Autor Thema: STUTTGART Daimler: Weitere 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr  (Gelesen 400 mal)

counselor

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Zitat
STUTTGART - Daimler: Weitere 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Laut „Automobilwoche“ will Daimler zusätzlich zum bereits im November 2019 mit dem Betriebsrat vereinbarten Stellenabbau von 10.000 – 15.000 Arbeitsplätzen bis 2025 weitere 10.000 Stellen vernichten.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw26/daimler-weitere-10-000-arbeitsplaetze-in-gefahr-1
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Re: STUTTGART Daimler: Weitere 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr
« Antwort #1 am: 17:14:54 So. 12.Juli 2020 »
Zitat
DAIMLER - Mehr als 15.000 Arbeitsplätze in Gefahr!

Während die Aktionäre die Hauptversammlung der Daimler AG am 8. Juli an ihren Monitoren zu Hause verfolgten, demonstrierten verschiedene Aktionsbündnisse vor dem Trainings-Zentrum in Stuttgart. Sie forderten die Streichung der Dividenden, den Stopp des Exports von Militärfahrzeugen und des SUV-Klimawahnsinns.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw28/mehr-als-15-000-arbeitsplaetze-in-gefahr
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Troll

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Re: STUTTGART Daimler: Weitere 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr
« Antwort #2 am: 20:25:49 So. 12.Juli 2020 »
Was da noch alles aus dem Ende des Verbrenners erpresst werden wird kann man sich ausmalen, da wird mal wieder der treu ergebene Staatsapparat ran müssen um wenigstens ein Mindestmaß an sozialer Verantwortung zu heucheln bzw. vorzuspielen.
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Re: STUTTGART Daimler: Weitere 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr
« Antwort #3 am: 22:12:38 Mo. 13.Juli 2020 »
Was da noch alles aus dem Ende des Verbrenners erpresst werden wird kann man sich ausmalen, da wird mal wieder der treu ergebene Staatsapparat ran müssen um wenigstens ein Mindestmaß an sozialer Verantwortung zu heucheln bzw. vorzuspielen.

Wie  wahr.

MfG

BGS
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https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
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Re: STUTTGART Daimler: Weitere 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr
« Antwort #4 am: 11:37:58 Do. 23.Juli 2020 »
Zitat
SINDELFINGEN / HAMBACH (FRANKREICH) - Wir lassen unsere Smart-Kollegen nicht im Stich!

Mit Millionen Steuergeldern finanziert wurde in Hambach das Daimler-Smart-Werk errichtet und tausende Kollegen inkl. Zulieferer verdienen ihr Geld für sich und ihre Familien.

Noch vor zwei Jahren verkündete der Daimler-Vorstand Millionen-Investitionen für den Bau des EQB (B Klasse elektrifiziert) in Hambach. Und jetzt, was wird? Als Smart von Daimler an seinen Aktionäre Geely verkauft wurde, war es beschlossene Sache, dass zukünftig der Smart aus China kommt. Längst vor der Corana Pandemie die scheinbar jetzt für alles herhalten muss, mit Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise 2018, hat der Daimler Konzern die Weichen gestellt.

Es geht nicht nur um den Standort Sindelfingen, Stuttgart und andere Standorte, sondern es geht um jeden Arbeitsplatz im Konzern. Jeder Arbeitsplatz, der weg fällt, fehlt für die Zukunft der Jugend. Der Plan zum Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen, den Vorstand Porth auch mit Entlassungen angekündigt hat, stößt vielerorts auf Widerstand.

Für Freitag, den 24.Juli 2020, ruft der gewerkschaftsübergreifende Zusammenschluss von Smart-Unternehmen am Standort Smartville, SAS Automobil und Logistik, Faurecia, Thyssenkrupp, Magna Uniport und Chassis, Seifert, MCT Mosolf, alle Mitarbeiter, ihre Familien und ihre Angehörigen, die Bevölkerung, sowie die gewählten Vertreter aller Seiten auf, ihre Kräfte zu bündeln und Solidarität für die Erhaltung von Industriearbeitsplätzen auf dem Gelände zu entwickeln. Es findet auch eine Demonstration statt.

Kolleginnen und Kollegen aus Sindelfingen werden hinfahren zur gemeinsamen Solidarität. Der Verein der Freunde der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz Sindelfingen e.V. steht von Anfang an an der Seite der Hambacher Belegschaft. Auch die IG-Metall-Vertrauensleute Daimler Deutschland sind solidarisch; ebenso wurde das Thema auf der virtuellen Betriebsversammlung im Werk Sindelfingen angesprochen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw30/wir-lassen-unsere-smart-kollegen-nicht-im-stich
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Re: STUTTGART Daimler: Weitere 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr
« Antwort #5 am: 15:17:13 Sa. 01.August 2020 »
Zitat
DAIMLER - Konzernweiter Kampf um die Zukunft der Beschäftigten ist nötig!

Daimler plant drastische Angriffe auf die Belegschaft.

