Autor Thema: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?  (Gelesen 1082 mal)

MarcoW75

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Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« am: 21:39:16 Mo. 24.Mai 2021 »
Hallo,
ich bin leider seit Januar 2021 im ALG2-Bezug und konnte es leider nicht vermeiden, dass ich ab Juni 2021 ein "Coaching" mitmachen muss. Nun, da ich erst im Oktober 2020 ein Bewerbungstraining gemacht habe,sind meine Bewerbungsunterlagen schon speziell auf meinen Berufszweig (die IT) zugeschnitten und benötigen keinerlei Überarbeitung in diesem Coaching. Darüber hinaus bin ich wegen jobbedingter Probleme mit Stress und Depressionen bereits seit längerer Zeit in psychologischer Behandlung und habe nicht das Bedürfnis, dass mir da irgendein dahergelaufender Coach ohne psychologische Ausbildung drin herumpfuscht.  Beides habe ich dem Maßnahmeträger auch so mitgeteilt.
Was mir aber so richtig aufstößt ist der Umstand, dass der Maßnahmeträger unbedingt Praktika für mich "arrangieren" will. Natürlich mit den üblichen Versprechungen,dass man dann ja vielleicht anschließend übernommen würde. Ich wünschte, ich hätte jedesmal einen Zehner bekommen, wenn ich diesen dämlichen Spruch in irgendeiner Maßnahme gehört habe. Ich hab meinen Beruf mal gelernt und folglich auch einen Abschluß. Ich habe auch Berufserfahrung und habe es sicher nicht nötig, mich mit fast 46 Jahren noch für irgendeine Firma kostenlos zum Affen zu machen, die mich sowieso nicht übernehmen wird. Denn ich war schon mehrfach arbeitslos und habe entsprechend auch schon mehrfach Praktika gemacht, die immer gleich endeten: Ich hab mir den Hintern aufgerissen, habe bis zu 60% mehr geschafft als die normalen Angestellten und wurde doch immer mit den typischen Ausreden ("Deine Leistungen reichen nicht!", "Du passt nicht ins Team!", "Uns ist gerade ein Auftrag weggebrochen!") in die Wüste geschickt. Und bei solchen Erfahrungen soll ich tatsächlich so leichtgläubig sein, dass ein Praktikum in meinem Alter plötzlich die große Chance sei, irgendwo einen Job zu finden ? Ja ne, is klar.
Meine Frage: wie kann ich dem Maßnahmeträger deutlich machen, dass ich definitiv KEIN Praktikum mehr machen werde ?
 

Onkel Tom

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #1 am: 13:17:23 Di. 25.Mai 2021 »
Hallo,
ich bin leider seit Januar 2021 im ALG2-Bezug und konnte es leider nicht vermeiden, dass ich ab Juni 2021 ein "Coaching" mitmachen muss.
...

Wiso musst Du leider ? Beim ganzeinheitlichen Coaching muss vom Elo eine Unterschrift her, die eine freiwillige
Teilnahme schriftlich bestätigt, da Privates des Elos mit einbezogen werden soll (GANZIL-Prinzip).

Zitat
...
Darüber hinaus bin ich wegen jobbedingter Probleme mit Stress und Depressionen bereits seit längerer Zeit in
psychologischer Behandlung und habe nicht das Bedürfnis, dass mir da irgendein dahergelaufender Coach ohne
psychologische Ausbildung drin herumpfuscht.  Beides habe ich dem Maßnahmeträger auch so mitgeteilt.
...

Sehe ich auch so, aber warum hat Du dich selbst damit in die Pfanne gehauen, mit dem daher gelaufenen
Küchen-Plüschologen überhaupt über dein Gemüt zu kommunizieren ?

Ist Dir nicht bewusst, das sowas schon unter "Privatgeheimnis" steht ?

Hüstel.. Ich vermute, das Du im Zustandekommen einer solchen Maßnahme einen Fehler gemacht hast,
der jedoch lösbar scheint.. Um diese Maßnahme schadensfrei abbrechen zu können, muss geschaut
werden, was die Verträge (EGV und Angebot/Zuweisung) dazu sagen und mit was Du es genauer zu tun
hast.

Und wenn Du schon ein Praktikum absolvieren sollst, suche dir einen, der nichts
mit diesem Maßnahmenträger am Hut hat, da vom MTvorgesetzte Praktika eine
Ausbeutungs-Verstrickung inne haben könnte..

Zitat

...
Meine Frage: wie kann ich dem Maßnahmeträger deutlich machen, dass ich definitiv KEIN Praktikum mehr machen werde ?

Danach forschen, was im Zustandekommen schief gelaufen ist und ggf. Maßnahme kündigen. oder
durch AU (nicht unter einem Monat) zum Abbruch bringen..

