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Stahlstreik 2022

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Kuddel:

--- Zitat ---Rund 3.700 Beschäftigte im Warnstreik

An den Warnstreiks in der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie haben sich heute mehr als 3.700 Beschäftigte beteiligt.

Die größte Aktion gab es bei der Salzgitter AG, wo allein 3.000 Beschäftigte an einer Kundgebung teilnahmen. Aktionen gab es auch in Finnentrop, Gelsenkirchen, Mülheim an der Ruhr und Bottrop. Bei der Eisen- und Stahlindustrie in Ostdeutschland stehen morgen ebenfalls erste Warnstreiks an.
Mit den Arbeitsniederlegungen will die IG Metall vor der dritten Verhandlungsrunde am 10. Juni den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Sie fordert unter anderem 8,2 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber haben bislang 2.100 Euro als Einmalzahlung angeboten. Verhandelt wird für 68.000 Stahlarbeiter im Nordwesten und 8.000 Beschäftigte in Ostdeutschland.
--- Ende Zitat ---
https://www.deutschlandfunk.de/rund-3-700-beschaeftigte-im-warnstreik-104.html

Ach, in der deutschen Stahlindustrie wird nicht gestreikt. Nur diese Warnstreik Streiksimulationen. Da geht man mal mit Trillerpfeife und von der IGM gefertigten Transparenten vor's Werkstor zum Fototermin. Dann wieder, huschhus, zurück an die Arbeit!

Dann nachher ein Tarifabschluß unter der Inflationsrate mit einer Laufzeit von mindestens 2 Jahren.

Wann werden diese beschissenen Rituale endlich durchbrochen? Wann wird mal eine richtige Forderung aufgestellt untermauert von einem richtigen Arbeitskampf??

Kuddel:

--- Zitat ---Arbeiter in der Stahlbranche erhalten 6,5 Prozent mehr Lohn

Nach schwierigen Verhandlungen und Warnstreiks haben sich die IG Metall und die Arbeitgeber auf einen neuen Tarifvertrag für den Großteil der deutschen Stahlbranche geeinigt. Am 1. August sollen die Löhne und Gehälter um 6,5 Prozent steigen, wie die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband Stahl mitteilten. Der Vertrag läuft 18 Monate und beginnt im Juni. Für die Monate Juni und Juli wurde ein Energiebonus von 500 Euro für Arbeiter und Angestellte und von 200 Euro für Auszubildende vereinbart.
--- Ende Zitat ---
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-06/stahlindustrie-einigung-tarifvertrag-ig-metall

Wat n Scheiß! 6,5 % auf 18 Monate sind keine 6,5% im Jahr. Es handelt sich um eine Erhöhung unterhalb der Inflationsrate. Das ist eine Reallohnsenkung!

Die Stahlarbeiter waren gewillt auch eine spürbare Lohnerhöhung durchzusetzen, die Stimmung war kämpferisch. Nur die IGM war nicht bereit, diese Chance zu nutzen.

Jede Tarifverdhandlung der DGB Gewerkschaften das gleiche Drama?
Wird das jedes Mal wieder einfach hingenommen?
Was wären mögliche Konsequenzen?

counselor:
Bin gespannt, ob die Kollegen das Ergebnis akzeptieren. Falls ja, dann ist es halt so. Falls nein, dann müsste man Streikkomitees bilden und an der Gewerkschaft vorbei weiterstreiken.

PS: Ein Kollege von mir hat das Ergebnis mit den Worten kommentiert: "Die Gewerkschaften beten den Teufel an!"

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