Autor Thema: KRIEG  (Gelesen 385 mal)

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KRIEG
« am: 22:42:20 Mi. 09.Oktober 2019 »
Eine Katastrophe bahnt sich an.

Der Autokrat Recep Tayyip Erdogan gibt den Befehl zu einem militärischen Angriffs von nordsyrischen Territorium („Operation Friedensquelle“). Der "Nato-Partner" Türkei hat grünes Licht dafür von den USA erhalten, die selber ihre Truppen zurückziehen wollen.

Vorgeschichte: Die kurdische YPG hat unter hohen eigenen Verlusten die IS Herrschaft gebrochen und in Nordsyrien eine selbstverwaltete Zone eingerichtet, die Frauenrechte achtet und ein multiethnisches und multireligiöses Zusammenleben ermöglicht. In Deutschland ist der Autokrat ein angesehener Verhandlungspartner der Bundesregierung, während Unterstützer der YPG kriminalisiert und verfolgt werden. Es sind bereits auch deutsche Gewerkschafter betroffen.

Erdogan darf mit dieser Politik nicht durchkommen. Es drohen Massenvertreibungen und „ethnische Säuberungen“. IS-Terroristen könnten ungehindert ausbrechen.

Es muß Erdogan in seine Schranken gewiesen werden. Es darf der erfolgreichen Kampf der YPG gegen den IS Terror, der 11.000 kurdischen Kämpfern das Leben gekostet hat, nicht länger kriminalisiert werden. Die Bundesregierung muß sich für eine friedliche Lösung des Konflikts einsetzen!

Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #1 am: 12:52:05 Do. 10.Oktober 2019 »
Zitat
Türkei greift Kurdengebiet mit Bodentruppen an
Wenige Stunden nach Luft- und Artillerieangriffen hat die Türkei auch ihre Bodenoffensive in Nordsyrien begonnen. Dabei sollen Zivilisten getötet worden sein.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-10/nordsyrien-tuerkei-bodenoffensive-kurden-ypg-sdf-recep-tayyip-erdogan

Tscha, Erdogan ist Natopartner und nicht Putin.
Jetzt haben Politiker und Journalisten Probleme, sich zu positionieren.

Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #2 am: 19:09:01 Do. 10.Oktober 2019 »
...

Wenn die Bundesregierung und die Europäische Union weiterhin auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan setzen, nehmen sie Islamisten und somit die weitere Destabilisierung des Nahen Ostens in Kauf.

#wirallesagennein

Daher fordern wir:

    einen Rückzug der türkischen Armee aus Syrien
    einen sofortigen Exportstopp für Kriegswaffen in die Türkei
    eine friedliche diplomatische Lösung des Krieges in Syrien und somit die Bekämpfung von Fluchtursachen

Es wird Zeit für eine ernste, effektive Friedenspolitik.

...

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wir-alle-sagen-nein

Schluepferstuermer

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Re: KRIEG
« Antwort #3 am: 08:19:50 Fr. 11.Oktober 2019 »
lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
----

Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!

Fritz Linow

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Re: KRIEG
« Antwort #4 am: 17:56:18 Fr. 11.Oktober 2019 »
Zitat
Offener Brief an die Mitglieder des Aufsichtsrates der Volkswagen AG aus Politik und Gewerkschaft:

Kein Volkswagenstandort im Kriegsland Türkei!

Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Jörg Hofmann, Industriegewerkschaft MetallJohan Järvklo, Generalsekretär des Europäischen und des Weltkonzernbetriebsrats der Volkswagen AG
Ulrike Jakob, Stellv. Vorsitzende des Betriebsrats der Volkswagen AG Werk Kassel
Peter Mosch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der AUDI AG
Bertina Murkovic, Vorsitzende des Betriebsrats Volkswagen Nutzfahrzeuge
Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG
Conny Schönhardt, Gewerkschaftssekretärin beim IG Metall Vorstand, StSt Strategische und Politische Planung
Athanasios Stimoniaris, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der MAN SE und des SE-Betriebsrats
Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident
Werner Weresch, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG


