Autor Thema: [Post] Privatisierung  (Gelesen 99273 mal)

Ziggy

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #105 am: 10:24:51 So. 16.August 2009 »
Ich bin hier im Forum vor längerer Zeit mal drauf aufmerksam geworden, weiß nicht mehr genau, wo und wie. Jedenfalls hab ich's gleich gekauft.

In den Mainstream-Medien wird so ein Buch nicht gerade beworben, ist klar. DIE sind ja auch Thema in dem Buch ...
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

Eivisskat

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #106 am: 12:38:21 Di. 18.August 2009 »
Zitat
Montags keine Briefe: Post schränkt Leistungen ein

Berlin (dpa) - Die Deutsche Post hat nach Vorwürfen von Kundenvertretern eingeräumt, über die Sommermonate die Leistungen eingeschränkt zu haben. Es gehe darum, die Produktionskapazität dem Briefaufkommen anzupassen, sagte Sprecherin Barbara Scheil der «Berliner Zeitung».

Dieses sinke im Juli und August auf etwa 80 Prozent des Jahresniveaus. Das Unternehmen habe deshalb eine Reihe von Leistungseinschränkungen getroffen. Das PostKundenForum kritisierte, dass Kunden deswegen immer öfter montags vergeblich auf Post warteten. Die Zahl der Beschwerden steige.

Die Post-Sprecherin sagte, dass überregionale Sendungen, die am Wochenende aufgegeben wurden, nicht wie üblich am Sonntag sortiert würden, sondern erst montags. Die Zustellung folge dann erst am Dienstag. Nur regionale Sendungen würden noch am Sonntag bearbeitet. In 15 Briefzentren bundesweit falle zudem montags eine Schicht aus. Weiter habe die Post in den Monaten Juli und August Zustellbezirke zusammengelegt, wo dies möglich sei, sagte Scheil. Das heißt, dass Postboten möglicherweise längere Distanzen zurücklegen müssen, bis sie alle Briefe zugestellt haben.


http://de.news.yahoo.com/26/20090818/tbs-montags-keine-briefe-post-schrnkt-le-4a5c44e.html


Ein wichtiger & sinnvoller Dienst für uns Alle, der über Jahrhunderte sorgfältig mit unserem Geld und unserer Nutzung aufgebaut wurde, für viele Menschen absolut unabdingbar ist, wird einfach immer mehr eingeschränkt/bald komplett abgeschafft und alle gucken zu, ich fasse es nicht! ?(

Ziggy

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #107 am: 15:58:20 Di. 18.August 2009 »
Der Staat ist pleite und verramscht das Tafelsilber. Immer weniger (Steuer-)Einnahmen, die Kommunen verrecken, und so wird alles noch verbliebene Wertvolle aus der Hand gegeben, Post, Bahn, Müllabfuhr, Energieversorgung, Wasser, Bildung, Erziehung, Justiz(vollzug) ...

Der Knall hat längst stattgefunden, nur haben ihn die meisten noch nicht gehört.
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Strombolli

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #108 am: 17:45:56 Di. 18.August 2009 »
Deshalb hat Westerwelle & Co. ja schon das brennende Zünholz in der Hand, den nächsten krachen zu lassen!
Es ist an uns es ihm am Wahltag aus der Hand zu schlagen.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

ManOfConstantSorrow

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #109 am: 17:53:37 Mi. 19.August 2009 »
Die Deutsche Post AG hat einen neuen Trick zur Steigerung ihrer Profite präsentiert: In den Sommermonaten, in denen das durchschnittliche Briefaufkommen auf 80 Prozent der sonst üblichen Menge sinkt, wird einfach seltener verteilt und zugestellt. Dies hat das Unternehmen am Dienstag eingeräumt, nachdem sich die Beschwerden gehäuft hatten. Auch sonst ist der privatisierte Konzern nicht zimperlich: Um die Personalkosten zu reduzieren, sollen die rund 190000 Beschäftigten länger arbeiten und weniger verdienen.

http://www.jungewelt.de/2009/08-19/060.php
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ManOfConstantSorrow

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Es kann nicht wahr sein...
« Antwort #110 am: 17:36:01 Do. 26.November 2009 »
Zitat
Post wendet Weihnachtsstreik ab

Den Deutschen bleibt in der Vorweihnachtszeit ein Streik bei der Post erspart. Dies ist das entscheidende Ergebnis der Tarif-Einigung zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Post-Vorstand. "Wir sind schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis", verkündete die erst vor zwei Jahren ins Amt gekommene Verdi-Vize-Chefin Andrea Koczik. Aber auch Frank Appel, seit Frühjahr 2008 Vorstandsvorsitzender der Post, fiel gestern ein Stein vom Herzen: "Nächstes Jahr sparen wir 140 Millionen Euro, übernächstes Jahr 230 Millionen Euro. Damit haben wir einen Etappensieg für stabile Erträge geschafft."
http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Post-wendet-Weihnachtsstreik-ab/56968

Die Gewerkschaft ein ein gewaltiges Druckmittel in der Hand um etwas für ihre Mitglieder zu erreichen und streicht die Segel ohne nur den geringsten Versuch gemacht zu haben zu kämpfen.

