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Aufarbeitung von Staatsterror und Faschismus

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ManOfConstantSorrow:
Nordirland


--- Zitat ---Für die irisch-republikanische stellvertretende Regierungschefin Nordirlands Michelle O’Neill, sind die Ergebnisse des Berichts der Polizeiombudsstelle zur sogenannten Operation Greenwich »vernichtend«. Die von Marie Anderson geleitete Untersuchung befasste sich mit den Aktivitäten der britisch-unionistischen Todesschwadrone UDA/UFF (Ulster Defence Association, Ulster Freedom Fighters) in zwei Grafschaften zwischen 1989 und 1993. Bei der Veröffentlichung am vergangenen Donnerstag erklärte Anderson, es gebe Beweise für »kollusives Verhalten« einiger Beamter bei der Ermordung von 19 Personen und dem versuchten Mord an zwei weiteren Menschen über einen Zeitraum von vier Jahren.

Zur genauen Art der verdeckten Zusammenarbeit führt der Bericht unter anderem folgende Tatsachen an: London half bei der Einfuhr von Waffen aus dem Apartheidstaat Südafrika, die bei mindestens zehn der Morde verwendet wurden. Britische staatliche Spitzel und Informanten, die innerhalb der UDA arbeiteten, waren direkt in eine Reihe von Morden verwickelt. Trotz Wissens um die Beteiligung von UDA-Mitgliedern an Mordfällen wurde nichts gegen sie unternommen. Beamte der Polizei sowie der nordirischen Staatsmiliz, von denen bekannt war, dass sie Informationen an unionistische Banden weitergaben, wurden dessen ungeachtet zu hochrangigen Besprechungen zugelassen. Die Polizei versäumte es, einige Opfer zu warnen, dass sie sich in Lebensgefahr befanden. Polizeiakten über die Aktivitäten der an den Morden beteiligten Spitzel und Informanten wurden vernichtet – derartige Kollusion ist Teil des Handbuchs des Imperialismus.

Diese Entwicklungen kommen zu einem Zeitpunkt, da die britische Regierung eine Amnestie für ihre Streitkräfte anstrebt, Ermittlungen einstellt und den Opfern Zugang zu den Gerichten und zu einem rechtmäßigen Verfahren verwehrt. Das Vorhaben wurde zu Recht von allen nordirischen politischen Parteien, von der irischen Regierung und von internationalen Menschenrechtsorganisationen verurteilt. Ebenfalls Teil des Amnestieplans ist ein endgültiges Unter-den-Teppich-Kehren der Massaker von Derry und Ballymurphy vor 50 Jahren. 14 unbewaffnete Bürgerrechtsdemonstranten wurden am 30. Januar 1972 in Derry niedergemetzelt. In der katholischen Belfaster Siedlung Ballymurphy wurden zwischen dem 9. und 11. August 1971 zehn wehrlose Menschen, darunter ein Priester, kaltblütig ermordet.

Der veröffentlichte Bericht zählt zu einer langen Reihe von Untersuchungen...
--- Ende Zitat ---
https://www.jungewelt.de/artikel/418761.kampf-gegen-irische-republik-aufgedeckt-und-unges%C3%BChnt.html

ManOfConstantSorrow:

--- Zitat ---"Bloody Sunday" jährt sich zum 50. Mal
Die Wunden sind bis heute nicht verheilt
Fünf Jahrzehnte nachdem britische Soldaten in Derry 14 friedliche Demonstranten töteten, sind die Wunden nicht geschlossen. Schlimmer noch: Sie reißen wieder auf. Ist der Friedensprozess gescheitert?


--- Ende Zitat ---
https://www.weser-kurier.de/politik/ausland/bloody-sunday-jaehrt-sich-zum-50-mal-wunden-sind-nicht-verheilt-doc7jh9yspm2p3ozq6u78m
(Bezahlschranke)

Fritz Linow:

--- Zitat ---23.7.22
"Es gab da Massenmorde": Was noch fehlt in der Documenta-Debatte

Bislang geht es um Antisemitismus, aber nicht um die westdeutsche Rolle beim Indonesian Genocid, dessen Darstellung den Skandal auslöste.

Ein wesentlicher Inhalt des beanstandeten Kunstwerks des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi, einer meterhohen Plakatwand mit Wimmelbild, wurde in der vom Antisemitismus-Vorwurf dominierten Debatte kaum benannt: Der Indonesian Genocid, die Massaker in Indonesien 1965–1966.
(…)
--- Ende Zitat ---
https://www.heise.de/tp/features/Es-gab-da-Massenmorde-Was-noch-fehlt-in-der-Documenta-Debatte-7188151.html?seite=all

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