Bezug nehmend auf den Artikel der Braunschweiger Zeitung vom 08. Oktober 2019, fordere ich Sie auf, der Gründung eines Volkswagenwerkes in der Türkei nicht zuzustimmen.
Volkswagen würde gut daran tun seine Standortentscheidung zu  revidieren. Die Regierung von Präsident Erdogan war ja schon des öfteren wegen Korruption und Vetternwirtschaft ins Visier der Behörden in der Türkei geraten. Gelöst wurden diese Vorwürfe im Normalfall durch Austausch der Richter und  Staatsanwälte. Wenn Herr Diess mit solch einem Präsidenten tatsächlich persönlich  hinter verschlossenen Türen verhandelt hat, ist das nicht besonders klug, von einem Mann der im Glashaus sitzt.
Zudem unterstützt Volkswagen damit tatsächlich die Kriegspolitik Ankaras. Erdogan braucht nichts dringender als wirtschaftliche  Stabilität, um seine schmutzigen Kriege führen zu können. Genau dazu trägt VW aber mit seiner Standortwahl bei. Ohne die Investitionen aus dem Ausland und hier insbesondere das viele Geld aus Deutschland, wäre der Krieg nicht mehr möglich.  Mit der Entscheidung erleidet VW auch einen weiteren erheblichen Imageschaden, was die Aufsichtsratsmitglieder aus Politik und Gewerkschaft dazu bringen sollte, diese abzulehnen.
Die Behauptung man würde ja den Menschen im der Türkei mit dem Werk helfen ist genauso falsch, wie die Aussage bei Olympia 1936 wäre es um den Sport gegangen. Sie können nicht so tun, als wäre das ein ganz normaler Wirtschaftsstandort. Die Internationalen Proteste gegen den Krieg zeigen, das Volkswagen auch im eigenen Interesse nicht gut daran tut, dieses Regime zu stabilisieren. Ich fordere Sie auf, öffentlich gegen diese Standortentscheidung Stellung zu beziehen.

Lars Hirsekorn, Mitarbeiter am Standort Braunschweig
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2019/10/Hirsekorn101019.pdf

Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #5 am: 18:14:42 Fr. 11.Oktober 2019 »
Ein sehr, sehr wichtiger Beitrag.

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Re: KRIEG
« Antwort #6 am: 16:39:40 Sa. 12.Oktober 2019 »
In Nürnberg gibt es seit Mittwoch Aktionen der kurdischen Bewegung. So sind wir bereits am Mittwoch spontan durch die Fußgängerzone marschiert. Am Donnerstag abend war dann noch eine Aktion, an der ich wegen Übermüdung nicht teilgenommen habe. Heute gab es eine gemeinsame Demo von kurdischer Bewegung und Antifa durch die Stadt. Es nahmen mehrere Tausend Menschen teil. Man demonstrierte gegen den völkerrechtswidrigen Überfall der Türkei auf Rojava, aber auch gegen den deutschen Faschismus und gegen die AfD. Am Rande gab es eine massive Schlägerei mit türkischen Faschisten, die schlägernd in die Demo reinrannten.
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Re: KRIEG
« Antwort #7 am: 12:32:59 So. 13.Oktober 2019 »
Zitat
Zehntausende für Rojava in Hamburg und Köln

In Hamburg und Köln protestierten heute Zehntausende Menschen gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei.

Quelle: https://anfdeutsch.com/aktuelles/zehntausende-fuer-rojava-in-hamburg-und-koeln-14561
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Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #8 am: 18:02:43 So. 13.Oktober 2019 »
1. Es sind mehrheitlich Kurden auf der Straße. Wir sollten auch teilnehmen!
Es ist nicht nur eine "türkische" Angelegenheit. Es geht um Krieg und Frieden. Es geht um die Möglichkeit, ein multiethnisches und multireligöses Zusammenleben in Selbstverwalltung zu verwirklichen oder um die Rückkehr von Nationalismus und islamofaschistischem Terror.

