Randbereiche - Wenig diskutiert! > Wohnen

Wohneigentum

<< < (3/3)

Kuddel:

--- Zitat ---SPD plant neue Initiative für privates Wohneigentum
Inzwischen genügt nicht mal mehr ein solides Einkommen für den Erwerb von Wohneigentum, wenn das Eigenkapital fehlt. Genau da will die SPD ansetzen.
--- Ende Zitat ---
https://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-spd-plant-neue-initiative-fuer-privates-wohneigentum-a-6d459039-e099-47ea-b727-2baa50679b78

Diese Partei ist einfach nur scheiße!

Kuddel:
Ich hasse das!
   Ich hasse das!
      Ich hasse das!



Überall: Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentum.

Wohnraum hat nur dem Wohnen zu dienen und niemals der Spekulation.

Das ist nicht nur politisch alles Mist, sondern auch für die Menschen, die ihre persönlichen Hoffnungen da reinstecken.

Dieser ganze Eigentumsscheiß vergiftet sowieso das Denken und das Zusammenleben.

Die Neueigentümer werden sich umsehen, wie weit sich die Realität sich von ihren Hoffnungen entfernt. Wenn man den Job verliert, geht es plötzlich nicht mehr mit den Abzahlungen. Und dann?

Und die jungen Paare, die sich gemeinsam eine Wohnung gekauft haben, zerstreiten sich irgendwann. Bleibt man wg. des Eigentums mit jemandem zusammen, der nicht mehr gut für einen ist? Man macht sich das Leben gegenseitig zur Hölle. Oder man hat mit dem Eigentum und was damit nach Trennung zu machen ist, ein zusätzliches Streitthema.

Man hoffte auf Freiheiten und Absicherung, hat nur zusätzliche Verpflichtungen und Abhängigkeiten.

Nikita:
Eigentumswohnung heißt nicht notwendigerweise, dass die Wohnung selbstbewohnt wird, sondern nur, dass ein Haus geteilt wird. Es darf dann wohnungsweise verkauft werden, nicht nur als ganzes Haus. Der Mieter in der Wohnung hat dabei stets das Vorkaufsrecht. Es gibt eine Kündigungssperre wegen Eigenbedarfs von mind. drei bis maximal zehn Jahren gegenüber dem Käufer, falls verkauft wird.
Der Mieter hat somit eher erst mal Ruhe vor Eigenbedarfskündigungen, im Gegensatz zur vorherigen Situation. Dass der Durchschnittsmieter monetär gesehen sich nicht seine eigene Bude kaufen kann, ist mir klar und der Grund, ein Haus in Eigentumswohnungen zu teilen, ist gewöhnlich, wenigstens einen Teil zu verkaufen. Die Eigentumswohnungen werden dann auch insgesamt teurer verkauft als das Haus komplett. Allerdings werden sich Familien auch kaum ein ganzes Haus mit vielen Wohnungen kaufen, sondern eher eine Eigentumswohnung oder ein Einfamilienhaus.

Im Moment ist es eigentlich nicht schlau, etwas zu kaufen, weil die Preise fast überall überzogen sind und sich irgendwann wieder erden werden. Dann hat man den Kredit an der Backe und muss womöglich Sicherheiten bei der Bank nachlegen, weil die Wohnung weniger wert ist.
Wir haben hier auch darüber gesprochen, was die Erhöhung des Basiszinssatzes nützt oder schadet. Da Haus-/Wohnungskredite historisch billig waren, lohnte es sich, Immobilien sehr teuer zu kaufen. Das ist mit einem höheren Basiszinssatz uninteressanter geworden. Die Zockerei sollte also wenigstens teilweise ein Ende finden. Wenn dann in zehn Jahren die Anschlussfinanzierungen für das Objekt anstehen, gibt es ein böses Erwachen, weil der Kaufpreis sehr hoch war und die Zinsen dann wohl deutlich höher sein werden als jetzt. Der Anschlusskredit wird also deutlich teurer, weil man auch zu Beginn des Kredits gewöhnlich nicht viel tilgt.

Was sagt mein Geschwafel? Ist alles Kacke z.Zt. auf dem Immobilienmarkt. Ein Verlust für fast alle. Einige Wenige werden reich auf Kosten anderer und wenn man nicht selbst drin wohnt, möchte man die viele Kohle fürs Objekt vom Mieter wieder haben, weil man seine überteuerte Immobilie nicht mehr los wird und die Mieten könnten somit fortlaufend steigen. Wenn man als Eigentümer drin wohnt, hat man sich aus den o.g. Gründen teures wohnen selbst verordnet bis man in einigen Jahrzehnten dann vielleicht etwas getilgt hat und die Lage sich mit einer niedrigeren Kreditsumme entspannt.

Navigation

[0] Themen-Index

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln