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Aufhebungsvertrag oder Kündigung?

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Grissom:
Hi,

zu den großten Dummheiten, die man/frau als ArbeitnehmerIn machen kann, gehört die Unterschrift unter einen Aufhebungsvertrag.

Grundsätzlich läßt man sich immer, immer, immer vom Arbeitgeber kündigen, man unterschreibt NIEMALS einen Aufhebungsvertrag.

Niemals.  N  i  e  m  a  l  s !!!!!! Capisce???? Ok???[/color]

Begründung:[/b]
Wenn Cheffe kündigt, kann man binnen drei Wochen mit Hilfe der Gewerkschaft oder, was besser ist, mit Hilfe eines Fachanwaltes für Arbeitsrecht (zu. finden z.B. unter www.anwalt24.de) auf Erhalt des Arbeitsplatzes klagen, und bekommt ihn bestenfalls zurück, oder aber man bekommt ne ordentliche Abfindung.

Unterschreibt man einen Aufhebungsvertrag, ist der Cheffe den/die Arbeitnehmer/in ohne viel Aufhebens los geworden, und zudem hagelt es auch noch ne Sperre vom Arbeitsamt, wenn man nicht direkt nen neuen Job hat, was bei über 10.000.000 Erwerblosen in Deutschland ähnlichen chancenreich ist, wie 5 Richtige im Lotto mit Zusatzzahl...

Also Leute: Ohren steif in den Wind, und Finger weg von Aufhebungsverträgen und anderen Unterschriften unter schädliches Zeug

Wer von Euch ne Unterschrift will, muß Euch Gelegenheit geben, erstmal in aller Ruhe und nötigenfalls unter Beiziehung einer sachkundigen Person  einen Vertrag zuhause in Ruhe durchzulesen und sich ggf. beraten zu lassen, ob man den Vertrag unterschreiben soll.

Gast:
Nicht ganz korrekt, die Darstellung.

Wenn man gut verhandelt und das Ende des Arbeitsverhältnisses zu dem Termin vereinbart, der der Kündigungsfrist entspricht, hat man keine Probleme mit dem Arbeitsamt. Es wird KEINE Sperrfrist eintreten.

Man sollte nur Tipps geben, wenn man wirklich weiß, worüber man redet!

Grissom:

--- Zitat ---Original von Gast

Nicht ganz korrekt, die Darstellung.

Wenn man gut verhandelt und das Ende des Arbeitsverhältnisses zu dem Termin vereinbart, der der Kündigungsfrist entspricht, hat man keine Probleme mit dem Arbeitsamt. Es wird KEINE Sperrfrist eintreten.

Man sollte nur Tipps geben, wenn man wirklich weiß, worüber man redet!
--- Ende Zitat ---


Das hat mit "gut verhandeln" nur dann Sinn, wenn Du schon nen neuen Job sicher hast, ansonsten, wenn man also aus der Firma und rein ins Arbeitsamt geht, ist ein Aufhebungsvertrag völliger Unsinn, und das weisst DU auch.

Mach Dich erst mal sachkundig, u.a. SGBIII und das künftige SGBII, informiere Dich ferner über die aktuellen Praktiken in den Arbeitsämtern und dann überlege, was Du hier fürn Quark geschrieben hast.

Darüber hinaus haben die wenigsten Arbeitnehmer Ahnung von "gut verhandeln" und es ist besser, wenn man sich kündigen lässt und die Abfindung über den Verlust des Arbeitsplatzes mit einem guten Fachanwalt für Arbeitsrecht vor dem Arbeitsgericht erstritten wird - denn da kann einen kein Chef mehr übern Tisch ziehen, sondern der muß zahlen...

Denn es ist schließlich Sinn und Zweck der meisten Aufhebungsverträge: Arbeitnehmer bequem los zu werden und dabei auch noch abzuzocken, und sich hämisch drüber freuen, wenn sie dann auch noch ne Sperre vom Arbeitsamt bekommen.

Also, Du "Gast", halt Dich raus aus Dingen, die Du nicht verstehst - und wenn Du stören willst, dann häng Dein Kopp ins Klo und laber die Rohre voll...

