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1.Mai

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BGS:
Naja, seit 11 Minuten ist hier 1. Mai, Bär, Luchs und Wolf sagen sich gerade "Gute Nacht".

MfG

BGS

counselor:


Auch in Nürnberg gab es zwei Demonstrationen zum 1. Mai. Auf unserer Demo waren wir ca 200 Menschen, die lautstark durch die Südstadt gezogen sind. Beim revolutionären 1. Mai sollen sich etwa 1000 Teilnehmer beteiligt haben.

Kuddel:
Mein Bericht von der Maidemo in Kiel:



Man sammelte sich vor dem Hauptbahnhof.



Besonders erfreulich fand ich die Beteiligung der kurdischen Community.



Sonst wäre es eher eine Veranstaltung der linken Subkultur.



Es waren aber selbst die doofen Jusos dabei.



Es war schon gemischt. Für mich war es mal wieder die Chance mit ein paar Leuten zu quatschen. Das kommt ja im Coronaalltag viel zu wenig vor.



Der Platz der Matrosen füllte sich erstaunlich.



Das sollte sich jeder hinter die Ohren schreiben!



Ich hab einen Kumpel getroffen, der erzählte, daß er bereits bei der Kundgebung des DGB am Vormittag dabei gewesen ist. Die hat ihm überraschend gut gefallen. Ein großer Jugendblock, Reden von Jugendvertretern und einiges aus den Betrieben.



Das war ein deutliches Manko dieser "linksradikalen" Demo. Es gab im Vorfeld eine Anfrage bei der Gewerkschaft der Servicekräfte, ob sie nicht einen Redebeitrag beisteuern könnte. Sie befinden sich gerade in der Vorbereitung eines unbefristeten Streiks an den Unikliniken und hatten deshalb vielleicht keine Zeit dazu. Schade.



Unsere Privatdiskussion war recht rege. Ich fand die Redebeiträge relativ ok. Mich nervte, daß stets Corona im Mittelpunkt stand. Auch wenn einiges im Zusammenhang mit Corona zu Recht kritisiert wurde, wurde versäumt darauf hinzuweisen, daß die Krise auch ohne Covid19 gekommen wäre, daß diverse Probleme mit der Arbeitssituation, mit der Wohnproblematik und den sozialen Entwicklungen ähnlich wären, sie sind durch die Pandemie nur beschleunigt und verschärft wurden. Wie gesagt, ich halte es für eine echtes Problem, daß die Menschen in der Coronasituation immer überspannter und aggressiver werden. Ich halte es für alles andere als gut, die Ängste noch zu befeuern. In einer Rede hieß es, daß die Herrschenden 70.000-fache Mörder sind. Jens Spahn sei ein Mörder. Mein Gott, warum jetzt auf einmal die Aufregung!?! Die Herrschenden gehen schon immer über Leichen. Der nicht ausreichende Arbeitsschutz in der Arbeitswelt, eine völlig verfehlte Verkehrspolitik, eine mörderischen Antimigrationspolitik, das Versenden von Bundeswehrsoldaten in alle Welt, der wirtschaftliche Umgang mit Entwicklungsländern, all das tötet nicht erst seit gestern Menschen. Mich nervte auch, daß der "Kapitalismus" in nahezu jeder Rede bekämpft wurde. Das ist nicht viel mehr als eine Floskel. Warum bleiben die praktischen Beispiele aus, wie man am Arbeitsplatz oder im Umgang mit dem Vermieter sich der kapitalistichen Logik widersetzen kann??



Mein Kumpel war da weitaus weniger gnädig. Er war schwer genervt, wie autoritär viele Forderungen waren. Egal ob es um einen Lockdown oder die Enteignungen geht, immer soll es von oben kommen. Er meinte, er sei froh, daß diese Leute nicht an der Macht sind.





Erfreulich war schon, daß die Demo gut besucht wurde. Ich gehe von gut 300 Teilnehmern aus, vielleicht 400. (ich bin gespannt auf andere Schätzungen. Meine taugen nicht viel.) Das wären doppelt so viele wie letztes Jahr. Nicht übel.







Mein Lieblingstransparent!



Detailansicht.



Das Transparent kann man auf jeder Demo hochhalten!



Der Stadtteil Düsternbrook ist das Bonzenviertel, die Villengegend. Dort ging die Demo hin.



Die Demo nach Düsternbrook dauerte wohl fast 3 Std. Das war mir altem weißen Sack zu heavy. Ich begab mich nach der Auftaktkundgebung wieder auf den Weg nachhaus.

counselor:

counselor:
Hier ein Bericht vom revolutionären 1. Mai in Nürnberg

--- Zitat ---Bericht: Tausende auf revolutionärer 1. Mai Demonstration 2021

Heute, am 01. Mai 2021, beteiligten sich zwischen 2.500 und 3.000 Personen an der Demonstration des revolutionären 1. Mai Bündnis. Bedingt durch die Corona-Pandemie änderte sich einiges an der inzwischen schon seit 30 Jahren statt findenden Demo. Der traditionelle Auftakt am Bauernplatz konnte in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Statt dessen wich man in den Rosenau-Park aus, wo wesentlich mehr Platz zur Verfügung stand, um,  Pandemie-konform, Abstand halten zu können.
Schon am Auftakt wurde klar, dass in diesem Jahr trotz Pandemie tausende Menschen kommen würden, um ihren Unmut über die aktuell herrschenden Zustände auszudrücken. Thematisch war der revolutionäre erste Mai, wie jedes Jahr, breit aufgestellt. Einen Schwerpunkt bildete die aktuell herrschende ökonomische Krise, die Corona-Pandemie, sowie die Auswirkungen dieser, welche vor allem die lohnabhängige Klasse betreffen.
--- Ende Zitat ---

Quelle: https://www.redside.tk/2021/05/01/bericht-tausende-auf-revolutionaerer-1-mai-demonstration-2021/

Bilder aus Berlin:

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