Autor Thema: KRIEG  (Gelesen 1356 mal)

Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #30 am: 12:26:05 Sa. 26.Oktober 2019 »
Mich kotzen diese Putin! Putin! Schreier einfach nur an.
Es sind ja nicht nur AfD Anhänger, sondern auch so manche "Linke".

Putin ist ein reaktionäres Arschloch!

Troll

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Re: KRIEG
« Antwort #31 am: 13:14:49 Sa. 26.Oktober 2019 »
Der Feind meines Feindes IST NICHT AUTOMATISCH (M)EIN FREUND!
Ich bin konsequent dafür alle "reaktionären Arschlöcher" gleich zu behandeln und diese auch so zu brandmarken, zugegeben, ich tendiere bei dem medialen Dauerfeuer gegen Putin auch dazu Putin besser als schlecht zu sehen, was er nicht ist.
Man wird heute regelrecht in ein Lager gedrängt wo man gar nicht rein will bzw. hin gehört, ich soll mir eine Meinung aus dem Medienmeinungspool von Nieten ziehen, derart bestens informiert kann kann man nur noch verlieren! Oh, immer positiv denken, "richtig" gesehen kann man nur gewinnen.  :o
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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Re: KRIEG
« Antwort #32 am: 15:35:33 Sa. 26.Oktober 2019 »
Die DKP hat immer sehr viel Verständnis für Putin. Vor allem die UZ.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

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Re: KRIEG
« Antwort #33 am: 11:06:19 Di. 29.Oktober 2019 »
Zitat
Putin-Erdogan-Deal:
Wohin die türkische Reise führt



"Operation Friedensquelle": Angriffe auf Ra's al-'Ain (kurdisch: Serekaniye) am 11.10.2019.


Es geht um die Kapitulation der nordsyrischen Bevölkerung

Die Verhandlungen zwischen Putin und Erdogan dauerten mehr als sechs Stunden. Herausgekommen ist die Aufforderung zur Kapitulation der Selbstverwaltung in Nordsyrien. Der einzige demokratische Ansatz für den Nahen Osten, der zumindest ein Lichtblick, ein Modell, gewesen war, wie die ethnischen Konflikte in den Vielvölkerstaaten Türkei, Syrien, Irak und Iran friedlich zu lösen sind, wurde quasi beerdigt.

Denn es geht nicht nur um eine militärische Kapitulation der Selbstverteidigungseinheiten in Nordsyrien, es geht um die Kapitulation desjenigen Teils der multiethnischen Bevölkerung, die für ein demokratisches Syrien gekämpft hat und dafür einen hohen Blutzoll bezahlt hat.

Bereits in den letzten anderthalb Jahren konnte man in der Provinz Afrin im Nordwesten Syriens verfolgen, was man jetzt von der Türkei und ihren dschihadistischen Söldnern zu erwarten hat. Seit langem ist es kein Geheimnis mehr, dass die Türkei, anstatt den IS zu bekämpfen, mit zahlreichen Islamistenmilizen zusammenarbeitet, in denen sich auch ehemalige IS-Terroristen tummeln.

Davor haben europäische und amerikanische Politiker seit 2014 die Augen und Ohren verschlossen. Ob ihnen das angesichts der aktuellen Gräueltaten, die anders als im Falle der Afrin -Berichterstattung auch von den Medien veröffentlicht werden, wieder gelingen wird?

