Autor Thema: 1.Mai  (Gelesen 1050 mal)

Kuddel

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Re: 1.Mai
« Antwort #15 am: 10:12:18 Fr. 24.April 2020 »
Vorab nochmal geschichtliches:

Zitat
Anfang 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai auf. (...) Acht Anarchisten, die die Kundgebung organisiert hatten, wurden festgenommen und der Verschwörung angeklagt. Vier von ihnen, darunter der Chefredakteur und Herausgeber der Arbeiter-Zeitung, August Spies, wurden durch den Strang hingerichtet, einer beging in seiner Zelle Suizid. Die noch lebenden drei wurden sechs Jahre später begnadigt.

Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale 1889 wurde zum Gedenken an die Opfer des Haymarket Riot der 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen. Am 1. Mai 1890 wurde zum ersten Mal dieser „Protest- und Gedenktag“ mit Massenstreiks und Massendemonstrationen in der ganzen Welt begangen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai

Erstmalig seit 130 Jahren soll am Kampftag der Arbeiterklasse nicht mehr demonstriert werden, meint der DGB. Aber für den DGB ist es auch nicht der Kampftag der Arbeiterklasse, sondern der "Tag der Arbeit". So hat ihn Adolf genannt. Den Tag der Arbeit kann man gern beerdigen!



Livestream statt Kampf! Ich lach mit tot.

Wenn man demonstrieren will, demonstriert man, wenn man kämpfen will, kämpft man.
Die ArbeiterInnen von Voith in Sonthofen machens vor:
















If I had a Hammer...



Sehenswert:



https://www.all-in.de/sonthofen/c-lokales/unbefristeter-streik-bei-voith-in-sonthofen-mitarbeiter-kaempfen-fuer-erhalt-des-standorts_a5061837

counselor

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Re: 1.Mai
« Antwort #16 am: 16:59:42 Sa. 25.April 2020 »
Ich habe mit einem Aktivisten telefoniert. Es wird in Nürnberg am 1. Mai 2020 ab 11 Uhr eine kleine angemeldete Kundgebung an der Ecke Fürther Straße / Glockendonstraße geben.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Fritz Linow

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Re: 1.Mai
« Antwort #17 am: 18:03:14 Sa. 25.April 2020 »
Kurz vor dem 1. Mai ist

Workers’ Memorial Day

Zitat
Der Workers’ Memorial Day ist ein internationaler Tag des Gedenkens an Lohnarbeiter, die aufgrund von Arbeit getötet, verstümmelt beziehungsweise verletzt wurden oder erkrankt sind. Er findet jedes Jahr am 28. April in zahlreichen Ländern statt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Workers%E2%80%99_Memorial_Day

Kuddel

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Re: 1.Mai
« Antwort #18 am: 22:05:56 So. 26.April 2020 »

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Re: 1.Mai
« Antwort #19 am: 13:07:16 Mi. 29.April 2020 »
Die Gewerkschaftsjugend sieht es scheinbar anders als der DGB...







https://www.facebook.com/1MaiJBKiel/

ManOfConstantSorrow

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Re: 1.Mai
« Antwort #20 am: 15:35:15 Do. 30.April 2020 »
Berlin

Zitat
Alles werde dem Infektionsschutz untergeordnet. Statt Deeskalation und Toleranz müssten die Regeln „in diesem Jahr strenger ausgelegt werden“.

Deshalb ist trotz weniger erlaubter Mini-Demonstrationen ein massiver Polizeieinsatz nötig. Etwa 5000 Beamte werden es sein, 1400 Kräfte wurden aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei angefordert, von Brandenburg sogar eine weitere Hubschrauberstaffel, um den Überblick zu behalten.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/linker-protest-trotz-corona-krise-5000-polizisten-am-1-mai-in-berlin-und-weniger-toleranz/25789068.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

admin

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Re: 1.Mai
« Antwort #21 am: 17:11:45 Do. 30.April 2020 »
Erklärung der Internationalen Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-, Catering-, Tabak- und anverwandter Arbeitnehmerverbände (IUL)

Zitat
Der Tag der Arbeit ist unser Tag, trotz der Einschränkungen



Die Worte, die letztes Jahr während der Massenproteste in Chile auf eine Wand projiziert wurden, hallen jetzt überall in der Welt wider: ‘Wir werden nicht zur Normalität zurückkehren, denn die Normalität war das Problem’. Die schwere Wirtschaftskrise, die die Ausbreitung von COVID-19 begleitet, wirft ein grelles Schlaglicht auf diese Normalität.

