Autor Thema: Zur Migrationsfrage  (Gelesen 52 mal)

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Zur Migrationsfrage
« am: 11:24:27 Mo. 25.Mai 2020 »
Natürlich schafft Migration Probleme. Diese haben ihre Grundlage in nationalen Eigenarten und kulturellen Gegensätzen wie Sprache, familiärer Strukturen und religiöser Gebräuche. Deutsche und ausländische Kollegen stehen auch in Konkurrenz um Arbeitsplätze und Wohnungen. Diese Probleme halte ich für grundsätzlich lösbar. Zum Beispiel durch sozialen Wohnungsbau und radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Desweiteren sind die meisten Migranten Partner im Kampf um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Betrieben. Daher sehe ich nicht die genannten Probleme als das Wesentliche an der Migration, sondern die Assimilation, die Verschmelzung der Nationalitäten.

Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, dass es innerhalb der Migranten -wie auch bei den Deutschen- fortschrittliche und rückschrittliche Menschen gibt. Die rückschrittlichen Menschen müssen wir für fortschrittliche Ideen gewinnen.

Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, dass die imperialistische Politik der EU, die aus Ausplünderung und Unterdrückung der Herkunftsländer der Migranten besteht, die Hauptursache für die Migration darstellt. Es ist halt auch die Politik der Bundesregierung, die die konkreten Ursachen der Flucht, wie wirtschaftliche Zerrüttung, Umweltzerstörung, politische Verfolgung und Kriegswirren schafft.

Wir sollten einerseits in den Herkunftsländern die Kämpfe für die Abschaffung des Elends und die nationale und soziale Befreiung unterstützen, andererseits bei uns die Annäherung der Arbeiter verschiedener nationaler Herkunft durch die Mitgliedschaft in gmeinsamen kulturellen, gewerkschaftlichen und sonstigen Vereinen fördern.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!