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Sexismus raus aus den Köpfen!

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Frauenpower:
der Empörung rund um die Fahrradhelm-Werbung mit "leicht bekleideten Models" durch Verkehrsminister Scheuer CSU schließe ich mich an! http://www.taz.de/!5582661/

--- Zitat ---„Es ist peinlich, dumm und sexistisch, wenn der Verkehrsminister seine Politik mit nackter Haut verkauft“, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Maria Noichl, der Bild am Sonntag (kostenpflichtiger Inhalt). Frauen fühlten sich dadurch beleidigt. „Deshalb: Runter mit den Plakaten.“ Diese sollen den Angaben zufolge ab Dienstag entlang von Straßen aufgestellt werden.

--- Ende Zitat ---
er könnte FKK-Fans nehmen mit modischem Haarschnitt, die müssen noch weniger anziehen! oder noch besser: wie wäre es mit einem kleinen Info-Film, warum Fahrradhelme so wichtig sind!!?? Denn: ne halbnackte Frau könnte die Aufmerksamkeit der Verkehrsteeilnehmer_innen unter Umständen auf was anderes lenken ..  >:(
Sexismus raus aus den Köpfen
Und  ich habe auch kein Verständnis mehr für Frauen die ständig meinen, dass solche Meldungen zu unnötig aufgebauscht werden, meist sind diese Frauen (Simone Thomalla bspw. https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-01/metoo-catherine-deneuve-liberation-entschuldigung oder Cahterine Deneuve) die vom Halbnacktsein ihre Existenz bezahlen.
ok, Namen veröffentlichen wie bei #me too finde ich dagegen nicht gut:
--- Zitat --- In dem umstrittenen Gastbeitrag in der Zeitung Le Monde hatten Deneuve und mehr als 100 weitere Frauen – darunter auch die Schriftstellerin Catherine Millet – einen neuen "Puritanismus" beklagt und die Urheberinnen der #MeToo-Debatte attackiert: Die Veröffentlichung von Männernamen führe dazu, dass viele auf eine Stufe mit Sexualstraftätern gestellt würden. Die Folge sei eine "Kampagne der Denunziation", sie warnten vor einem "Klima einer totalitären Gesellschaft".

--- Ende Zitat ---
verstehe es aber als ein Mittel endlich gehört zu werden, was bisher offensichtlich nicht der Fall war. Dennoch: Namen veröffentlich das dann nicht.


--- Zitat ---Und sie fuhr fort mit einer klaren Aussage: "Die, die gar nicht Zielgruppe sind, regen sich auf und sorgen für den Medienwirbel. Und die, die es ansprechen soll (Zielgruppe GNTM!), spricht es definitiv an."

--- Ende Zitat ---
https://www.tag24.de/nachrichten/sexismusvorwurf-fuer-fahrradhelm-kampagne-sophia-thomalla-bezieht-stellung-1014719
Wer ist denn Zielgruppe für Fahrradhelm-Werbung? Der Fahrradkurier / Die Fahrradkurierin? Der, bzw. die, die zur Arbeit morgens fahren? Die, die mit ihren Hunden nebst Fahrrad unterwegs sind? Dann sollen doch die sich nackt machen, denn die sind ja die Zielgruppen??

Frauen scheinen doch für alles herhalten zu können: Zigaretten, Autos, Fahrradhelme ... soll sich Scheuer selbst auf so n Plakat ablichten lassen.

Darüber hinaus bin ich dagegen, dass im Fernsehen Sexwerbung mit halbnackten Frauen nachts im Fernsehen ausgestrahlt wird, ich glaube, bis in die frühen Morgenstsunden. Wenn schon, dann bitte auch Männer und wenn es keine Männer gibt, dann bloß deshalb, weil das nicht salonfähig gemacht wird meiner Meinung nach.

Musiker sollten ihre Texte vielleicht auch mal überdenken:
"Nein heißt ja, wenn man aussieht wie du .." G.G. Anderson - Nein heisst ja 2000

dagobert:

--- Zitat von: Frauenpower am 08:32:23 So. 28.April 2019 ---soll sich Scheuer selbst auf so n Plakat ablichten lassen.
--- Ende Zitat ---
Zwecks Absatzsteigerung für Kotztüten?