Schweißfuß:
GutenMorgen,
mit Verlaub, da hab ich schon bessere Außdrucksweise und Argumentation von dir gehört , Grissom.
Was hat der Gast dir den getan, dass du ihn so anmaulst?

Zum thema: Gast hat geschrieben, Ende des Arbeitsverhältnisses zu den Termin hinlegen,der der Kündigungsfrist entspricht. War und ist eine gängige Praxis in deutschen Unternehmen. (Von Aufhebungsvertrag war in dem Post übrigens keine Rede).
Aber Achtung: Arbeitsuchende müssen sich jetzt spätestens 7 Werktage nach Zugang der Kündigung persönlich beim AA arbeitslos melden. !!!!!. verspätete Meldung kann Leistungsabzug zur Folge haben!.

Gruß Schweißfuß

Grissom:
Hallo, Schweißfuß,


--- Zitat ---Original von Schweißfuß

GutenMorgen,
mit Verlaub, da hab ich schon bessere Außdrucksweise und Argumentation von dir gehört , Grissom.
Was hat der Gast dir den getan, dass du ihn so anmaulst?
--- Ende Zitat ---


Tja, dazu müsstest Du mal einige Jahre langzeiterwerbslos gewesen sein, um zu verstehen, was der "Gast" mit dem Posting eigentlich meinte, und dann verstündest Du auch meine Reaktion darauf.


--- Zitat ---Original von Schweißfuß

Zum thema: Gast hat geschrieben, Ende des Arbeitsverhältnisses zu den Termin hinlegen,der der Kündigungsfrist entspricht. War und ist eine gängige Praxis in deutschen Unternehmen.
--- Ende Zitat ---


Und? Man soll sich also mit dem Chef einigen, zu wann man die Arbeit verliert. Sorry, Schweissfuß, wir zwei hatten uns ja auf freundlichen Umgang geeinigt, aber da schwillt mir der Kamm.

Wenn mein Cheffe mir kündigen will, soll er es tun, und er wird vor dem Arbeitsgericht darüber Rechenschaft ablegen müssen, da ich in jedem Falle 1. auf Wiedereinstellung und 2. hilfweise auf Schadenersatz für den Verlust des Arbeitsplatzes klage, wie sich das für einen ordentlichen Arbeitnehmer gehört, der sich vom Arbeitgeber eben nicht nach belieben heuern und feuern lässt - NOCH ist Amerika einige 1000 Meilen weit weg!

Und der Grund: ich arbeite, um zu leben, und nicht anders herum. Wenn ich nen Job habe, mache ich den ordentlich, bin pünktlich und an meiner Arbeitsleistung gibtes nix zu meckern. Das bedeutet aber nicht, daß ich Leib und Seele an die Firma verkaufe, mich mit ihr verheirate oder ihr die Treue halte, wenn ich merke, daß ich verarscht werden soll - und Verarschung von Kunden und Mitarbeitern ist doch das, was heutzutage übliches Machwerk der meisten Unternehmer ist.

Sollte es bei Dir anders sein, Schweissfuß, ok, dann bist eben Du die Ausnahme von der Regel.

Ein Arbeitsverhältnis ist nix anderes als ein Deal - Arbeit gegen Kohle. Mehr nicht.


--- Zitat ---Original von Schweißfuß

(Von Aufhebungsvertrag war in dem Post übrigens keine Rede).
--- Ende Zitat ---


Ich bitte Dich, Schweissfuß - das Posting von "Gast" bezog sich auf auf mein vorheriges Posting und meinen Tip, niemals Aufhebungsverträge zu unterschreiben. Und: wenn das Arbeitsamt z.B. mitbekommt, daß ein Arbeitnehmer mit seinem Chef gemeinsame Sache bzgl. der Kündigung des Arbeitsplatzes gemacht hat (Termin), dann gibts erstmal 3 Monate Sperre vom Amt - und das wissen die wenigsten Arbeitnehmer, aber die meisten Chefs...

Schöne Grüße

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