Die Pandemie hat die Unfähigkeit unserer Gesundheitssysteme enthüllt, einen Notstand zu bewältigen, der vorhersehbar war und vorhergesagt wurde. Die Gesundheitsfürsorge, ein grundlegendes Menschenrecht, ist durch jahrelange Zwangssparmassnahmen, Auslagerung, ‘Just-in-time’-Management und Profitzwänge stark geschwächt worden. Jetzt, angesichts eines Notstands, kämpfen die Gesundheitsfachkräfte mutig mit einem erdrückenden Mangel an Personal, Schutzausrüstung, lebensnotwendigem Material und medizinischen Einrichtungen. Pflegeheime sind für kranke und ältere Menschen zu Massengräbern geworden.

Die Gesundheitskrise ist symptomatisch für eine grössere Pathologie. Die Tafeln in den reichen Ländern sind überfordert, und auf den Strassen Indiens sind Millionen von Tagelöhnern unterwegs, weil anhaltende Unsicherheit ein Allgemeinzustand ist. Die Regierungen sprechen von der Überwindung der Angst im Kampf gegen ‘einen unsichtbaren Feind’, aber die ‘Normalität’ wurzelt in Angst: der Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, der Angst, ausgewiesen zu werden, der Angst, zu erkranken oder sich zu verletzen, der Angst, in eine Schuldenfalle und in Armut zu geraten, der Angst vor Vergeltungsmassnahmen, weil man sich zur Wehr setzt und Solidarität organisiert. Der Tag der Arbeit und die internationale Arbeiterbewegung sind aus dem Kampf gegen die Ausbeutung hervorgegangen, die dieser Angst zugrunde liegt.

Wie die Bergleute, die während des vergangenen Jahrhunderts für Seife sowie höhere Löhne und bessere Grubensicherheit streikten, so mussten in der derzeitigen Krise die Beschäftigten hochprofitabler Fleisch- und Geflügelkonzerne für einen elementaren Arbeits- und Gesundheitsschutz streiken. Gastronomie- und Gastgewerbebeschäftigte, die noch arbeiten, führen den gleichen Kampf, da die Arbeitgeber sich gegen grundlegende Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus und zur Rettung von Menschenleben sperren. IUL-Mitgliedsverbände kämpfen für Seife sowie sauberes Wasser, sichere Transportmittel und Unterkünfte und anständige Löhne für landwirtschaftliche Arbeitskräfte.

Beschäftigte im Lebensmittelsektor und landwirtschaftliche Arbeitskräfte, die früher als entbehrlich angesehen wurden, gelten jetzt als ‘unverzichtbar’. Wird diese Anerkennung über die Krise hinaus zu Investitionen in das Gesundheitswesen und in öffentliche Dienstleistungen, zu sichererer Arbeit für all jene, die einen Beitrag zur Ernährung der Welt leisten, einem uneingeschränkten Schutz der Gewerkschaftsrechte und wirklichen Schritten hin zu einem nachhaltigen Ernährungssystem führen?

Eine ideologische Kehrtwende hat die Reaktion auf die Krise begleitet. Ausgeglichene Haushalte, ein ‘schlanker Staat’ und Sparmassnahmen werden vergessen (aber nicht von allen Finanzministern der Europäischen Union); Regierungen stellen riesige Summen zur Verfügung, um Zusammenbrüche zu vermeiden, und lassen Geld sogar direkt in die Taschen der Menschen fliessen. Erleben wir gerade ‘das Ende des neoliberalen Kapitalismus’, wie die französische Bank Natixis vor Kurzem behauptete?

Als das globale Finanzsystem 2008 zusammenbrach, wurden ausserordentliche Massnahmen zu seiner Wiederbelebung getroffen, und man sagte uns, dass nichts so bleiben könne wie zuvor. Das öffentliche Finanzwesen wurde auf Staatskosten wiederbelebt, danach kehrten wir zur ‘Normalität’ zurück. Ein grosser Teil der Welt litt immer noch unter den Folgen dieser fehlgeschlagenen Reaktion, als COVID-19 auftauchte. Die ‘Normalität’ taumelt von einer Krise zur anderen, und wir sind mit einem globalen Klimanotstand konfrontiert.