Die Gegenseite jubelt: "Nächstes Jahr klauen wir der Belegschaft 140 Millionen Euro, übernächstes Jahr 230 Millionen Euro."

Glückwunsch!
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Workless

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #111 am: 23:04:01 Do. 26.November 2009 »
Kann man echt nur noch den Kopf schütteln.

ManOfConstantSorrow

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Einschätzung der Tarifauseinandersetzung 2009 bei der Deutschen Post DHL
« Antwort #112 am: 14:30:41 Fr. 08.Januar 2010 »
„Die Verhandlungen mit der Post über diverse strittige Punkte haben für die Beschäftigten viele positive Ergebnisse gebracht. So konnte der Vorstand sein Vorhaben, den Einfluss von ver.di auf die Löhne, die Wochenarbeitszeit wie die betriebliche Arbeitszeitgestaltung einzuschränken, nicht durchsetzen. Die bestehenden Tarifverträge sind nicht zugunsten betrieblicher Regelungen geöffnet worden und die neu verhandelten Verträge enthalten keine schwammigen Regelungen, die es erlauben, von den Grundsätzen abweichende Vereinbarungen auf betrieblicher Ebene zu treffen. Die Stellung von ver.di gegenüber dem Unternehmen als zentraler Tarifpartner blieb nicht nur erhalten, sie konnte in einigen Punkten (REVAS-Zeiten, weitgehende Wiedereinbeziehung der Lohngruppen 8 und 9 in die Regelungen des Rationalisierungsschutzes, Ausschluss betriebsbedingter Änderungskündigungen) sogar noch erweitert werden. Ferner gelang es ver.di, die Fremdvergabe von Leistungen, die bisher von den Beschäftigten der Post erbracht wurden, weitgehend zu verhindern. Auch ist die Überleitung des gesamten Unternehmens in die eigene Firma First Mail erst einmal vom Tisch. Der im Mai 2008 geschlossene Beschäftigungspakt wurde um ein halbes Jahr verlängert. Damit werden betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2011 nicht ausgesprochen werden können, allerdings wird auch die Erhöhung der ter-Zeiten um ein halbes Jahr verschoben...“
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/sonstige/einschaetzung_tarif09.pdf
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Pinnswin

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #113 am: 01:00:18 So. 14.März 2010 »
Briefmarkt
Volksbanken wollen Postschalter eröffnen

http://www.onetoone.de/Volksbanken-wollen-Postschalter-eroeffnen-17579.html

Zitat
Die Idee klingt verlockend: Ab April wollen die Volks- und Raiffeisenbanken möglichst flächendeckend Postdienstleistungen anbieten. Die Kunden sollen ihre Briefe, Postkarten und Päckchen auch in der Bankfiliale aufgeben können. Ob sich damit aber tatsächlich Geld verdienen lässt, ist äußerst fraglich.

Hintergrund: Die Deutsche Post schließt bis Ende 2011 alle selbst betriebenen Filialen. In diese vermeintliche Service-Lücke wollen nun die Volks- und Raiffeisenbanken stoßen.  ...
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Kuddel

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #114 am: 12:09:16 Do. 25.März 2010 »
Zitat
Gute Karten für die Post, mehr als eine Milliarde Euro zu behalten

Luxemburg. (dpa) Die Deutsche Post AG hat gute Chancen, eine staatliche Zahlung von mehr als einer Milliarde Euro endgültig behalten zu dürfen. Ein hoher Gutachter des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) empfahl am Mittwoch in Luxemburg, den Einspruch der EU-Kommission gegen ein erstinstanzliches Urteil vom Juli 2008 zurückzuweisen.

Damals hatten die Luxemburger EU-Richter eine Entscheidung der Kommission gekippt, wonach der frühere Monopolist 572 Millionen Euro unerlaubte Beihilfen zurückerstatten musste. Die EU-Wettbewerbshüter hatten der Post vorgeworfen, in den 90er Jahren im Paketdienst Dumpingpreise genommen zu haben.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10002&detailid=716739

postzora

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #115 am: 13:09:43 Fr. 26.März 2010 »

Mit 2.987.200 Euro hat Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post, sein Gehalt im Vergleich zum Vorjahr ordentlich aufgepäppelt. Im Krisenjahr 2008 musste sich der Post-Vorstand noch mit dem Fixgehalt abfinden, Erfolgsprämien gab es keine

http://www.stern.de/wirtschaft/news/gehalts-ranking-millionen-fuer-die-dax-chefs-1550437-a5c2d7c966739b0d.html

postzora

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Für'n Arsch!
« Antwort #116 am: 19:27:57 Mo. 29.März 2010 »

Kuddel

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #117 am: 13:36:18 Di. 13.April 2010 »
Zitat
Liegengebliebene Briefe kommen am Dienstag

Haushalte und Unternehmen der Region warteten am Montag vergeblich auf Post. Grund war eine zentrale Betriebsversammlung in Alsfeld. Liegengebliebene Briefe sollen am Dienstag ihre Adressaten erreichen.