2. Ein Skandal beim FC St. Pauli:
Cenk Şahin, Spieler des FC St. Pauli, hat bei Instagram gepostet: „Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs“ Fans fordern Rausschmiss


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Re: KRIEG
« Antwort #9 am: 21:52:25 So. 13.Oktober 2019 »
Zitat
Wegen türkischer Offensive - Syrien schickt Truppen in den Norden

Das syrische Militär schickt offenbar Truppen in den Norden des Landes, um sich dort der türkischen Offensive entgegenzustellen. Zuvor hatten die USA angekündigt, verbliebene Soldaten aus dem Gebiet abziehen zu wollen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/syrien-tuerkei-147.html
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Re: KRIEG
« Antwort #10 am: 21:00:00 Mo. 14.Oktober 2019 »
Unsere heutige Montagsdemo haben wir vereint mit der kurdischen Bewegung durchgeführt. Stadt und Polizei wollten das verbieten, jedoch lenkte die Polizei nach Verhandlungen noch ein. Verboten blieb allerdings das Ansinnen der Kurden, durch die Innenstadt zu demonstrieren. Dagegen läuft eine Klage. Wir führten zusammen mit den kurdischen Freunden eine gelunge zweieinhalbstündige Kundgebung durch, in der die deutsche Bevölkerung über die Hintergründe des Kriegs und über die Heuchelei der Bundesregierung aufgeklärt wurde.

Die kurdische Bewegung wird diese Woche jeden Abend um 18 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg Aktionen durchführen.
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Re: KRIEG
« Antwort #11 am: 12:48:27 Di. 15.Oktober 2019 »

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Re: KRIEG
« Antwort #12 am: 21:00:50 Mi. 16.Oktober 2019 »
Der kurdische Protest reißt nicht ab. Wir sind heute Abend von der Lorenzkirche zur Redaktion des lokalen Käseblatts 'Nürnberger Nachrichten' marschiert, um von denen eine ausgewogene Berichterstattung über den Krieg in Rojava zu verlangen. Unterwegs gab es eine kurzzeitige Besetzung einer viel befahrenen Kreuzung.

Am Samstag ist am Aufseßplatz ab 15 Uhr eine bayernweite Großdemo geplant. Morgen und übermorgen gibt es um 18 Uhr Aktionen an der Lorenzkirche.
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Re: KRIEG
« Antwort #13 am: 19:59:19 Do. 17.Oktober 2019 »
Heute Abend gab es eine kurdische Demo durch die Innenstadt Nürnbergs. Dabei kam es zu einer Provokation durch einen türkischen Faschisten. Außerdem wurde der Plärrer (eine Hauptverkehrsader) für ca 10 min symbolisch besetzt.

Morgen vereinigen sich die Kurden mit der FridaysForFuture Bewegung zu einer gemeinsamen Demo ab 12 Uhr am Kornmarkt. Um 18 Uhr gibt es dann noch eine kurdische Aktion vor dem türkischen Generalkonsulat. Am Samstag ist dann die bayernweite Großdemo um 15 Uhr beginnend vor der SPD-Zentrale in der Karl-Bröger-Straße.
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Re: KRIEG
« Antwort #14 am: 18:34:02 Fr. 18.Oktober 2019 »
Zitat
   Streik für Rojava - Für eine feministische, ökologische Zukunft

Die Klimastreik-Bewegung und die feministische Streik-Bewegung in Zürich rufen „für eine feministische, ökologische Zukunft” zu einem Streik für Rojava auf. Die Kundgebung mit anschließender Demonstration findet heute um 16.30 Uhr statt.




„Wir, die Klimastreik-Bewegung, die feministische Streik-Bewegung und unsere kurdischen Freund*innen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, die sich nach ökologischen, feministischen und basisdemokratischen Werten organisiert. Rojava, das Projekt, das eine feministische und ökologische Alternative zu unserer Gesellschaft entwickelt hat, ist in höchster Gefahr!
(...)


Zürich: Straßenblockade für Rojava
https://anfdeutsch.com/aktuelles/zuerich-strassenblockade-fuer-rojava-14666