Autor Thema: Bildungsdiskussion  (Gelesen 3001 mal)

Kuddel

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Bildungsdiskussion
« am: 11:50:35 Mo. 22.April 2019 »
Mit konservativer Bildung aus den Institutionen kommt der deutsche Untertanengeist mit voller Wucht, sie treten gerne nach unten, denn, sie gehören ja nicht zu "unten".

Die Perfektion mit der unsere Gesellschaft gepimpt wurde ist erschreckend.

Mehr Bildung, ok, aber was für eine?.

Ein guter Start für eine wichtige Diskussion.

counselor

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Re: Bildungsdiskussion
« Antwort #1 am: 12:36:00 Mo. 22.April 2019 »
Ich befinde mich häufiger in der Situation, meinen KollegInnen einfachste politische und gesellschaftliche Zusammenhänge erläutern zu müssen. Das Bildungssystem befähigt die Leute zwar, ihre Berufe auszuüben; ein gesellschaftliches Bewußtsein erzeugt es aber nicht. Hier sehe ich ein Manko, das wir beheben müssen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

ManOfConstantSorrow

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Re: Bildungsdiskussion
« Antwort #2 am: 10:11:43 Fr. 24.Januar 2020 »
[Internationaler Tag der Bildung am 24.1.]
„Oberstes Ziel muss sein: Bildungserfolg von sozialer Herkunft entkoppeln“

https://www.labournet.de/?p=161638

Der Text ist dröge und nicht gerade mitreißend.
Die Forderung ist jedoch richtig und wichtig. Bildung wird mehr und mehr eine Klassenfrage.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Fritz Linow

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Re: Bildungsdiskussion
« Antwort #3 am: 15:06:30 Mo. 27.Januar 2020 »
(...)
Bildung wird mehr und mehr eine Klassenfrage.

Die Aufhebung der Klassen fordert der Text aber auch nicht so richtig. Da ist von Bildungserfolg, Chancengerechtigkeit und "seinen Platz in der Gesellschaft finden" die Rede. Alle sollen die gleichen Chancen haben und einen Bildungserfolg erzielen, mit dem sie sich dann ihren Platz in der Gesellschaft erkämpfen können. Tolle Wurst. Die Rolle der GEW als Vollstrecker der Sozialpartnerschaft sollte man auch mal näher untersuchen.

Ferragus

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Re: Bildungsdiskussion
« Antwort #4 am: 13:45:55 Di. 19.Mai 2020 »
Die SPD spricht ja auch gern von Bildung und macht daraus ein Gut, ein Ding (das tut nicht nur sie) und ist blind optimistisch - Max Frisch hat einmal irgendwo  festgehalten, dass in der NS-Zeit auch gebildete und kultivierte Leute schreckliche Taten begangen haben.
Ich halte historische Bildung (das Wort ist beschädigt, weckt eher Assoziationen an das Tatsachen-Wissen, das in den Bildungsapparaten in die Köpfe geschoben wird) für zentral:  mit der Geschichte der Arbeiterbewegung und ihren großen Kämpfen (der Pariser Kommune, der Novemberrevolution, dem Aufstand in Ungarn 1956 & Ähnlichem) sollte man sich eingehend befassen, wenn man sich nicht mit dem Status Quo zufrieden gibt.