Autor Thema: Enteignen! Umverteilen!  (Gelesen 11746 mal)

counselor

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #30 am: 11:15:03 So. 12.Juni 2022 »
Wir brauchen selbständige Kämpfe für einen Lohnnachschlag.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #31 am: 11:22:58 So. 12.Juni 2022 »
Naja, leichter gesagt als getan.

counselor

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #32 am: 12:09:37 So. 12.Juni 2022 »
Einfach sicher nicht, aber es ist möglich und sollte daher diskutiert werden.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #33 am: 12:13:03 So. 12.Juni 2022 »
Hier wissen die Leute meist nicht, daß man auch selbst kämpfen kann und nicht in jedem Falle auf eine träge Gewerkschaft warten muß.

Ich glaube, die migrantischen Arbeiter müssen uns erst wieder beibringen, wie das geht!

counselor

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #34 am: 15:25:47 So. 12.Juni 2022 »
Da gebe ich Dir Recht! Die Leute müssen das Kämpfen wieder erlernen, weil Jahrzehnte lang nicht wirklich gekämpft wurde.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #35 am: 18:34:07 So. 12.Juni 2022 »
Zitat
Bundeswirtschaftsminister Habeck will offenbar das Kartellrecht verschärfen.
Laut einem Positionspapier aus seinem Ministerium soll der Staat auch ohne einen Nachweis von Marktmissbrauch Gewinne abschöpfen und notfalls die Konzerne zerschlagen können. Zuerst berichtete das Magazin „Der Spiegel“ darüber. Hintergrund ist die Debatte um den Tankrabatt, der für Entlastung an den Zapfsäulen sorgen sollte. Kritiker werfen den Mineralölkonzernen aber vor, den Steuerabschlag nicht ausreichend an die Verbraucher weiterzugeben. Habeck sagte dem „Spiegel“, es sei offenkundig das eingetreten, wovor viele Experten gewarnt hätten: Die Mineralölkonzerne strichen den Profit ein, und die Verbraucher merkten nichts von der Steuersenkung.
https://www.deutschlandfunk.de/habeck-will-gewinne-von-mineraloelkonzernen-abschoepfen-104.html

Es ist schon etwas traurig. Hier bei den Augebeuteten ist man scheinbar schon froh, wenn mal hier or da ein paar Krümel für sie von Tisch fallen. Ein gunstiges Bahnticket. Eine Lohnerhöhung unterhalb der Teuerungstate. Blabla.

Es ist doch geradezu erbärmlich, wenn Spiegel, Jusos und Grüne mehr fordern, als die Community bei chefduzen.
Warum fehlt uns nur der Mut in unserem Denken und unseren Wünschen??
"...und notfalls die Konzerne zerschlagen können", das hat der Habeck losgelassen!

dagobert

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #36 am: 18:50:15 So. 12.Juni 2022 »
"...und notfalls die Konzerne zerschlagen können", das hat der Habeck losgelassen!
... im Wissen, das die FDP da nicht mitmachen wird.

Das Spiel kennen wir doch schon, hat Merkel mit der Ökosteuer und dem Dosenpfand in den 90ern doch genauso gemacht. Sie hatte sich als Bundesumweltministerin profiliert, der alte Kohl hat's abgeblockt.
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

BGS

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #37 am: 19:19:45 So. 12.Juni 2022 »
Es braucht angesichts der heutigen Situation der Ausgebeuteten weltweit dringendst gewaltiger, revolutionärer  Veränderungen. Wie es sie in der Geschichte schon gegeben hat.

Bei der Lösung der derzeitigen Probleme steht uns ein gigantischer Kampf bevor, denn die Krise ist ebenfalls gigantisch.

Es kann nicht sein, dass man zu Hause hockt und sich leid tut. Es steht einfach zuviel auf dem Spiel - wir sollten alles das fordern, was momentan unmöglich scheint. Nicht ruhen, bis wir es gemeinsam erreicht haben.

MfG

BGS

Quelle: https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.msg375723.html#new

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #38 am: 19:36:16 So. 12.Juni 2022 »
Zitat
... .
[Anarchistische Initiative Ljubljana 2020:]: „Verbreiten wir das Virus des Widerstandes an Arbeitsplätzen, in Nachbarschaften und auf den Strassen“.

Das ist, angesichts der fast konsensualen Zustimmung zum Corona-Regime und seinen ideologischen Grundlagen, keine einfache Aufgabe. Aber diese Aufgaben ist wahrhaft alternativlos. Beginnen wir also damit: nehmen wir den Dirigenten den Taktstock und schreiten wir voran auf dem Weg aus der „selbst verschuldeten Unmündigkeit“ (vergleiche Immanuel Kant, wobei der Kampf um eine Mündigkeit kein individueller, sondern ein gesellschaftlich-emanzipatorisches Projekt ist!). Es ist an der Zeit, sich nicht länger von Angst dirigieren zu lassen.

Es ist Zeit, Staat, kapitalistisch determinierter Wissenschaft und dem medizinisch-biotechnologisch-digitalem Komplex das Vertrauen zu entziehen und Zeit, für eine befreite Gesellschaft zu kämpfen.

Es ist Zeit für die Zurückweisung der Autoritäten und Zeit für eine antiautoritäre Rebellion. Nicht die alte sterile Normalität, die alles und jede:n zur Ware degradiert, braucht es, sondern eine neue, diverse Normalität. Es ist, mit Peter Brückner gesprochen, Zeit für die „Zerstörung des Gehorsams“.

Quelle: https://www.untergrund-blättle.ch/gesellschaft/religion/die-zeugen-coronas-kritik-bedeutung-7082.html

MfG

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Re: Enteignen! Umverteilen!
« Antwort #39 am: 19:40:25 So. 12.Juni 2022 »
Man sollte sowohl für eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Gesellschaft kämpfen, als auch für (kleine) Reformen.

Ein günstiges Bahnticket bringt eben für viele Arme etwas Entlastung. Und wenn ich sehe, wie viele Jahre hier in Nürnberg für ein günstiges ÖPNV-Ticket gekämpft wird und welche Widerstände dabei zu überwinden sind, dann weiß ich, dass der Kampf um revolutionäre Forderungen kein Spaziergang wird.

Ich hatte an anderer Stelle schon gepostet, dass ich für eine Wirtschaftsdemokratie nach dem Bontrup-Modell bin. Für dieses Modell gibt es keine Fundstellen im Internet, so dass ich auf sein folgendes epochales Lehrbuch "Volkswirtschaftslehre aus orthodoxer und heterodoxer Sicht" (S. 884 ff.) verweisen muss:
https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110619379/html?lang=de
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