Autor Thema: komische Einladung zum Gespräch von einem Arbeitgeber  (Gelesen 4911 mal)

Onkel Tom

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #180 am: 01:35:57 Fr. 14.Januar 2022 »
@Draisine Danke für deine Vertiefungen, zu dem, wie das Mobcenter wirkich tickt.  ;)

SB hat scheinbar genug in seiner Begründungssammlung, das ein "Bewerbungsterrorkurs"
oder schlimmer noch "ein staatlich zugelassenes "Helferhändchien" a la "Wir wollen Ihnen doch nur helfen
in den nächstem Drecksjob zu gelangen".. zugewiesen zu bekommen.

Die Andeutungen werden wohl das volle Programm der Maßnahmenabwehr nach sich ziehen, was
wohl mit einer Belästigung einer neuen "ungenießbaren" EGV startet.
Entweder kritische Punkte raus oder auf eine EGV-VA ankommen lassen.


@tleary

Wie es sich nun im Umgang mit dem Maßnahmenträger am sinnvollsten erscheint ?

Suche dazu bitte nach dem User "Widerporst" in "Erfolgreicher Gegenwehr" im elo-forum..

Mit dem Erstbesuch zwecks einsacken aller Infos ohne etwas zu unterzeichnen, ist schon
eine gute Grundlage, eine Sanktion zu verhindern (§ 39 SGB II), zumal sich oft "sittenwidriger Filz"
in "Vereinbarungs-Paket" verbergen..

Einfach nur wech bleiben ist keine gute Lösung, zumal "Sanktionsmoratorium" von Harrald
Thomee darin kritisiert wurde, das statt dessen Entziehungsbescheide und Aufhebungsbescheide
inklusiver Erstattungsbescheide verabreichbar sind.
Hier nutzt meines Erachten die BA das Zauberwort "Mangelnde Mitwirkung" aus.

Ich halte es also für möglich, das Paula damit kontrahiert werden könnte, wenn der
Erstbesuch beim Maßnahmenträger nicht "gemeistert" wird.
Lass Dich nicht verhartzen !

tleary

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #181 am: 04:33:47 Fr. 14.Januar 2022 »
Die fahren in ihrem Fall wirklich sämtliche Terrormaßnahmen auf, die sie so auf Lager haben. Vermutlich ist die Gegend da so verwahrlost, daß man zwar leicht Wohnungen bekommt. Aber es eben viele Arbeitslose gibt, die ohne große Gegenwehr sich alles gefallen lassen. PaulaP ist da wohl die totale Ausnahme, und da muß man nach Ansicht des JC's mit der Fliegenklatsche draufhau'n.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Frauenpower

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #182 am: 08:03:46 Fr. 14.Januar 2022 »
@ Paula_P: krass, dein noetiger VV-EGV Abschirmdienst! Achte auch immer auf Entspannung, frische Luft schnappen gehen, im  Freien  in den Himmel gucken, Bewerbung, was leckeres Essen und ausreichend Trinken wie Wasser oder ungesuessten Tee.

@Gutachten: verlaesst du dich da gerade nur auf das Amt? Koenntest du nicht auch in deiner Hausarztpraxis das Ganze ansprechen?
Koennten da auch Attests ausgestellt werden, bspw wegen Nachtarbeit?

@Job: Buerokratisch scheinst du ganz fit zu sein. Waere eine Umschulung in irgendeine Richtung gut?

Was gaebe es noch fuer Moeglichkeiten, aus den Hamsterrad raus zukommen? Dein SB, die Gutachterin, der Datenschuetzer, die Beschwerdesachbearbeiterin... die verdienen ihr Geld damit.
Dein Kampf um Recht ist auch wichtig, aber was kannst du noch tun, um deine Situation zu veraendern, bestenfalls zu  verbessern?

Oder wen kannst du zur Unterstuetzung noch mit ins Boot holen?


Paula_P

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #183 am: 15:10:10 Fr. 14.Januar 2022 »
@Frauenpower:

Ja klar ich achte schon darauf, das ganze mit möglichst wenig Emotionen zu betrachten. Außer als ich den Sanktionsbescheid einen Tag vor Heiligabend erhalten hatte, das hatte mich dann doch noch schockiert.
Das Gutachten wurde bereits am 03.11.2021 erstellt, mein SB hatte mir eine Kopie davon, also den Teil B, aber erst Ende November versandt. Angeblich weil er so überlastet war. Mittlerweile hat der SB zugegeben, dass er bereits am 04.11.2021 von dem Gutachten Kenntnis hatte....
An Umschulungen kann ich mir aktuell nichts vorstellen.

