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Trotz Coronakrise: Es wird wieder gestreikt

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Kuddel:
Auch wenn der DGB am liebsten nur noch online-Streiks sehen möchte, sehen die ArbeiterInnen es anders:

Es wird wieder gestreikt!


--- Zitat ---Streik im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat heute begonnen

Die im Entsorgungsbereich Beschäftigten der REMONDIS Seenplatte Logistik GmbH sind am heutigen Dienstagmorgen in den Streik getreten. Vor die Betriebsstandorte Möllenhagen, Neustrelitz und Malchin sind Streikposten aufgezogen.

Der Nordkurier zitiert den bisherigen ver.di- Verhandlungsführers und jetzigen Streikleiters Mathias Bialuch mit der Aussage, dass REMONDIS nach vier Verhandlungsrunden kein verbessertes Angebot vorgelegt hätte. Im Raum ständen 1,2 Prozent Lohnerhöhung.

„Den Beschäftigten hilft kein Klatschen für Corona-Helden, sondern ein Lohn, von dem sie leben können”, so Bialuch laut Nordkurier. Fahrer verdienten monatlich zwischen 1700 und 2100 Euro brutto. Der Durchschnitt in Mecklenburg liege aber bei etwa 2500 Euro, im Bundesschnitt seien es sogar rund 3500 Euro. Die Beschäftigten von REMONDIS Seenplatte Logistik seien somit das Schlusslicht in einem ohnehin „lohngebremsten“ Bundesland. REMONDIS argumentiert dagegen mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise, die auch den Konzern treffen werde.

Die Arbeitsniederlegung wird sich auf den gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte auswirken. Bislang hat REMONDIS keine Verhandlungsbereitschaft signalisiert.
--- Ende Zitat ---
https://e-mag.press/brancheninfo-aktuell-37-05-2020/


--- Zitat ---IG Metall Leipzig:
Streik bei Schaudt Mikrosa

Leipzig. Die Beschäftigten des Leipziger Traditionsunternehmens Schaudt-Mikrosa für Premiumtechnologie im Rund-, Unrund- und Universalschleifen legten am vergangenen Mittwoch »spontan und kollektiv die Arbeit nieder«, hieß es am Freitag in einer Pressemitteilung der IG-Metall-Geschäftsstelle Leipzig. Damit reagierte die Belegschaft auf die kürzlich angekündigte Schließung durch die Schweizer United Grinding Group. Mitarbeiter und IG Metall hätten ein »Moratorium für einen fairen Wandel« vorgeschlagen, entsprechende Pläne für konkrete Investitions- und Produktperspektiven für Standort und Beschäftigte ausgearbeitet. Die Unternehmensleitung habe die Schließung beschlossen, ohne vorher die Alternativvorschläge zu prüfen. »Das ist nicht nur ideenlos, sondern respektlos gegenüber den Mitarbeitern«, so Bernd Kruppa, Erster Bevollmächtigter der Leipziger Metaller, der zugleich weitere Proteste ankündigte.
--- Ende Zitat ---
https://www.jungewelt.de/artikel/379033.ig-metall-leipzig-streik-bei-schaudt-mikrosa.html

Kuddel:

--- Zitat ---Bautzen: Senf-Mitarbeiter fordern West-Löhne

30 Jahre nach der Wende verdienen die Kollegen in Bayern immer noch 700 Euro mehr. Das bringt die Beschäftigten auf die Palme - und zum Streik vors Werktor.


--- Ende Zitat ---
https://www.saechsische.de/plus/streik-bei-bautzner-senf-5213330.html

Kuddel:
Den Ostdeutschen ArbeiterInnen platzt der Kragen. Sie fordern 30 Jahre nach der Wiedervereinigung den gleichen Lohn wie im Westen.


