Autor Thema: Ländlicher Raum vs. Ballungsraum - Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse  (Gelesen 287 mal)

Frauenpower

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Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse, ist das Ziel mancher Parteien, wie auch des der Linken. Soll heißen, dass im ländlichen Raum Lebende sich nicht benachteiligt fühlen sollen gegenüber der Stadt. Ist das aber möglich?

Im ländlichen Raum wird nach und nach Infrastruktur abgebaut!! Es sollen wieder Tante Emma (bzw. Onkel Egon) - Läden her, weil andere Geschäfte sich nicht halten können.

Geldautomaten werden abgebaut, so dass in die nächste Stadt gefahren werden muss (sollte eigentlich bei einem umweltbewussten Denken gesetzlich nicht möglich sein, da für das Hinfahren CO2 freigesetzt wird). AerztInnen-Mangel auf dem Land. Hier wurde ein Arzt per Schild gesucht: https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/st-georgen/Neuer-Hausarzt-kommt-in-die-Bergstadt-Suche-mittels-Plakat-fuehrt-zum-Erfolg;art410944,10422018
Abbau von Krankenhäusern ... es ist alles bekannt. Das man hier raus will, ist klar. Vor allem die Leute die kein Auto haben usw. usf.

Die wenigen verbleibenden Praxen haben einen derartigen Stress, da will man schon allein deshalb nicht mehr anrufen. Toll, wenn innerhalb dieses Stress noch Operationen auf dem Plan stehen. Das ist so wunderbar beruhigend ...

Ist ja schön, wenn es auch manche konkret in ihrem Dorf schaffen wollen.

Interessante Doku:
https://www.br.de/presse/inhalt/pressedossiers/ard-themenwoche-2021/doku-sind-unsere-doerfer-noch-zu-retten-100.html

Die Probleme betreffen aber nicht nur Dörfer, sondern auch Kreisstädte im ländlichen Raum.

Außerdem bin ich der Meinung: Gentrifizierung muss ANDERSherum sein: Reiche raus - Arme rein!
Arme müssen in die Großsstadt um von Infrastrutkur wie öffentliche Verkehrsmittel und anderem profitieren zu können. Reiche haben ihre Autos und fck SUVs und ausreichend Geld für alles Mögliche.

Gut, die Ballungsräume haben auch ihre Probleme, bspw. Mangel an Kitaplätze, wie es in der Reportage genannt wird. Bezahlbarer Wohnraum ist dort auch Mangel.....


Kuddel

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  • Fischkopp
Außerdem bin ich der Meinung: Gentrifizierung muss ANDERSherum sein: Reiche raus - Arme rein!

Guter Gedanke.
Wie machen wir das in der Praxis? Wie vergraulen wir die Reichschweine?
Große Wohnungen für diejenigen, die sie brauchen!

Frauenpower

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Ist auch aktuell das Thema: wuerde ein Hartz 4 Bezieher, in im Ballungsraum wohnen, gaebe es unter Unstaenden keine oder weniger wesentlich belastende Fahrtkosten, ein Tagesticket koennte genuegen. Und das Amt waere entlastet um Antraege dieser Art.

Ob die Politik was erreichen kann, was Reiche raus, nicht-Reiche rein betrifft?

Es kann nicht sein, dass ein Pulk  Reicher alles kaput machen kann!? Derzeit  wird in Berlin um das Ostkteuz demonstriert.
https://www.google.com/amp/s/www.rbb24.de/kultur/beitrag/2021/11/demo-gegen-verdraengung-kulturareal-zukunft-am-ostreuz.htm/alt=amp.html

Wenn das Berlin, weswegen  sie alle hin wollen zubetoniert ist, werden sie weiterziehen und dort das Gleiche tun, dem gehoert ein Riegel  vor!
Ausserdem gibt es doch noch sowas wie Milieuschutz??
https://www.mietrecht.com/milieuschutz/

counselor

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In Nürnberg ist Gostenhof von der Gentrifizierung betroffen und vor allem der Jamnitzer Platz heiß umkämpft.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Frauenpower

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Koennen die Kommunen  da nicht gegen halten? Reiche bringen steuerlich auch nichts! Im  Gegenteil! Die werden wissen in der Regel,  wie man Steuern spart oder bringen es in Erfahrung.
Sieht man ja an cum-ex! Cum-ex-Praxis soll verboten sein und aber munter weitergehen, waerend  Arme zusehen koennen, wie sie mit Hartz fahrgeldtechnisch zum Arzt kommen. 
Cum-ex soll weltweit entstandener Schaden von mehr als 53 Milliarden Euro (siehe Netz) verursacht haben,  juckt  dann ploetzlich niemand!

Wenn Reiche spenden, dann eher aus Eigennutz  und Spenden kann man gewinnmindernd und damit auch wieder Steuern sparend,  absetzen.

counselor

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Die Stadt Nürnberg fördert die Gentrifizierung in Gostenhof regelrecht und die lokale Presse steht auch auf der Seite der Reichen.

Ich denke, man sieht an der Gentrifizierung, dass die Gesetze dieses Staates für die Reichen gemacht sind.
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Frauenpower

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Ich jedenfalls kann mich keinen Schritt bewegen in meiner Situation, ich komme nicht voran, Unterstuetzung  fuer Erwachsene wie mich gibt es nicht, keine echte Förderung, lieber wird  das Jobcenter sinnlos gefördert  und dahin gedrängt, am Erwerbslosen  schikanös und zerstörerisch vorbei zu verwalten.

Zum Thread- Thema gab es auf hr info noch was
https://www.hr-inforadio.de/podcast/politik/von-wegen-oedes-land--wie-hombergefze-gegensteuert,podcast-episode-96100.html