Autor Thema: In Essen sei Jahresbeginn 2022 geringere Mietobergrenzen für Hartz-IV-Empfänger  (Gelesen 175 mal)

dagobert

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Die Stadt Essen hat zum 1. Januar 2022 die Mietobergrenzen für Hartz-IV-Haushalte gekürzt und erntet dafür jetzt Kritik. „In Zeiten hoher Inflation und astronomisch gestiegener Heizkosten ist die Kappung der Bezüge für viele der Ärmsten unserer Gesellschaft fatal. Dies vergrößert die Schere zwischen Arm und Reich zusätzlich und ist einem einträglichen Miteinander in unserer Gesellschaft absolut nicht dienlich“, erklärte der Geschäftsführer der Essener Awo, Oliver Kern. Er spricht von einem „völlig falschen Signal in der heutigen Zeit“.

Geringere Mietobergrenzen bedeuten: Betroffene, die eine neue Wohnung anmieten wollen, müssen sich eine günstigere Wohnung suchen als bislang oder bei einer höheren Miete den fehlenden Betrag aus dem ohnehin niedrigen Hartz-IV-Satz bezahlen. Mieterorganisationen weisen schon seit längerem daraufhin, dass günstiger Wohnraum in Essen knapper wird.

Stadt Essen stützt sich auf Durchschnittswerte in NRW

Die Stadt begründet die niedrigeren Mietobergrenzen mit dem neuen Betriebskostenspiegel des Mieterbundes NRW. Demnach sind die kalten Betriebskosten von 2,14 Euro pro Quadratmeter auf 2,05 Euro gesunken. Zu den kalten Betriebskosten zählen alle Betriebskosten ohne Heizung und Warmwasser.
ganzer Artikel:
https://www.waz.de/staedte/essen/miete-fuer-hartz-iv-haushalte-gekuerzt-kritik-an-stadt-essen-id234462143.html
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)