Ämterstress - Fragen, Antworten und Erfahrungen > Ämter- & GEZ-Blues

Wie soll man mit diversen Beamtern und Beratern umgehen?

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kapitalgesteuert:
Ihr kennt das sicherlich auch: wenn man sich an das Amt A wendet, kriegt man die Antwort: Wenden Sie sich bitte an die Institution B, die sagt dann, die Beratungsstelle C wäre für Sie zuständig, und die C schickt sie wieder an A...

Dann die Beratungs"taktiken": einfach das Wesentliche "vergessen", eine Antwort ohne Bezug zur Frage geben, oder eine allgemeine "Information" geben, die jedes Schulkind im Internet sofort finden kann...

Das ist soweit klar, warum sollen die arbeiten, wenn sie ihren Lohn sowieso erhalten - natürlich wollen die nur abwimmeln.

MEINE FRAGE aber: wie soll man mit solchen Leuten umgehen? Ihnen ins Gesicht sagen, was man von denen denkt? Aber das bringt nichts, man kann sie nicht zwingen, einem zu helfen. Beschwerden schreiben bringt meist auch nichts. Also sie einfach meiden und alle Infos selber online suchen?

ZWEITE FRAGE: Warum wird so ein System finanziert? Wer profitiert davon, wenn Angestellten massenweise überhaupt keine Leistung erbringen? Was hat der Kostenträger "Staat" davon? OK, die Illusion eines Sozialstaates zu erhalten, damit die Arbeitsknechte schön motiviert bleiben, klar - aber ist es nicht viiiel zu teuer?
Das ganze politische System scheint absurd, die Aktionen sinnlos, die eigentlichen Bewegungsgründe unerklärbar oder nicht existierend - oder erkennt Ihr da eine versteckte Ordnung im Chaos??

BGS:
Falls man uns Ausgebeutete ständig in Angst hält, Selbstverständlichkeiten vorenthält etc., kann der Irrsinn im neoliberalistischen Sinne der "Entscheider" und Wohlhabenden ungestört (auf unseren Knochen) weitergehen und man hofft wohl, die Kraft des Widerstandes zu brechen (s. Assange etc.).

Es wird verhindert, dass wir uns gemeinsam wehren, die Beamten und "Berater" wären eigentlich ueberfluessig.

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

Muss gleich im Schneesturm zur Schicht.

MfG

BGS

kapitalgesteuert:
Danke für die Antwort; einen schönen Tag trotzdem!

tleary:
Ja, was oben gesagt wurde, stimmt so weit. Was auffällt ist, daß in den letzten Jahren und Jahrzehnten massig solche "Sozialbetreuungsstellen" geschaffen wurden, deren Sinn oder Nutzen für die Betroffenen wohl mehr oder weniger gegen Null geht. Sind diese Stellen im Öffentlichen Dienst aber erst einmal geschaffen, existieren sie quasi ewig. Das Beamtentum wird sich nie selbst abschaffen.

Am Aussichtsreichsten ist wohl eine schriftliche Anfrage wegen deines Anliegens. Dann muß sich der dafür zuständige genau überlegen was er schreibt, weil's eben nachweisbar ist. Zuschicken würde ich es dann per FAX (z.B. Simple-FAX.de), da dann ein Nachweis der Zustellung vorhanden ist.

Aber meistens spielen die dann auf Zeit, antworten dir erst nach Monaten, da es bei Ämtern ja allgemein keine Vorgaben gibt, wie schnell sie dir antworten müssen. Bei Jobcenter & Co. können sie dich ein halbes Jahr zappeln lassen, während du als "Kunde" innerhalb von 3 Tagen auf deren Anforderungen reagieren mußt. Erst dann kannst du etwas Druck machen durch eine Untätigkeitsklage. Aber selbst die bleibt dann für die Behörde ziemlich folgenlos.

Gegenmittel?! - Staat abschaffen!

Troll:

--- Zitat ---Gegenmittel?! - Staat abschaffen!
--- Ende Zitat ---

Sehr beliebt! Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, für "diesen Staat lieber abschaffen" haben Beamte mit ihren Regierungen leider lange für mitgestrickt, in der Regierung ist man sich nicht mal mehr zu Blöd für, ihr habt ja recht, der Staat kann nichts außer Steuern kassieren um steuernd großzügig die Umverteilung daseinsberechtigt(!), voran zu treiben. Staat abschaffen ist genau die Forderung derjenigen die die Bevölkerung als unterwürfige Sklaven sehen wollen.

Das Gegenmittel wäre, wahrscheinlich wie schon immer, das Staatsbedienstete ihrer eigentlichen Aufgabe nach gehen. Es darf sich nicht verselbständigen und/oder ausschließlich einer Partei dienen, dafür sind sie nicht Angestellt.

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