Meine Situation verbessern? Das beste wird wohl sein, wenn ich langfristig zurück nach NRW ziehen werde. Dort hatte ich nie solche Probleme mit dem Jobcenter wie hier.

@tleary:

Die Gegend hier ist teilweise wirklich ganz schön verwahrlost. Selbst vernüftige Bürgersteige existieren teilweise hier nicht.Dafür ist der Wohnungsmarkt ein Traum, deswegen bin ich überhaupt in diese Stadt gezogen.
Ich wollte schon seit 2016 unbedingt in diese Stadt ziehen und jetzt ist das ganze in einem Albtraum geendet. Es gab Phasen, da hätte ich nur noch heulen können.... :Q

Ich denke auch, dass sich die meisten Elos hier nicht trauen sich zu wehren. Man sieht ja an mir, selbst wenn man sich wehrt, läuft man gegen Mauern.
Die Widerspruchstelle hat wohl die Aufgabe alle Widersprüche erstmal abzulehnen.
Es gab hier im Jahre 2013/2014 mal Versuche eine Erwerbsloseninitiative aufzubauen.
Aber die ist irgendwie gescheitert.
Warscheinlich haben die auch gemerkt, das hier viel Willkür und Machtmißbrauch herrscht.
Vielleicht liegt das auch an den alten Seilschaften aus DDR Zeiten...

Es war ja nur eine Werbung für ein Einzelcoaching. Wahrscheinlich hat die Person aus der Regionaldirektion Sachsen, meinen Verbis Gesprächsvermerk vom Meldetermin Ende September gelesen.
Da steht drin, das SB und TL versuchten mir ein Einzelcoaching (AVGS Schein) schmackhaft zu machen und ich das dankend abgelehnt hatte.
Auf diese Art wurde halt versucht nochmals dafür Werbung zu machen...
Ich habe keine Zuweisung dazu oder ähnliches.
An einen Einzelcoaching bin ich eh nicht interessiert.
Aber daran sieht man, wie perfide die hier argieren. Ich beschwerte mich auf 5 Seiten über meinen SB und die kommen mir mit einem Angbot zu einen Einzelcoaching  ???

Ich bin aber mal gespannt, wann dieses Sanktionsmoratorium nun kommt und ob es überhaupt kommt.
Die "Ampel" ist ja schon einige Zeit im Amt.

@Draisine:

Du hattest ja bereits in diesem oder einem anderen Thread eine Maßnahme verlinkt, von einem anderen JC in Sachsen. Diese Maßnahme hat den Zweck der aufsuchende Sozialarbeit bei schwierigen Kunden etc.
Ich hatte mir das damals durch gelesen.

@Onkel Tom:

Ich habe dir meine EGV sowie den ersten EGV Vorschlag von meinem SB per PN zukommen lassen.

Ich würde nicht sagen, das ich keine sichere Bewerbungsstrategie habe. Immerhin konnte ich bei meinem alten JC alle VVs leicht abwehren.
Diese Sanktion ist aber fingiert und bzw. diese Sanktion wurde konstruiert.
Denn die plötzlich vielen positiven Reaktionen von den AGs waren sicherlich kein Zufall.
Ich habe hier in diesem Thread alleine von drei AGs berichtet.
Tatsächlich waren es aber deutlich mehr.
Das hörte erst auf, nachdem ich einen Antrag auf Akteneinsicht wegen der Anhörung beantragte. Zufall?! Ich denke nein.

Zitat

Hääh ? Wiso soll das Gutachen nicht fertig sein ?


Das hast du falsch verstanden. Ich hatte ja in der Eilklage argumentiert, das das JC gar nicht wissen konnte, ob die Stelle für mich zumutbar war, da zu der Zeit noch nicht das ärztliche Gutachten fertig war.
Im Beschluss wegen der Eilklage, steht dann das ich doch trotzdem zum Vorstellungsgespräch hätte hingehen können...
Ja nur, hätte mir das JC in der Zeit keine VVs mit RFB zusenden müssen.

Naja, wenn versucht wird von der Gegenseite eine Sanktion zu konstruieren, ist es schwer dagegen zu halten.
Vor allem bei einem VV gibt es soviele Möglichkeiten...

Draisine

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #184 am: 18:09:23 Fr. 14.Januar 2022 »

An Umschulungen kann ich mir aktuell nichts vorstellen.Meine Situation verbessern? Das beste wird wohl sein, wenn ich langfristig zurück nach NRW ziehen werde. Dort hatte ich nie solche Probleme mit dem Jobcenter wie hier.