Und in Zukunft gegenüber Maßnahmenträger oder JC besser die Klappe darüber halten, wie es dir gerade
geht oder welche Wehwechen Du hast.. De Anleiter vom Maßnahmenträger ist auch die Petze ans JC..
(Teilnehmer-Beurteilung)

Jojo, erst "Stärken und Schwächen" ausschnüffeln und später weiß SB ganz genau, wie deine Schwächen
aus zu nutzen sind, damit Du so funktionierst, wie die "Hauptsache-Arbeit-Welt" das will..

Weniger reden ist mehr verstehst ?  ;)
Lass Dich nicht verhartzen !

horrorexitmytoday

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #2 am: 07:54:46 Mi. 02.Juni 2021 »
Hallo MarcoW75,

kann gut verstehen, dass Du die Schnauze voll hast von Praktika nach den Erfahrungen. Du kannst eigentlich nicht mehr tun, als es dem Massnahmetraeger so mitzuteilen wie hier in Deinem Beitrag.
Wenn Du in psychologischer Behandlung bist, könntest Du Dir ne AU-Bescheinigung holen und dem Träger zeigen, dass er mit seinem Praktikumsgedoens das Gegenteil von dem erreicht, was er will, er verhindert dann nämlich die "erfolgreiche Wiedereingliederung", wenn er Dir das Praktikum aufdrängt und Du wieder nicht eingestellt wirst. Das zieht Dich dann wieder runter usw. Der Typ muss kapieren, dass ER dann die Verantwortung dafür trägt.

Deine klare Ansage wegen des Herumpfuschens ist genau richtig. Du hast ehrlich kommuniziert und kannst Deinen wunden Punkt als As im Ärmel nutzen.

@Tom: Ich gebe zu, dass hier mancher in die Falle tappt, beim Träger zuviel über sich zu erzählen. Ist mir ja auch schon passiert. Was ich nicht verstehe, ist die teilweise fehlende Empathie hier im Forum, die ich bei mehr als nur einem Hero Member beobachtet habe. Man berichtet von seinen Erfahrungen und bekommt Vorwürfe zu hören:

"Wie konntest du nur..."
"Sowas macht man nicht..."
"Selbst schuld..."

Der Betroffene wird hier zum Täter gemacht., weil er zu offen war, seine Telefonnummer nicht hat löschen lassen, von seiner Therapie erzählt hat, usw.
Wie die Frau, im kurzen Rock, die sich nicht wundern darf, wenn sie angegrapscht wird. Oder Schlimmeres.
Der ELO fordert also den SB oder den Träger auf, ihm zu schaden, ihn in Maßnahmen zu stecken usw.?
Meinst Du, dass jemandem mit Depressionen geholfen ist, wenn ihm noch der schwarze Peter zugeschoben wird? Da hat man schon genug mit Sebstvorwuerfen und Zweifeln aller Art zu kämpfen,  und wendet sich sicher nicht an andere hier, um dann nochmal abgewatscht zu werden.

Ich dachte, das ist hier ein SOLIDARISCHES Forum. Oder nicht?

Bin echt stocksauer, was hier stellenweise vom Stapel gelassen wird.

MarcoW75

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #3 am: 09:40:39 Mi. 02.Juni 2021 »
Ich habe mitnichten mit irgendeinem "Kuschelpsychologen" irgendeines Maßnahmeveranstalters über meinen psychischen Zustand im Detail gesprochen,sondern lediglich mitgeteilt,dass ich in psychologischer Behandlung bin und es daher nicht zulassen werde, dass da irgendein Möchtegernpsychologe eines Maßnahmeträgers versucht, selbst dran rumzupfuschen. Es heißt nicht umsonst "Viele Köche verderben den Brei!".

Was Praktika angeht: Ich habe durchaus Verständnis für Praktika, die dazu dienen, theoretisch erlernte Fähigkeiten auch mal praktisch anzuwenden (z.B. im Rahmen von rein Umschulungen). Auch zur Berufsfindung von Jugendlichen sind Praktika nicht persè schlecht. Aber ich habe ein arges Problem damit, weiterhin Praktika zu machen, um irgendeiner Firma mal wieder ein paar kostenlose Arbeitskräfte zu bescheren. Schon gar nicht, wenn ich den Beruf, den ich dort ausüben soll, mal tatsächlich gelernt habe und es auch nichts gibt, was ich durch ein Praktikum "festigen" müsste. Wenn eine Firma tatsächlich Personal braucht, soll sie Leute richtig einstellen, denn um die Person bei Untauglichkeit recht schnell wieder loszuwerden, gibts immerhin die zu bezahlende Probezeit.
 

