Wat Noch > Kampf gegen Armut? Krieg gegen die Armen!

#IchBinArmutsbetroffen

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cyberactivist:
Hat irgendwie nicht viel mit Theoriebereich (s. Kategorie) zu tun. Aber es entsteht eine Bewegung. Mehr als 100 000 Beiträge dazu bisher. Flashmob in Berlin, Bochum, Düsseldorf, Hamburg, Köln.

https://twitter.com/Finkulasa/status/1531595614592671746

https://twitter.com/subjecthomeless/status/1531591568985141249

https://twitter.com/deichtrote/status/1531608522357628929

https://twitter.com/glyxkexi/status/1531591376542089217

https://twitter.com/Mama_Albatros/status/1531591786795257856

cyberactivist:
https://twitter.com/sozialesUtopia/status/1531608889099268100

https://twitter.com/MJBerlHD/status/1531592660921761792

https://twitter.com/deichtrote/status/1531605805463642118

https://twitter.com/GilgesGiova/status/1531604222529126400

https://twitter.com/Finkulasa/status/1531608350055702530

https://twitter.com/sozialesUtopia/status/1531602647941271554

Kuddel:
Ich halte das für eine wirklich gute Kampagne.

Ich habe mich schon immer drüber geärgert, daß Linke dieses Thema meist gemieden haben, man hat Armut als ein theoretisches gesellschaftliches Problem gesehen, doch man gab nicht öffentlich zu, selbst von Armut betroffen zu sein.

Ich hatte auch mal in den Nullerjahren am offenen Mikrophon einer Montagsdemo erzählt, wie ich nach Arbeit im Ausland hier erst keine Sozialleistungen bekommen habe und dann einen langjährigen Mietprozeß und damit auch meine Wohnung verloren habe. Da kamen ein paar türkische Jugendliche vorbei in Markenklamotten und mit gegelten Haaren und warfen mir eine handvoll Centmünzen vor die Füße.

Sie kamen mit Sicherheit aus prekären Verhältnissen, doch ihnen war es wichtig nach außen halt kein Opfer zu sein, sondern man versucht erfolgreich auszusehen. Sie würden niemals zugeben, arm zu sein.

Das Anerkennen, daß viele (und immer mehr) von Armut betroffen sind, ist vielleicht der Anfang einer Sozialen Bewegung.

Frauenpower:
Vor allem auch in Kleinstädten, kleinen Ortschaften. Aktionen und Bewegungen entstehen  schneller in Großstädten, das ist gut, aber in kleinen Städten , da wird sich  noch mehr versteckt und geschwiegen.
Es mag sein, dass das Mitmachen in großen Städten schneller und die Reichweite größer ist, das ist gut, aber die kleinen Ortschaften müssen mitgenommen werden.

Es ist gut, wenn entstandene Bewegungen sich in Präsenz auch konkret und bewusst in kleinen Ortschaften aktionistisch anmelden und treffen .
Bis die Hemmschwelle aus Angst und Scham durchbrochen ist, denn die spielt Nutznießenden nur in die Hände!

Schluss mit Schweigen! Und alles in sich reinfressen!
Die Scham wird überwunden, wenn man sich als Sprachrohr  aller stumm Geschalteten und an den Rand Gedrängten erkennt. Mit Ziel im Blick, eine Verbesserung der Situation für sich und alle herbeizuführen.
Aber man achte auf die eigenen Grenzen von Selbstschutz und Kraft.
Ruhig und sachlich dabei bleiben. Emotionales Auftreten ist kontraproduktiv
Man kann evtl auch mitteilen Woran es scheitert und an welche Mauer man prallt aufgrund fehlender Möglichkeiten.


Tiefrot:
Gute Sache generell.

Was mich nur wundert, ohne das Thema hier wäre das Ganze
unbemerkt an mir vorbei gegangen. Irgendwie wird Mensch wohl
zum Hinterwäldler, wenn man sich von den asozialen Medien fernhält, oder ?  ???

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