--- Zitat ---Erstmaliger Streik bei Lausitzer Früchte
Streik Arbeiterinnen kämpfen für Lohnangleichung


--- Ende Zitat ---
https://www.blick.de/sachsen/erstmaliger-streik-bei-lausitzer-fruechte-artikel10881076


--- Zitat ---Lohnangleichung: Streik bei Unilever-Knorr in Auerbach
Forderung: "Die Lohnmauer muss fallen "


--- Ende Zitat ---
https://www.blick.de/vogtland/lohnangleichung-streik-bei-unilever-knorr-in-auerbach-artikel10883988

Kuddel:

--- Zitat ---Streik für Lohngerechtigkeit in der Ernährungsindustrie
Streikkundgebung der Beschäftigten der sächsischen Ernährungsindustrie setzt klares Zeichen für Lohnangleichung


Streikzug in Dresden

Am 17. Juni, dem Jahrestag des Arbeiteraufstandes in der DDR 1953, haben knapp 300 Beschäftigte verschiedener Betriebe der sächsischen Ernährungsindustrie in Dresden für Lohngerechtigkeit und eine Angleichung demonstriert. Denn auch im 30. Jahr der Deutschen Einheit gibt es noch immer beträchtliche Lohnunterschiede zu vergleichbaren westdeutschen Betrieben und Tarifgebieten. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). In zahlreichen Betrieben wurde die Arbeit niedergelegt, teilweise bis zu 48 Stunden.

Lohnlücke soll geschlossen werden

In den vergangenen Monaten haben die Beschäftigten in den Betrieben der Ernährungswirtschaft unter schwierigen Corona-Bedingungen ihre Arbeit gemacht und die Lebensmittelversorgung gesichert. Sie wurden richtigerweise als systemrelevant erklärt. Die Gewerkschaft hatte damals Verantwortung übernommen und im März geplante Streiks ausgesetzt. Nun wollen die Beschäftigten, dass sich endlich etwas ändert. Die Lohnlücke beträgt für Facharbeiter in einzelnen Betrieben bis zu 700 Euro brutto monatlich oder sogar mehr.

Die NGG fordert, die bestehende Lohnlücke zu schließen und hatte die Arbeitgeber bereits im Oktober 2019 in den beginnenden Lohntarifverhandlungen dazu aufgefordert, dafür eine Vereinbarung zu treffen. Bisher weigert sich der Sächsische Arbeitgeberverband Nahrung und Genuss (SANG), darüber zu verhandeln. Die Arbeitgeber lehnen einen Einstieg in die Lohnangleichung ab. Stattdessen haben sie einseitig empfohlen, die Löhne um 3% zu erhöhen, was nichts mit Angleichung zu tun hat, bestenfalls die Lohnlücke gleich lässt. Zudem fordert die NGG für die unterste Lohngruppe einen Stundenlohn von mindestens 12 Euro, um - zumindest bei Vollzeitarbeit - Armut heute und im Alter zu verhindern.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

"Nach 30 Jahren deutscher Einheit muss endlich Schluss gemacht werden mit dem Billiglohnland Ost. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das sollte in Deutschland eigentlich selbstverständlich sein. Die Lohnmauer muss weg! Die Kundgebung heute setzt dafür ein klares Zeichen", erklärt Olaf Klenke, stellvertretender Vorsitzender der NGG Ost und Verhandlungsführer. "Die Beschäftigten vieler Betriebe der sächsischen Ernährungswirtschaft haben sich dafür mit den Streiks eindrucksvoll zu Wort gemeldet, um die Blockade der Arbeitgeber aufzubrechen. Sollte es weiterhin keine Bewegung geben, werden die Arbeitskampfmaßnahmen ausgeweitet."
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https://www.blick.de/sachsen/streik-fuer-lohngerechtigkeit-in-der-ernaehrungsindustrie-artikel10886745

Kuddel:

--- Zitat ---Bautzen
Streik bei Lausitzer geht weiter

Beschäftigte des Fruchtverarbeiters aus Sohland kämpfen für einen Euro mehr Stundenlohn. Bisher erfolglos. Entmutigen lassen sie sich aber nicht.


Seit 16. Oktober streiken Mitarbeiter der Lausitzer Früchteverarbeitung in Sohland. Sie wollen ihren Arbeitskampf auch nächste Woche fortsetzen.

--- Ende Zitat ---
https://www.saechsische.de/bautzen/streik-lausitzer-fruechteverarbeitung-sohland-streikwoche-deharde-tarifverhandlungen-keine-einigung-in-sicht-5301827-plus.html

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