Langfristig ist nicht jetzt. An Deiner Stelle würde ich den Fokus eher auf Ablenkung setzen  bzw. auf Kanalisierung der sich hier abzeichnenden Tendenz, Deines JC, Dich ins Abseits mit dieser Maßnahme zu bugsieren.

Ein möglicher Ausweg: Probier mal den Suchmodus Bildungszielplanung 2022 (Name Deines Jobcenters eingeben). Denn dort sind "normale" Weiterbildungsmöglichkeiten für LZA aufgelistet. die bekommst Du aber wahrscheinlich nicht, wenn und falls das Jobcenter die Linie "Einzelcoaching" beibehält und Dich dazu via Einschätzungs und Vermutungsermessen  -aufgrund Deines bisherigen Verhaltens als Aufhänger- nunmehr so verortet, wie die Inhalte von mir kurz vorher geschildert, 1 zu 1 aufzeigen.

Es war ja nur eine Werbung für ein Einzelcoaching.
Da steht drin, das SB und TL versuchten mir ein Einzelcoaching (AVGS Schein) schmackhaft zu machen und ich das dankend abgelehnt hatte.
Auf diese Art wurde halt versucht nochmals dafür Werbung zu machen...

Nicht nur. Da bist Du auf dem Holzweg. Dieses Coaching ist keines über AVGS. Es ist eines für schwervermittelbare Erwerbslose ohne Motivation etc. Und die Inhalte, die ich auszugsweise schilderte, die bilden ab, wie Dein JC Dich aktuell tatsächlich einschätzt  - wahrscheinlich im Verbund mit dem Absender der Antwort auf Deine Beschwerde. Denn es ist faktisch die Beschreibung -dieser Maßnahme Deines Jobcenters.


@Draisine:

Du hattest ja bereits in diesem oder einem anderen Thread eine Maßnahme verlinkt, von einem anderen JC in Sachsen. Diese Maßnahme hat den Zweck der aufsuchende Sozialarbeit bei schwierigen Kunden etc.
Ich hatte mir das damals durch gelesen.

Ja- ist aber für Dich aktuell persönlich irrelevant, was da JC Görlitz für eine Konzeption separat auf Lager hat, solange Du nicht in Görlitz wohnst. Die taugt eher als mahnende Einzelfallschilderung. Aber nicht als direkter Vergleich, zumal JC Görlitz ein kommunales JC ist. Ist nicht vergleichbar. Ich kenne aktuell zig verschiedene Coachingsmaßnahmen, aus ganz Deutschland. Alle sind anders konzipiert. Wie auch jedes JC eine eigene Geschäftspolitk hat.


Ich bin aber mal gespannt, wann dieses Sanktionsmoratorium nun kommt und ob es überhaupt kommt.
Die "Ampel" ist ja schon einige Zeit im Amt.

Die "Ampelmännchen" wollen dazu ja auch den Vermittlungsvorrang der BA abschaffen.  ;D. Vollkommen absurd und blauäugig. Denn die Abschaffung dessen würde das System der BA und der Jobcenter vollkommen konterkarieren.

Dafür wollen die auch das aufsuchende  Coaching zum Regelinstrument machen.
  :Q Die haben keine Ahnung, für welche Klientel die schon seit 2018 konzipiert werden. Oder denken, die anderen Bürger wissen das nicht. Das umgesetzt -das würde noch mehr Horch und Guck Angriffe bedeuten. Noch mehr Wühlen in der Privatheit von Erwerbslosen. Übergriffigkeit als Einstieg in den  1. Arbeitsmarkt. Gefährlicher Schwachsinn. Schon immer.

Wenn neu gemischt wird -dann verteilt das dann nur anders. Aber nicht zwangsläufig besser. Ich würde darauf nicht vertrauen.zumal viele Maßnahmen bis 2028 schon eingekauft bzw. Optionen der Fortsetzung eingeplant sind so jedenfalls mein aktueller Sachstand.   

Ich würde nicht sagen, das ich keine sichere Bewerbungsstrategie habe. Immerhin konnte ich bei meinem alten JC alle VVs leicht abwehren.

Du bist aber nicht mehr dort. Gut möglich, dass Du mithin deshalb nun so viele bekommen hast..

Naja, wenn versucht wird von der Gegenseite eine Sanktion zu konstruieren, ist es schwer dagegen zu halten.