Spiegelei

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #4 am: 14:45:53 Mi. 02.Juni 2021 »
Du kannst hier keine Hilfe mehr erwarten, außer das du anfängst alles abzuwehren und ggf. dich bei unpassenden Maßnahmen krank schreiben lässt. Mit 46 gehört man halt zum alten Eisen. IT bedarf permanenter Fortbildung, ständig teure Zertifikate (Microsoft, Cisco, SAP). Sonst steht man beim nächsten AG ohne irgendwas da. Wenn du im Programmieren nicht richtig fit bist (Kein http gedöns), wirds eher schwierig. Die Bastler und Schrauber, ich kaufe mal neue Laptops, werden nicht mehr gebraucht, weil das kann inzw. jeder Schüler, Azubi. In der heutigen Zeit wird der Durchschnitt nicht mehr durchgezogen. Die Gesellschaft, Firmen zahlen nur noch für herausragende Leistungen. Das soll kein arroganter Angriff sein. Bestandsaufnahme, was bekomme ich mit 46 noch hin, wo es auch Geld gibt und dann ggf. sich neu orientieren und realistische Ziele setzen. IT ist ein äußerst schnelllebiges Geschäft, womit selbst jüngere schnell an Ihre Grenzen kommen. Ich kenne jemand der meinte er kann das alles und sitzt halt als Ein-Mann Kämpfer bis heute als Selbständiger in seinem Laden und versucht Aufträge an Land zu ziehen. Das geht auch bis zur Rente so weiter. Wem das Spaß macht, um gerade mal so seine Miete und Kosten zu decken. Viel Erfolg.

Draisine

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #5 am: 23:07:48 Mi. 02.Juni 2021 »
Hallo MarcoW75,

Du hast Dir leider schon mit der Erwähnung dessen selbst die Suppe versalzen. Denn allein die Info über Deine psychologische Behandlung ist und war eine Privatangelegenheit. Allein mit der Offenlegung gegenüber Jobcenter und/oder Träger hast Du schlafende Hunde geweckt. Insbesondere das Einschätzungs- und Vermutungsermessen Deines/r SB. Im Hinblick darauf, dass bei Dir genau das das vermittlungsrelevante Hauptproblem an der bisher gescheiterten Integration sein könnte. Mit der Wiederholung dessen beim Träger ist das eben nicht mehr nur "lediglich".


Ich habe mitnichten mit irgendeinem "Kuschelpsychologen" irgendeines Maßnahmeveranstalters über meinen psychischen Zustand im Detail gesprochen,sondern lediglich mitgeteilt,dass ich in psychologischer Behandlung bin und es daher nicht zulassen werde, dass da irgendein Möchtegernpsychologe eines Maßnahmeträgers versucht, selbst dran rumzupfuschen. Es heißt nicht umsonst "Viele Köche verderben den Brei!".


Du bist in dieser Maßnahme überhaupt nur wegen der Erwähnung dessen, vermute ich mal. Insbesondere, wenn es sich hier um die Maßnahme "Ganzil" handeln sollte. Ich kenne die vorherigen Ausschreibungen dieser Standard Maßnahme. Daher kann ich das mit ziemlicher Sicherheit annehmen. Bist du in dieser Maßnahme ? Oder welche Bezeichnung hat Dein Coaching genau? Das wäre wichtig zu wissen. Und -ist Dein JC eine gE oder eine Optionskommune? Für einen regulären Abwehr Tipp des Praktikums wäre das wichtig.

Spiegelei

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #6 am: 01:21:17 Fr. 04.Juni 2021 »
Wenn eine Bewerbungsmaßnahme zu keinem Erfolg führt, wird gerne ein Coaching angeordnet, damit hier explizit Druck ausgeübt wird. Das kann der Coach natürlich nur, indem er Praktika organisiert. Alles standard procedere, ob nun psychologische Behandlung oder nicht...Das interessiert den SB nicht, da er versucht den HE schnellstmöglich zu vermitteln. Mehr nicht. Wenn der Coach da nichts tut ist er das JC als Auftraggeber ganz schnell wieder los...

Draisine

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #7 am: 19:02:46 Fr. 04.Juni 2021 »
Wenn eine Bewerbungsmaßnahme zu keinem Erfolg führt, wird gerne ein Coaching angeordnet, damit hier explizit Druck ausgeübt wird.
So ist es nicht. Die meisten ganzheitlich ausgerichteten Bewerbungsmaßnahmen beeinhalten aktuell dazu ein Coaching und zu mindestens 70 Prozent auch die Möglichkeit von Praktika. Das bedeutet aber nicht automatisch Druck oder beabsichtigten Druck.
Denn in solchen Maßnahmen gibt es nur die (meist) 10 Prozentige Vorgabe an den Träger/Coach, was die geforderte Anzahl von Vermittlungen betrifft. Genau deswegen müssen sich 90 Prozent der Teilnehmer gar keinen Kopf machen. Weil sie nicht zu den 10 Prozent gehören werden. Die 10 Prozent Klausel trifft übrigens auch auf die Maßnahme GANZIL zu. 