Die "Armee Mohammeds"

"Ich küsse die Stirn der Helden der Armee Mohammeds, die an der Operation Friedensquelle teilnehmen", twitterte der türkische Präsident zu Beginn seines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges (Türkei bombardiert gezielt IS-Gefängnisse). Mittlerweile ist bekannt, wer diese Helden sind.
(...)
https://www.heise.de/tp/features/Putin-Erdogan-Deal-Wohin-die-tuerkische-Reise-fuehrt-4569717.html?seite=all

Zitat
Der Krieg der Neuen Rechten



Wie Donald Trump und Wladimir Putin dem türkischen Staatschef Erdogan seine syrischen Flüchtlingsghettos schenkten

Das hervorstechendste Merkmal imperialistischer Machtpolitik in der Ära der Neuen Rechten ist ihre propagandistische Verrohung. Man gibt sich keine Mühe mehr, die üblichen Schlächtereien im Gefolge geopolitischer "Interventionen" irgendwie durch höhere, "demokratische" oder menschenrechtspolitische Ziele zu legitimieren, wie es in den vergangenen Jahrzehnten nach dem Kollaps des real existierenden Sozialismus im Westen üblich war.

Inzwischen wird ungefilterter Imperialismus betrieben, indem das Interesse der spätkapitalistischen Staatsmonster klar und ungeschminkt zum Ausdruck kommt.
(...)
https://www.heise.de/tp/features/Der-Krieg-der-Neuen-Rechten-4569842.html
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Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #34 am: 20:20:55 Fr. 01.November 2019 »
Zitat


Am 16. Oktober 2019 ist Andok Cotkar, Konstantin, aus Kiel in Norddeutschland im Zuge des Angriffskriegs des NATO-Mitglieds Türkei in Serekaniyê, Nordsyrien, durch einen Luftangriff gefallen.

Heval Andok hatte sich im September 2016 den Volksverteidigungskräften YPG in Rojava/Nordsyrien angeschlossen, um ein Teil des Kampfes gegen den IS zu werden. Er war beteiligt an Kämpfen an verschiedenen Fronten gegen den IS in der Region Minbic, Cerablus und Raqqa.

Nach einer Verletzung war er eine Weile zurück in seiner Heimat, doch kehrte dann wieder zurück nach Kurdistan und befand sich zuletzt in den Widerstandseinheiten Şengals YBŞ zur Verteidigung des ezidischen Volkes vor weiteren Genoziden. Mit Beginn der Angriffe des faschistischen türkischen Staates und seiner dschihadistischen Söldner, meldet er sich mit vielen anderen FreundInnen wohl sofort als Freiwilliger, um die Revolution der Hoffnung, die seit 2012 in Rojava blühte zu verteidigen.

Wie viele andere kämpfende FreundInnen und Menschen hat er im Widerstand gegen Faschismus und zur Verteidigung der Menschenwürde sein Leben gelassen. In einer Zeit in der sich alle Herrscher von Trump über Putin bis Kamp-Karrenbauer mit Verrat, Heuchlerei und blutrünstigen Profitinteresse gegenseitig übertreffen, ist unser Freund und Weggefährte Konstantin Andok wahrhaftig ein Held unserer Zeit.

Als Konstantin sich aus seiner Heimat an der Ostseeküste aufmachte, sagt er niemandem etwas von seinem Plan. So stieg er am internationalen Anti-Kriegstag, dem 1. September 2016, in den Flieger nach Kurdistan. Auf dem Weg erst informierte er seine Familie, die seitdem wie viele andere deutsche Familien auch vielleicht zumindest ein wenig Teil des Schicksals des widerständigen kurdischen Volkes geworden sind. Konstantin war kein ehemaliger Soldat oder linker Aktivist wie viele andere die sich der YPG anschließen. Er war einfach ein Mensch dessen Gewissen nicht länger die Gräueltaten des IS und seinen Verbündeten hinnehmen konnte und daher seinem Herzen folgte, als er sich dem Widerstand zur Verteidigung der Völker des mittleren Ostens und für eine demokratische, ökologische Gesellschaft und Freiheit der Frau anschloss.

Wir haben Heval Andok als einen sehr bescheidenen und bodenständigen Menschen kennengelernt. Als er gerade neu in Rojava ankam, antwortete er auf die Frage wo er her sei: „Aus Kiel, Spießersiedlung!“. Konstantin arbeitete vorher als Landwirt woher er seinen Nachnamen Cotkar (Bauer) bezog. Er sprach eher plattdütsch, als hochdeutsch und machte sich bei allen Freunden mit seiner natürlichen, hilfsbereiten Art und seinem typisch nordischen Humor sehr geschätzt.