Aber unmöglich ist es nie. Generell kann es hier nützen, zur Verhinderung dessen, Grundlagen der Kriegsführung zu beherzigen und zu kennen, welche Taktik Dein aktuelles  JC bevorzugt anwendet. Die meisten beherrschen diese:

"Die  größte  Leistung  besteht  darin,  den  Widerstand  des  Feindes  ohne  einen
Kampf zu brechen."


Ob und inwieweit das für Dein JC zutrifft, das zu Wissen das wäre der erste Schritt zu einerm Sieg für Dich.

Denn:

Wenn  du  den  Feind  und  dich  selbst  kennst,  brauchst  du  den
Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten


Vermeide dazu unbedingt:

Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg,
den du erringst, eine Niederlage erleiden.


Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst,
wirst du in jeder Schlacht unterliegen


Quelle: SUNZI, die Kunst des Krieges
https://vdoc.pub/documents/die-kunst-des-krieges-1hpvdu737ehg


Ich selbst kenne auch die JC Methode des Umgangs mit Elos wie beim Tandemschach. Das gibt es auch, Da ist die Herausforderung der Selbstbehauptung wesentlich schwieriger- kann dann aber nachhaltiger wirken
  https://www.schachbund.de/tandem-schach.html

Habe gerade selbst, bei meinem JC,mit dem Part

"unmöglicher Zug, König geschlagen"

meinen SB argumentativ "ausgehebelt"

Was aber sehr genauer Absicherung und Recherche bedurfte.

Ohne genaue vorherige Recherche der internen "Gemengelage" wäre das nie so sicher für mich aktuell möglich gewesen.

Jeder Elo hat so einen SB mal mehr oder minder am Hacken. Es kommt auf die richtige Wertung dessen an und die Kenntnis -den wieder auf Abstand zu bringen.

Ohne Sanktion. Kostet Nerven,Zeit und kreatives Potential. Und gelingt nicht immer, wenn man eben nicht genaue Kenntnis hat, wie das  jeweilige JC wirklich tickt.

Was den Irrsinn vieler Sanktionen betrifft - da empfehle ich Dir übrigens die nachfolgende Publikation der Böckler Stiftung:

Ursachen und Auswirkungen
von Sanktionen 
nach § 31 SGB II

https://www.boeckler.de/pdf/p_edition_hbs_242.pdf

Sehr lesenwert, wie ich finde.

Frauenpower

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #185 am: 09:44:40 Sa. 15.Januar 2022 »
Sachsen, ich komme! Bin auch auf Wohnunhssuche, danke für den Tipp :)

Onkel Tom

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #186 am: 10:25:37 Sa. 15.Januar 2022 »
Da, wo die Kopfstützen der Wannen mit merkwürdigen Emblemen verziert sind ?
Da, wo der rechte Mob dein Nachbar ist ? Never !

Weil die Wohnungsmieten niedrig sind, gibbet den Ausstieg aus der Mausefalle nur
durch Aufnahme einer Arbeit im neuen Ziel-Wohnort oder muss Verwannte in neuem
Ziel Wohnort haben, die mitspielen.. So leicht es war dort hin zu ziehen, um so schwerer,
von dort wieder weg zu kommen..  ::)
Lass Dich nicht verhartzen !

tleary

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #187 am: 12:12:26 Sa. 15.Januar 2022 »
Ich bin aber mal gespannt, wann dieses Sanktionsmoratorium nun kommt und ob es überhaupt kommt.
Die "Ampel" ist ja schon einige Zeit im Amt.
Ich glaube mittlerweile, man sollte sich von diesem nicht allzuviel erhoffen. Wahrscheinlich ist es so wie OnkelTom schon schrieb, daß die JC dann einfach auf andere Leistungskürzungsschienen umschwenken. Dieses "Moratorium" wurde nur groß in den Medien lanciert, aber wenn dann die konkrete Ausgestaltung kommt - falls überhaupt dann ohnehin sehr spät - wird es vermutlich trotzdem Ausnahmen davon geben.

Außerdem: Evtl. kommt es ab 2023 noch viel dicker was Sanktionen anbelangt. Da hat man dann vielleicht nicht 'mal mehr den Weg beschreiten können, dagegen Klage einzureichen. Es soll dann ja nur noch so eine Art "Schiedsstelle" geben, die sich die Argumente beider Seiten anschaut, und dann - vermutlich eher zu ungunsten des Arbeitslosen - entscheidet. Gut, alles noch Mutmaßungen. Aber alleine, daß es so lange dauert bis eine konkrete Weisung an die Arbeitsagenturen von der Politik kommt, schränkt des Nutzen für betroffene ELO's schon gewaltig ein.
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Paula_P

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #188 am: 12:31:21 Sa. 15.Januar 2022 »
@tleary:

Ja, ich erhoffe mir auch nicht viel davon eher wird es noch schlimmer.