Das Zustellzentrum am Montag in Schlüchtern: Viele gelbe Wagen, aber keine Fahrer. Dann kommt doch noch einer vorbei. Er will sich zu den Ausfällen nicht äußern, sagt aber: „Sie sehen ja, dass der Parkplatz voll mit Autos ist.“ Die meisten seiner Kollegen sind zu der zentralen Betriebsversammlung gefahren. Er selbst zieht die Arbeit vor. „Ich mache meine Tour.“ Die Kollegen hätten dann am Dienstag entsprechend mehr auszufahren.

Nach Informationen der Post-Pressestelle in Frankfurt nahmen etwa ein Drittel aller Mitarbeiter der Briefverteilzentren Kassel und Fulda an der zentralen Betriebsversammlung der Dienstleistungsgewerkschaft verdi teil. Zwei Drittel seien ihrer Arbeit ganz normal nachgegangen, erklärte Sprecher Alexander Böhm. Verdi sprach von annähernd 1000 Beschäftigten. Teilweise seien die Auslieferungen von den arbeitenden Kollegen auch mit übernommen worden.

Kaum Beeinträchtigungen bei Paketzustellung

Die Ausfälle betrafen Städte und Gemeinden mit 34er- und 36er-Postleitzahlen. „Die Auswirkungen der Versammlung dürften sich aber in Grenzen gehalten haben“, sagte Böhm. Normalerweise liefere die Post 95 bis 96 Prozent der Briefe täglich aus, 80 Prozent schreibe der Gesetzgeber vor. „Es kann gut sein, dass die 80 Prozent auch trotzdem erreicht worden sind.“ Der Rest werde am Dienstag kommen. Wie viele Briefe am Montag genau liegen blieben, konnte der Pressesprecher aber nicht sagen.

Kaum bis gar keine Beeinträchtigungen gebe es bei der Paketzustellung. „Da gibt es normalerweise keine Verzögerung, weil erfahrungsgemäß eher die Briefzusteller kommen und auch weniger Pakete geliefert werden“, erklärt Böhm. Postbankcenter und partnerbetriebene Filialen wie die im Schlüchterner Kaufhaus Langer hatten geöffnet.

Laut Betriebsverfassungsgesetz haben die Angestellten einmal im Quartal das Recht zur Einberufung solcher Betriebsversammlungen. In Alsfeld stand unter anderem die Arbeitszeiterfassung der Zusteller auf der Tagesordnung. Zwischen Betriebsrat und Unternehmen hatte es darüber Unstimmigkeiten gegeben.
http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/kinzigtal/Kinzigtal-Liegengebliebene-Briefe-kommen-am-Dienstag;art40,269889



ManOfConstantSorrow

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #118 am: 22:28:30 Mi. 12.Mai 2010 »
Zitat
Deutsche Post überrascht mit hohem Gewinn
(...)
Tausende von Stellen fielen weg - davon profitiert die Post nun. Der Quartalsgewinn wuchs schneller als der Umsatz: Während die Erlöse von Januar bis März um vier Prozent auf zwölf Milliarden Euro zulegten, schnellte der operative Ertrag (Ebit) vor Einmaleffekten um mehr als 80 Prozent auf 556 Millionen Euro nach oben. Der Überschuss verdoppelte sich beinahe auf 1,75 Milliarden Euro.
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE64A0DD20100511
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Kuddel

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Re:[Post] Privatisierung
« Antwort #119 am: 10:31:37 Do. 20.Mai 2010 »
Post gibt mehr Filialen ab

Düsseldorf - Die Deutsche Post könnte schon bald den Großteil ihrer letzten in Eigenregie betriebenen Filialen an das ehemalige Tochterunternehmen Postbank abgeben. Die beiden Bonner Konzerne stünden in Verhandlungen über die Zukunft von 270 Filialen, sagte ein Post-Sprecher am Dienstag. Ein Sprecher des Geldhauses bestätigte Gespräche, betonte aber gleichzeitig, es seien noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen.

Die Post will sich von den verbliebenen 350 Filialen trennen, die sie noch in Eigenregie führt. Zahlreiche Niederlassungen waren bereits von Einzelhändlern übernommen worden. Die Postbank wiederum könnte mit einer Übernahme der Zweigstellen ihr Filialnetz ausweiten.

Reuters

http://www.sueddeutsche.de/I5r38Q/3357470/Post-gibt-mehr-Filialen-ab.html