Werden die Regierungen ein aufgeblähtes Finanzsystem disziplinieren, das (wiederum) einen grosszügigen Teil der Rettungspakete erhält, ohne demokratische Aufsicht? Werden sie in noch höherem Masse auf ‘öffentlich-private Partnerschaften’ setzen, wenn eine Rückkehr zur Normalität erklärt wird und es wie gewohnt weitergeht, weil ‘es keine Alternative gibt’? Werden sie die erforderlichen Mittel bereitstellen, um einen ökologischen Kollaps zu verhindern? Werden Arbeitsmigranten und -migrantinnen, denen als Krisenmassnahme jetzt ein Aufenthaltsrecht gewährt wird, ihre Aufenthaltsgenehmigungen behalten, wenn die Pandemie sich abschwächt, und werden auch auf künftige Migranten und Migrantinnen davon profitieren? Werden landwirtschaftliche Arbeitskräfte weiterhin für Seife kämpfen müssen?

Die Antwort hängt in hohem Masse von uns ab. Der Status quo ist nicht nur unhaltbar, wie die australische United Workers Union (auf Englisch) zu Beginn der Krise erklärte: 'Momente des Bruchs schaffen Raum und geben Anstösse für Veränderungen.' Sozialer Fortschritt ist nie spontan aus einem Zusammenbruch entstanden; wir müssen diesen Raum gestalten. Wenn öffentliche Güter nach der Rückkehr zur Arbeit öffentlicher Kontrolle unterstellt werden sollen, bedarf es einer sehr viel stärkeren Arbeiterbewegung und einer ehrgeizigeren politischen Agenda. Und wenn wir tatsächlich die Rückkehr des Staates erleben, nachdem man uns jahrzehntelang gepredigt hatte, dass ‘der Markt’ die einzige Institution ist, auf die die menschliche Gesellschaft gegründet werden kann, was für ein Staat wird das dann sein? Unter dem Deckmantel der Krise setzen viele Regierungen ihre Attacken auf die Rechte fort, und die Krise gibt ihnen neue Instrumente an die Hand. Autoritäre Regierungen werden gestärkt aus der Pandemie hervorgehen, wenn wir uns nicht organisieren, um die demokratischen Rechte zu verteidigen, die wir benötigen, um gemeinsam atmen, organisieren und kämpfen zu können.

Seit 1890 begehen die Arbeiter und Arbeiterinnen weltweit den Tag der Arbeit in Streikpostenketten, auf Kundgebungen, in Gefängnissen, in Konzentrationslagern und inmitten von Aufständen; in diesem Jahr werden wir erstmals seit 130 Jahren nicht auf die Strasse gehen. Der Tag der Arbeit bleibt aber unser Tag, der Tag, an dem die Arbeiterschaft ihre globale Solidarität und ihr globales Engagement für den Kampf für eine neue Welt bekräftigt.
http://www.iuf.org/w/?q=de/node/7654

Kuddel

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Re: 1.Mai
« Antwort #22 am: 14:30:19 Fr. 01.Mai 2020 »
Bericht aus Kiel
Ich war schon früh, 20 min vor Kundgebungsbeginn, am Ort des Geschehens. Es waren bereits Leute dort. Diese Bilderstrecke zeigt, wie der Platz sich nach und nach füllt. Ein Feld auf dem Platz der Matrosen war mit Flatterband gekennzeichnet, auf dem Pflaster waren Kreidekreuze, auf denen die Kundgebungsteilnehmer stehen sollten. 50 Teilnehmer sind für die Maikundgebung genehmigt worden. Die waren bereits vor Kundgebungsbeginn überschritten.

































Es war nicht nur bei den Schildern und Transparenten so: Es ging weniger um Virus und Pandemie, sondern auch in den Reden um soziale Fragen (& Migration und Kriegstreiberei) und Arbeit. Die erste Rede thematisierte bereits, wie erbärmlich es vom DGB war, alle Kundgebungen abzusagen. Man wollte mit dieser Kundgebung sich nicht gegen die Gewerkschaft richten, sondern einfach das umsetzen, was die Gewerkschaft hätte machen sollen. Einige der Kundgebungsteilnehmer gehörten zur Gewerkschaftsjugend. Auf den Transparenten wurde ein Kurswechsel in der Klassenauseinandersetzung gefordert und man sprach Klartext: "Sozialpartnerschaft ist Arbeiterverrat!"