Das Manager-Magazin spricht inzwischen von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen, die vernichtet werden könnten. Davon allein 17.000 in der Sparte Trucks. Laut Personalvorstand Wilfried Porth sind betriebsbedingte Kündigungen „nicht mehr ausgeschlossen“ – das gleiche gilt offensichtlich auch für Werksstilllegungen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw31/konzernweiter-kampf-um-die-zukunft-der-beschaeftigten-die-antwort-auf-den-generalangriff-der-geschaeftsleitung
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Re: STUTTGART Daimler: Weitere 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr
« Antwort #6 am: 12:27:18 So. 02.August 2020 »
Zitat
DAIMLER - Um uns selber müssen wir uns selber kümmern!

Am 28. Juli wurde das Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Daimler-Vorstand und dem Gesamtbetriebsrat (GBR) veröffentlicht.

Die Arbeitszeit aller indirekten Bereiche soll vom 1. Oktober 2020 bis 31. September 2021 um zwei Stunden in der Woche reduziert werden – und zwar ohne Lohnausgleich. Das sind mindestens 200 Euro weniger. Die sogenannte Ergebnisbeteiligung wird gestrichen. Das tarifliche Zusatzgeld wird zwingend in acht freie Tage umgewandelt.

Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht sprach von einem „deutlichen Beitrag zur Sicherung der Beschäftigung und Stabilisierung unserer Finanzlage“. Niemand solle sich in seiner Existenz bedroht fühlen. „Mehr noch: Beschäftigung bei Daimler bleibt bis 2030 gesichert, und betriebsbedingte Kündigungen bleiben ausgeschlossen“, sagte Brecht.

Von wegen! Sind die sogenannte natürliche Fluktuation, vorzeitige Altersteilzeit, ein Abfindungsprogramm, Nicht-Übernahme befristet angestellter Beschäftigter usw. keine Arbeitsplatzvernichtung? Die Arbeitsplätze sind weg, auch wenn dies vorläufig ohne direkte Kündigungen vonstatten geht. Und: Einen „Aufhebungsvertrag“ unterzeichnen bedeutet Verzicht auf arbeitsrechtliche Schritte, wie etwa einen Kündigungsschutzprozess. Eine konkrete Zahl nannte Daimler am Dienstag nicht. Zuletzt hatten Berichte über 20.000 bis hin zu 30.000 Stellen die Runde gemacht.

Personalvorstand Wilfried Porth zufrieden: „Wir danken der Belegschaft für ihren wichtigen zeitlich befristeten Beitrag, um diese Krise gemeinsam zu bewältigen. Nur so kommen wir gestärkt und sicher aus der Krise und sichern damit die Zukunft des Unternehmens und der Arbeitsplätze“. Doch von Gemeinsamkeit kann keine Rede sein. Vielmehr wälzt Daimler damit die Lasten der verschiedenen kapitalistischen Krisen auf die Belegschaft ab.

Dazu wurde diese mit einem wahren Horrorkatalog erpresst: betriebsbedingte Kündigungen seien nicht mehr ausgeschlossen, Schließung von Hambach/Frankreich und Pläne für das Aus von Werken in Brasilien, Mexiko und Südafrika sowie Streichung von Schichtzulagen und Weihnachts-/Urlaubsgeld!

Doch jetzt seien die Kündigungen vom Tisch, gelte weiterhin die „Zukunftssicherung“. Michael Brecht, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, rechtfertigt seinen Kniefall vor Daimler: „Die vereinbarten Eckpunkte sind ein deutlicher Beitrag zur Sicherung der Beschäftigung und Stabilisierung unserer Finanzlage. (Die) Beschäftigung bei Daimler bleibt bis 2030 gesichert."

Gesichert ist jedoch nur, dass Daimler auch in der Krise Maximalprofite machen kann. Selbst die Stuttgarter Zeitung titelt: „Vorerst keine Kündigungen." Doch der Vorstand selbst hat klar gesagt, dass er sich an die Vereinbarung "Zukunftssicherung 2030" nicht mehr gebunden sieht, aufgrund der Krisensituation. Doch unabhängig davon hält er an der Vernichtung von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen fest, was v.a. zu Lasten der Jugend geht.

Dass Daimler den Generalangriff erst in Teilen mit „freundlicher Unterstützung“ des GBR umgesetzt hat, zeigt seine Angst vor der Belegschaft. Nicht zuletzt, weil die Vorschläge der MLPD und anderen klassenkämpferischen Kräften für einen konzernweiten Kampf um jeden Arbeitsplatz und für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, mit einem bundesweiten Aktionstag als Auftakt, auf fruchtbaren Boden fallen.

Erste Reaktionen im Stammwerk zeigen, dass die Arbeiter mit dem Verhandlungsergebnis unzufrieden sind. Denn sie rechnen in Bälde mit neuen Erpressungen, wie Porth schon angedeutet hat. Während die Kollegen in den indirekten Bereichen die Reduzierung der Arbeitszeit selbst bezahlen sollen, sollen sie nach den Schulferien weiter Kurzarbeit machen, mit entsprechenden Lohneinbußen. Noch zu wenig sehen die Kollegen, dass Daimler alle Belegschaften angreift und es deshalb einer konzernweiten Antwort bedarf.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw31/sicherung-der-arbeitsplaetze-nein-des-maximalprofits
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