Autor Thema: Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt  (Gelesen 2241 mal)

tleary

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Re: Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt
« Antwort #15 am: 07:30:00 Mo. 29.November 2021 »
N' Scheißdreck passiert "von selbst". Diese Prozesse sind das Ergebnis zäher Arbeit und harter Kämpfe.
Du hast keine Ahnung von diesen Auseinandersetzungen, du urteilst von deiner Tastatur aus, ohne selbst in solchen oder ähnlichen Kämpfen teilgenommen zu haben.
Jemand kann unmöglich 75 Jahre auf so eine Klage hingearbeitet haben. Also, das Heroisieren von solchem Gerichtsgeplänkel (mehr ist das nun nicht mehr), ist total unangebracht. - Und welche "Auseinandersetzungen" sollten das gewesen sein? Da hat nun ein Staatsanwalt (nach 3 untätigen Generationen vorher) beschlossen oder es wurde "von oben beschlossen, den Fall aufzuarbeiten und Klage zu erheben. Das ist alles. Das hat nichts mit "Kampf der Geschädigten" oder ähnlichem zu tun. Denn selbst deren Umfeld lebt schon seit 15 oder 20 Jahren nicht mehr.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Kuddel

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Re: Hamburg: Mutmaßlicher SS-Wachmann angeklagt
« Antwort #16 am: 10:55:28 Mo. 29.November 2021 »
Weitgehende gesellschaftliche Veränderungen (geschweige denn Revolutionen) werden nicht von einem Menschen oder einer winzigen Gruppe gemacht. Es gibt dafür enorme Vorarbeit von vielen, dazu gehört Recherche, Öffentlichkeitarbeit, Organisatorisches und offener Kampf. Die Auseinandersetzungen können viele Generationen lang dauern, bis sie fruchten.

Die Suffragetten haben sich in den 1890ern organisiert, haben begonnen, Proteste und sehr militante Kämpfe zu führen. Aus ihnen ist die Feministische Bewegung entstanden. Sie hat das Frauenwahlrecht und vieles andere erkämpft, doch das Patriachat existiert weiter. Der Kampf ist nicht beendet. Das macht ihn weder falsch noch sinnlos.

Deine Behauptingen sind schlichtweg dreist, du lügst dir einfach eine Welt zusammen, wie sie dir in den Kram paßt. Natürlich könnte die Antifaschistische Bewegung gern stärker sein, schon immer, es mag auch vereinzelt Kritikpunkte an ihrer politischen Praxis geben. Aber ein "nach 3 untätigen Generationen" ist einfach für'n Arsch. Du trampelst auf 3 Generationen Antifaschisten herum, Menschen, die auf der Straße und allen gesellschaftlichen Bereichen gekämpft haben, dafür denunziert und beleidigt, verfolgt, eingeknastet und erschlagen wurden.

Kuddel

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