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seit 01.05.2020 wieder AL

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Sir Vival:
Hallo,
ich bin seit dem 1. Mai 2020 wieder AL.
Wurde im Februar fristlos entlassen, nachdem ich pers. Probleme mit einem Meister bekam.
Vorher wochenlanges Vorbereiten zum Mobbing. Es war eine leidige Geschichte.......
Am Ende war es so, dass ich bis heute nicht weiß, warum ich eigentlich entlassen wurde, denn vor Gericht ging das alles nicht.
Spätestens da hätten sie ja den Grund erläutern müssen.

Die fristlose wurde nach Klageerhebung letztendlich außergerichtlich in eine fristgerechte Kündigung geändert.
Ich hätte die besten Chancen gehabt auf "Erfolg", ganz am Ende kamen die aber mit einem "Kollegen", der gegen mich aussagen würde.
Also klares Ergebnis: meine Aussage gegen 2 Aussagen (1 Meister und ein Kollege).
Das geht leider so, hieß es und wenn ein ganz doofer Richer dahockt, hätte ich auch alles zurückzahlen müssen, falls die fristlose durchgegangen wäre.
Ich war nämlich von Ende Februar (Ausspruch der fristlosen) bis 01.05.2020 AU geschrieben, bekam zudem von der KK Krankengeld, da die fristgerechte Kündigung zum 31.03.2020 bestand.  :Q

Dann AL gemeldet.
"Behandlung" ist seitdem gut (ALG1), ich werde in Ruhe gelassen, die Sachbearbeiterin ist wirklich bemüht und nett, hatte schon ein Schulung, die ich aber abgebrochen habe aus Corona-Gründen und nun suche ich weiter.

Ich fand zum 1. März 2021 eine gute Stelle in der technischen Hausverwaltung, also ein völlig anderes Gebiet als mein erlerntes (Metall).
Trotzdem bekam ich brutto 300 Euro mehr als bei meiner letzten Stelle als Zerspanungsmechaniker  ;D ;D ;D ;D Witzig, oder?
Ich habe den Job gut gemacht, so bekam ich die Rückmeldung nach 2,5 Wochen von der Chefin.
Alle Sachbearbeiter waren zufrieden.
Plötzlich am 31.03.2021, als ich mit 1500 Euro Kaution in bar ins Büro zurückkam und am PC weiter arbeiten wollte, bekam ich die Kündigung (in der Probezeit)
Das war´s. Warum, weiß ich auch nicht. Kein Grund wurde genannt.
Vielleicht hab ich ja ein doofes Gesicht....aber beim Bewerbungsgespräch hatte ich ja keine Nikolausmaske auf....

Nun wieder auf der Suche.
Mein ALG1 wurde letztes Jahr schon auf 14 Monate erweitert (wg. Corona oder wg. meines Ü50 Alters?).
Ich bekam da keine Antwort und ich frage auch nicht mehr nach.
Anfang 2021 (während der Weiterbildung) wurde es dann bis Ende September verlängert.
Hoffentlich finde ich bis dahin etwas.

Ich kann bisher nur sagen, dass ich generell (noch) nichts schlechtes über das Amt sagen kann.
Liegt es an Corona, liegt es an meinem Alter? Keine Ahnung.
In den letzten 15 Jahren habe ich da schon völlig andere und viel schlechtere Erfahrungen gemacht.
Ich weiß....noch ALG1

Was ich beschissen finde:
Die Art und Weise, wie mit Weiterbildung umgegangen wird. Es wird das unterstützt, was beiden gut tut (der Afa und dem Bildungsträger) in Form der momentan bereitgestellten Bildungsangebote. Da wirst du dann reingesteckt und gut ist. Ob Häkeln, Stricken oder Geschirrspülen...in meinem Fall war es 3D-Druck (additive Fertigung).
So ein Dreck wird nie und nimmer Fuß fassen in der Metallindustrie. Aber egal.

Eine Weiterbildung, die mich wirklich weiterbringen würde in meinem Beruf (z.B. CNC-Fräsen), bekomme ich nicht.
Dann eben Fahrer (habe ich früher schon mal gemacht). Dazu brauchst du aber den Schein für das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG).
Kostet 525 Euro und das zahle ich nicht einfach so privat. So zumindest meine Einstellung bis die letzten Wochen.......

"Wenn ein Arbeitsvertrag vorliegt, zahlen wir die Qualifikation...." heißt es immer.
Wenn ich den Schein privat zahlen will in einer 5-Tage-Schulung (Mo-Fr), hieß es, das ginge nicht, denn ich stehe dann der AfA nicht zu Verfügung. Nein..... :Q
Man kann es drehen und wenden, wie man will. Man bekommt nie das, was einen weiterhilft. Egal, ob man es selber finanzieren will ode nicht.
Es werden immer Steine in den Weg geworfen.......

Ich werde es jetzt so machen: ich melde mich 1 oder 2 Wochen krank, sobald ich den Termin für einen Kurs habe, dann geht´s los :-)
Gleich danach melde ich Urlaub an...hatte ja seit Februar 2020 keinen mehr  8)

Für die Rente bin ich mit fast 55 Jahre zu jung, obwohl ich über 36 Jahre schon arbeite und eingezahlt habe.

Weiteres sehe ich dann wohl ab Ende September.........falls......

tleary:

--- Zitat von: Sir Vival am 12:11:44 So. 18.April 2021 ---"Wenn ein Arbeitsvertrag vorliegt, zahlen wir die Qualifikation...." heißt es immer.
Wenn ich den Schein privat zahlen will in einer 5-Tage-Schulung (Mo-Fr), hieß es, das ginge nicht, denn ich stehe dann der AfA nicht zu Verfügung. Nein..... :Q
Man kann es drehen und wenden, wie man will. Man bekommt nie das, was einen weiterhilft. Egal, ob man es selber finanzieren will oder nicht.
Es werden immer Steine in den Weg geworfen.......