Nachdem er in Rakka verletzt wurde sagte er in einer Fernsehdokumentation: „Wenn ich nach Europa zurückkehre freue ich mich darauf meine Familie wiederzusehen, meine Freunde wiederzusehen und auch meine ehemaligen Chefs. Und ich freue mich darauf wieder als Landwirt zu arbeiten. Zumindest für eine Weile, denn das macht auch Spaß.“
(...)
Doch diejenigen, die den Widerstand gegen Faschismus in Deutschland, Italien oder Spanien des letzten Jahrhunderts in ihrer Erinnerung und Herzen tragen, sind eben jene, die auch heute wieder die Verantwortung aufnehmen die Menschwürde gegen die Barbarei des Kapitalismus zu verteidigen. Heute findet dieser Kampf stellvertretend für die gesamte Menschheit in Kurdistan statt. Heval Konstantin Andok hat dies gefühlt und verstanden. Ihn hat es daher auch nicht lange in Europa gehalten, beharrlich versuchte er nach wenigen Monaten schon nach Rojava zurückzukehren. Wie er selbst sagte, habe das Leben in Deutschland seinen Sinn verloren, das Leben habe nur mit einem klaren Ziel vor Augen einen Sinn. Für Heval Konstantin Andok bedeutete dies, Teil der Hoffnung die Rojava für die ganze Welt ausstrahlt zu sein und sie zu verteidigen. Deswegen wird er für uns nie in Vergessenheit geraten und hinterlässt uns eine sehr große Verantwortung.
(...)
https://kurdistansolikiel.noblogs.org/post/2019/11/01/held-unserer-zeit-andok-cotkar-konstantin/#more-892

Mir geht es sehr nah, wenn jemand aus der "Spießersiedlung" Kiel die Konsequenzen zieht aus dem absurden Leben in der tristen "Normalität" und ausbricht aus dem Alltag, um sich an der Frontlinie an der Auseinandersetzung über globale Entwicklungen zu beteiligen. So ein Bauernlümmel hat sich Gedanken gemacht über den Lauf der Welt und wollte alles nicht nur achselzuckend hinnehmen, sah sich verantwortlich und zog seine persönlichen Konsequenzen. Menschen werden hier als eine triste graue Masse wahrgenommen. Der Kieler Jung hat gezeigt, daß dem nicht so ist. Daß jeder Einzelne sich entscheiden kann.

Er hat für die Hoffnung auf eine bessere Welt sein Leben gegeben.
Ich fühle mich traurig und recht erbärmlich in diesem Moment.

Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #35 am: 19:56:07 Sa. 02.November 2019 »
Die Bilder habe ich vor fast 2 Wochen gemacht.



Es waren rund 200 Leute bei dem Protest.



Die Opfer der Kämpfe aus der lokalen Community.



Es waren nur rund 10% der Protestierenden nicht kurdisch.



Das sehe ich genauso.



Deshalb werden sie bombardiert.



Ja. Es stimmt. Trotz allem sind nur wenige Deutsche beteiligt. Ich war ja auch nur einmal bei den täglich stattfindenden Protesten dabei.


Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #36 am: 20:09:03 Sa. 02.November 2019 »
Wie bei Onlinemedien inzwischen üblich, befinden sich auch bei den Kieler Nachrichten diverse Berichte hinter der Paywall.



Aber diese Zeilen zeigen doch, wie nah der triste Norddeutsche Alltag und die globalen Konflikte liegen. Ein 24 Jähriger hat diese Grenze überschritten.

Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #37 am: 14:42:07 Mo. 04.November 2019 »
Solidaritätsaktionen der Ultras

von Werder Bremen


und dem FC St.Pauli

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Re: KRIEG
« Antwort #38 am: 10:21:54 Sa. 09.November 2019 »
#8: ich erkläre mich spontan solidarisch mit den Fans. Stopp Krieg! Stop war! Stopp der Gewalt!

es könnte interessant sein, Bücher von Andreas Zumach zu lesen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Zumach

https://www.friedenskooperative.de/referenten/andreas-zumach

Interessanter Buch-Titel:
Zitat
Irak - Chronik eines gewollten Krieges. Wie die Weltöffentlichkeit manipuliert und das Völkerrecht gebrochen wird. KiWi Paperback 776. 1 Karte.
Sponeck, Hans von und Andreas Zumach

es gab u.a. diesen Apell, der sich gegen die Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien richtete, mehrere tausende Unterschriften kamen zusammen (Aktion abgeschlossen)
https://www.friedenskooperative.de/tuerkische-offensive-stoppen

hier gibt es noch eine Petition für Rojava
https://www.medico.de/kampagnen/rojava-statt-krieg/

gefunden auf:
https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012557.html




Kuddel

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Re: KRIEG
« Antwort #39 am: 12:11:31 Sa. 09.November 2019 »

ManOfConstantSorrow

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Re: KRIEG
« Antwort #40 am: 09:54:18 So. 10.November 2019 »
Zitat
Der Westen und die Kurden
Und keiner steht auf

Die Vertreibung der Kurden aus Nordsyrien ist eine humanitäre Katastrophe. Dass die Europäer darauf so passiv reagieren, zeigt den Niedergang der öffentlichen Moral im Westen.
https://www.sueddeutsche.de/politik/kurden-nordsyrien-westen-meinung-1.4671828
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Re: KRIEG
« Antwort #41 am: 20:06:19 So. 10.November 2019 »
Zitat
Außenminister Maas stellt sich weiter vor Erdoğan-Regime

In einer kritischen Befragung durch den Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko rechtfertigt Bundesaußenminister Heiko Maas die Blockierung von Sanktionen gegen die Türkei und behauptet, die Türkei hätte ihre Angriffe eingestellt.

Quelle: https://anfdeutsch.com/aktuelles/aussenminister-maas-stellt-sich-weiter-vor-erdogan-regime-15302
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Re: KRIEG
« Antwort #42 am: 18:29:53 Mi. 13.November 2019 »
Zitat
NORDOSTSYRIEN / ROJAVA - Patrouille eröffnet Feuer in Kobanê: Acht Verletzte

Eine türkisch-russische Patrouille hat die protestierende Bevölkerung in Kobanê beschossen. Dabei wurden acht Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Auch Fahrzeuge von Journalistinnen und Jounralisten wurden gezielt angegriffen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2019/kw46/patrouille-eroeffnet-feuer-in-kobane-acht-verletzte
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Re: KRIEG
« Antwort #43 am: 10:08:26 Do. 14.November 2019 »
Putin! Putin!

Onkel Tom

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Re: KRIEG
« Antwort #44 am: 10:50:23 Do. 14.November 2019 »
Putin! Putin!

Er versteht es besonders gut, Öl ins Feuer zu kippen und das bereits ohne Waffeneinsatz.
Das Internet macht es möglich. Bei staatlich unterstützen Puplikationen im Internet ist man
als Leser etc. gezwungen, ein Filter gegen NLP zu haben, sonst wird man irre..

Die Zweigleisigkeit der Türkei kommt da ganz recht, um das westliche Bündnis zu schwächen..
Ich stelle mir vor, das Erdogan es soweit treibt, das die Nato gezwungen ist, die Türkei aus
dem Bündnis zu schmeißen..

War m.E. auch schon ein großer Fehler, die Türkei bei militärischen Einsätzen gegen den
IS mit ins Boot zu nehmen.. Nun dienen wohl die damaligen Luftbildaufnahmen durch die
Awacs, die kurdische Bevölkerung vertreiben, beziehungsweise vernichten zu wollen.
 
Lass Dich nicht verhartzen !