Autor Thema: Katastrophe Fischindustrie  (Gelesen 651 mal)

Kuddel

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Katastrophe Fischindustrie
« am: 17:34:53 Mi. 22.Mai 2019 »
Unreguliert und von Gewinnsucht getrieben ist die Fischindustrie die größte Bedrohung für unsere Meere. Es ist Zeit, sie zu stoppen.

Die erste Pflicht eines Journalisten besteht folglich darin, Themen zu besetzen, die von den Medien vernachlässigt werden. Deshalb möchte ich Sie auf die 70 Prozent unseres Planeten aufmerksam machen, die auch in der spärlichen Berichterstattung über den UN-Biodiversitätsbericht zu kurz gekommen sind: die Meere. Hier kollabiert das Leben sogar noch schneller als an Land.Der Hauptgrund ist nicht Plastik, wie der UN-Bericht deutlich macht. Es ist weder die Verschmutzung, der Zusammenbruch des Klimas und auch nicht die Versauerung der Ozeane. Es ist der Fischfang. Da kommerziellen Fischfang den wichtigsten Faktor darstellt, ist es dementsprechend auch derjenige, über den wir am wenigsten reden.

https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/hoert-auf-fisch-zu-essen

Troll

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Re: Katastrophe Fischindustrie
« Antwort #1 am: 19:14:34 Mi. 22.Mai 2019 »
Dann sollte man gleich den Ernährungsexperten die durch die Medien tingeln aufs Maul hauen, die empfehlen  1x +x pro Woche Seefisch zu essen, weil es so gesund ist.
Meer leer -> Mensch mangels gesunder Nahrungsalternativen Tod, fair wäre es schon.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Troll

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Re: Katastrophe Fischindustrie
« Antwort #2 am: 09:48:35 Mi. 07.August 2019 »
Zitat
Höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch
Extra Prozente fürs Tierwohl?

19 statt sieben Prozent: Politiker von SPD und Grünen haben sich für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch ausgesprochen. Auch aus der Union kommt Zustimmung. Die zusätzlichen Einnahmen sollen den Tieren zugute kommen.

Politiker von Grünen, SPD und Union plädieren für eine höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, sagte der "Welt", es sei nicht zu erklären, warum Fleisch mit sieben Prozent besteuert werde und beispielsweise Hafermilch mit 19 Prozent. Die zusätzlichen Einnahmen müssten zum Wohl der Tiere eingesetzt werden.

Grüne: jetziges System ist unlogisch

Der agrarpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Spiering, argumentierte ähnlich. Der "Welt" sagte er, neben den Verbrauchern müssten auch die Fleischproduzenten und der Lebensmitteleinzelhandel "ihren Beitrag für eine nachhaltige Nutztierhaltung" leisten. Am Einfachsten ginge das laut Spiering über eine Fleischsteuer. Sie ergäbe sich aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer für Fleisch auf den normalen Satz .

Union: das Geld geht an die Nutztierhalter

Der agrarpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Albert Stegemann, zeigte sich offen dafür. Die Mehreinnahmen müssten aber "zwingend" den Tierhaltern zugute kommen, um einen artgerechteren Ausbau der Ställe zu finanzieren.
Die Kosten in Milliardenhöhe für eine nachhaltige Nutztierhaltung könnten die Landwirte in Deutschland nicht alleine tragen, sagte Stegemann. Angestoßen hatte die Diskussion über eine Fleischsteuer der Deutsche Tierschutzbund.

Quelle: tagesschau

Mir tun die Tiere der Fleischindustrie jetzt schon leid.
Fleisch sollte unbedingt teurer werden, aber doch nicht durch eine Erhöhung die womöglich nur in "Selbstverpflichtungen" endet (Klöckners bisher liebstes Steuerungselement).
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Kuddel

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Re: Katastrophe Fischindustrie
« Antwort #3 am: 09:47:59 Di. 13.Juli 2021 »
Zitat
Illegale Fischerei
Schluss mit Subventionen für Überfischung - WTO könnte endlich Abkommen realisieren

Die WTO entscheidet am 22. Juli über die Abschaffung staatlicher Subventionen für die Fischerei, wenn diese Überfischung oder illegale Fischerei fördern.
https://www.fr.de/meinung/gastbeitraege/schluss-subventionen-ueberfischung-wto-abkommen-90854524.html

Kuddel

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Re: Katastrophe Fischindustrie
« Antwort #4 am: 16:19:14 Di. 17.August 2021 »
Zitat
Der Dorschbestand der westlichen Ostsee ist einer Studie zufolge derart zusammengebrochen, dass eine absehbare Erholung als unwahrscheinlich gilt

