Autor Thema: Repression gegen die Umweltbewegung  (Gelesen 229 mal)

Kuddel

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Repression gegen die Umweltbewegung
« am: 11:06:04 Mi. 08.September 2021 »
Wir haben hier eine ganze Reihe Beiträge, in denen von Morden an Umweltaktivisten berichtet wird. Das findet meist im Globalen Süden statt. Die Gleichsetzung von Umweltaktivismus und Terror haben wir in Brasilien alsauch in Trumps USA beobachten können.

Die Tendenzen sind auch hierzulande bedrohlich, deshalb sollten wir ein Auge darauf richten:
Zitat
Regierung: Proteste auf Autobahnen sind nicht zu tolerieren
https://www.rtl.de/cms/regierung-proteste-auf-autobahnen-sind-nicht-zu-tolerieren-4826909.html

Es handelt sich nicht um Einzelfälle:
Haftstrafe von zwei Jahren und 3 Monaten für Umweltaktivistin Ella
https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,330773.msg366090.html#msg366090

Man sollte auch nicht vergessen daß die Umweltbewegung nicht nur von Polizei und Justiz angegriffen wird, sondern auch von Nazis:
Gegen Ende Gelände formiert sich breiter Gegenprotest auch von rechten Gruppierungen.
https://taz.de/Braunkohleproteste-in-der-Lausitz/!5640609/
Manchmal gehen Bullen und Faschos zusammen gegen Umweltschützer vor. Es gibt da auch die zur Schau gestellte Nähe von Nazis und Bullen:

Zitat
Rechtsextreme gegen „Ende Gelände“
Nach Foto mit Beamten bejubeln Rechte die „Volkspolizei“

Vor den Protesten von „Ende Gelände“ in der Lausitz zeigen Polizisten ihre Abneigung gegen die Umweltaktivisten – und posieren vor einem rechten Symbol.


https://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextreme-gegen-ende-gelaende-nach-foto-mit-beamten-bejubeln-rechte-die-volkspolizei/25282170.html


Kuddel

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Re: Repression gegen die Umweltbewegung
« Antwort #1 am: 09:08:34 Do. 16.September 2021 »
Zitat
Knüppeln für das Auto
IAA. In Bayern werden Benzinkritiker wie Terroristen traktiert – dank neuem Polizeigesetz


(...) Die Präventivhaft ist nur eine aus einem ganzen Bündel von polizeilichen Repressionsmaßnahmen, die die Klimaaktivist*innen in der Woche der IAA erfahren. „Wir erleben das in einem größeren Format als sonst bei Protestaktionen“, sagt Lou Winters vom Bündnis „Sand im Getriebe“. Was sie meint: Personenkontrollen rund um die Theresienweise, wo ein Klimacamp stattfindet. Aktivistinnen, die ohne Vorwarnung in Gewahrsam genommen und mehrere Stunden verhört werden. Generell ein drastisch erhöhtes Polizeiaufkommen rund um die Protestaktionen. Obendrein das Vorgehen der Polizei bei den Demonstrationen – vor allem am Freitag. In der Münchner Karlsstraße setzen die Beamten Pfefferspray und Schlagstöcke gegen Aktivist*innen ein. (...)
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/knueppeln-fuer-das-auto

Kuddel

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Re: Repression gegen die Umweltbewegung
« Antwort #2 am: 18:24:05 Di. 05.Oktober 2021 »
Zitat
Die britische Innenministerin Priti Patel hat Klimaschutzaktivisten den Kampf angesagt, die seit Wochen Autobahnen und Zufahrten im Königreich blockieren. Es gelte rechtliche Schlupflöcher zu schließen, welche die „sogenannten Öko-Krieger” derzeit ausnutzten, sagte sie auf dem Parteitag der Konservativen in Manchester. Sie werde nicht zulassen, dass die Demonstranten „unseren Lebensstil mit Füßen treten und unsere Polizeiressourcen aufzehren”.

Ein Gesetzentwurf, den sie ins Parlament eingebracht habe, würde daher „sicherstellen, dass diese Straftäter für die von ihnen verursachten Disruptionen zur Rechenschaft gezogen werden können“. Das Bußgeld für Straßenblockaden werde erhöht und Eingriffe in sensible Infrastruktur würden zu einem Straftatbestand erklärt.
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/london-geht-gegen-radikale-klimaaktivisten-vor-17570696.html

ManOfConstantSorrow

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Re: Repression gegen die Umweltbewegung
« Antwort #3 am: 16:33:28 Mo. 11.Oktober 2021 »
Zitat
Shitstorm gegen Grüne-Jugend-Chefin
Sarah-Lee Heinrich zieht sich nach Morddrohungen vorübergehend zurück
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sarah-lee-heinrich-zieht-sich-nach-morddrohungen-voruebergehend-zurueck-a-2b1de0a7-d8e2-408d-b566-e5da9a8629d5

Es ziehen lateinamerikanische Verhältnisse ein.
Für Faschisten gehören Morddrohungen zur politischen Auseinandersetzung.

