiel. Durch den zunehmenden Stadtverkehr häuften die Linien teilweise so große Verspätungen an, dass sie ohne Pause gleich zur nächsten Tour aufbrechen müssten.

Dazu käme ein immer größer werdender Respektverlust vonseiten der Fahrgäste. "Wir werden bei der Arbeit bepöbelt, bespuckt und beklaut", sagt Töpel weiter. Kollege Ralf Nippert ergänzt: "Trotz allem machen wir unseren Job gern, wollen dafür aber anständig bezahlt werden."

Weitere Streiks möglich

Neben den Busfahrern der Stadtbetriebe befinden sich derzeit auch Mitarbeiter aus dem privaten Busgewerbe im Tarifkonflikt. Die Verhandlungen mit dem Omnibus Verband Nord wurden am Dienstag nach Auskunft des Arbeitgeberverbandes ergebnislos abgebrochen. Sie sollen am 28. Februar in die nächste Runde gehen. In der Zwischenzeit sind auch Streiks bei privaten Anbietern wie der Autokraft möglich. Davon betroffen sind 90 Unternehmen aus Schleswig-Holstein und Hamburg.

Busfahrer Özisik zeigt Mitgefühl für die Menschen, die bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in Kiel auf die Busse verzichten müssen: "Wir wollen den Konflikt nicht. Weder mit dem Arbeitgeber noch den Fahrgästen. Wir haben bei diesen Bedingungen aber keine Alternative", sagt er.
https://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Darum-streiken-die-Busfahrer-in-Schleswig-Holstein

Zitat
Autokraft, Dahmetal & Co: Jetzt droht auch Streik bei den privaten Busbetrieben
https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Autokraft-Dahmetal-amp-Co-Jetzt-droht-auch-Streik-bei-den-privaten-Busbetrieben

Kuddel

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Re: Proteste von Busfahrern
« Antwort #61 am: 17:23:29 Di. 25.Februar 2020 »
Zitat
Nahverkehr lahmgelegt! Busfahrer gehen in tagelangen Streik

Kiel – Es geht wieder los! Im Busverkehr drohen in Schleswig-Holstein am Dienstag in vielen Teilen des Landes Ausfälle.


Die Gewerkschaft Verdi hat im privaten Busgewerbe zu flächendeckenden Warnstreiks im gesamten Tarifgebiet aufgerufen.

Die Aktionen sollen bis Freitag laufen. Die Auswirkungen können regional sehr unterschiedlich sein.

So ist der Teil des Busverkehrs in den kreisfreien Städten, den städtische Verkehrsbetriebe bedienen, nicht betroffen.

Im Kreis Nordfriesland dagegen soll der gesamte Linienverkehr und Schülerverkehr ausfallen.
https://www.tag24.de/nachrichten/kiel-busfahrer-warnstreik-ausfaelle-gewerkschaft-verdi-tarife-fahrplan-tarifverhandlung-1397688

Zitat
Busfahrer demonstrieren am 26.2. in Kiel

Am Mittwochmittag, 26.2., wollen Mitarbeiter aus dem privaten Omnibusgewerbe aus ganz Schleswig-Holstein mit einer Demonstration in Kiel auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Sie ziehen dazu in Kiel vom Hauptbahnhof zum Asmus-Bremer-Platz.
https://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Streik-im-privaten-Omnibusgewerbe-Kundgebung-am-26.02.2020-in-Kiel

Kuddel

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Re: Proteste von Busfahrern
« Antwort #62 am: 18:57:46 Do. 12.März 2020 »
Die Auseinandersetzung hat es in sich. Sie dauert nicht nur lange, die Beschäftigten machen einen entschlossenen Eindruck.

Der Kampf geht weiter!

Zitat
Autokraft, Dahmetal und Co: Jetzt drohen neue Streiks!

Keine Einigung im Tarifkonflikt in Schleswig-Holstein zwischen dem Omnibus Verband Nord (OVN) und der Gewerkschaft Verdi: Auch der Verhandlungstermin am Dienstag um mehr Geld für die Busfahrer ging ergebnislos zu Ende. Nun drohen neue Streiks bei den privaten Busanbietern.
https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Autokraft-Dahmetal-und-Co-Jetzt-drohen-neue-Streiks