Das kann der Coach natürlich nur, indem er Praktika organisiert.
Den einzigen Druck haben dann die 10 Prozent, damit der Träger die Provison kassieren kann. Und dazu sucht sich natürlich die Bildungsbude vorher die Erwerblosen raus, wo ihm die Provision sicher erscheint. Je nach Maßnahmekonzeption soll der Teilnehmer dann (möglichst) via Praktika beim AG oder anderweitig noch 6 Wochen oder 6 Monate regulär in Arbeit kommen. Denn genau darum geht es. Insoweit stimme ich mit Dir überein, wenn du da meintest: 

Alles standard procedere... da er versucht den HE schnellstmöglich zu vermitteln. Mehr nicht...

...Ob nun psychologische Behandlung oder nicht...Das interessiert den SB nicht,

Auweia, hast Du eine Ahnung, was inzwischen die aktuelle Vielfalt an Maßnahmen für Elo mit diesem temporären "Handicap" betrifft. !! Denn nach den gelieferten 10 Prozent der Elo, mithin zur Kennzahlen Schönung des SB, verbleiben nun 90 Prozent  -meist für Folgemaßnahmen, aufgrund von Empfehlungen des Trägers, in dessen Abschlussbericht für den SB. Den der Träger meist gleich per BA Formular F. 5.1 oder F.2. über eine Schnittstelle im Verbis oder Prosoz System direkt an den SB sendet.  Meistens ohne dem Teilnehmer Einsicht zu gewähren oder ihm eine Kopie auszuhändigen, was unzulässig ist. Der Teilnehmer hat Anspruch auf eine Kopie dessen. Und sollte das auch nutzen, damit er eben nicht zum Opfer einer möglichen endlos Maßnahmekette wird. Das erscheint mir übrigens wichtiger -als sich vorrangig um ein Praktikumsrisiko  einen Kopf zu machen.   

Wenn der Coach da nichts tut ist er das JC als Auftraggeber ganz schnell wieder los...

Nö, eher nicht. Denn die Träger erfüllen fast immer die Vorgaben an die Quote und den Papierkram. Je mehr Infos zu privaten Befindichkeiten des Teilnehmers und damit zu dessen (angeblichen) Vermittlungshemmnissen der Träger feststellt und übermittelt, umso mehr "Stoff"hat dann der SB. Um dem ehemaligen Teilnehmer daraus ein weiteres neues Maßnahme Gängelband zu weben.

Onkel Tom

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #8 am: 00:14:02 Sa. 05.Juni 2021 »
Hallo MarcoW75,

kann gut verstehen, dass Du die Schnauze voll hast von Praktika nach den Erfahrungen...
...

@Tom: Ich gebe zu, dass hier mancher in die Falle tappt, beim Träger zuviel über sich zu erzählen. Ist mir ja auch schon passiert. Was ich nicht verstehe, ist die teilweise fehlende Empathie hier im Forum, die ich bei mehr als nur einem Hero Member beobachtet habe. Man berichtet von seinen Erfahrungen und bekommt Vorwürfe zu hören:

"Wie konntest du nur..."
"Sowas macht man nicht..."
"Selbst schuld..."

Der Betroffene wird hier zum Täter gemacht.,
...
Meinst Du, dass jemandem mit Depressionen geholfen ist, wenn ihm noch der schwarze Peter zugeschoben wird? Da hat man schon genug mit Sebstvorwuerfen und Zweifeln aller Art zu kämpfen,  und wendet sich sicher nicht an andere hier, um dann nochmal abgewatscht zu werden.

Ich dachte, das ist hier ein SOLIDARISCHES Forum. Oder nicht?

Bin echt stocksauer, was hier stellenweise vom Stapel gelassen wird.

Da hast Du m.E. etwas in den falschen Hals bekommen.. Klaro ist dieses Forum solidarisch zu Erwerbslosen,
doch es nützt leider nichts, wenn Faktisches mit tröstenden Streicheleinheiten abgemildert wird.
Weiter habe ich mich nicht so artikulliert, wie Du hier zitierst..

Das Problem von Empathielosigkeit liegt daran geschuldet, das Ratgebende im Laufe der Zeit ihrer Aktivitäten
eine sogenannte emmotionelle Firewall aufbauen muß, da sonst der Mitnahmeeffekt von Runterzieherei durch
JC und Co die Substanz zerstört.. Was glaubst Du sonst, warum Elo-Berater_innen rar bleiben ?

Sorry, ich hoffe, das MarcoW75 das nicht genau so aufgenommen hat, wie horrorexitmytoday.

Meine Zeilen galten keineswegs einem Angriffsversuch. Eher eine Klarstellung, das ohne die freiwillige Unterschrift
von MarcoW so eine Maßnahme erst gar nicht möglich ist. Und die Verweigerung einen Vertrag zu unterzeichnen
( EGV / Teilnahmevereinbarung mit MT / Datenschutzeinwilligung ) kann nicht sanktioniert werden und würde das
Vertragsrecht zu nichte machen..