--- Ende Zitat ---
Es gäbe auch noch eine andere Möglichkeit: Du meldest dich einfach für die Zeit der Umschulung aus der Arbeitslosigkeit ab. Dafür brauchst du nicht einmal einen Grund angeben. Einfach FAX an die AfA, mit dem Zeitraum, wie lange du kein Geld mehr von der AfA bekommen möchtest. Bei dir eben nur 1 oder 2 Wochen. Danach wieder anmelden. Vorteil: Das verlängert deinen ALG-1-Anspruch um die Zeit der Abmeldung. Du verlierst also noch nicht mal Geld, wenn du das machst, weil sich deine Bezugsdauer dann um den Zeitraum der Abmeldung nach hinten verlängert.
Und ich glaube man ist sogar noch 1 Woche lang nach der Abmeldung krankenversichert. Müsste dir aber ein Experte bestätigen. Am besten Mal bei der AfA an deren Hotline (0800er-Nummer) unter Nicht-Namensnennung und mit unterdrückter Rufnummer anrufen, und fragen, wie sich das konkret verhält.


--- Zitat ---Ich werde es jetzt so machen: ich melde mich 1 oder 2 Wochen krank, sobald ich den Termin für einen Kurs habe, dann geht´s los :-)
Gleich danach melde ich Urlaub an...hatte ja seit Februar 2020 keinen mehr  8)

--- Ende Zitat ---
Naja, ist etwas riskant, finde ich. Was machst du, wenn etwas auf dem Kurs unfallmäßig passiert, und das herauskommt, daß du da "gearbeitet" hast (ist Fortbildung "Arbeit")? - Gut, das weiß ich nicht.

Aber das mit der Ab- und Anmeldung vom ALG-1-Bezug wäre doch eine gute Idee? - Müsstest natürlich etwas Rücklagen haben, damit du diese einkommenslose Zeit überbrücken kannst.

mousekiller:
Meine Erfahrungen mit der BA ist auch (fast) durchweg positiv. Ich habe letztes Jahr im Juli gekündigt, nachdem dort über ein halbes Jahr Terror durch die Chefin an der Tagesordnung war. In dem Moment war es mir dann auch scheißegal, dass sie 14 Tage später in den Urlaub fahren wollte und ich den Laden in der Zeit hätte allein schmeißen müssen. Im Nachgang hatte ich dann nur noch einen Streit wegen des Zeugnisses vor dem Arbeitsgericht, weil das absolut grottig war.

Wegen meines Alters habe ich Anspruch auf 14 Monate ALG 1. Die Bewilligung ging ratzfatz, ich hatte nur zwischendurch mal eine Diskussion wegen des Krankengeldes. Selbst eine persönliche Vorsprache war obsolet, da ich mich online identifizieren konnte.

Mittlerweile habe ich wieder eine Anstellung, gleiche Branche, größere Kanzlei, kürzere Arbeitszeit bei gleichem Gehalt. Das Team dort ist super, man spricht miteinander und die Chefs behandeln einen nicht von oben herab. Besser gehts nicht.

Onkel Tom:
Gelben Schein und auf zur Weiterbildung wird schlecht funzen.. Dann lieber ganz
ohne AU und was keiner weiß, macht keinen heiß..Bei durch AU erlangter Weiterbildung
kann die "künftig bessere Bewerbungsmappe" zum Bommerang werden, ertappt zu
werden oder müsstest das als Sahnehäubchien auf Tasche halten, bis Du was findest,
worauf Du auch Bock hast.

Ist halt genau so ein Roulette-Spiel wie OAW-Antrag stellen oder ohne sich vom Acker
zu machen.  ::)

Sir Vival:
 ;D
Tach,

ich hab´s jetzt ganz anders gemacht.
Bei einer Fahrschule für LKW, zu der aus der Region fast alle Firmen gehen und ihre Fahrer (auch mein zukünftiger AG) hinschicken, mache ich seit 3 Wochen immer Samstags jeweils 1 Modul.
Das coole, was bei der DEKRA nicht gesagt wurde: durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und weil ich Ü50 bin, kostet es nur 50%. Hast du keine Berufsausbildung, bekommst du sogar 70% Ermäßigung! Das nenne ich mal sozial!
Das mit dem Ü50-Kriterium bestätigt mir auch, dass es allg. für Ü50 AN sehr viel schwieriger ist, Arbeit zu finden. Also kein Trugschluß.....

Der ÖD-AG hätte das für mich bestimmt auch bezahlt. Aber ich wollte halt nichts dem Zufall überlassen. Das sind jetzt 300 Euro für die 5 Module, Fahrerkarte hab ich auch schon. Das sind kleine Beträge, die ich selbst gezahlt habe.

Ja....das mit dem Ab- und Anmelden.....da wäre ich echt zu faul gewesen. Da kommen doch bloß wieder dummer Fragen. Ich versteh´ mich mit meiner Sachbearbeiterin echt gut. Wenn, dann hätte ich es so gemacht mit "Was niemand weiß, mach niemanden heiß...."
Unfall? Na und? Dann hätte ich nen privaten Unfall gehabt. Ist doch egal. Niemand fragt, wann du wo warst. Geht keine Sau was an.

@mousekiller: "Ich habe letztes Jahr im Juli gekündigt....."
Hast du da ne Sperre bekommen? Oder warst du bei nem Psychologen wg. Attest?

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