Autor Thema: Rückzug in die Wildnis - ich habe genug von der "Gesellschaft"  (Gelesen 199 mal)

kapitalgesteuert

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Ich habe die Menschen und die Gesellschaft satt. Am liebsten würde ich mich irgendwo hoch in die Berge weit von jeglicher Zivilisation und Nachbarn zurückziehen.
ABER: da ich nicht mehr jung und ziemlich kränklich bin, würde ich wohl in der Wildnis ohne ärztliche Hilfe nicht lange überleben können... Und Internet und meine Bücher würde ich schon sehr vermissen...
Habt Ihr auch an sowas gedacht oder kennt Ihr jemand, der es versucht/geschafft hat?
Gibt es im Internet eine Website mit praktischen Informationen, wie man es KONKRET anget?

Onkel Tom

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Re: Rückzug in die Wildnis - ich habe genug von der "Gesellschaft"
« Antwort #1 am: 13:28:03 Do. 02.Januar 2020 »
Warum schwirren Dir Gedanken durch den Kopf, in die Wildnis zu ziehen, wenn es deine
abhängigkeiten zum Doc es nicht erlauben.. Gibt ja Prepper, die sich anbei ganz wohl fühlen,
in den Büschen zu leben. Sie sind meistens jung, gesund und ab 50 haut das dann auch nicht
mehr wirklich hin.
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re: Rückzug in die Wildnis - ich habe genug von der "Gesellschaft"
« Antwort #2 am: 13:54:45 Do. 02.Januar 2020 »
Ich verstehe die Gedanken schon.
Es ist wahr, man muß schon verdammt stark und fit sein, um weitgehend allein klarzukommen.
Der Mensch ist im Grunde ein soziales Wesen, will und braucht andere.
Die Menschen können aber im Miteinander die Pest sein.
Dann gibt es Bedarf an Rückzug.

Mir fällt dazu nur ein Kompromiß ein. Du brauchst ein paar, mindestens einen, Mitmenschen, den du magst und vertraust. Jemanden in der Nachbarschaft, der vielleicht regelmäßig vorbeischaut und den man in Notsituationen anrufen kann.

Auf dem Land findet man zwar bezahlbaren Wohnraum, aber Menschen des Vertrauens findet man nicht von jetzt auf eben.

Troll

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Re: Rückzug in die Wildnis - ich habe genug von der "Gesellschaft"
« Antwort #3 am: 20:04:54 Do. 02.Januar 2020 »
Zitat
... Gibt ja Prepper, die sich anbei ganz wohl fühlen,
in den Büschen zu leben. Sie sind meistens jung, gesund und ab 50 haut das dann auch nicht
mehr wirklich hin.

Nach Prepper hört sich @kapitalgesteuert nicht an, eher an eine Sehnsucht wie sie wohl in uns allen stecken dürfte.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

BGS

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Re: Rückzug in die Wildnis - ich habe genug von der "Gesellschaft"
« Antwort #4 am: 21:05:57 Do. 02.Januar 2020 »
Verstehe die Gedanken des TE ganz gut.

Einige wenige weit entfernte Nachbarn sind bestimmt besser, als gänzlich isoliert zu leben - auch, falls mal was Unerwartetes eintrifft.
 
Absolute Wildnis würde auch ich nicht empfehlen, besonders wenn die Gesundheit angegriffen ist, doch gibt es heute ja allerorten Internet und Telefonempfang.

Bücher und Auto sind wichtig :)

Es hat bei mir an die 9 Jahre gedauert, Menschen denen man vertrauen und auf die man sich verlassen kann zu finden (dafür mussten neue Sprachen gelernt werden).

Doch ist Veränderung bei unerträglichen Verhältnissen eine gute Idee, nur Mut.

MfG und alles Gute!

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

kapitalgesteuert

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Re: Rückzug in die Wildnis - ich habe genug von der "Gesellschaft"
« Antwort #5 am: 02:28:53 Fr. 03.Januar 2020 »
Danke an Euch alle!

nixnick

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Re: Rückzug in die Wildnis - ich habe genug von der "Gesellschaft"
« Antwort #6 am: 15:05:06 So. 09.Februar 2020 »
Zeigt immerhin, dass diese Verklärung von "Mutter Natur", die sich fürsorglich um ihre Geschöpfe kümmert, völliger Nonsens ist.
Der TE würde vermutlich nicht mal 4 Wochen ganz allein überleben - die Natur ist nämlich gerecht aber grausam.