Nun kann MarcoW75 die "gelbe Fahne hissen" und beim nächsten Mal wird er sich hoffentlich an meine Worte erinnern
und egal, was SB will, sich keine Unterschrift abringen zu lassen.. Es fängt ja mit einer EGV an, die mensch nie sofort
unterzeichnet, sondern zwecks Bedenkzeit erst mal mit nach Hause nimmt.

Darauf kann man dann schauen, was da noch verhandelt werden kann..
Lass Dich nicht verhartzen !

Spiegelei

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #9 am: 04:50:54 Sa. 05.Juni 2021 »
@Draisine

Ich weiss nicht woher du die Informationen hast und Gazil gibt es meiner Recherche auch nicht überall und ist eine recht veraltete Maßnahme. Hier zumindest habe ich es schon erlebt, dass Trägern und Coaches der Zuschlag vom JC entzogen wurde, da nicht genügend vermittelt wurden. Standard procedere: Bewerbungstraining ohne Erfolg, dann Einzelcoaching. SB erwartet hier weitere Informationen und im besten Fall die Vermittlung. Coaches sind meistens ausstudierte oder haben verschiedenste Berufe ausgeführt. Von einer 10% Quote halte ich nicht viel. Das kann überall verschieden sein. Datenübermittlung ans JC unterschreibt der Teilnehmer ja zu beginn. Nun ja eine dauerhafte Perspektive ist die Gegenwehr nun m.E. auch nicht, da das Geld vom Amt von vorne bis hinten nicht reicht. Außerdem macht dieses H4 System den HE mürbe und greift massiv die psychische Gesundheit an. Von daher sollte man sich da nicht zu sehr drinne versteifen oder Alternativen ausblenden, wenn es mit dem Wunschberuf nicht klappt. Kann ich nur jedem so ans Herz legen. Der Aufwand steht in keiner Relation zum nutzen, auch wenn man Recht bekommt.

Draisine

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #10 am: 08:46:24 Sa. 05.Juni 2021 »
@Spiegelei,

@Draisine

Ich weiss nicht woher du die Informationen hast und Gazil gibt es meiner Recherche auch nicht überall und ist eine recht veraltete Maßnahme.

Ich kenne seit 2016 fast alle bisherigen und aktuellen Maßnahme Konzeptionen. Bundesweit.  Es ging bei GANZIL auch zuerst um eine Frage
und dann darum, die mir bekannten üblichen Standard Prozent Vorgaben der gE Jobcenter mitzuteilen. GANZIL war und ist eine davon.

Und jede Maßnahme hat Schwächen  die sich aus der jeweiligen Konzeption ergeben können. Wer die vorherigen Ausschreibungen kennt, der ist klar im Vorteil. Auch, was eine präventive Abwehr beträfe- nicht nur ein Praktikum.

Wie auch immer, wer die nicht kennt, der kann hier nachfragen. Du kannst gerne Deine eigene Sicht vertreten. Ist nur hier für andere nicht unbedingt übertragbar. Denn jedes Jobcenter hat ansonsten seine eigene Geschäftspolitik, was immer wieder auch an den Varianten der Maßnahmen erkennbar ist.

 
Hier zumindest habe ich es schon erlebt, dass Trägern und Coaches der Zuschlag vom JC entzogen wurde, da nicht genügend vermittelt wurden.

Umso besser -wenn schert das? wenn da auch mal eine natürliche Auslese stattfindet. ? Tatsächlich sind die wahren Gründe hierfür nicht immer klar ersichtlich. Kann einem auch egal sein.


 Standard procedere: Bewerbungstraining ohne Erfolg, dann Einzelcoaching. SB erwartet hier weitere Informationen und im besten Fall die Vermittlung. Coaches sind meistens ausstudierte oder haben verschiedenste Berufe ausgeführt.

Es gbit nach Maßnahmen immer obligatorische Berichte an das JC, die das beflügeln könnten. Was kein Grund für mentale Kapitualtion darstellen sollte. Ob dazu ein solches "Procedere"des unbedingten Einzelcoachings gegen den Willen des Elo durchsetzbar ist? Das darf bezweifelt werden. Solange ein Elo nicht private Befindlichkeiten und damit "Problemlagen" erwähnt oder gar im Detail ausplaudert, solange hat der/die SB auch keinerlei Ansatzpunkte, dass es die gibt oder das die dann gar noch ein Hemmnis zur Arbeitsaufnahme sind.

Ein Einzelcoaching ist IMMER ganzheitlich. Und dazu darf ein Elo nicht gezwungen werden. Ein Einzelcoaching will Probleme beim Elo finden und verorten. Denn damit kann der SB die Schuld an der Arbeitslosigkeit nur beim Elo abladen. Darum geht es. Wer sich dagegen nicht wehrt, der muss sich nicht wundern. 

