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CDU-Laumann plant Förderung für 79 Arbeitslosenzentren in NRW einzustellen

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Frauenpower:
Wobei sich bei mir noch Fragen stellen: wie "privat" und tatsächlich hilfreich können die bis dahin eher privat und eigeninitiativ, womöglich noch selbstverwaltet und ehrenamtlich gestalteten Initiativen dann noch sein? Gerade diese Beratungsstellen zeigten Hilfen und Gesetze auf, was die Jobcenter-SBs nicht taten.

Die Hand der Jobcenter muss aus diesen Beratungsstellen dann raus! Geld zur Förderung und Erhaltung der Institution von mir aus ja - aber ohne Rechenschaftsberichtszeugs und sowas!

counselor:
Vielleicht wäre es -im Sinne der Unabhängigkeit vom Staat- sowieso sinnvoller für die Arbeitslosenzentren, sich aus Spenden aus der Bevölkerung zu finanzieren?

Tiefrot:
Schwierig.
Die Leute, die das dafür nötige Geld haben, brauchen keine Arbeitslosenzentren.
Und die, bei denen Bedarf besteht, haben kein Geld.

Kuddel:
Kohle vom Staat ist nicht unproblematisch. Sie hat auch zum Scheitern von Erwerbsloseninis geführt. Die Begehrlichkeiten führen dazu, daß die Leute für sich einen Beratungsjob wollten und es geht plötzlich ums Geldverdienen und nicht mehr um die Unterstützung von Erwerbslosen.

Anderseits darf man es nicht hinnehmen, daß der Staat immer mehr Finanzen für Jungend-, Kultur- und Bürgerzentren streicht. Oftmals müssen Inis inzwischen Raummiete zahlen, um sich zu treffen. Man muß einfordern, daß der Staat Räume für Kultur, Soziales und Beratung finanziert ohne sich einzumischen.

Das wäre eine einfache, aber wichtige Forderung.

Onkel Tom:
Der Versuch, dem Erwerbslosen jegliche Hilfsmittel entziehen zu wollen, womit sich gegen die
Schikanen des JC zur Wehr setzen können, ist leider nicht neu  >:(

Zu Anfängen von H4 fing es schon damit an, das Sozialfachanwält_innen für ihre gewonnenen
Verfahren, hinter ihrem Geld hinterher rennen müssen. Der Arbeitssektor "Kosten vom JC
eintreiben" nahm zu und hat so einige SF-Anwälte "zur Strecke gebracht"..

Ende des letzten Jahrzehnt war es dann schon so weit, das man bei "spezielllen Fällen" auch
hier in einer Großstadt ordendlich nach suchen muss..

Weitere Problematik, auf "sozialbedingten Wegen" Anwaltskosten auch wirklich erstattet zu
bekommen.. In Hamburg gibt es Prozesskostenhilfe nur dann, wenn keine Leistungen von
anderen Einrichtungen wie Gewerkschaft oder Öffentlicher Rechtsauskunft möglich ist.
Und die letzte Hürde ist die Aussicht auf Erfolg..

Dem Erwerbslosen auf dieser Art und Weise "Durchhaltevermögen" zu entziehen, haben sich
ja einige Erwerbsloseninitiativen auf die Fahne geschrieben, das sie das so nicht mit machen,
haben ihr Suppentöpfchien soweit ausgerührt haben, Erwerbslosen wirksam zu unterstützen.

Jo, das scheint der Regionalpolitik ein Dorn im Auge zu sein, von "Initiativen" a la "Machen Sie
das mal gefälligts richtig ! Dann brauchen wir auch nicht mehr zu klagen.." kontrolliert zu werden.

Außer "blindes Ein-Wege-Vertrauen investieren" bei Gewerkschaft oder Öffentliche Rechtsauskunft
blieb, sich selbst ein Anwalt warm zu halten. Weiter staatlich unabhängige Erwerbsloseninis..

Letzteres bedarf "Unternehmungen"..  ;)

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