Das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg teilte mit, der Kipp-Punkt für diese Population sei überschritten. Gründe dafür seien hohe Fangquoten und bisher nicht beachtete Umweltfaktoren. Weiter heißt es, der Fischereidruck in Kombination mit der Erwärmung des Wassers könne dazu geführt haben, dass weniger Fische gebrütet und immer weniger Eier überlebt hätten. Der Dorschbestand werde sich gar nicht oder nur äußerst langsam erholen.
https://www.deutschlandfunk.de/studie-dorschbestand-in-westlicher-ostsee-zusammengebrochen.2932.de.html?drn:news_id=1291895

Kuddel

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Re: Katastrophe Fischindustrie
« Antwort #5 am: 19:51:20 Di. 05.Oktober 2021 »
Zitat
34 Prozent der weltweiten Fischbestände gelten als überfischt – im Mittelmeer laut WWF sogar bis zu 80 Prozent.
https://www.rnd.de/lifestyle/nachhaltig-fisch-essen-welchen-fisch-kann-man-noch-bedenkenlos-konsumieren-GPDUHYPVQ5CKJOEVO4Y3GLSRWA.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

BGS

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Re: Katastrophe Fischindustrie
« Antwort #6 am: 21:57:11 Di. 05.Oktober 2021 »
Zitat
Der Dorschbestand der westlichen Ostsee ist einer Studie zufolge derart zusammengebrochen, dass eine absehbare Erholung als unwahrscheinlich gilt

Das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg teilte mit, der Kipp-Punkt für diese Population sei überschritten. Gründe dafür seien hohe Fangquoten und bisher nicht beachtete Umweltfaktoren. Weiter heißt es, der Fischereidruck in Kombination mit der Erwärmung des Wassers könne dazu geführt haben, dass weniger Fische gebrütet und immer weniger Eier überlebt hätten. Der Dorschbestand werde sich gar nicht oder nur äußerst langsam erholen.
https://www.deutschlandfunk.de/studie-dorschbestand-in-westlicher-ostsee-zusammengebrochen.2932.de.html?drn:news_id=1291895

Zitat

23 september, 2021 - 17:48

Mycket torsk i Ålands hav

Torsken i Åland hav har en god tillväxt, det konstateras i ett forskningsprojekt.


Viel Dorsch in den Gewässern um Åland
Ein Forschungsprojekt stellt fest, dass der Dorsch in den Gewässern um Åland (Ostsee) sich reichlich vermehrt

... .
Die Ergebnisse des Teilprojekts 2020 zeigen, dass der Dorsch in der Ålandsee trotz eines ähnlichen Parasitenbefalls wie in der übrigen Ostsee gut wächst. Der Grund dafür ist wahrscheinlich die Verfügbarkeit von Nahrung und die Tatsache, dass Leberwurmbefall bei guter Nahrungsverfügbarkeit keinen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum zu haben scheint.
... .

Quelle: https://alandsradio.ax/nyheter/mycket-torsk-alands-hav

MfG

BGS

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Re: Katastrophe Fischindustrie
« Antwort #7 am: 17:19:59 So. 17.Oktober 2021 »
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

BGS

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Re: Katastrophe Fischindustrie
« Antwort #8 am: 20:33:12 So. 17.Oktober 2021 »
Zitat
Enorme mengder rømt laks på Helgeland: – Tidenes verste rømningssituasjon
... .

= Enorme Mengen entwichene Zuchtlachse in Norwegen - das schlimmste Entweichen aller Zeiten
... .
. Knapp 39 000 Zuchtlachse entkamen Ende August aus einer Anlage Nærøysund (Nördlicher Trøndelag, Norwegen). Ein Drittel wurde inzwischen wieder eingefangen [Anm.: bzw. mit Harpunen getötet], der Rest zieht Richtung Norden und wandert die dortigen Flüsse hinauf. ... .

Es wird weiter über grosse Mengen längs der norwegischen Küste berichtet bis hoch im Norden am Sjonafjord in Rana. ... .

– Ein grosser Teil der [Zucht]Lachse ist schwer geschädigt durch die Lachslaus, sie bekommen davon Wunden im Nacken beginnend bis die Fische von der Laus quasi aufgefressen werden. Dies ist auch im Wasser gut sichtbar, aufgrund ihrer hellen Hautfarbe, die typisch ist für die entwichenen Lachse. ... .

Der norwegische Wildlachsbestand wird von den entkommenen Zuchtlachsen noch weiter bedroht. So auch vom Buckellachs, einem aus dem Osten stammenden Eindringling. ... .

Quelle: https://www.nrk.no/nordland/apner-for-ekstraordinaert-fiske-etter-romt-oppdrettslaks-pa-helgeland-1.15690561

MfG

BGS
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