Autor Thema: Versuchte Körperverletzung gegen einen Beistand  (Gelesen 202 mal)

Telekom-Richter

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Versuchte Körperverletzung gegen einen Beistand
« am: 21:17:21 Mi. 04.September 2019 »
GESCHÄFTSFÜHRUNG JOBCENTER MÄRKISCHER KREIS ERTEILT GERN HAUSVERBOT

Jobcenter sind soziale Brennpunkte. Üblicherweise wird in der allgemeinen Medienberichterstattung auf Fehlverhalten von Leistungsberechtigten abgestellt. Strafrechtlich relevantes Verhalten von Jobcenter-Mitarbeitern wird so gut wie nie geahndet.

Am 22.02.2019 musste ich erleben, dass eine Jobcentermitarbeiterin in Hemer versuchte mir die schwere gläserne Bürotür vor der Nase zuzuschlagen. Hätte ich nur ein wenig anders im Türrahmen gestanden, so hätte die Tür wohl meinen Kopf getroffen. Das bestätigen die zwei Zeugen, die ich begleitet hatte.

https://www.lokalkompass.de/iserlohn/c-politik/versuchte-koerperverletzung-gegen-einen-beistand_a1201521?fbclid=IwAR2keqURrVCfXZQVts7Nsta0Y5vkQiDNqVSBfMwxNf4LDwIDiwVJTHO_sR4

Onkel Tom

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Re: Versuchte Körperverletzung gegen einen Beistand
« Antwort #1 am: 14:32:40 Do. 05.September 2019 »
Stimmt mich nachdenklich und erinnert mich an die einzelnen Verschärfungsschritte der
Jobcentren, Beistände, die im Sinne des § 13 Abs.4 SGB 10 unterwegst sind,
los zu werden..
Zu diesen Spielchien, den Beistand mutwillig in Eskallation reinziehen zu wollen, ist ne
Kunst für sich, die Nerven zu behalten, SB zu durchschauen und ihr Vorhaben zu durch-
kreuzen.

Anfänglich reichte es aus, das man sich als Beistand bekundet, genau zuhörte, protokollierte
und ggf. dann einschreitet, wenn der zu begleitende Gefahr lief, die er später bereuen würde.

2006 war es dann soweit, das ich mir den Lehrgang für Beistände von der Erwerbslosenini
ALSO aus Oldenburg gönnte.. Darin wurde der entsprechende Paragraph zerbröselt, mit
seinen Nachbarabsätzen präzies abgeglichen und daraus Resultate gezogen, wie man sich
als Beistand "juristich möglichst sicher" gegenüber des SB und Elo verhalten kann.

Meiner Meinung nach könne ALSO diesen Lehrgang mal aktuallisieren und für Elo-Inis wieder
anbieten. Kostet zwar was aber hatte sich für mich gelohnt..

Mittlerweile muss sich ein Beistand darauf gefasst machen, das SB ihn "identifizieren und ggf.
registrieren" zu wollen. Als möglicher Zeuge vor dem SG her kein Problem. Doch die Sammlung
dieser Erkenntnisdaten führen gern mal dazu, dem Begleiter "Professionalität" zu unterstellen und
damit den Beistand abweisen zu wollen.

An der Berichterstattung zum Vorfall muss man sich erstmal richtig einlesen.. Mein Ersteindruck
zur Praxis etwas dubios, wie es dazu kahm, das wie die 15 gramm Unterlagen "eingereicht" wurden..

Weiter sind immer die "ausgehängten Hausordnungen" relevannt und auf rechtswidrige
Verschärfungen zu checken. Mit meinem JC hatte ich deswegen reichlich Trabbel, den
§ 13 Abs.4 SGB 10 zu verteidigen.

Ich drücke Ulli ? die Daumen, das er dem Mut und die Kraft nicht verliert, weiter zu machen  ;)

Weiterführender Link zum Streitfall : http://www.beispielklagen.de/Klage118.html

Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re: Versuchte Körperverletzung gegen einen Beistand
« Antwort #2 am: 20:29:54 Fr. 06.September 2019 »
Ich finde es gut, wenn es klappt solche Sauereien in die Lokalpresse zu kriegen und so etwas sollte auch immer bei chefduzen gepostet werden.

Öffentlichkeit ist ein Druckmittel.

Telekom-Richter

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Möglichkeiten als "Bürgerreporter" in lokalen Medien
« Antwort #3 am: 08:25:44 Sa. 07.September 2019 »
Inzwischen wurden mehr als 900 ähnliche Artikel als "Bürgerreporter" im Lokalkompass veröffentlicht. https://www.lokalkompass.de/iserlohn/profile-5541/ulrich-wockelmann  Sicherlich ist das Interesse bei der Lokalpresse auf die Gesamtheit der Leserschaft ausgerichtet, aber die Möglichkeiten eigene Artikel unzensiert im Internet zu veröffentlichen sehe ich als sehr positiv an. Und meine Erfahrungen mit der Meinungsfreiheit sind sehr gut. Bisher wurden nur drei oder vier Artikel kritisiert. Aber mir wurde die Möglichkeit eingeräumt, durch Nachbesserungen der (teilweise berechtigten) Kritik die Artikel erneut einzustellen.

Außerdem hat der regionale Schwerpunkt auf den Märkischen Kreis dazu geführt, dass unsere Erwerbslosenberatung bekannter wurde und die Nachfrage nach konkreter Unterstützung führt regelmäßig zu (immer noch viel zu kleinen, aber doch) Erfolgen für die Betroffenen.

Außerdem hat sich das Image der Jobcenterführung gewandelt. Während die lokalen Printmedien, oft die vorgefertigten Selbstdarstellungen aus dem Jobcenter abdrucken, versuchen wir den Blickwinkel der Erwerbslosen wiederzugeben. Als "Bürgerreporter" auf einer offenen Plattform, werden auch  z.T. Personen erreicht, die die speziellen Infoforen nicht gezielt aufsuchen.

https://www.lokalkompass.de/iserlohn/profile-5541/ulrich-wockelmann