Autor Thema: notebooksbilliger.de  (Gelesen 397 mal)

Nikita

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notebooksbilliger.de
« am: 21:23:03 So. 11.April 2021 »

notebooksbilliger.de auch als nbb bekannt, hat ein heftiges Bußgeld von mehr als 10 Mio Euro aufgrund von Verstößen gegen Datenschutzrechte erhalten, welches noch nicht rechtskräftig ist. Der Geschäftsführer sieht hier einen armen Mittelstandsbetrieb gefährdet. Die Vorwürfe sind aber nicht ohne, schließlich wird ihm vorgeworfen, dass Mitarbeiter umfassend überwacht und durch die Überwachung diszipliniert werden sollen. Der kleine Mittelständler ist übrigens (Stand 2018) umsatzstärker als Mediamarkt und Saturn.
Ich für meinen Teil mache erst mal einen virtuellen Bogen um notebooksbilliger.de .

https://www.heise.de/news/Millionen-Bussgeld-wegen-Videoueberwachung-gegen-notebooksbilliger-de-5018458.html

Millionen-Bußgeld wegen Videoüberwachung gegen notebooksbilliger.de
Der Elektronikhändler notebooksbilliger.de soll 10,4 Millionen Euro Bußgeld zahlen, weil er laut Landesdatenschutzbehörde Mitarbeiter mit Kameras überwacht hat.


Die Landesbeauftragte für Datenschutz (LfD) Niedersachsen Barbara Thiel hat ein Bußgeld in Höhe von 10,4 Millionen Euro gegen den Elektronikhändler notebooksbilliger.de (NBB) verhängt. Das Unternehmen habe über mindestens zwei Jahre seine Beschäftigten per Video überwacht, ohne dass dafür eine Rechtsgrundlage vorgelegen habe. Die unzulässigen Kameras hätten unter anderem Arbeitsplätze, Verkaufsräume, Lager und Aufenthaltsbereiche erfasst.

Gegenüber c't verwehrte sich Firmengründer Arnd von Wedemeyer gegen die Vorwürfe. NBB nutze Kameras, um den Warenfluss bei Lagerung, Verkauf und Versand der Produkte zu verfolgen. Bei verschwundener oder beschädigter Ware würden die gespeicherten Aufzeichnungen allenfalls nachträglich auf Hinweise untersucht. Dieses Vorgehen sei bei Versand- und Logistikunternehmen Standard. Überdies habe man in dem seit 2017 laufenden Verfahren eng mit der LfD kooperiert, "um eine vollständige Compliance mit der DSGVO auch aus Sicht der Behörde sicherzustellen".
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Das Unternehmen notebooksbilliger.de aus der niedersächsischen Kleinstadt Sarstedt ist nach Erhebungen aus dem Jahre 2018 der umsatzstärkste Online-Elektronikhändler Deutschlands, noch vor Mediamarkt.de, Saturn.de oder Alternate.
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"Wir sind ein überschaubarer Mittelständler und kein anonymer Großkonzern. In unseren Lagern und Versandzentren arbeiten kleine Teams, da benötigen Vorgesetzte keine Videoaufnahmen, um Mitarbeiter beurteilen zu können. Sofern die Datenschutzbeauftragte Niedersachsen etwas anderes suggeriert, ist dies grob falsch und gefährdet unseren guten Ruf." Offenbar solle "hier auf Kosten unseres Unternehmens ein Exempel statuiert werden, das mit notebooksbilliger.de nur wenig zu tun hat. Es geht darum, ein möglichst abschreckendes Bußgeldregime in Sachen Datenschutz zu etablieren."

Die LfD Barbara Thiel sieht das anders: "Wir haben es hier mit einem schwerwiegenden Fall der Videoüberwachung im Betrieb zu tun", erklärte sie. Die immer wieder vorgebrachte, angeblich abschreckende Wirkung der Videoüberwachung rechtfertige keinen dauerhaften und anlasslosen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten: "Wenn das so wäre, könnten Unternehmen die Überwachung grenzenlos ausdehnen. Die Beschäftigten müssen aber ihre Persönlichkeitsrechte nicht aufgeben, nur weil ihr Arbeitgeber sie unter Generalverdacht stellt", so Thiel. Videoüberwachung sei ein besonders intensiver Eingriff in das Persönlichkeitsrecht, da damit theoretisch das gesamte Verhalten eines Menschen beobachtet und analysiert werden könne.

Kuddel

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Re: notebooksbilliger.de
« Antwort #1 am: 17:14:55 Mo. 12.April 2021 »
Der ganze Kram mit dem Datenabsaugen, weiternutzen, weiterverkaufen etc. ist doch absolut absurd und furchtbar. Mich macht die Internetnutzung zunehmend kirre. Wir wissen nur ein Bruchteil von dem, was abgeht. Ansonsten sind wir weitgehend wehrlos. Daß es noch Datenschutzbeauftragte gibt, die sich in unserem Sinne einsetzen, halte ich fast schon für einen glücklichen Zufall.