Ich habe mich während der Kundgebung viel unterhalten (etwas was mir im Ausnahmezustand sehr fehlt) und mitgekriegt, daß auch andere in ihren Bekanntenkreis erleben, wie Menschen durch Pandemie und Ausnahmezustand völlig verunsichert sind mit den merkwürdigsten Folgen. Plötzlich sprechen sich Linke für totalitäre Maßnahmen aus und finden sogar den Söder gut.

Diese Kundgebung war ein wichtiger Schritt nach vorn. Ich habe mich umgehört, wieviel Teilnehmer an ihr wohl teilgenommen haben. Die Schätzungen lagen zwischen 200 und 250. Auch nach meiner Meinung nach waren es definitiv über 200. Einer meinte, bei diesem Sauwetter wären auch zu einer DGB Demo kaum mehr Leute gekommen. Nur 50 waren genehmigt, in Berlin hat man angekündigt mit einem gewaltigen Polizeiaufgebot alle größeren Zusammrottungen aufzulösen, aber die KielerInnen haben sich jedenfalls nicht einschüchtern lassen.

Ich habe gehört, man wollte im Anschluß noch nach Kiel-Gaarden, um da weitere (und nicht genehmigte) Kundgebungen durchzuführen.  Ich habe nur einen Bruchteil der Redebeiträge mitbekommen. Was ich hörte, gefiel mir gut, es ging um die durch die Krise ausgelöste Verschärfung der Ausbeutung und Verarmung. Es wurde vieles konkretisiert, wie es in der Arbeitswelt bereits heute aussieht. Zuletzt sprach ein Vertreter einer Migrantenorganisation. Er thematisierte nochmal die prekäre Arbeit, die in dieser Krise nicht beachtet wird, man hält das Heer migrantischer Putzkräfte für selbstverständlich. Wir müssen uns auf heftige soziale Auseinandersetzungen und Kämpfe vorbereiten, die nun anstehen.

Für mich war diese Kundgebung ein Anzeichen für ein Ende der Schockstarre, die der Pandemie und dem Ausnahmezustand folgte. Ich empfand diese selbstauferlegte(!) Friedhofsruhe einfach nur als deprimierend.

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Re: 1.Mai
« Antwort #23 am: 01:29:14 Sa. 02.Mai 2020 »
Der 1. Mai in Wien
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Re: 1.Mai
« Antwort #24 am: 05:51:59 Sa. 02.Mai 2020 »
Zitat
NÜRNBERG / 1. MAI -'"1. Mai lässt sich nicht verbieten"

Mit unserer 1.Mai-Kundgebung sorgten wir im Nürnberger Stadtteil Gostenhof für einiges Aufsehen und hatten auch viele Zuhörer "außenrum", die auch fleißig mitklatschten.

So war die Auflage von 50 genehmigten Zuhörern zwar eingehalten, jedoch ging der Teilnehmerkreis weit darüber hinaus. Fast 50 ständige Teilnehmer lauschten auf den gekennzeichneten Standplätzen diszipliniert unter Einhaltung der Gesundheitsvorschriften den zahlreichen Wort- und Musikbeiträgen.

Neben der MLPD sprachen Vertreter der ATIK, des Rebell, der Montagsdemo, des Frauenverbandes Courage, zwei Gewerkschaftskollegen und ein Vertreter der Medizinerplattform des Internationalistischen Bündnisses. Ein Schwerpunkt war die Kritik an den Notstandsmaßnahmen der Regierung und der Stadtverwaltung, die einen Umzug durch den Stadtteil untersagt hatte.

Nicht zu kurz kam die vielfältigen Anliegen und auch Probleme der Kolleginnen und Kollegen durch die Corona-Maßnahmen und Kurzarbeit. Einen wichtigen Schwerpunkt bildete auch die internationale Solidarität mit den unter der Corona-Krise leidenden Flüchtlingen. In Nürnberg waren weitere acht Veranstaltungen angemeldet - und vom Ordnungsamt auf 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt.