Von einer 10% Quote halte ich nicht viel. Das kann überall verschieden sein.

Ja, manche erreichen nicht mal die -und sind dann den Auftrag los. Wie schön. Was sein kann, das bei Dir offensichtlich Spekulation. Es geht um Fakten.Wissen ist Macht.


 
Datenübermittlung ans JC unterschreibt der Teilnehmer ja zu beginn. Nun ja eine dauerhafte Perspektive ist die Gegenwehr nun m.E. auch nicht, da das Geld vom Amt von vorne bis hinten nicht reicht. Außerdem macht dieses H4 System den HE mürbe und greift massiv die psychische Gesundheit an.                                     
Die Datenübermittlung bedarf, zumindest laut Maßnahmekonzeption bei den gE JC,bestimmter vorheriger Handlungen der SB, die die mehrheitlich nicht leisten. Insofern dürften die mehrheitlich die Daten  NOCH nicht weitergeben. Und der Elo muss die auch ersatzweise gerade deswegen nicht unterschreiben!.
 
Das SGB II ist inzwischen, nach meiner Erfahrung, für die meisten Anwälte schlichtweg zu unattraktiv und zu komplex. Und Richter agieren zunehmend als Dozenten für Jobcenter und bieten auch Seminare für Anwälte an. Das geht dann für Elo meist ins Geld und an die Psyche, wenn alle zusammen immer mehr gegen Elo agieren -mit entsprechenden Ergebnis für die Jobcenter, dass dann für Elo richtig zermürbend werden kann. 

 
Von daher sollte man sich da nicht zu sehr drinne versteifen oder Alternativen ausblenden, wenn es mit dem Wunschberuf nicht klappt. Kann ich nur jedem so ans Herz legen. Der Aufwand steht in keiner Relation zum nutzen, auch wenn man Recht bekommt.

Kommt auf den Einzelfall, die Region und die Geschäftspolitik des jeweiligen Jobcenters an, welcher Aufwand da lohnt.  Erfahrungsaustausch via Foren ist nie verkehrt. Wissen ist Macht.

Und was Praktika betrifft -so gäbe es dafür auch inzwischen mehrere legale Tipps zu Möglichkeiten der Abwehr. Nur gehört dazu auch das Wissen um die Bezeichnung der Maßnahme. Und inwieweit ein Praktikum möglicherweise Teil einer vorherigen  Integrationsplanung im Fallmanagement ist. 

Spiegelei

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #11 am: 12:01:43 Sa. 05.Juni 2021 »
Das SGB II ist inzwischen, nach meiner Erfahrung, für die meisten Anwälte schlichtweg zu unattraktiv und zu komplex. Und Richter agieren zunehmend als Dozenten für Jobcenter und bieten auch Seminare für Anwälte an. Das geht dann für Elo meist ins Geld und an die Psyche, wenn alle zusammen immer mehr gegen Elo agieren -mit entsprechenden Ergebnis für die Jobcenter, dass dann für Elo richtig zermürbend werden kann. 

Kann ich so nur bestätigen. Daher meinte ich, dass das Aufwand/Nutzen Verhältnis in keiner Relation zum ggf. Erfolg steht. Die Gesetzeslage ist nicht im Sinne des HE ausgelegt. Viele Urteile sind zugunsten der JC. Es ist eindeutig erkennbar, dass der Elo/HE kein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft mehr ist. Die Gegenwehr wird auch eher als Querulantum, anstatt durchsetzung von Gerechtigkeit verstanden. Den Beteiligten ist wohl oft nicht wirklich bewusst, wie ein ALGII Empfänger leben muss. Weder MA des JC oder Richter werden Ihren Job für Elo's aufs Spiel setzen. Befangenheitsanträge werden diesbezüglich grundsätzlich abgelehnt, solange der Richter sich keine groben Verfahrensschnitzer erlaubt. Es ist politisch so gewollt, damit behält die Wirtschaft Ihre Machtposition.

Onkel Tom

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #12 am: 12:58:17 Mo. 07.Juni 2021 »
Naja, das mit der Richterschaft und dem fallendem Interesse am Beruf Fachanwalt für Sozialrecht lässt sich nicht weg leugnen.

Jedoch gehe ich davon aus, das wir hier es nicht mit einer "Schmierlappen-Geschichte" zu tun haben, sondern immer mehr
Erfolgsausichten für den Erwerbslosen verschütt gehen, da oft Macken im Bezug von Nachweisbarkeit, wie was zustande
gekommen ist oder sich als Kläger_in auf Paragraphen oder Urteile verbeißt, die nicht wirklich passend sind..

