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Streik im Hafen Bremen

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Kuddel:
Hafenarbeiter von Rhenus Weserport streiken

Die Terminal´s stehen still!  Die ca. 80 Hafenarbeiter von Rhenus Weserport, hier in Bremen, haben heute um 12 Uhr ihre Arbeit niedergelegt. Sie fordern vom Unternehmer genau so bezahlt zu werden wie die Hafenarbeiter in anderen Hafeneinzelbetrieben, und zwar nach Tarif.

http://bremerfeierabend.blogsport.eu/2019/11/29/hafenarbeiter-von-rhenus-weserport-streiken/

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kurz-notiert/warnstreik-hafenarbeiter-rhenus-weserport-bremen-100.html

Kuddel:

--- Zitat ---Was ist los beim GHBV

Den GHB gibt es seit über 100 Jahren. Er ist und war schon immer eine besondere Einrichtung. Der Hafen brauchte zuverlässige und gut ausgebildete Arbeiter und die besagten brauchten einen sicheren, angemessen bezahlten Arbeitsplatz. Also wurde ein Gesamthafenbetrieb von den zuständigen Arbeitgeberverbänden und der zuständigen Gewerkschaft geschaffen. Über Jahrzehnte war es ein gutes Konzept. Beide Seite profitierten. War mal flaute, waren die Hafenarbeiter abgesichert und bekamen ihren Lohn aus der Garantielohn Kasse und war der Hafen voll hatte die Hafenwirtschaft kein Problem damit, dass nicht genug qualifizierte Arbeiter zur Verfügung stehen.

Selbstverständlich sollte der Hafenarbeiter beim GHB/V genauso entlohnt werden wie die Hafenarbeiter in den Hafeneinzelbetrieben, daher gab es für alle Hafenarbeiter hier in Bremen und Bremerhaven die gleichen Bedingungen und zwar in einem Tarifvertrag festgehalten. Mit der Schaffung des Gesamthafenbetriebsverein war es so gut wie vorbei mit der Tagelöhnerrei im Hafen und beide Seiten profitierten.

Doch jetzt zum eigentlichen Thema, wir hören aus der regionalen Presse, der GHBV geht in die selbstverwaltete Insolvenz und der Betriebsrat hat schuld. Blödsinn, dass eigentliche Problem ist die zu geringe Umlage, die die Hafeneinzelbetriebe in die Kasse des GHBV zahlen, die wird übrigens im Ausschuss für Personal und Arbeit festgelegt der paritätisch mit Vertretern aus ver,di und der Arbeitgeberseite der HEB´s besetzt ist. Aus der Umlage werden in der Regel auch alle weiter anfallende Kosten bei GHBV gezahlt. Die Zahlung der zu geringe Umlage ist seit Jahren im Gespräch und wird schon lange von Arbeitern und Betriebsräten bemängelt. Das Thema Umlage war leider kein Teil der bisherigen Anstrengungen um die Kassen so zu füllen das der GHBV vernünftig Arbeiten kann. Statt dessen Verhandelte ver.di, zum Teil mit sich selbst, einen Haustarifvertrag aus, der die Löhne der Hafenarbeiter/Innen beim GHBV umgerechnet um 16% nach unter drückt. Gleiche Arbeit aber 16 % weniger Lohn und das eigentlich Problem wird nicht angegangen.

Dagegen wehrte sich auch der Betriebsrat und wird prompt als Schuldiger der Misere hingestellt. Und die liebe ver.di zuckt mit den Schultern und behauptet „Wir haben ja alles versucht“. Ich frage mich, ist die verdi in diesem Bereich auf Grund der vermeintlichen fehlenden Gegnerfreiheit überhaupt Tarif fähig?.

Naja, an der fehlender Arbeit liegt die Misere nicht, denn der GHBV kann den Bedarf zur Zeit kaum decken.

Der GHBV ist ein gemeinnütziger Verein und darf keine Gewinne erwirtschaften, daher gibt es keine Rücklagen. Wenn was über war, ist es am Jahresende an die HEB`s zurückgegangen. Das soll in den letzten Jahren immer der Fall gewesen sein.