--- Zitat von: Frauenpower am 08:32:23 So. 28.April 2019 ---Musiker sollten ihre Texte vielleicht auch mal überdenken:
"Nein heißt ja, wenn man aussieht wie du .." G.G. Anderson - Nein heisst ja 2000
--- Ende Zitat ---
Das ist sein Niveau.
Intelligente Texte würde ich von dem nicht erwarten.
Dann lieber Rio Reiser, HRK, Purple Schulz oder Klaus Lage. Selbst Pur landen gelegentlich mal nen textlichen Volltreffer, wie erst kürzlich im Gute-Mucke Thread eingestellt.

Frauenpower:

--- Zitat ---Zwecks Absatzsteigerung für Kotztüten?
--- Ende Zitat ---
ja  ;D aber bitte nur aus Papier  ;D

Texte von Anderson sind nicht gut ....aber das merkt man erst, wenn man sich mit solchen Themen mal beschäftigt. An Tiefgründigkeit wird Anderson weniger gedacht haben.

oha, habe das Lied bei youtube gerade aufgerufen und mir fallen die letzten Kommentare darunter auf

Aber es gibt ein Licht am Musikhimmel - auf MTV entdeckt: Angèle "Balance ton quoi" singt über Antisexismus - auf Französisch, wers versteht - das Video ist aber auch sehr aufschlussreich Mitbestandteil des Videos: "nein heißt nein"

Diese Doku ist aufschlussreich bezüglich Prostitution in Deutschland. "Bordell Deutschland - Milliardengeschäft Prostitution" (im Fernsehen hieß es, dass Leute unter 16 das nicht sehen sollten) - hier in Deutschland gäbe es das liberalste Prostitutionsgesetz. (In Frankreich werden Freier inzwischen bestraft https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-04/prostitutionsgesetz-frankreich-prostitution-freier-nationalversammlung-geldstrafe ) - sorry, Prostitution gehört endlich verboten! Deutschland soll angeblich das Bordell Europas schon heißen. Die Gesetze, Prostitution zu einem Beruf zu machen (2001) und Prostitutionsschutzgesetz (2017) hätten nichts gebracht, im Gegenteil. Und der Staat tät mitverdienen.

Schwesig soll mal gessagt haben laut der Doku: es sei in Deutschland schwieriger, eine Pommesbude zu eröffnen, als ein Bordell.

Und die Sex-Telefon-Werbung heute Nacht war auch wieder extrem ätzend, als ich mich durch die Kanäle zappte.

Ob dieses Buch gut ist? Vielleicht finde ich es irgendwo im Second Hand oder Verleih ..
https://www.kiwi-verlag.de/buch/alte-weisse-maenner/978-3-462-31967-5/

--- Zitat ---»Beweis erbracht: Unbestechlichen Feminismus gibt es auch in lustig. Sogar in sehr lustig! Großartig!« Anne Will.
--- Ende Zitat ---




Frauenpower:
Interessanter Buchtitel! Wen es interessiert:

--- Zitat ---Barbara Kirchner: Alexandra Kollontai. Autobiographie einer sexuell emanzipierten Kommunistin
--- Ende Zitat ---
https://www.fembooks.de/Barbara-Kirchner-Alexandra-Kollontai-Autobiographie-einer-sexuell-emanzipierten-Kommunistin



Onkel Tom:
In Hamburg gab es Zeiten, wo das Thema Antisexismus derart auf die Spitze getrieben
wurde, das mann auf linken Veranstaltungen peinlich darauf achten musste, wo und wie
lange man überhaupt hin schaute. An diese Antisexismus-Kampangne ca.2007 kann ich
mich noch gut erinnern, vor allen Dingen an unnötiger Missverständnissen, die sogar für
reichlich Spaltungen im linken Spektrum sorgten..