Hier mal ein Fallbeispiel (igitt, kommt leider zu oft vor) :

Erwerbsloser hat nach 5 Monaten Leiharbeit seine Anträge bezüglich ALG 2 gestellt, alle Nachweise gegen Bestätigung eingereicht..
Alles paletti.. Ersten ALG-2-Bezug erhalten..

Bekommt nun eine Einladung a la "Ich möchte mit Ihnen über ihre berufliche Situation sprechen".
Oh jou, es muffelt kräftig nach den Versuch, eine EGV abschließen zu wollen. Oki-Doki, Beistand auch an der Sonne, dürfte doch
hoffentlich nichts schief gehen..

Beim Termin selbst das Frage und Antwortspiel "Was haben Sie zuletzt gemacht etc.." (Aufnahme des Profil) und jo, ohne den
Drucker zu beschäftigen ist selten und schon liegt eine sehr harmlos klingende EGV auf den Tisch.. Unbeeindruckt dem gefummel
mit dem Kugelschreiber des SBs, wird die EGV durch studiert und Elo meint, wenn ich nur 5 Bewerbungen pro Monat nachweisen
soll, warum sollte ich nicht unterschreiben..

Uff, als Berater fällt mir jedoch auf, das die Hintertür zu einer Sinnlosmaßnahme in der EGV plaziert ist..
Mache den Vorschlag, den sogenannten "Leibeigenschaftspassus" zu streichen, SB quasselt dazu "Sie sind nicht für eine Maßnahme
vorgesehen, sonst hätte ich das entsprechend in die EGV mit aufgenommen."
Klang dem Elo so überzeugend und unterzeichnete :-(

Nun gut, Elo erfüllt seine EGV-Verpflichtungen und bekommt im 4.Monat seiner EGV-geknebelten erwerbslosigkeit ein Angebotsschreiben
zu einem 3 monatigem Bewerbungstraining..

Im Eifer des Gefecht wird der Versuch unternommen, das eine Maßnahme zum Profil des Erwerbslosen passen muss und bezieht sich
unter anderem darauf, das noch keine "Profilanalyse" durchgeführt wurde.. Das eine EGV gültig ist, lässt man erst mal stecken, um
der Gegenseite keinen Hinweis zu geben..

Wie würde die Gegenseite wohl reagieren ?

1. Eine "Profilanalyse" hat sehr wohl statt gefunden.
2. Sinhaftigkeitsschmalz zu Elo <> Maßnahme (Bewerbungstraining wäre passgenau bla und blubb)
3. Elo hat sich laut EGV dazu verpflichtet "an allen Maßnahmen aktiv mit zu wirken.."

Ich glaube kaum daran, das da noch spezialle Schmierstoffe erforderlich wären, den klagenden Elo verlieren
zu lassen.

Der erste Punkt unterstellt dem Elo eine Falschbehauptung.
Der zweite Punkt kann auch politisch bewertet werden a la wie Toll H4 Förderungen seien. (Befürwortungs-Erschleichung)
Und der letzte Punkt unterstreicht die Freiwilligkeit "alles mit zu machen.."

Klingt bitter, ist jedoch oft so, wenn Elo sich vom Kernpunkt des Streit ablenken lässt, ist es schon von
Vorteil der Gegenseite. Wittern sie, das sie Fehler gemacht haben, lassen sie es einfach fallen und
erlauben sich obendrein, den Elo in Unwissenheit zu halten, ob da noch was im Bezug Sanktion
kommt oder nicht (Max 6 Monate).

Zu diesen "Sinnlosmaßnahmen" zurück..

Wer sich mal durch so eine Ausschreibung z.B. GANZIL rein zieht, wird leider bemerken, das GANZIL
für das JC/SB alles andere ist als sinnlos..

Durch die Unterschrift bezüglich Einwilligung des Datenaustausch zwischen Maßnahmenträger und
JC ist das Ziel erreicht, die "Profilanalyse" durch "vertiefte Profilanalyse" zu bereichern..

Das JC ist also damit hinterher, das alle "Stärken und Schwächen" erfasst werden. Das anbei eine
Bewerbungsmappe aktuallisiert wird, ist ein gesellschaftlich aktzeptables Vorhängeschild und die
Ausspäherei von Elos über Maßnahmenträger "besser nicht pupliziert werden".

So, wie @Draisine über Inhalte von Ausschreibungen schreibt, ist es so, das der wahre Hintergrund
zum Thema Maßnahmenbeglückung exakt nur den Ausschreibungen entnommen werden kann.

Das der Vortänzer in der Maßnahme deine Petze ans JC ist, habe ich im Werbeflyer noch nie gelesen  ::)

@MarcoW75 Zu was hast Du dich nun entschieden ?
Lass Dich nicht verhartzen !

