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Warum eine Partei?

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counselor:
Linker YouTuber über die Notwendigkeit einer Arbeiterpartei

Ferragus:
Wichtig wäre auch die Frage nach den Voraussetzungen und Bedingungen ein solchen Partei - es gibt heute ja kaum kommunistischen Gruppen in  allen größeren Städten des Landes noch eine andauernde Verbindungen zwischen ihnen. Habe hin und wieder den Eindruck, dass die Kommunisten noch sehr von den Erfahrungen aus der Zeit zwischen den Weltkriegen  zehren und die Übertragung der daraus entwickelten Einsichten auf die gegenwärtige Gesellschaft, die doch von einem ideologischen Burgfrieden gekennzeichnet ist, nicht recht glücken will.

Kuddel:
1. Ich fand das Video so fürchterlich, ich habe nach kurzer Zeit abgeschaltet.
2. Ich verstehe die Sehnsucht nach einer Arbeiterpartei nicht wirklich. Die Hoffungen, die in die SPD, später PDS, dann Linkspartei gesetzt wurden, wurden enttäuscht. Soll man jetzt so lange neue Parteien gründen bis es irgendwann einmal paßt?

Ich denke, es sollten erst einmal soziale Kampfe vorangetrieben werden, Kämpfe gegen Verarmung, Bevormundung, Erniedrigung und Entrechtung. Betriebliche Kämpfe, Kämpfe mit Vermietern, Auseinandersetzungen mit Jobcentern und Ausländerbehörden.

Wenn diese Auseinandersetzungen sich verbreitet haben, daß man von Bewegungen sprechen kann, werden die Beteiligten sich Gedanken machen, welche organisatorischen Strukturen notwendig wären, um diese Kampfe zu verstetigen und zu verbinden.

Ob dann eine Parteistruktur die Organisationsform der Wahl sein wird, wage ich zu bezweifeln. Das werden die Notwendigkeiten innerhalb der Kämpfe und die Bedürfnisse der Beteiligten zeigen.

Troll:
Ich glaube selbst wenn sich alle Kommunistischen Grüppchen einig wären hätten sie einen schweren Stand angesichts jahrzehnte langen Antikommunistischen Mainstreams, es wurde in die Köpfe gemeiselt und die vorhandenen kommunistischen Gruppen tun sehr oft ihr übriges in dem sie tatsächlich nachweislich gescheitertes versuchen zu verkaufen/aufzuwärmen, Methode, es war ja nicht alles schlecht, wir machen es besser, wirklich, echt jetzt.

Kuddel:
Dieser Argumentation mag ich nicht folgen.
Wir sollten uns doch nicht vom Mainstream vorschreiben lassen, was wir denken und tun sollen.
Es mag ja sein, daß es einen allgemein verbreteiteten und alles dominierenden Antikommunismus gibt. "Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden." (Karl Marx)
Ich sehe das also keinesfalls als Grund die Finger davon zu lassen und erstmal abzuwarten, bis die Mehrheitsmeinung sich postitv verändert hat. Im Gegenteil, das wäre eine Herausforderung und ein Ansporn, sich gegen die herrschende Meinung zu stellen.

Ich bleibe aber dabei, daß ich mich für Parteigründungen nicht begeistern kann und deren Notwenigkeit auch nicht sehe.

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