Autor Thema: Katapult Verlag  (Gelesen 111 mal)

Kuddel

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Katapult Verlag
« am: 14:44:19 Sa. 02.Juli 2022 »
Ich kenne den Katapult Verlag als Herausgeber von Karten und Grafiken, die ich oft unterhaltsam oder witzig fand. Ich hatte den Eindruck, man hatte dabei sogar einen vernünftigen politischen Anspruch.

Mit dem Beginn des Ukrainekriegs machte man etwas, was im ersten Moment interessant erschien. Man holte geflüchtete Ukrainer in die Redaktion, um den vom Angriffskrieg Betroffenen eine Stimme zu geben. Dazu hatten die deutschen Mitarbeiter "freiwillig" auf die Hälfte ihres Lohns verzichtet. Naja, ich kenne die Details nicht.

Mein Eindruck von dieser Aktion: Man hat sich einen Haufen nationalistisch aufgeheizter, kriegsgeiler Ukrainer in den Laden geholt, die sich mehr Waffen und nichts anderes als einen militärischen Sieg über den Angreifer wünschen.

Ich habe keinen Bock auf weitere Kriegspropagandisten, selbst wenn ich ein gewisses Verständnis für die Einzelnen mit ihrer persönlichen Betroffenheit und der Mitgerissenheit in dem dort herrschenden nationalistischen Klima habe. Das Ergebnis ist jedoch genauso scheiße, wie die hier herrschende Atlantikbrücke/Nato Kriegspropaganda. Ich glaube nicht, daß ich alle Redakteure/Journalisten, die "freiwillig" auf ihren halben Lohn verzichtet haben, sich ein Bild von den politischen Konsequenzen gemacht haben.

Ich halte das für einen großen Fehler.