@Frauenpower:

Meintest du deinen Kommentar ernst oder war das Ironie?

@Onkel Tom:

Wenn der Vermieter einen kündigt kann man auch optional umziehen ;)

@Draisine:

Das PDF der Boekler Stiftung kannte ich schon.
Das mit der Bildungszielplanung habe ich mal runtergeladen und behalte das im Hinterkopf.

Mein Nachteil war sicherlich, das ich noch neu bei diesem JC war und nicht wußte, wie sanktionsgeil die sind.
Mittlerweile weiss ich auch, das ich die Stellungnahme und die Eilklage völlig falsch geschrieben hatte.
Es interessiert die nicht, wie sich der AG mir gegenüber verhalten hatte.
Die interessiert nur ob die Stelle für mich zumutbar war im Sinne des SGB II und ob ich einen wichtigen Grund hatte.
Das hatte ich falsch gemacht.


tleary

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #189 am: 16:12:33 Sa. 15.Januar 2022 »
Wenn der Vermieter einen kündigt kann man auch optional umziehen ;)
Umziehen kann man jederzeit auch als ELO wann und wohin man will, sofern man die Umzugskosten selbst trägt, und die neue Wohnung nicht die Angemessenheits- und Wohnkostengrenzen überschreitet.

Einfach beim alten JC abmelden, und beim neuen anmelden (zumindest denke ich, daß das der normale Weg ist). Viele ELO's denken ja, daß sie sich den Umzug und die neue Wohnung selbst erst vom JC genehmigen lasssen müssen - Irrtum!
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Paula_P

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #190 am: 17:32:33 Sa. 15.Januar 2022 »
@tleary:

Das hört sich traumhaft an: Einfach beim alten JC abmelden und beim neuen anmelden....

Leider geht das nicht so einfach.

Ich weiss ja noch nicht mal, in welche Stadt ich nun hinziehen soll ;D

Sunlight

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #191 am: 18:47:45 Sa. 15.Januar 2022 »
Hallo![

Empfehlung zumindest die Hinweise von Tacheles-Sozialhilfe.de zu beachten. Denn es stimmt nicht ganz, was @tleary schrieb und @Onkel Tom wird sich sicher auch noch zu Wort melden.

SGB II Folie - Ab Seite 43 - Begrenzung der KdU bei nicht erforderliche Umzüge im Vergleichsraum / § 22 Abs. 1 S. 2 SGB


Gruß
» “Nazis raus” - Nie wieder Faschismus «

» Wir sind alle Indymedia - Wir sind alle linksunten «

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Paula_P

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #192 am: 18:57:57 Sa. 15.Januar 2022 »
@sunlight:

Danke für die Verlinkung der Folie vom Harald Thome- habe ich mir gleich mal gespeichert ;)

tleary

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #193 am: 00:22:57 So. 16.Januar 2022 »
Dieses Görlitz nahe der polnischen Grenze hat ja auch Vorteile. Z.B. sind die Nahrungsmittel (Sprit ganz sicher => nützt dir nur leider ohne Auto nix) doch noch etliches billiger als hierzulande, oder?
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Onkel Tom

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Re: komische "Einladung" zum Gespräch von einem Arbeitgeber
« Antwort #194 am: 03:28:55 So. 16.Januar 2022 »
@tleary.

Ja, diese Entscheidungsfreiheit existiert, wenn Elo genug Zaster auf Tasche hat..
Nur so konnte ich von einem "schlechten Ort" in meine Wahlheimat umziehen..
Durfte erst mal selbst kräftig in die Tasche kommen, vorübergehend Bleibe "privat"
zu finanzieren und dann das amtliche eingeleitet werden konnte.
Bekannter ist in Kur gegangen und habe für diesen Zeitraum Unter-angemietet
a la "alles bereits bezahlt".

@Paula

Mit welchem Grund sollte dich dein bisheriger Vermieter kündigen und weißt Du schon,
wo Du hin willst ?

Wenn ja, kannst Du hier mal nachschauen, wie es im Zielort so ausschaut mit den
Angemessenheitsgrenzen zur KDU etc.

Darin auch die Forderungshaltungen der Komune, was bei welcher "Förderung" was an
Ämterstress (Nachweiserbringung) zukommt..

H4-Logistik lässt grüßen.. :Q
Lass Dich nicht verhartzen !