Autor Thema: Ärzt*innen von der Pharma-Industrie "gefördert" - geschmiert  (Gelesen 491 mal)

Kuddel

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Ärzt*innen von der Pharma-Industrie "gefördert" - geschmiert
« am: 16:30:24 Mi. 16.Dezember 2020 »
Zitat
Ärzte unterschlagen systematisch Interessenkonflikte

Eine jahrelange Recherche von BuzzFeed News zeigt, dass zehntausende Ärzt:innen von der Pharma-Industrie gefördert werden, dies aber systematisch nicht transparent machen. Auch hochrangige Mediziner:innen aus Deutschland verstoßen gegen die wissenschaftlichen Standards.

https://www.buzzfeed.com/de/hristioboytchev/exklusiv-deutsche-aerzte-unterschlagen-interessenkonflikte

Interessanter und erschreckender Artikel.

Troll

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Re: Ärzt*innen von der Pharma-Industrie "gefördert" - geschmiert
« Antwort #1 am: 12:05:47 Di. 16.Februar 2021 »
Pharma hat Krebs gut studiert und sich zum Vorbild genommen, es wuchert und metastasiert unkontrolliert vor sich hin.
In PR-Sprech, überall unverzichtbarer externer Sachverstand, super!
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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Fritz Linow

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Re: Ärzt*innen von der Pharma-Industrie "gefördert" - geschmiert
« Antwort #2 am: 21:06:59 Do. 11.März 2021 »
Zitat
11.3.21
Ärzte missbrauchten Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Psychiatrien in der Nachkriegszeit als Versuchsobjekte für Medikamente. Wissenschaftler haben Umfang und Folgen dieser Praxis untersucht.
(...)
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Medikamentenversuche-in-SH-Es-gab-nicht-den-einen-schlimmen-Ort,medikamentenversuche172.html

Der NDR-Artikel hält sich noch vornehm zurück. Die ganze Untersuchung ist da schon konkreter:
http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/umdrucke/05100/umdruck-19-05160.pdf

In Hinblick auf das PNU Kiel (also heute zum UKSH) heißt es etwa:
"Die zahlreichen Fachpublikationen zu Medikamentenerprobungen und Anwendungs-beobachtungen  an  psychiatrischen  Patient:innen  belegen  nicht  nur,  dass  diese Praxis für ethisch völlig unbedenklich erachtet wurde, sondern legen die Vermutung nahe,  dass  Veröffentlichungen  auch  im  Kontext  einer  angestrebten  medizinisch-wissenschaftlichen  Karriere  entstanden  sind,  so  etwa  bei  Fritz  Reimer,  Diether Stöwsand  (1930-2016),  Friedrich  Eckmann,  Klaus  Christiani  und  Heinz-Ulrich Boeters."

oder

"Honorare  für  Prüfer:innen,  Unterstützung  bei  der  Abfassung  und  Platzierung  von Fachpublikationen  mit  Bezug  auf  Medikamentenerprobungen  und  Anwendungsbe-obachtungen ließen sich an mehreren Stellen nachweisen. Solch ein Vorgehen ist Teil  einer  Kooperationspraxis  zwischen  pharmazeutischer  Industrie  und  Ärzt:innen gewesen, die trotz wissenschaftsethisch viel strengerer Regulierung auch heute noch ein Problem darstellt."

Die Tätigkeiten des Fritze Reimers zum Beispiel haben jedenfalls nicht geschadet:
http://www.prof-reimer.de/de/prof-dr-reimer.html