Sarah-Lee Heinrich ist nicht weiß.
Sie hat sich antifaschistisch geäußert.
Grüne und Umweltaktivisten stehen eh im Fokus der Faschisten.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

counselor

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Re: Repression gegen die Umweltbewegung
« Antwort #4 am: 17:23:26 Mo. 11.Oktober 2021 »
Diese Morddrohungen sind durchaus ernst zu nehmen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: Repression gegen die Umweltbewegung
« Antwort #5 am: 12:06:57 Mi. 13.Oktober 2021 »
Zitat
Vor Gericht gezerrt und angeklagt: Wie Umweltschützer und andere Kritiker mundtot gemacht werden
  • Mächtige Firmen und Verbände überziehen ihre Kritiker immer häufiger mit Klagen, um sie mundtot zu machen.
  • Im Fadenkreuz stehen Menschenrechtler, Whistleblower und vor allem Umweltschützer wie der 36-jährige Karl Bär, gegen den 1376 Bauern Anzeige erstattet haben.
https://www.rnd.de/politik/wie-umweltschuetzer-und-andere-kritiker-mundtot-gemacht-werden-HHZULTDMZVH7HFVNZ7JFBNQEAM.html

dagobert

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Re: Repression gegen die Umweltbewegung
« Antwort #6 am: 14:44:08 Mi. 13.Oktober 2021 »
Zu den Klagen gegen Karl Bär gibt es hier einiges zu lesen:
https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/pestizidrebellen-vor-gericht.html

Kuddel

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Re: Repression gegen die Umweltbewegung
« Antwort #7 am: 11:24:38 Mo. 06.Dezember 2021 »
Zitat
Seit einem Jahr in Haft: Die Klimaaktivistin Ella



 Seit einem Jahr sitzt „Ella“ in der JVA Preungesheim ein. Als Teil der Klimabewegung hatte sie gegen die Rodung des Dannenröder Waldes protestiert, der in Mittelhessen mitten in der Klimakrise einer Autobahn weichen sollte. Mit einem Großaufgebot der Polizei und unter Gefährdung von Menschenleben wurden wochenlang Aktivist*innen rund um die in den Wipfeln errichteten Baumdörfer festgenommen. Auch Ella wurde am 26. November 2020 in 15 Metern Höhe, teils ohne Beachtung ihrer Sicherung, brutal von einer SEK-Einheit vom Baum geholt und in Untersuchungshaft genommen.

In erster Instanz vor dem Amtsgericht Alsfeld wurde sie Ende Juni 2021 wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Polizeikräfte zu 27 Monaten Haft verurteilt. Ihr wurde vorgeworfen, sich gegen das Herabziehen an ihren Beinen von dem Baum gewehrt zu haben. Während des Verfahrens traten mehrere Polizeibeamte ohne Namen und komplett vermummt zu ihren Zeugenaussagen auf. Trotz ihrer darüber hinaus widersprüchlichen Aussagen und entlastenden Videomaterials folgte das Amtsgericht Alsfeld weitgehend der Anklage, die drei Jahre Haft gefordert hatte. Mitte Januar soll vor dem Landgericht Gießen die Berufungsverhandlung stattfinden.
https://rote-hilfe.de/77-news/1168-seit-einem-jahr-in-haft-die-klimaaktivistin-ella

Kuddel

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Re: Repression gegen die Umweltbewegung
« Antwort #8 am: 12:17:54 So. 09.Januar 2022 »
In Lateinamerka und Afrika werden Umweltschützer von bezahlten Kriminellen und Todesschwadrodronen bedroht und ermordet.

Bei uns kommen die Angriffe auf Umweltschützer nicht nur von Polizei und Justiz, sondern zunehmend auch von Faschisten.

Letzten Sommer:
Zitat
Angriff auf Kli­ma­ak­ti­vis­t:in­nen
Schütze im Ku-Klux-Klan-Gewand

In Sachsen-Anhalt schießt eine Person in Ku-Klux-Klan-Kluft mit einer Softair-Waffe auf Klimaaktivisten. Es ist nicht der erste Angriff vor Ort.
https://taz.de/Angriff-auf-Klimaaktivistinnen/!5780069/

Aktuell:
Zitat
Hamburg
Autofahrer fährt in Gruppe von Klimaaktivisten und flüchtet

Ein Autofahrer gab auf einmal Gas und fuhr direkt auf die Gruppe zu – die Polizisten konnten nicht mehr eingreifen.
https://www.focus.de/regional/hamburg/in-hamburg-autofahrer-faehrt-in-gruppe-von-klimaaktivisten-und-fluechtet-ein-verletzter_id_36316347.html (sorry)

Kuddel

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Re: Repression gegen die Umweltbewegung
« Antwort #9 am: 09:06:18 Mi. 19.Januar 2022 »
Repression gegen Klimaaktivisten, die den Bahnstreik unterstützten

Zitat
Am 26. Januar steht ein Genosse vom Antikapitalistischen Klimatreffen vor Gericht. Der Vorwurf: Gefährliche Körperverletzung. Klingt krass, doch was ist passiert? Letztes Jahr im Juli organisierten wir eine Kampagne zur Unterstützung der Streiks bei der Bahn. Als Teil davon öffneten wir die Schaukästen in U-Bahnen und Bahnhöfen, ohne sie zu beschädigen, und hängten unsere Solidaritäts-Plakate hinein. Bei Beschäftigten und Passant*innen erhielten wir viel Zuspruch für unsere Aktion.

Die Münchner U-Bahn Wache hingegen, ein eigener Sicherheitsdienst der MVG, reagierte aggressiv. Sie gingen auf unseren Genossen los, legten ihm Handschellen an und hielten ihn ohne konkreten Vorwurf fest. Auch die herbeigerufene Polizei konnte keine Straftaten feststellen. Die berüchtigten Aushilfscops der MVG sind sonst auch nicht besonders zimperlich und verprügeln während ihrer Arbeit gerne Obdachlose oder Menschen ohne Ticket. Doch nach der Festnahme fällt Stunden später einer der Wachen auf, dass sie einen kleinen Kratzer am Arm hat. Die Staatsanwaltschaft behauptet nun, der Kratzer stamme von dieser Festnahme und konstruiert daraus eine gefährliche Körperverletzung.

https://klimaguerilla.noblogs.org/post/2022/01/18/solidaritat-verteidigen-streikunterstutzung-ist-kein-verbrechen/