Dass es dann teilweise etwas mehr waren, natürlich mit Mundschutz und Transparenten, wurde geduldet. Das zeigt, dass der 1. Mai als internationaler Kampftag der Arbeiterklasse sich nicht verbieten lässt und lebendig ist wie eh und je.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw18/mehr-teilnehmer-als-genehmigt-kritisieren-notstands-und-fluechtlingspolitik

Zitat
Nürnberg: Über Tausend Menschen nehmen sich am revolutionären 1. Mai selbstbewusst die Straße

Trotz massiver Einschränkungen der Versammlungsfreiheit ließen sich heute, am 1. Mai in Nürnberg über 1.000 Menschen das Recht auf Protest gegen die herrschenden Verhältnisse nicht nehmen. Genehmigt waren ursprünglich nur stationäre Kundgebungen mit Obergrenzen was TeilnehmerInnen und Zeit angeht.

Quelle: https://www.redside.tk/2020/05/01/nuernberg-ueber-tausend-menschen-nehmen-sich-am-revolutionaeren-1-mai-selbstbewusst-die-strasse/#more-19957
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ManOfConstantSorrow

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Re: 1.Mai
« Antwort #25 am: 09:05:53 Sa. 02.Mai 2020 »
Zitat
In Berlin sind zum 1. Mai Tausende Demonstranten auf die Straßen gegangen. Innensenator Geisel kritisierte angesichts der Kontaktbeschränkungen die "geballte Unvernunft".
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/tausende-linke-demonstrieren-trotz-kontaktbeschraenkungen-in-berlin-a-2926b80d-92ca-49eb-89dc-4ea13b92a3f8
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Fritz Linow

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Re: 1.Mai
« Antwort #26 am: 19:25:04 Sa. 02.Mai 2020 »
Auch in Austin/Texas wurde gestern der 1. Mai gefeiert:







Schöne Provokation.

Filmchen mit Anmeldung:
https://www.youtube.com/watch?v=Y1s_M4DoAaI&feature=youtu.be

Onkel Tom

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Re: 1.Mai
« Antwort #27 am: 00:32:56 So. 03.Mai 2020 »
Schön und das ausgerechnet in dem konserativen Texas.. Passt  ;D
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re: 1.Mai
« Antwort #28 am: 19:33:36 So. 03.Mai 2020 »
Nachtrag zum 1.Mai in Kiel.

Nach der angemeldeten Kundgebung am Hauptbahnof, die 4-5 mal so groß geworden ist wie erlaubt, entschloß man sich, spontan auch ungenehmigte Kundgebungen in Gaarden zu machen.







Zitat
Im Anschluss führten einige Aktivist*innen vier weitere kleine Kundgebungen im Stadtteil Gaarden durch. Am Ernst-Busch-Platz, Alfons-Jonas-Platz, Vinetaplatz und in der Iltisstraße gab es Redebeiträge zu Wohnraum, Pflege, Arbeit und der Situation von Geflüchteten in der Corona-Krise. Desweiteren wurde Gaarden solidarisch gegen Corona und die Mieter*inneninitiative Mietwucher vorgestellt sowie zur Krachmachen-Aktion gegen die Abwälzung der Krisenlasten von oben nach unten am selben Abend mobilisiert.

An dieser beteiligten sich pünktlich um 19.55 Uhr zahlreiche Menschen an Fenstern, auf Balkonen, auf der Straße und auf Häuserdächern. Insbesondere in der Iltisstraße und am Vinetaplatz wurde es einige Minuten mächtig laut: Raketen schossen in den Abendhimmel, Böller krachten, Kochtöpfe klimperten, die Intenationale schallte durch die Straße, Fahnen wurden geschwenktt und sogar eine Querflöte konnte vernommen werden. Als alles schon vorbei war, kurvten ein paar Polizeigefährte irritiert durch den Stadtteil.
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Was für mich zählt, ist einfach die Angst zu überwinden, die sich seit dem Lockdown breitgemacht hat. Man kann und muß seine Meinung sagen, ob man darf oder nicht. Je mehr es tun, desto schwerer ist es, es zu unterdrücken.


counselor

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Re: 1.Mai
« Antwort #29 am: 18:59:00 Mo. 04.Mai 2020 »
Zitat
1. MAI IN AFRIKA - Proteste bis hin zu Aufständen gegen Hunger, Ausgangssperre und für den Schutz vor Corona!

Auf dem afrikanischen Kontinent verboten die Herrschenden im Windschatten der Corona-Pandemie alle Kundgebungen zum 1. Mai. Doch die Arbeiterklasse ließ sich ihren Kampftag nicht nehmen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw19/proteste-bis-hin-zu-aufstaende-gegen-hunger-ausgangssperre-und-fuer-den-schutz-vor-corona
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