Es tauchte eine Gruppe auf, nannte sich Comodo, die einem aus der Hafenstraße eine
Vergewaltigung vorwarfen und regelmäßig in der Zeck den Beschuldigten Ultimatums
stellten, sich der Auseinandersetzung zu stellen.. Anbei stellten die Zeilen von Comodo
eindeutig klar, das der Beschuldigte schuldig sei..

Täter und Opfer waren eine Zeit lang befreundet und anhand späterem Hören-Sagen
bekam ich mit, das dem Opfer es unangenehm sei, das zum Geschehen so viel Wirbel
gemacht wurde. Es wurde zum Selbstgänger und artete sogar so aus, das es
Rundschreiben gab, in der linke Zusammenschlüsse dazu massiv aufgefordert wurden,
sich zu der Vergewaltigungsgeschichte zu positionieren. Zu der Zeit gab es jedoch
weder vom Opfer, noch vom Beschuldigten eine Stellungnahme.

So zog die Antisexismus-Kampangne und deren Diskussion ihre Kreise. Ich war damals
bei dem Sozialforum Eimsbüttel aktiv und wir bekamen auch die Aufforderung uns dazu
zu positionieren.. Wie die Pistole auf der Brust gesetzt standen wir vor der Wahl Comodo
"unreflektiert" Recht zu geben oder "feindliche Aktionen oder zeilenbasierte Diffamierungen"
einfangen zu können. Das hatte uns locker 2 Abendtreffen abverlangt, nachvolziehen zu
können, was an dieser Vergewaltigungsgeschichte dran ist und Antwort so zu formulieren,
die uns vor den verbalen Geschützen von Comodo verschont.

Wir waren voller Zweifel, da wir keinerlei Aussagen von Täter und Opfer hatten und Comodo
sich richtig auf das Thema Antisexismus "eingeschossen" haben.
Das Sozialforum Eimsbüttel hat sich dann darauf geeinigt, das es nicht wirklich alles zu der
Vergewaltigungsgeschichte nachvollziehen kann, weil Stellungnahme vom Opfer und
Beschuldigtem fehlen und bevor sich positioniert werden kann, würden wir gern beide
Parteien dazu hören..

Hmm.. Antwort oder das erhoffte Angebot, wenigstens das Opfer dazu hören zu können,
gab es nicht. Das einzige, was weiter folgte ist der "Verbalbeschuss" über die Zeck an den
Beschuldigten..

Ich fand es ok, das das Thema Antisexismus durchdiskutiert wurde und sehe das Nein heißt
Nein auch richtig. Doch dessen Auslegungsspielraum fand ich etwas überzogen. Dieses
übertreiben sorgte sogar dafür, das ich bei einer Demo einer Frau mit einem Einkaufswagen
mit Mobil-PA-Anlage bei der Flucht vor den Bullen helfen wollte, mit an dem Einkaufswagen
schob und sie gaffte und blöckte mich an "Ey Alter !! Willst Du mich anbaggern ? Du Macker ?

Hatte keine andere Wahl mehr, als den Einkaufswagen los zu lassen und daher sie alleine
nicht schnnell genug war, hat man sie gecascht. Den Bus, in dem sie verfrachtet wurde
ließen wir ein Casettenrecorder mit solidaritätsbekundene Musik laufen und tanzten..

Den Bullen passte das nicht und drohten uns mehrfach mit auf zu laden. Die im Bus
inhaftiert waren, erwiederten unseren Tanz mit Fußtrampeln und der Bus schaukelte anbei
ordendlich.. Das die olle Batterie im Bus das nicht mochte, anbei ihren Geist aufgab,
tat uns dann doch etwas leid, da die inhaftierten für den Batteriewechsel gut eine Stunde
länger eingeknastet waren..

Ich vermute, das der festgenommenen Fau dann doch einleuchtete, das ich nicht auf das
aus war, was Antisexismus schnell herbei reden kann.

Ich war froh, wie die Aktivitäten von Comodo nach ließen.. Es hat m.E. sehr viel zerstört
und Missverständnisse zum Miteinander eingebrockt..
 :'(

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