MarcoW75

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #13 am: 13:15:58 Di. 15.Juni 2021 »
Erstmal Danke für alle Antworten. Leider kann ich hier ja keine Dateianhänge posten, daher schreib ich mal den Inhalt des Flyers zu der Maßnahme ab. Die Maßnahme nennt sich übrigens "Coaching von Bedarfsgemeinschaften" und der Träger heißt PNT Consult & Training GmbH mit Sitz in Darmstadt (ich soll allerdings in der Außenstelle Saalfeld/Thüringen teilnehmen).  Zu den Inhalten:

Ziele des individuellen Coachings:
-Eigene Stärken entdecken
-geeignete Tätigkeitsfelder finden
-Neue Berufe ausprobieren
-Lernen, Arbeitgeber von den eigenen Kompetenzen zu überzeugen
-Neuen Job finden

Inhalte des Coachings:
-Stärken identifizieren und Entwicklungspotenziale fördern
-Netzwerke nutzen und erweitern
-Berufliche Orientierung und Bewerbungstraining
-Optimierung der Bewerbungsunterlagen
-Jobsuche unter Berücksichtigung der persönlichen Lebenssituation
-Unterstützung in Krisensituationen


Wie ich schon in meinem Eröffnungsposting deutlich gemacht habe, sind da einige Punkte drin, bei denen ich weder Verbesserungsbedarf sehe, noch wo ich irgendeine Einmischung wünsche. Schon gar nicht bin ich bereit, mich weiterhin in irgendwelchen Praktika zum Affen zu machen. Insbesondere befürchte ich, dass dieser Laden natürlich "zufällig" immer eine Eignung für genau die Jobs "erkennt", die die angeschlossene Zeitarbeitsfirma ("1a Zeitarbeit") gerne besetzen würde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Die beste Möglichkeiten, Arbeitgeber von den eigenen Kompetenzen zu überzeugen, wäre es wohl, wenn man diese Kompetenzen tatsächlich besitzt. Sowohl fachlich, als auch sozial. Aber da ich ja nicht erst 1x ein Bewerbungstraining mitgemacht habe, weiß ich natürlich, das die meisten Veranstalter darunter eher verstehen, dem Teilnehmer eher beizubringen, wie er dem Arbeitgeber was vom Pferd erzählt, um den Job zu bekommen. Und das halte ich nicht für sonderlich zielführend, da es sowieso schnell rauskommt, ob man bestimmte Fähigkeiten wirklich besitzt.

Auch "Optimierung der Bewerbungsunterlagen"...die wurden in den letzten Jahren schon 4x "optimiert". Zuletzt von einem Bewerbungstrainer, der speziell auf IT-Jobs spezialisiert war. Und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Zwar hab ich damit noch keinen Job gefunden,aber zumindest die Zahl der Vorstellungsgespräche ist merklich angestiegen. Die Bewerbung scheint also ansprechend zu sein. Zudem weiß ich, wie ich reagiere, wenn man mir zuviele Sachen um die Ohren haut,d.h. ich zuviele widersprüchliche Meinungen kriege...der eine Coach sagt "Macht so!", der Nächste "Machst so!" usw. Denn zum Schluß weiß ich gar nicht mehr,wie´s nun richtig ist und mache doch wieder alles wie vorher. Anders gesagt: Viele Köche verderben den Brei.

Onkel Tom

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Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
« Antwort #14 am: 19:37:08 Mi. 16.Juni 2021 »
Nun hast Du ja erst vor kurzrm (Oktober 2020 ?) deine Bewerbungsmappe auf neusten Stand gebracht.

Wie ist das nun zustande gekommen, das SB meint, dich zur einer Coaching-Bude zuzuweisen ?
Unterschreibst Du bei denen nichts, können die mit dir nix anfangen..

Diese Art, die Teilnahme am Coaching aus zu nocken fängt damit an, das der Teilnahmevertrag sowie
die Einwilligungserklärung zum Datenschutz eingesackt wird, zwecks Prüfung zu hause..
Autogrammhändchien also zu hause lassen..

Der Maßnahmenträger wird natürlich wie Pokerfresse alles versuchen, dir die Unterschrift, besonders
für die DS-Einwilligung abringen wollen.. ( Sammel ein und gib nichts preis..)

Stattdessen musst Du Pokerface eine Bestätigung abringen, das sie dich nicht aufgenommen haben.
Bis dahin jeden Tach wegen des §39 SGB-II antanzen und weiter nix unterzeichnen oder dir gegen
Unterschrift ein USB-Stick schenken lassen..

Maßnahmen-Verhinderungs-Poker kannst Du viele Beichspiele im Elo-Forum.org finden.
Unter Erfolgreiche Gegenwehr kannst Du ein User "Widerporst" finden..
Ist ist also vieles möglich und die Verweigerung der Unterschrift kann nicht sanktioniert werden  ;)


Ich dachte erst, Du bist schon mittendrin..
Lass Dich nicht verhartzen !