Viele Kollegen/Innen berichten, das es wieder ein Versuch ist, ihnen in die Tasche zu greifen und man bereite sich bereits vor dagegen anzugehen.
--- Ende Zitat ---
http://bremerfeierabend.blogsport.eu/2020/11/11/was-ist-los-beim-ghbv/


--- Zitat ---Hafenarbeiter attackieren Verdi
Mit einer Online-Petition greifen Hafenarbeiter die Gewerkschaft Verdi an. Gut 750 Unterzeichner hat die Petition in wenigen Tagen gefunden, die der Gewerkschaft Mitschuld an den Problemen des Gesamthafenbetriebsvereins (GHB) in Bremerhaven vorwirft. Das Vertrauen sei dahin, Verdi werde immer mehr zum Arbeitgebervertreter, heißt es da. Die Gewerkschafter werden aufgefordert, Ängste und Wut der Kollegen endlich ernst zu nehmen.
--- Ende Zitat ---
https://www.norderlesen.de/Heute/Hafenarbeiter-attackieren-Verdi-46832.html


--- Zitat ---    Verdi und GHB-Betriebsrat wollen zusammen um Arbeitsplätze kämpfen
    Gemeinsam gaben sie eine Erklärung ab
    Hafenarbeiter haben Angst vor Zeitarbeitsfirmen
--- Ende Zitat ---
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/streit-ghb-gesamthafenbetriebsverein-verdi-betriebsrat-bremerhaven-100.html

Heute war wohl ne Hafenarbeiterkundgebung am Bremer Rathaus: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kurz-notiert/ghb-gesamthafenbetriebsverein-insolvenz-demonstration-arbeitsplaetze-mitarbeiter-bremen-bremerhaven-100.html

Am Samstag soll es eine weitere in Hamburg geben: https://www.nord24.de/bremerhaven/Hafenarbeiter-planen-Demos-52028.html

"Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) versprach heute bei einer Kundgebung in Bremen dem Gesamthafenbetriebsverein die Hilfe des Senats."
https://www.nord24.de/bremen/Bovenschulte-verspricht-Hafenarbeitern-Hilfe-des-Senats-52143.html


--- Zitat ---Mehrere Hundert Demonstranten legen Hafen in Bremerhaven lahm

    Hunderte GHBV-Mitarbeiter demonstrieren für ihre Jobs
    Erhebliche Verkehrsbehinderungen in der Stadt
    Insolvenzantrag des GHBV ist bei Gericht eingegangen

Hunderte Mitarbeiter des Gesamthafenbetriebsvereins (GHBV) demonstrierten am Mittwochnachmittag im Hafengebiet in Bremerhaven für den Erhalt ihrer Jobs. Mit Plakaten zogen sie durch die Straßen und behinderten zum Schichtwechsel den Verkehr. Der Rückstau reichte bis in die Innenstadt.



Die Hafenunternehmen wie BLG und Eurogate versuchten, die Corona-Lage auszunutzen, um drastisch zu sparen und die Löhne zu drücken, kritisierten die GHBV-Arbeiter und Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Dabei seien die Betriebe durch Bundesgesetze verpflichtet, in die Kassen des GHBV einzuzahlen. Stattdessen ließen sie ihn ausbluten, um immer mehr Zeitarbeitsfirmen einzusetzen. Der GHBV ist die Personalreserve im Hafen und stellt flexibel Arbeitskräfte vom Autoumschlag bis zur Containerabfertigung.

Die Hafenarbeiter wollen weiter auf die Straße gehen – die Proteste an diesem Mittwoch seien erst der Anfang, sagte ein Sprecher. Für den 19. Dezember ist eine Protestaktion in Hamburg angekündigt.



Der Gesamthafenbetriebsverein hat derweil die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Bremen eingereicht. Das hat eine Sprecherin des Gerichts buten un binnen bestätigt. Nachdem sich der Betriebsrat mit Verdi und dem Unternehmensverband Bremische Häfen nicht über den weiteren Sparkurs einigen konnte, hatte der Personaldienstleister der Hafenunternehmen in Bremerhaven und Bremen diesen Schritt Anfang November angekündigt. An diesem Mittwoch ist der Antrag eingegangen. Rund 1.300 Jobs sind in Bremen und Bremerhaven in Gefahr.
--- Ende Zitat ---
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/ghbv-gesamthafenbetriebsverein-insolvenz-demonstration-protest-mitarbeiter-bremen-bremerhaven-100.html

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